Friedrichshain 📅 1. April 2026 ⏱ 7 Min. 👁 93 Aufrufe

RAW Gelände Berlin Bebauung 2026: Pläne, Proteste & Clubs

Die RAW Gelände Berlin Bebauung 2026 sorgt für massiven Protest. Warum das Cassiopeia um seine Existenz kämpft und was der Investor plant. Alle Fakten →

Die RAW Gelände Berlin Bebauung erreicht im Frühling 2026 einen hochbrisanten Wendepunkt. Auf dem rund 52.000 Quadratmeter großen Areal an der Revaler Straße in Friedrichshain (10245 Berlin) prallen die Milliarden-Visionen eines Immobilieninvestors und der Überlebenskampf der Berliner Clubkultur ungeschützt aufeinander. Ich verfolge die Entwicklungen rund um das Cassiopeia und die benachbarten Hallen seit Jahren – der aktuelle Konflikt um 6-Monats-Verträge und einen 100-Meter-Turm ist symptomatisch für den radikalen Umbruch unserer Stadt.

Kurz zusammengefasst: Die Pläne für die RAW Gelände Berlin Bebauung sehen rund 150.000 Quadratmeter neue Geschossfläche sowie ein 100 Meter hohes Hochhaus vor. Während der Eigentümer Kurth Immobilien ein modernes Stadtquartier anstrebt, wehrt sich die neue Bürgerinitiative „RAW-Retten“ massiv gegen den drohenden Abriss von über der Hälfte der historischen Bestandsgebäude.
📋 Das Wichtigste in Kürze
  • 52.000 Quadratmeter Gesamtfläche umfasst das historische Areal an der Warschauer Brücke.
  • 100 Meter Höhe soll der geplante Büroturm des Investors erreichen.
  • 5,90 € pro Quadratmeter zahlen die ansässigen Clubs aktuell an Miete (Stand: April 2026).
  • 6 Monate Restlaufzeit haben die derzeitigen Mietverträge der Kulturbetriebe.
  • 150.000 Quadratmeter neue Geschossfläche (GFZ 2,9) sind im Aufstellungsbeschluss vorgesehen.

Über den Autor: Julian Möhring – Redakteur Sport & Digitales
„Die Berliner Startup- und Digitalszene schmückt sich gerne mit dem rauen Charme von Friedrichshain, doch genau diese Freiräume verschwinden rasant. Wer am Wochenende am Cassiopeia steht, sieht sofort, dass ein 100-Meter-Büroturm die DNA dieses Kiezes unwiderruflich verändern wird.“
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🏗️ Investor Kurth Immobilien: Büroturm und neues Quartier

Der Masterplan für die Neugestaltung liegt auf dem Tisch. Die Kurth Immobilien GmbH kaufte das Gelände bereits im Jahr 2015 mit dem ambitionierten Ziel, ein völlig neues Stadtquartier zu entwickeln. Der Aufstellungsbeschluss von 2019 gewährt dem Unternehmen eine massive Verdichtung: 150.000 Quadratmeter Geschossfläche (GFZ 2,9) sollen realisiert werden. Das markanteste Element dieses Vorhabens ist ein geplantes Hochhaus mit einer Höhe von 100 Metern, das die Skyline rund um die Warschauer Brücke dominieren würde. Der Investor argumentiert mit einer Mischkalkulation. Ein spezielles Trägermodell soll besonders günstige Konditionen für Clubs, eine Skatehalle, Ateliers und einen Kinderzirkus garantieren – gesichert für mindestens 30 Jahre. Doch der zeitliche Druck wächst, da sich der Bebauungsplan verzögert hat und erst 2026 in die Planreife übergehen soll. Gegenüber der taz (Aktualisierung vom 26.03.2026) erklärte Eigentümer Lauritz Kurth die wirtschaftliche Zwickmühle: „Fest steht: je mehr Zeit verstreicht, bis Förderung und Kosten durch eine Bebauung kompensiert werden können, desto weniger Spielraum bleibt, die Mieten auf dem RAW weiterhin zu subventionieren.“ Bereits im Oktober 2025 hatte er die Zusammenarbeit mit dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg öffentlich als gescheitert bezeichnet.

✊ Initiative „RAW-Retten“: Rave-Demo und politischer Druck

Gegen die massive Umgestaltung formiert sich lauter Widerstand direkt aus der Nachbarschaft. Unter der Führung des Architekten und Stadtplaners Carsten Joost hat sich die Bürgerinitiative „RAW-Retten“ gegründet. Die Aktivisten richten sich scharf gegen die Pläne, weit über die Hälfte der historischen Gebäude auf dem Gelände abzureißen. Ihre Kernforderung ist pragmatisch, aber strikt: Die RAW Gelände Berlin Bebauung soll sich ausschließlich auf die bestehenden Freiflächen zwischen den Gebäuden beschränken. Zudem lehnt die Initiative den Bau des 100-Meter-Hochhauses kategorisch ab. Auf ihrer Website kritisieren die Macher, das Areal dürfe nicht als „spekulative Abladefläche für gewaltige Betongold-Bruttogeschossflächen missbraucht werden.“ Um den Druck auf den Investor und den Berliner Senat zu erhöhen, plant die Initiative Protestaktionen direkt vor dem Büro von Kurth Immobilien in Berlin-Mitte sowie eine große Rave-Demo im Kiez. Politische Unterstützung erhält der Protest laut rbb24 bereits von der SPD, den Grünen und der Linkspartei.

