Berlin 📅 6. Mai 2026 ⏱ 9 Min. 👁 79 Aufrufe

Schulreinigung Berlin: KleanBerlin App soll Sauberkeit verbessern

Die Schulreinigung in Berlin steht vor einem digitalen Wandel: Mit der KleanBerlin App sollen Hausmeister die Sauberkeit in den Schulen kontrollieren …

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Kurzantwort

Die Schulreinigung in Berlin wird mit der KleanBerlin App digitalisiert, um die Sauberkeit in den rund 800 Schulen zu verbessern. Seit Oktober 2025 erfassen Hausmeister Mängel per Tablet, was zu direkten Nachbesserungen, Vertragsstrafen oder zum Auftragsentzug für Reinigungsfirmen führen kann. Ziel ist es, die Kontrollen transparenter und effizienter zu gestalten und die Verantwortlichkeiten klarer zu definieren.

Inhaltsverzeichnis+
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist die KleanBerlin App und wie soll sie die Schulreinigung verbessern?
  3. Wie funktioniert die digitale Kontrolle der Schulreinigung in der Praxis?
  4. Welche Konsequenzen drohen Reinigungsfirmen bei Mängeln?
  5. Welche zusätzlichen Maßnahmen unterstützen die digitale Kontrolle?
  6. Welche Herausforderungen bleiben bei der Schulreinigung bestehen?
  7. Häufige Fragen zur Schulreinigung Berlin
  8. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Oktober 2025 wird die KleanBerlin App schrittweise an Berliner Schulen zur Kontrolle der Reinigungsqualität eingeführt.
  • Für die Nutzung der App wurden rund 800 Tablets an die Schulen in der Hauptstadt ausgegeben.
  • Sechs Berliner Bezirke arbeiten bereits mit der App; bis zum Jahresende soll sie flächendeckend im Einsatz sein.
  • Jeder Bezirk erhält eine zusätzliche Kontrollmanagerin oder einen Kontrollmanager, um Problemfälle intensiver zu bearbeiten.
  • Bei wiederholten Mängeln drohen Reinigungsfirmen Vertragsstrafen oder der Entzug des Auftrags.

Was ist die KleanBerlin App und wie soll sie die Schulreinigung verbessern?

Die KleanBerlin App ist ein digitales Kontrollsystem der Senatsverwaltung, das die Sauberkeit in Berliner Schulen verbessern soll. Sie ermöglicht eine systematische Erfassung von Reinigungsmängeln, um mehr Transparenz zu schaffen und Reinigungsfirmen zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Schulreinigung in Berlin umfasst die Instandhaltung von Klassenräumen, Mensen, Fluren und Sanitäranlagen in den rund 800 Schulen der Stadt. Jahrelang war die mangelnde Sauberkeit ein wiederkehrendes Problem, das zu zahlreichen Beschwerden führte. Um hier Abhilfe zu schaffen, setzt die Berliner Bildungsverwaltung auf Digitalisierung.

Die Einführung der KleanBerlin App ist der zentrale Baustein dieser Initiative. Die Entwicklung begann im Sommer 2024 mit einem Pilotprojekt im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Dort wurde die Anwendung unter realen Bedingungen getestet und auf Basis des Feedbacks von Hausmeistern weiterentwickelt. Seit Oktober 2025 wird die App schrittweise in der gesamten Hauptstadt ausgerollt. Aktuell nutzen bereits sechs Berliner Bezirke das System. Laut Schulbaustaatssekretär Torsten Kühne (CDU) ist das Ziel, die App bis zum Jahresende an allen Schulen einzusetzen.

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Foto: Ramon Karolan

Wie funktioniert die digitale Kontrolle der Schulreinigung in der Praxis?

In der Praxis erhalten Hausmeister über die App auf ihrem Tablet täglich eine zufällige Auswahl von fünf Räumen zur Kontrolle. Sie bewerten die Sauberkeit mit farbigen Smilys und können Mängel direkt mit Fotos dokumentieren und an die zuständige Stelle melden.

Hausmeister René Balzer von der Schule an der alten Feuerwache in Berlin-Schöneweide demonstriert den täglichen Ablauf: Morgens zeigt ihm die App an, welche fünf Räume er kontrollieren muss, beispielsweise den Musikraum oder die Mensa. Im Musikraum prüft er, ob die Standards eingehalten werden. In der Mensa kontrolliert er, ob Tische abgewischt und Abfallbehälter geleert sind.

Besonders kritisch sind die Toiletten, wo auf nachgefüllte Seifen- und Papierspender sowie die Sauberkeit von Waschbecken und Toiletten geachtet wird. Die Ergebnisse seiner Kontrolle erfasst der Hausmeister direkt in der App. Bei Beanstandungen kann er Fotos hochladen, um den Mangel eindeutig zu belegen. Diese digitale Erfassung ersetzt frühere handschriftliche Meldungen und macht die Kommunikation mit den Reinigungsfirmen laut Andy Hehmke, Bezirksschulstadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, deutlich effizienter und nachvollziehbarer.

Welche Konsequenzen drohen Reinigungsfirmen bei Mängeln?

