Der Wochenmarkt Karl-August-Platz Berlin findet mittwochs von 8 bis 13 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr statt. Adresse: Karl-August-Platz, 10627 Berlin-Charlottenburg. ÖPNV: U2/U7 Wilmersdorfer Straße oder U2 Bismarckstraße. Einer der ältesten Wochenmärkte Berlins – seit dem 1. November 1894, 40–100 Stände je nach Saison, direkt an der Trinitatiskirche.
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📌 Wochenmarkt Karl-August-Platz – Das Wichtigste
- Mittwoch: 8–13 Uhr
- Samstag: 8–14 Uhr
- Adresse: Karl-August-Platz, 10627 Berlin-Charlottenburg
- ÖPNV: U2/U7 Wilmersdorfer Straße · U2 Bismarckstraße · U2 Deutsche Oper
- Stände: 40–100 (je nach Jahreszeit)
- Gründungsjahr: 1. November 1894 – einer der ältesten Wochenmärkte Berlins
- Jubiläum: 125 Jahre am 21. September 2019
- Ordnungsamt: Tel. 030 / 9029-29072
Der Wochenmarkt Karl-August-Platz Berlin ist einer der ältesten Wochenmärkte der Stadt. Er entstand am selben Tag, an dem der Platz selbst angelegt wurde: dem 1. November 1894. Über 130 Jahre Marktgeschichte – durch zwei Weltkriege, durch Bombennächte, durch Wiederaufbau und Mauerfall. Mittwochs und samstags, direkt an der Trinitatiskirche in Charlottenburg, zwischen der Leibniz- und der Wilmersdorfer Straße.
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🗓️ Wochenmarkt Karl-August-Platz – Öffnungszeiten 2026
| 🕗 Mittwoch | 8:00 – 13:00 Uhr |
| 🕗 Samstag | 8:00 – 14:00 Uhr |
| 📍 Adresse | Karl-August-Platz, 10627 Berlin-Charlottenburg |
| 🚇 ÖPNV | U2/U7 Wilmersdorfer Str. · U2 Bismarckstraße · U2 Deutsche Oper |
| 📞 Ordnungsamt | Tel. 030 / 9029-29072 · Marktmeister: 030 / 9029-29074 |
Quellen: Wikipedia · Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf · An Feiertagen entfällt der Markt.
Wochenmarkt Karl-August-Platz seit 1894: Über 130 Jahre Geschichte
📅 Zeitlinie Karl-August-Platz
1. November 1894 – Platzanlage als Kirch-, Markt- und Schmuckplatz. Wochenmarkt von Anfang an dabei.
1897 – Umbenennung nach Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, Großherzog und Freund Goethes.
1896–1898 – Bau der evangelischen Trinitatiskirche (Architekten Vollmer & Jassoy, Neugotik, roter Backstein).
Aug./Nov. 1943 & Feb. 1944 – Marktbetrieb unterbrochen durch alliierte Bombenangriffe; Platz und Kirche zerstört.
1949 – Wiederaufnahme des Marktbetriebs nach dem Krieg.
1950 – Umgestaltung des Platzes, Anlage zweier Kinderspielplätze.
2007 – Bezirksverordnetenversammlung votiert für Umbenennung in „Benno-Ohnesorg-Platz“ (Anti-Schah-Proteste, 2. Juni 1967) – Antrag bleibt ohne Ergebnis.
21. September 2019 – Feier des 125-jährigen Jubiläums; stv. Bezirksbürgermeister Arne Herz hält Ansprache.
2026 – 132. Jahr des ununterbrochenen Marktbetriebs (unterbrochen nur 1943–1949).
