Bei den Schüssen Neukölln am 23. April 2026 wurde ein 27-jähriger Mann im Anita-Berber-Park verletzt. Nach einem Streit zog ein Täter eine Waffe aus einer Bauchtasche und schoss. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt vor einer zunehmenden Bewaffnung in der Drogenszene. Die Polizei Berlin ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, der Schütze ist flüchtig.
Das Wichtigste in Kürze
- Tatort: Am 23. April 2026 wurde ein 27-jähriger Mann im Anita-Berber-Park in Berlin-Neukölln angeschossen.
- Tathergang: Nach einem Streit zog ein Mann aus einer fünfköpfigen Gruppe eine Waffe aus einer Bauchtasche und feuerte.
- Verletzung: Das Opfer erlitt einen Streifschuss an der Wade und wurde ambulant vor Ort behandelt; eine Krankenhauseinweisung war nicht nötig.
- Täter: Der Schütze und seine Begleiter sind flüchtig. Die Ermittlungen der Polizei Berlin dauern an (Stand: 24.04.2026).
- Reaktion: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt eindringlich vor einer zunehmenden Bewaffnung in der Drogenszene.
⚖️ Rechtlicher Hinweis
Alle genannten Personen gelten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig. Dieser Artikel gibt den Ermittlungsstand vom 24. April 2026 wieder.
Was geschah bei den Schüssen im Anita-Berber-Park?
Laut Angaben der Polizei Berlin kam es am Donnerstagabend um 19:20 Uhr zu einer „tätlichen Auseinandersetzung zwischen mindestens zwei Personen“ im Anita-Berber-Park an der Hermannstraße. Der Vorfall unterstreicht für viele Berlinerinnen und Berliner die Debatte um Sicherheit und Waffengewalt in der Hauptstadt.
Nach einem Bericht der BILD (24.04.2026) hielt sich das 27-jährige Opfer, ein gebürtiger Tunesier, mit drei Landsleuten im Park auf. Eine fünfköpfige Gruppe sei hinzugekommen, woraufhin der Streit eskalierte. Einer der Männer aus der Gruppe zog unvermittelt eine Waffe und schoss, als die attackierte Gruppe die Flucht ergriff.
| Fakten zum Vorfall | Details |
|---|---|
| Tatort | Anita-Berber-Park (Hermannstraße/Leinestraße, 12051 Berlin) |
| Datum & Zeit | Donnerstag, 23. April 2026, 19:20 Uhr |
| Opfer | 27-jähriger Mann (Streifschuss Wade) |
| Tatverdächtige | Fünfköpfige Gruppe (Identität unbekannt) |
| Festnahmen | Bislang keine (Stand: 24.04.2026) |
| Tatvorwurf | Gefährliche Körperverletzung / Waffendelikt |
| Tatwaffe | Schusswaffe (bislang nicht gefunden) |
Quelle: rbb24, 24.04.2026
Wie schwer wurde der Mann in Neukölln verletzt?

Die Kugel, die der Täter abfeuerte, traf den 27-Jährigen glücklicherweise nicht voll. Sie streifte lediglich seine Wade. Nach dem Vorfall wurde das Opfer umgehend von alarmierten Rettungskräften medizinisch versorgt. Aufgrund der leichten Verletzung war eine Behandlung vor Ort ausreichend, sodass eine Einweisung in eine Klinik nicht erforderlich war.

Warum warnt die Polizei vor zunehmender Waffengewalt in Berlin?
Der Vorfall rief umgehend die Interessenvertreter der Polizei auf den Plan. Thorsten Schleheider, Vize-Vorsitzender der GdP in Berlin, fand drastische Worte. Die ständige Verfügbarkeit von Schusswaffen stelle ein massives Risiko für die innere Sicherheit der Hauptstadt dar. „Es gehört mittlerweile zum Hauptstadtalltag, dass auf unseren Straßen scharf geschossen wird“, erklärte Schleheider laut übereinstimmenden Medienberichten.
Er betonte weiter: „Es ist gerade diese Durchbewaffnung, die uns große Sorge bereitet. Selbst kleine Straßendealer haben mitunter Schusswaffen dabei und sind bereit, diese einzusetzen.“ Nach der Tat sperrte die Spurensicherung der Polizei den Bereich zwischen Jonasstraße und Leinestraße weiträumig ab, um nach Patronenhülsen und weiteren Beweismitteln zu suchen. Die genaue Anzahl der Schüsse ist Teil der laufenden Ermittlungen.
Wie ist die Sicherheitslage rund um die Hermannstraße?
Der Anita-Berber-Park, benannt nach der berühmten Tänzerin der 1920er Jahre, liegt zwischen dem Tempelhofer Feld und der belebten Verkehrsachse Hermannstraße. Vorfälle wie die Schüsse Neukölln lenken den Fokus immer wieder auf die Sicherheitslage in diesem Kiez. Obwohl der Bezirk in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel in die Aufwertung öffentlicher Räume investiert hat, bleibt die Kriminalitätsbelastung in bestimmten Sektoren hoch.
Der Vorfall vom 23. April zeigt, dass präventive Maßnahmen allein oft nicht ausreichen, wenn Konfliktparteien bereits bewaffnet in eine Auseinandersetzung gehen. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Tat dauern an.

Häufige Fragen zu Schüsse Neukölln
Wo genau fielen die Schüsse in Neukölln?
Die Schüsse fielen im Anita-Berber-Park an der Hermannstraße, auf Höhe der Leinestraße und Jonasstraße (PLZ 12051). Die Polizei sperrte diesen Bereich nach der Tat für die Spurensicherung ab.
Wie schwer wurde der Mann bei der Schießerei in Berlin-Neukölln verletzt?
Der 27-jährige Mann erlitt lediglich einen Streifschuss an der Wade. Er wurde vor Ort von Rettungskräften ambulant behandelt und musste nicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Wer ist der Täter der Schüsse in Neukölln?
Der Täter ist bislang flüchtig. Laut Zeugenaussagen trat er aus einer fünfköpfigen Gruppe hervor, zog eine Waffe aus einer Bauchtasche und schoss auf die flüchtenden Männer. Die Identität des Schützen ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Warum eskalierte der Streit im Anita-Berber-Park?
Die genauen Hintergründe des Streits sind noch unklar und werden von der Polizei ermittelt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wies im Zusammenhang mit dem Vorfall jedoch auf die zunehmende Bewaffnung im Milieu der Straßendealer hin.
Welche Straßen wurden nach der Tat gesperrt?
Die Polizei sperrte am Donnerstagabend den Bereich des Anita-Berber-Parks zwischen der Jonasstraße und der Leinestraße ab, um Spuren wie Patronenhülsen zu sichern und Beweismittel zu sammeln.
Fazit
Der Vorfall, bei dem durch Schüsse Neukölln erneut in die Schlagzeilen geriet, verdeutlicht eine besorgniserregende Entwicklung. Ein Streit eskalierte im Anita-Berber-Park zur Waffengewalt, bei der ein 27-jähriger Mann verletzt wurde. Während das Opfer mit leichten Verletzungen davonkam, ist der Schütze weiterhin flüchtig. Die Warnung der Gewerkschaft der Polizei vor einer zunehmenden Bewaffnung selbst bei Kleinkriminellen unterstreicht die Dringlichkeit des Problems. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und zur Identität der Tätergruppe laufen. Berlin Echo wird weiter berichten, sobald die Polizei Berlin neue, gesicherte Informationen veröffentlicht.