Werden Mängel über die App dokumentiert, muss die Reinigungsfirma noch am selben Tag nacharbeiten. Bei wiederholten oder nicht behobenen Beanstandungen können empfindliche Vertragsstrafen verhängt werden. Im äußersten Fall droht der vollständige Entzug des Reinigungsauftrags.

Die digitale Dokumentation von Mängeln hat direkte Folgen für die beauftragten Dienstleister. Bleibt eine geforderte Nachbesserung aus oder häufen sich die Beschwerden über ein Unternehmen, greifen vertraglich vereinbarte Sanktionen. Marco Brauchmann, Bezirksschulstadtrat in Treptow-Köpenick, bestätigte gegenüber rbb24.de, dass bereits Vertragsstrafen verhängt wurden.

Die härteste Konsequenz ist der Entzug des Auftrags. „Darüber hinaus ist die Sanktion, dass man eine neue Reinigungsfirma nimmt“, so Brauchmann. Dieses Vorgehen soll sicherstellen, dass die Qualitätsstandards dauerhaft eingehalten werden und die digitale Kontrolle nicht ins Leere läuft.

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Welche zusätzlichen Maßnahmen unterstützen die digitale Kontrolle?

Zusätzlich zur App wird das Personal aufgestockt: Jeder Berliner Bezirk erhält eine Kontrollmanagerin oder einen Kontrollmanager. Diese Personen sollen sich ausschließlich mit der Schulreinigung befassen, Problemfälle intensiver bearbeiten und die über die App gesammelten Daten strategisch auswerten.

Die Senatsverwaltung verstärkt nicht nur die technische, sondern auch die personelle Kontrolle. Schulbaustaatssekretär Torsten Kühne (CDU) kündigte an, dass jeder Bezirk eine zusätzliche Stelle für das Reinigungsmanagement erhält. Einige dieser Controlling-Stellen sind bereits besetzt, andere befinden sich noch im Besetzungsprozess. Diese neuen Fachkräfte sollen die Effizienz der App steigern und sicherstellen, dass dokumentierte Mängel konsequent verfolgt werden.

Die Daten aus der App sollen zudem helfen, systematische Probleme zu erkennen. So lässt sich analysieren, wo in Schulen besonders viel Schmutz anfällt und was die Ursachen dafür sind – etwa, wenn nach der Pause regelmäßig Sand vom Schulhof in ein bestimmtes Gebäude getragen wird. Solche Erkenntnisse sollen eine strategische Verbesserung der Reinigungspläne ermöglichen.

Maßnahme Ziel Status (Mai 2026)
KleanBerlin App Digitale Mängeldokumentation In 6 Bezirken im Einsatz, bis Jahresende flächendeckend
Kontrollmanager Intensivere Fallbearbeitung pro Bezirk Stellen teils besetzt, teils im Besetzungsprozess
Vertragsstrafen Sanktionierung bei mangelhafter Leistung Wird bei Bedarf angewendet, auch Auftragsentzug möglich

Welche Herausforderungen bleiben bei der Schulreinigung bestehen?

Trotz der App bleiben grundlegende Probleme bestehen, wie zu wenig Personal bei Reinigungsfirmen und zu knappe Reinigungszyklen. Besonders die Sauberkeit der stark frequentierten Schultoiletten lässt sich allein durch digitale Kontrollen nur schwer verbessern.

Die Einführung der KleanBerlin App ist ein wichtiger Schritt, um die chronischen Probleme der Schulreinigung in Berlin anzugehen. Experten weisen jedoch darauf hin, dass die Herausforderungen tiefer reichen. Die App kann Mängel sichtbar machen, löst aber nicht das Grundproblem von oft zu wenig Personal bei den Dienstleistern und zu knappen Reinigungsintervallen für intensiv genutzte Gebäude.

Ein zentrales Problemfeld bleiben die Schultoiletten. Schulleiterin Michaela Gewand von der Schule an der alten Feuerwache berichtet, dass sich die Situation in Mensa, Klassenräumen und Fluren durch die App verbessert habe, auf den Toiletten sei dies jedoch schwer umzusetzen. Der Grund liegt in der hohen Nutzungsfrequenz durch hunderte Kinder über den gesamten Schultag. Hier sind möglicherweise andere Lösungsansätze wie höhere Reinigungsfrequenzen während des Schultages oder bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Sanitäranlagen erforderlich. Der Landeselternausschussvorsitzende Norman Heise begrüßt zwar die Sanktionsmöglichkeiten, fordert aber auch, die Ursachen für hartnäckige Verschmutzungen genauer zu untersuchen.

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Foto: Tim Heckmann

Häufige Fragen zur Schulreinigung Berlin

Was ist die KleanBerlin App?

Die KleanBerlin App ist eine digitale Anwendung der Berliner Bildungsverwaltung, die Hausmeistern und Kontrollmanagern hilft, die Sauberkeit in Schulen zu überprüfen und Mängel zu dokumentieren. Sie wird auf Tablets genutzt und ermöglicht das Erfassen von Reinigungsleistungen, die Bewertung mit Smilys und das Hochladen von Fotos bei Beanstandungen. Ziel ist es, die Schulreinigung in Berlin effizienter und transparenter zu gestalten.