🎵 Existenzangst: Cassiopeia und Crack Bellmer in Gefahr
RAW Gelände Berlin Bebauung 2026: Pläne, Proteste & Clubs - Berlin News Highlights

Für die Subkultur auf dem Gelände geht es längst ums nackte Überleben. Während das 30-Jahre-Garantie-Modell auf dem Papier gut klingt, sieht die harte Realität im Frühjahr 2026 anders aus. Sechs etablierte Betriebe fürchten das sofortige Aus. Darunter befinden sich Berliner Institutionen wie das Cassiopeia, der Lokschuppen, das Crack Bellmer und die Bar zum Schmutzigen Hobby. Seit April 2024 zahlen diese Kulturbetriebe eine Miete von 5,90 Euro pro Quadratmeter. Das Problem: Die Verträge wurden vom Eigentümer massiv verkürzt und laufen aktuell nur noch für sechs Monate. Diese mangelnde Planungssicherheit macht es den Betreibern unmöglich, langfristige Bookings für Künstler zu garantieren oder notwendige Investitionen in die Veranstaltungstechnik zu tätigen. Diese Entwicklung erinnert stark an die Verdrängungsprozesse, die wir bei Berliner Startups und Gewerbeflächen in den vergangenen Jahren immer wieder dokumentiert haben.
Akteur Kernforderung / Planung Aktueller Status (Frühjahr 2026)
Kurth Immobilien GmbH 100m Hochhaus, 150.000 m² GFZ, neues Quartier Bebauungsplan in Verzögerung, Planreife abgewartet
Initiative „RAW-Retten“ Erhalt der Gebäude, Bau nur auf Freiflächen Gründung vollzogen, Rave-Demo in Planung
Berliner Clubs (z.B. Cassiopeia) Langfristige Planungssicherheit, bezahlbare Mieten Verträge auf 6 Monate befristet (5,90 €/m²)
Politik (SPD, Grüne, Linke) Schutz soziokultureller Räume im Bezirk Unterstützen Protestaufruf der Initiative

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❓ Häufige Fragen zur RAW Gelände Berlin Bebauung

Wem gehört das Areal für die RAW Gelände Berlin Bebauung?

Seit dem Jahr 2015 ist die Kurth Immobilien GmbH Eigentümerin der rund 52.000 Quadratmeter großen Fläche an der Revaler Straße in Friedrichshain. Das Unternehmen treibt die Pläne für die RAW Gelände Berlin Bebauung maßgeblich voran.

Was plant der Investor für das RAW-Gelände heute?

Geplant sind 150.000 Quadratmeter neue Geschossfläche, in die auch ein 100 Meter hohes Hochhaus mit Büros integriert werden soll. Die RAW Gelände Berlin Bebauung zielt darauf ab, ein komplett neues und verdichtetes Stadtquartier zu errichten.

Welche Clubs sind von der RAW Gelände Berlin Bebauung betroffen?

Sechs bekannte Kulturbetriebe fürchten aktuell das Aus durch die RAW Gelände Berlin Bebauung. Darunter befinden sich Institutionen wie das Cassiopeia, der Lokschuppen, das Crack Bellmer und die Bar zum Schmutzigen Hobby.

Was fordert die Bürgerinitiative „RAW-Retten“?

Die Initiative um den Architekten Carsten Joost fordert, dass die RAW Gelände Berlin Bebauung ausschließlich auf den ungenutzten Freiflächen stattfindet. Der massive Abriss von historischen Bestandsgebäuden sowie der Bau des Hochhauses sollen gestoppt werden.

Wie hoch ist die Miete für die Clubs auf dem RAW-Gelände?

Seit April 2024 zahlen die Kulturbetriebe eine Miete von 5,90 € pro Quadratmeter. Die Verträge laufen derzeit jedoch nur über sechs Monate, was jede langfristige Planung für die Clubbetreiber unmöglich macht.

🏁 Fazit: Die Zukunft der Friedrichshainer Subkultur

RAW Gelände Berlin Bebauung – Der Konflikt markiert eine grundlegende Richtungsentscheidung für den Bezirk. Mit 6-Monats-Verträgen für etablierte Clubs und einem geplanten 100-Meter-Hochhaus prallen Profitinteressen und Subkultur im Frühjahr 2026 unversöhnlich aufeinander. Für die Berliner Politik bedeutet dies den ultimativen Stresstest im Umgang mit unkommerziellen Freiräumen.
JM
✍ Über den Autor
Redakteur Sport & Digitales

Hey, ich bin Julian – und bei BerlinEcho kümmere ich mich um Sport und alles Digitale. Wenn Hertha mal wieder in der Abstiegszone steckt oder Union überraschend Europa spielt, bin ich derjenige, der das für euch einordnet. Sport war für mich nie nur Hobby – es ist der ehrlichste Spiegel einer Stadt. Wer in Berlin Fussball versteht, versteht auch was über die Bezirke, die Milieus, die sozialen Spannungen. Deshalb berichtet man über Sport hier nie nur über Sport. Daneben schreibe ich über das Digitale Berlin: E-Sport, Gaming-Kultur, Social Media, neue Plattformen. Berlin ist eine der wenigen deutschen Städte, in der diese Szene wirklich lebt – nicht nur in Co-Working-Spaces, sondern auf der Strasse. Auf Instagram bin ich am aktivsten – schreib mir gerne, wenn du einen Tipp hast oder einfach über den letzten Spieltag reden willst.

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