Die Mpox Fälle Berlin Aktuell zeigen einen deutlichen Anstieg auf 71 Infektionen bis Anfang April 2026. Hauptverantwortlich ist die neue Virusvariante Klade Ib, die das lokale Infektionsgeschehen in der Hauptstadt dominiert. Für Risikogruppen bleibt die zweifache Impfung die wichtigste Schutzmaßnahme, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern und die Ausbreitung einzudämmen.
Das Wichtigste in Kürze
- Bis zum 5. April 2026 registrierte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) 71 Mpox-Infektionen in Berlin, ein Anstieg gegenüber 61 Fällen im Vorjahreszeitraum.
- Die neue Virusvariante Klade Ib ist für 63 Prozent der diesjährigen Fälle in der Hauptstadt verantwortlich.
- Fast alle Ansteckungen finden lokal innerhalb Berlins statt; nur bei vier von 71 Fällen gab es Aufenthalte außerhalb der Stadt.
- Für Risikogruppen wie Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) und häufig Partner wechseln, wird eine zweifache Impfung dringend empfohlen.
- Die Impfung ist in Berlin auch für Menschen ohne Krankenversicherung kostenfrei zugänglich, etwa im Checkpoint BLN oder im Zentrum für sexuelle Gesundheit.
Wie entwickeln sich die Mpox-Fälle in Berlin aktuell?
Die Statistiken des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) zeigen eine klare Tendenz: Das Mpox-Virus ist mit neuer Kraft in die Hauptstadt zurückgekehrt. Eine Analyse der Mpox Fälle Berlin Aktuell belegt einen steilen Anstieg. Während bis zum 5. April 2026 bereits 71 Infektionen registriert wurden, waren es im exakt gleichen Vorjahreszeitraum lediglich 61 Fälle. Ein Blick weiter zurück verdeutlicht die Dimension: 2024 zählten die Behörden im ersten Quartal nur 14 Fälle, 2023 waren es sogar nur 10.
Besonders bemerkenswert an dieser Entwicklung ist die starke Lokalisierung des Ausbruchs. Obwohl Berlin als internationale Metropole hohe Besucherzahlen verzeichnet, was sich an Rekordwerten bei der Übernachtungssteuer Berlin Einnahmen ablesen lässt, ist das aktuelle Infektionsgeschehen hausgemacht. Laut einer Lageso-Pressemitteilung vom Januar 2026 und aktuellen Daten vom April fanden fast alle Ansteckungen innerhalb der Stadtgrenzen statt. Nur für vier der 71 betroffenen Personen liegen Aufenthalte außerhalb Berlins im potenziellen Ansteckungszeitraum vor.
Alexander Straßmeir, Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, fand dazu bereits zu Jahresbeginn klare Worte: „Mpox der Klade Ib ist nun in Berlin angekommen. Die wichtigste Präventionsmaßnahme gegen eine Erkrankung und schwere Verläufe ist die Impfung.“ Diese Einschätzung hat sich durch die Frühlingsdaten nun massiv bestätigt.
Was ist über die neue Mpox-Variante Klade Ib bekannt?
Der Hauptgrund für das dynamische Infektionsgeschehen trägt den Namen Klade Ib. Diese Virusvariante kursiert seit 2024 vor allem in Zentralafrika und wurde im Dezember 2025 erstmals in Berlin nachgewiesen. Mittlerweile dominiert sie das Geschehen vollständig: Bei 63 Prozent der diesjährigen Berliner Fälle wurde exakt diese Variante festgestellt.
Die Symptomatik ähnelt den bisher bekannten Ausbrüchen, erfordert aber dennoch höchste Aufmerksamkeit. Betroffene klagen primär über Fieber, starke Muskelschmerzen und lokalisierte Lymphknotenschwellungen. Das markanteste Erkennungszeichen bleibt jedoch der Hautausschlag. Die typischen Hautveränderungen bilden Bläschen oder Schorf. Genau hier liegt die größte Gefahr: Der direkte Kontakt mit diesen Läsionen ist der Hauptübertragungsweg.

Wie können sich Berlinerinnen und Berliner vor Mpox schützen?
Trotz der steigenden Zahlen gibt es eine gute Nachricht: Dem Virus steht man nicht wehrlos gegenüber. Eine etablierte Impfung ist in Deutschland flächendeckend verfügbar. Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnete bislang keine Todesfälle durch Mpox in der Bundesrepublik. Die zweifache Impfung schützt nachweislich exzellent vor schweren Krankheitsverläufen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt das Risiko, sich mit Mpox zu infizieren, für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) und häufig den Sexualpartner wechseln, als moderat ein. Für die breite Bevölkerung wird das Risiko hingegen als gering eingestuft. Dementsprechend richtet sich die Impfempfehlung in Berlin gezielt an MSM mit häufig wechselnden Partnern sowie an Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter.
| Zeitraum (1. Jan – 5. April) | Gemeldete Fälle Berlin | Dominante Variante |
|---|---|---|
| 2023 | 10 | Klade II |
| 2024 | 14 | Klade II |
| 2025 | 61 | Klade II |
| 2026 | 71 | Klade Ib (63 %) |