Seit wann wird die App für die Schulreinigung in Berlin eingesetzt?

Die KleanBerlin App wird seit Oktober 2025 schrittweise an Schulen in der Hauptstadt eingeführt. Zuvor wurde sie seit Sommer 2024 im Rahmen eines Pilotprojekts im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg getestet und basierend auf den Erfahrungen der Hausmeister weiterentwickelt. Bis zum Jahresende 2026 soll die App an allen Berliner Bezirken zum Einsatz kommen, um die Schulreinigung zu verbessern.

Welche Konsequenzen drohen Reinigungsfirmen bei Mängeln?

Werden Mängel bei der Schulreinigung in Berlin festgestellt und über die KleanBerlin App dokumentiert, muss das zuständige Reinigungsunternehmen diese noch am selben Tag nacharbeiten. Bei wiederholten oder schwerwiegenden Beanstandungen können Vertragsstrafen verhängt werden. Im äußersten Fall, wie von Bezirksschulstadtrat Marco Brauchmann bestätigt, kann die Konsequenz auch der Entzug des Reinigungsauftrags sein, sodass eine neue Firma beauftragt wird.

Warum sind Schultoiletten besonders schwer sauber zu halten?

Die Schultoiletten stellen eine besondere Herausforderung für die Schulreinigung in Berlin dar, da sie den gesamten Schultag über von einer hohen Anzahl an Kindern intensiv genutzt werden. Dies führt dazu, dass die Reinigungsfrequenz oft nicht ausreicht, um die Sauberkeit dauerhaft zu gewährleisten. Schulleiterin Michaela Gewand bestätigte, dass hier die App weniger Wirkung zeigt als in anderen Bereichen der Schule, da das Problem eher in der Nutzungshäufigkeit als in der initialen Reinigungsqualität liegt.

Wer sind die Verantwortlichen für die Verbesserung der Schulreinigung?

Die Verantwortung für die Schulreinigung in Berlin liegt bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie den einzelnen Bezirken. Schulbaustaatssekretär Torsten Kühne (CDU) treibt die Einführung der KleanBerlin App und die Schaffung neuer Kontrollmanager-Stellen voran. Die Bezirksschulräte wie Marco Brauchmann (Treptow-Köpenick) und Andy Hehmke (Friedrichshain-Kreuzberg) sind für die Umsetzung und die Zusammenarbeit mit den Reinigungsfirmen vor Ort zuständig.

Fazit

Die Einführung der KleanBerlin App markiert einen wichtigen und überfälligen Schritt zur Verbesserung der Schulreinigung in Berlin. Das digitale System schafft Transparenz, ermöglicht eine schnelle Reaktion auf Mängel und gibt den Bezirken ein wirksames Instrument zur Sanktionierung von Dienstleistern an die Hand. Die flächendeckende Einführung bis Jahresende und die zusätzlichen Kontrollmanager-Stellen zeigen den politischen Willen, das langjährige Problem anzugehen.

Gleichzeitig wird deutlich, dass die App allein keine Wunderlösung ist. Herausforderungen wie die Sauberkeit der hochfrequentierten Toiletten oder grundlegende Probleme bei der Personalausstattung der Reinigungsfirmen bleiben bestehen. Für eine nachhaltige Verbesserung der Sauberkeit an Berlins Schulen wird es entscheidend sein, die digitalen Kontrollen mit ausreichenden Budgets, angepassten Reinigungsintervallen und einer Überarbeitung der Vergabeverfahren zu kombinieren.

MM
✍ Über den Autor
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Moin, ich bin Maik – Gründer von BerlinEcho und verantwortlicher Redakteur. Ich baue seit Jahren digitale Medien auf, die ich wirklich für notwendig halte: unabhängig, ohne Konzernlogik im Rücken, mit echten Menschen dahinter. Berlin fasziniert mich als Stadt der Brüche: Hipster-Kieze neben Plattenbau, Bundespolitik neben Bezirksstreit, globale Startup-Szene neben klassischem Berliner Kleingarten. Diesen Widersprüchen geht BerlinEcho nach – täglich. Als Verleger verantworte ich alles, was auf dieser Seite erscheint. Das ist mir wichtig zu sagen, weil es in einer Zeit, in der viele Medien hinter anonymen Redaktionen verschwinden, nicht selbstverständlich ist. Bei BerlinEcho steht immer jemand mit dem Namen dafür ein. Mein Hintergrund ist digitales Publizieren: SEO, Content-Strategie, Aufbau von Nachrichtenportalen – das mache ich seit Jahren, für meine eigenen Seiten und für Kunden. BerlinEcho ist mein liebstes Projekt, weil es direkt an dem Ort spielt, wo gerade Deutschland-Geschichte geschrieben wird.

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📍 Berlin ⭐ Gründer Maik Möhring Media · Verleger & verantwortlicher Redakteur · Langjährige Erfahrung in digitalem Publizieren · Mehrere Online-Medien in Deutschland. ✍ 304 Artikel