Der Platz wurde am 1. November 1894 als Kirch-, Markt- und Schmuckplatz mit Rasenstücken und Gehölzen angelegt – und schon von Beginn an fand an seiner Westseite ein Wochenmarkt zur Versorgung der Bevölkerung statt. Damit ist der Karl-August-Platz einer der wenigen Berliner Wochenmärkte, der mit dem Platz selbst gleichzeitig entstand. Drei Jahre später, 1897, bekam der Platz seinen heutigen Namen – nach Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, dem Großherzog, der als enger Freund und Förderer Goethes in die Geschichte einging. Der Bezug ist kein Zufall: Der Platz liegt im Kontext mit der anliegenden Weimarer Straße, der Goethestraße und der Sesenheimer Straße – ein ganzes Straßenquartier trägt das Erbe der Weimarer Klassik.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Marktbetrieb durch alliierte Luftangriffe unterbrochen – der Platz und die Kirche wurden im August und November 1943 sowie im Februar 1944 beschädigt. Bereits 1949 nahm der Markt seinen Betrieb wieder auf. Seitdem läuft er durch – durch Mauerfall, Wiedervereinigung, Jahrtausendwende und heute weit ins 21. Jahrhundert.
Die Trinitatiskirche: Marktkulisse aus rotem Backstein
Der Wochenmarkt Karl-August-Platz findet um und vor der evangelischen Trinitatiskirche statt – einem der markantesten Kirchengebäude Charlottenburgs. Von 1896 bis 1898 nach Plänen der Architekten Johannes Vollmer und Heinrich Jassoy erbaut, steht die Kirche auf einem griechischen Kreuz als Grundriss und zeigt eine typische Fassade der Gründerzeit: rote Backsteine im neugotischen Stil. Die Kirche überlebte den Krieg schwer beschädigt und wurde in der Nachkriegszeit schrittweise wiederhergestellt.
Diese Kulisse macht den Karl-August-Platz zu einem der atmosphärischsten Marktstandorte Berlins: ein Wochenmarkt um eine über 125 Jahre alte Backsteinkirche, im Herzen eines gründerzeitlichen Wohnquartiers zwischen Wilmersdorfer Straße und Bismarckstraße.
Was bietet der Wochenmarkt Karl-August-Platz?
Mit 40 bis 100 Ständen (je nach Saison) ist der Karl-August-Platz ein vollwertiger Wochenmarkt mit breitem Sortiment. Das Besondere: eine Mischung aus klassischem Marktangebot und Spezialitäten, die sich kaum woanders finden:
🥦 Bio-Obst & Gemüse
Saisonale Ware aus ökologischem Anbau, direkt vom Biobauern – inkl. schwer erhältlicher Sorten wie der Kartoffelsorte Linda.
🥩 Neuland-Fleisch
Fleisch aus dem Neuland-Programm – kontrolliert artgerechte Tierhaltung, ein Standard, der sich von konventionellem Supermarktfleisch klar abgrenzt.
🍄 Pilze & Antipasti
Frische Pilze, Antipasti-Spezialitäten, eingelegte Gemüse und mediterrane Köstlichkeiten.
🌸 Blumen – auch essbare
Großes Blumenangebot – und eine Besonderheit: sogar essbare Blumen sind hier zu haben.
🍝 Frische Pasta & Olivenöl
Frisch gemachte Nudeln, Ziegenkäse, Fladenbrot, Oliven und Olivenöl – mediterrane Direktvermarkter prägen das Bild.
🍫 Exklusive Schokoladen
Handgemachte und exklusive Schokoladen – ein Stand, der Stammkunden immer wieder anzieht.
🪨 Kunsthandwerk
Steinschmuck und handwerkliche Arbeiten – das Kunsthandwerk ist ein fester Bestandteil des Markts.
🍳 Streetfood & Imbiss
Mehrere individuelle Imbissstände laden zum Verweilen ein – Berliner Marktkultur zum Schlemmen.
💡 Insider-Tipp: Pestodealer Berlin
Frische Nudeln kaufen und direkt danach in der nahegelegenen Goethestraße 34 beim Pestodealer Berlin die passende Sauce holen – einer der Geheimtipps des Kiezes für Stammkunden des Markts.