Wer sich in Berlin schützen möchte, findet ein gut ausgebautes Netzwerk vor. Die Impfung ist in den meisten HIV-Schwerpunktpraxen der Stadt unkompliziert erhältlich. Ein wichtiges Signal der Berliner Gesundheitspolitik ist, dass auch Menschen ohne Krankenversicherung nicht alleingelassen werden. Sie können sich im Checkpoint BLN (ausschließlich für MSM, Trans, Inter und nicht binäre Personen) sowie im Zentrum für sexuelle Gesundheit in Berlin-Mitte kostenfrei impfen lassen.
Welche Auswirkungen hat der Anstieg der Mpox-Fälle auf die Stadtgesellschaft?
Die steigenden Fallzahlen stellen mehr als nur eine medizinische Herausforderung dar; sie sind auch ein Test für die urbane Solidarität. Auch wenn das RKI betont, dass Tröpfcheninfektionen theoretisch möglich sind, besteht für den Alltag – sei es in der Ringbahn oder bei großen Veranstaltungen wie dem Veloberlin 2026 Fahrradfestival – für die breite Bevölkerung ein sehr geringes Risiko.
Dennoch besteht in Krisenzeiten die Gefahr, betroffene Gruppen zu stigmatisieren. Dass Mpox in Berlin weiterhin vor allem Männer betrifft, die Sex mit Männern haben, darf nicht zu Ausgrenzung führen. Stattdessen muss diese Erkenntnis als präziser Kompass für die Präventionsarbeit dienen. Gezielte Aufklärung in der queeren Szene, wie sie das Lageso aktuell betreibt, ist der einzige Weg, die Infektionsketten zu durchbrechen, ohne moralische Panik zu schüren.

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Häufige Fragen zu Mpox Fälle Berlin Aktuell
Wie viele Mpox-Fälle gibt es in Berlin aktuell genau?
Bis zum 5. April 2026 hat das Lageso exakt 71 Neuinfektionen in der Hauptstadt registriert. Wenn Sie die Mpox Fälle Berlin Aktuell mit dem Vorjahr vergleichen, entspricht dies einem Anstieg, da 2025 im gleichen Zeitraum 61 Fälle gemeldet wurden.
Welche Symptome löst die neue Variante Klade Ib aus?
Die Variante Klade Ib, die für einen Großteil der Infektionen verantwortlich ist, verursacht primär Hautausschläge mit Bläschen und Schorfbildung. Begleitend treten oft Fieber, starke Muskelschmerzen und geschwollene Lymphknoten auf.
Wer sollte sich in Berlin jetzt gegen Mpox impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) und das Lageso empfehlen die Impfung primär Männern, die Sex mit Männern haben (MSM) und häufig ihre Partner wechseln. Auch für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter wird der Schutz durch die zweifache Impfung dringend angeraten.
Wo finden die meisten Ansteckungen mit dem Virus statt?
Die Übertragung erfolgt fast ausschließlich lokal innerhalb der Stadtgrenzen durch engen Körperkontakt. Von den 71 gemeldeten Fällen hielten sich im potenziellen Ansteckungszeitraum lediglich vier Personen außerhalb von Berlin auf.
Wie gefährlich sind die Mpox-Fälle in Berlin für die Allgemeinheit?
Für die breite Bevölkerung schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Risiko weiterhin als gering ein. Die Mpox Fälle Berlin Aktuell konzentrieren sich stark auf spezifische Netzwerke, weshalb im normalen städtischen Alltag keine akute Gefahr für die Allgemeinheit besteht.
Fazit
Die Mpox Fälle Berlin Aktuell belegen mit 71 registrierten Infektionen im ersten Quartal 2026 eine ernstzunehmende Dynamik, die maßgeblich von der neuen Variante Klade Ib angetrieben wird. Das Virus verbreitet sich vorwiegend lokal in der Hauptstadt, weshalb gezielte und nicht stigmatisierende Aufklärung jetzt entscheidend ist. Für die betroffenen Risikogruppen bleibt die zweifache Impfung der wichtigste Schutzschild. Die gute Erreichbarkeit von Impfangeboten, auch für Menschen ohne Krankenversicherung an Orten wie dem Checkpoint BLN, ist ein zentraler Baustein der Präventionsstrategie. Anstatt allgemeine Panik zu schüren, ist es für die Stadtgesellschaft wichtig, die Fakten zu kennen und die empfohlenen Schutzmaßnahmen gezielt zu unterstützen, um die Infektionsketten wirksam zu unterbrechen.
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