Das Olympiastadion Berlin ist als Heimspielstätte von Hertha BSC und UEFA-Fünf-Sterne-Stadion ein zentraler Ort für Sport und Kultur. Mit 73.856 Plätzen dient die 1936 erbaute Arena heute als Austragungsort für das DFB-Pokalfinale, Konzerte und Leichtathletik-Events. Jährlich zieht das historische Gelände zudem rund 300.000 Besucher für Besichtigungen und geführte Touren an.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Arena fasst bei ausverkauften Spielen von Hertha BSC insgesamt 73.856 überdachte Sitzplätze.
- Das reguläre Ticket für eine selbstständige Besichtigung kostet 11,00 € (Stand: April 2026).
- Am 30. August 2026 findet das traditionsreiche Leichtathletik-Meeting ISTAF statt.
- Außerhalb von Großevents verzeichnet das Stadiongelände jährlich rund 300.000 Besucher.
- Die geführte Highlight-Tour dauert 60 Minuten und führt unter anderem in die unterirdischen Kabinentrakte.
Welche Geschichte hat das Olympiastadion Berlin?
Wer sich dem Olympiastadion Berlin vom Olympischen Platz aus nähert, spürt die historische Last des Bauwerks. Es wurde für die Olympischen Spiele 1936 konzipiert und bot ursprünglich Platz für 100.000 Zuschauer. Die Architektur von Werner March orientiert sich mit ihren klaren geometrischen Formen an antiken Sportstätten und sollte als steingewordenes Symbol der NS-Macht den Einzelnen klein wirken lassen.
Das Stadion ist jedoch nur ein Teil des ehemaligen Reichssportfeldes. Zu dem Areal gehören auch das Maifeld, das für Propagandaveranstaltungen genutzt wurde, sowie die Waldbühne. Letztere wurde im Stil eines antiken Amphitheaters für die olympischen Turnwettkämpfe 1936 errichtet und dient heute als idyllischer Ort für Sommerkonzerte. Mit jährlich rund 300.000 Besuchern zählt das Gelände neben dem Brandenburger Tor und der East Side Gallery Berlin zu den meistbesuchten historischen Orten der Hauptstadt.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Gelände laut historischen Aufzeichnungen umfunktioniert und diente als Bunker, Produktionsstätte für Zünder und als Lager für Munition und Lebensmittel. Besucher können heute auf einem Geschichtspfad mit 45 Informationstafeln in die komplexe Vergangenheit des Ortes eintauchen.
| Merkmal | Daten & Fakten | Quelle |
|---|---|---|
| Eröffnung | 1. August 1936 | Wikipedia |
| Architekt | Werner March | Wikipedia |
| Kapazität | 73.856 (Sitzplätze) | Olympiastadion GmbH |
| Heimverein | Hertha BSC | Hertha BSC |
| Adresse | Olympischer Platz 3, 14053 Berlin | Offiziell |
| UEFA-Status | Fünf-Sterne-Stadion | UEFA |
Warum ist das Olympiastadion die Heimat von Hertha BSC?
Die 90 Minuten eines Fußballspiels in der Ostkurve sind geprägt von purer Emotion. Hier wird leidenschaftlich angefeuert, geschimpft und im nächsten Moment wieder gemeinsam gejubelt. Diese besondere Atmosphäre macht einen Stadionbesuch auch für neutrale Fußballfans zu einem unvergesslichen Erlebnis. Neben dem Liga-Alltag ist das Olympiastadion Berlin auch Schauplatz bedeutender nationaler und internationaler Fußballereignisse.
Regelmäßig im Frühjahr findet hier das Finale des DFB-Pokals statt. Im Jahr 2006 war die Arena der Austragungsort des Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft. Zuletzt wurde hier im Sommer 2024 das Finale der EURO 2024 ausgetragen, bei dem sich die spanische Nationalmannschaft den Titel sicherte.

Welche Konzerte und Events finden 2026 im Olympiastadion statt?
Im Sommer verwandelt sich das Olympiastadion in eine der spektakulärsten Open-Air-Bühnen Europas. In der Vergangenheit traten hier Musiklegenden wie The Rolling Stones, Madonna, Depeche Mode oder Coldplay auf. Laut offiziellem Veranstaltungskalender kehrt Helene Fischer am 13. Juni 2026 mit ihrer 360° Stadion Tour zurück. Zwei Wochen später, am 28. Juni 2026, bringt Bruno Mars seine „The Romantic Tour“ nach Charlottenburg.
Auch der Spitzensport abseits des Fußballs hat hier eine feste Heimat. Die Athleten des Internationalen Stadionfestes (ISTAF) werden am Sonntag, 30. August 2026, wieder von Zehntausenden angefeuert. Bereits 2009 war das Stadion Austragungsort der Leichtathletik-WM, 2018 kämpften Sportler um Medaillen bei der Leichtathletik-EM. Für Freizeitsportler bieten Events wie der B2RUN oder der S25 die Möglichkeit, selbst über die berühmte blaue Laufbahn zu sprinten.
Was kostet die Besichtigung des Olympiastadions und wann ist es geöffnet?
Wenn Sie das Olympiastadion Berlin abseits des Event-Trubels erkunden möchten, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten offen: eine selbstständige Besichtigung oder eine geführte Tour. Bei der eigenständigen Erkundung können Sie sich frei auf dem Gelände bewegen und auf zahlreichen Informationstafeln spannende Hintergrundgeschichten entdecken. Alternativ können Sie die 60-minütige Highlight-Tour buchen. Ein Guide führt Sie dabei in Bereiche, die der Öffentlichkeit sonst verborgen bleiben, darunter die Umkleidekabinen, unterirdische Hallen und die VIP-Bereiche.
→ Tickets online buchen
🕐 Öffnungszeiten: Apr–Okt: tägl. 09:00–19:00 Uhr · Nov–März: tägl. 10:00–16:00 Uhr · August: tägl. 09:00–20:00 Uhr
🚇 ÖPNV: U2 (Olympia-Stadion) oder S3/S9 (Olympiastadion), dann 5 Min. zu Fuß
🚗 Auto: 25 Min. von Mitte · 10 Min. vom Ku’damm
🅿️ Parkplatz: Kostenpflichtige Parkplätze am Olympischen Platz (an Nicht-Spieltagen oft frei)