Der Karl-August-Platz im Charlottenburger Goethe-Kiez
Der Karl-August-Platz liegt als quadratischer Blockplatz mit acht Straßeneinmündungen zwischen der Leibnizstraße und der Wilmersdorfer Straße – und damit im Herzen eines gründerzeitlichen Charlottenburger Wohnquartiers, das bewusst nach der Weimarer Klassik benannt wurde: Die angrenzenden Straßen tragen Namen wie Weimarer Straße, Goethestraße und Sesenheimer Straße. Der Platz selbst ist nach Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach benannt – jenem Großherzog, der Goethe zum Hofrat ernannte, Schiller nach Weimar holte und die Klassik als Epoche mitgeprägt hat.
2007 forderte die Mehrheit der Bezirksverordnetenversammlung das Bezirksamt auf, den Platz in Benno-Ohnesorg-Platz umzubenennen. Benno Ohnesorg wurde am 2. Juni 1967 in der Nähe des Platzes während der Anti-Schah-Proteste erschossen – ein Schlüsselereignis für die deutsche Studentenbewegung. Der Antrag blieb ohne Ergebnis; der Platz trägt weiter den Namen des Goethe-Herzogs.
Anreise zum Wochenmarkt Karl-August-Platz
🚆 So kommt ihr zum Karl-August-Platz
- U2/U7 bis Wilmersdorfer Straße – wenige Gehminuten
- U2 bis Bismarckstraße oder Deutsche Oper – ebenfalls fußläufig
- Bus 101, X34 – Haltestellen in der Nähe
- S-Bahn: S-Bhf. Charlottenburg (etwas weiter westlich)
- Parken: Wilma, Deutsche Oper, Bismarck-Center, Schillerstraße-Parkplatz
- Adresse: Karl-August-Platz, 10627 Berlin-Charlottenburg
🕗 Mi bis 13 Uhr
Der Mittwochsmarkt endet bereits um 13 Uhr – wer bis 14 Uhr plant, verpasst die letzten Stände. Frühzeitig kommen.
🌸 Essbare Blumen
Die Blumenstand-Auswahl am Karl-August-Platz umfasst auch essbare Blüten – eine Rarität unter Berliner Wochenmärkten.
🥔 Linda-Kartoffel
Die Kartoffelsorte Linda – die beinahe ausgestorbene Namensgeberin der Dicken Linda in Neukölln – ist hier in Saison zu haben.
🎄 Advent-Kunstmarkt
Am ersten Advent-Samstag findet am Karl-August-Platz ein Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt von Family & Friends e.V. statt.
Alle Berliner Märkte auf einen Blick
BerlinEcho listet alle Wochenmärkte Berlins mit Öffnungszeiten, Bezirk und Markttyp.
Zur Märkte-Übersicht →FAQ: Häufige Fragen zum Wochenmarkt Karl-August-Platz Berlin
Fazit: Wochenmarkt Karl-August-Platz – 131 Jahre Charlottenburg, mittwochs bis 13, samstags bis 14
Der Wochenmarkt Karl-August-Platz Berlin ist nicht einfach alt – er ist ein Stück gelebter Stadtgeschichte. Seit dem 1. November 1894, durch Krieg und Wiederaufbau, um eine neugotische Backsteinkirche und inmitten eines nach Goethe benannten Straßenquartiers. Mittwochs bis 13 Uhr, samstags bis 14 Uhr, mit 40 bis 100 Ständen – und essbaren Blumen, falls es mal etwas Besonderes sein darf.
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Maik Möhring
Verantwortlicher & Chefredakteur · BerlinEcho
Maik Möhring ist Gründer von BerlinEcho und verantwortlicher Redakteur. Als langjähriger Kenner der Berliner Bezirke berichtet er über das, was die Hauptstadt wirklich bewegt.