👶 Alter: für jedes Alter geeignet · 🌧 Bei Regen: ✅ (Ränge sind überdacht)
💡 Tipp: An Spieltagen von Hertha BSC sind touristische Besichtigungen meist nicht möglich. Prüfen Sie vorab den Kalender.
Gibt es besondere Angebote für Familien im Olympiastadion?
Zur Saisoneröffnung an Ostern findet auf dem Gelände eine große Eiersuche statt. Laut offizieller Ankündigung der Stadt Berlin werden von Karfreitag bis Ostermontag täglich 50 Ostereier versteckt, die für verschiedene Gewinne wie Tickets und Gutscheine eingelöst werden können.
Zusätzlich öffnet das Stadion an diesen Tagen seine sonst nicht zugängliche blaue Laufbahn sowie den Innenraum für Besucher. Ergänzt wird das Angebot durch eine Torwand, Mini-Fußballfelder und das Hertha-Maskottchen Herthinho. Bei Großveranstaltungen wird der Takt der U-Bahn verdichtet, dennoch lohnt sich vorab ein Blick auf aktuelle BVG Störungen heute, um entspannt und pünktlich in Westend anzukommen.
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Häufige Fragen zu Olympiastadion Berlin
Wie viel kostet der Eintritt ins Olympiastadion Berlin?
Ein reguläres Ticket für die selbstständige Besichtigung kostet 11,00 € für Erwachsene und 8,00 € ermäßigt. Kinder zwischen 6 und 14 Jahren zahlen 6,00 €. Für Familien gibt es eine Familienkarte für 25,00 €, die für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder bis 16 Jahre gilt (Stand: April 2026).
Wann ist das Olympiastadion Berlin für Besucher geöffnet?
Die Öffnungszeiten variieren je nach Saison. Von April bis Oktober ist täglich von 09:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, im August sogar bis 20:00 Uhr. In den Wintermonaten (November bis März) können Sie das Gelände täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr besichtigen. An Spieltagen von Hertha BSC ist für Touristen geschlossen.
Welche Konzerte finden 2026 im Olympiastadion Berlin statt?
Für den Sommer 2026 sind bereits große Highlights bestätigt. Am 13. Juni 2026 macht Helene Fischer mit ihrer 360° Stadion Tour halt in Berlin. Am 28. Juni 2026 tritt der US-Superstar Bruno Mars im Rahmen seiner „The Romantic Tour“ in der Arena auf.
Was sieht man bei der Highlight-Tour im Olympiastadion Berlin?
Die 60-minütige geführte Highlight-Tour bringt Sie an Orte, die bei einer normalen Besichtigung verschlossen bleiben. Sie erhalten exklusiven Zugang zu den unterirdischen Hallen, den VIP-Bereichen und können einen Blick in die Umkleidekabinen der Spieler werfen.
Wie komme ich am besten zum Stadion in Charlottenburg?
Die Anreise mit der BVG ist unkompliziert. Sie nehmen entweder die U-Bahn-Linie U2 bis zur Station „Olympia-Stadion“ oder die S-Bahn-Linien S3 beziehungsweise S9 bis zum S-Bahnhof „Olympiastadion“. Von beiden Stationen sind es nur etwa fünf Minuten Fußweg bis zum Haupteingang am Osttor.

Fazit
Das Olympiastadion Berlin ist ein Ort der Kontraste, der monumentale NS-Architektur mit einer lebendigen, modernen Fankultur vereint. Ob bei einem packenden Heimspiel von Hertha BSC, einem internationalen Sommerkonzert oder einer ruhigen historischen Führung über das Gelände – die Anlage zieht Besucher unweigerlich in ihren Bann. Für Geschichtsinteressierte und Sportfans gleichermaßen gehört ein Besuch dieses Wahrzeichens im Westen Berlins zum Pflichtprogramm, um die vielschichtige Identität der Hauptstadt zu erleben.




