Die geplante ICE Paris Berlin zweite Verbindung 2028 zeigt, wie rasant die Nachfrage nach internationalen Zugreisen in der Hauptstadt gewachsen ist. Seit Ende 2024 rollt der Direktzug täglich vom Berliner Hauptbahnhof in die französische Metropole – mit einer unerwartet hohen Auslastung, die nun den Ausbau fordert. Ich beobachte die strategischen Entscheidungen der Deutschen Bahn (DB) seit Jahren, und dieser Schritt ist für den europäischen Fernverkehr aus wirtschaftlicher Sicht überfällig.
- Die Auslastung der aktuellen Direktverbindung liegt bei mehr als 80 Prozent.
- 75 Prozent der Fahrgäste fahren die komplette Strecke von Berlin bis Paris.
- Ticketpreise für die 2. Klasse starten bei 59,99 € (Stand: April 2026).
- Die Fahrzeit beträgt rund 8 Stunden bei Abfahrt um 11:54 Uhr in Berlin.
- Eine neue Italien-Verbindung ab Berlin ist für das Jahr 2029 geplant.
Was ist die ICE Paris Berlin zweite Verbindung 2028?
Die ICE Paris Berlin zweite Verbindung 2028 ist ein geplanter Kapazitätsausbau im europäischen Fernverkehr durch die Deutsche Bahn und die französische SNCF. Aufgrund der starken Nachfrage soll ein zweites tägliches Zugpaar zwischen den Hauptstädten etabliert werden. Für Berliner Reisende bedeutet dies künftig mehr Flexibilität auf der Strecke.
📊 Hohe Nachfrage zwingt die Bahn zum Handeln
Als die Deutsche Bahn Ende 2024 die erste direkte Tagesverbindung zwischen der Spree und der Seine einführte, waren die Erwartungen moderat. Heute sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Die Berichterstattung des rbb24 (April 2026) bestätigt, dass die Züge fast durchgehend voll sind. Dies macht die ICE Paris Berlin zweite Verbindung 2028 zu einem logischen wirtschaftlichen Schritt.
Michael Peterson, im DB-Vorstand für den Fernverkehr zuständig, erklärte gegenüber der Berliner Zeitung: „Der ICE nach Paris ist ein großer Erfolg, die Auslastung beträgt mehr als 80 Prozent. Deshalb sprechen wir mit unserem französischen Partner SNCF jetzt darüber, ob wir tagsüber ein zweites Zugpaar zwischen Berlin und Paris einsetzen.“
Besonders überraschend für die Planer: Der Anteil der Reisenden, die nicht nur Teilstrecken nutzen. „Anfangs dachten wir, dass vielleicht die Hälfte der Reisenden die gesamte Distanz mit dem Zug zurücklegt. Tatsächlich fahren im Schnitt 75 Prozent die komplette Strecke“, so Peterson weiter. Diese hohe Quote an Durchfahrern rechtfertigt die Planungen für die ICE Paris Berlin zweite Verbindung 2028 massiv.

⏱️ Fahrplan und Preise der bestehenden Linie
Bis die ICE Paris Berlin zweite Verbindung 2028 Realität wird, bleibt Reisenden das bestehende Zugpaar. Derzeit verlässt der ICE den Berliner Hauptbahnhof zur Mittagszeit und erreicht Paris am frühen Abend. Die Route führt über wichtige Knotenpunkte in Süddeutschland und dem Elsass.
| Eckdaten der Verbindung | Details | Stand |
|---|---|---|
| Abfahrt Berlin Hbf | 11:54 Uhr | Fahrplan 2026 |
| Ankunft Paris-Est | 19:55 Uhr | Fahrplan 2026 |
| Zwischenhalte | Frankfurt am Main-Süd, Karlsruhe, Straßburg | Fahrplan 2026 |
| Preis 2. Klasse | ab 59,99 € | April 2026 |
| Preis 1. Klasse | ab 69,99 € | April 2026 |
Die Preisgestaltung zeigt, dass die Bahn bewusst in Konkurrenz zum Flugverkehr tritt. Wer früh bucht, reist oft günstiger als mit dem Flugzeug, wenn man den Transfer zu den Flughäfen einrechnet.
🗺️ Neue Ziele: Italien im Fokus, Absage an London
Neben der ICE Paris Berlin zweite Verbindung 2028 hat die Deutsche Bahn weitere europäische Metropolen im Visier. Laut dem Bericht des Tagesspiegels (April 2026) arbeitet die DB gemeinsam mit der italienischen Trenitalia und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) an einem Ausbau Richtung Süden. Ziel ist es, 2027 zunächst zwischen München, Mailand und Rom zu starten. Ab 2029 soll es dann eine durchgehende Tagesverbindung von Neapel über München bis nach Berlin geben.
Deutlich skeptischer beurteilt Bahn-Vorstand Peterson hingegen eine direkte Verbindung von Berlin nach London. Die administrativen Hürden seien zu hoch: „Es dürfte schwierig werden, eine praktikable Lösung für die Zoll- und Sicherheitskontrollen zu finden.“ Da Großbritannien nicht zum Schengen-Raum gehört, müssten diese Kontrollen bereits in Berlin stattfinden, und der Zug müsste anschließend nonstop auf die Insel fahren. Die dafür notwendigen Zulassungsverfahren für die speziellen Zugmodelle würden schnell dreistellige Millionenbeträge verschlingen.

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Warum plant die Bahn die ICE Paris Berlin zweite Verbindung 2028?
Die ICE Paris Berlin zweite Verbindung 2028 wird geplant, weil die bestehende Direktverbindung mit über 80 Prozent Auslastung ein massiver wirtschaftlicher Erfolg ist. 75 Prozent der Fahrgäste nutzen zudem die komplette Strecke, was den Bedarf an weiteren Kapazitäten unterstreicht.
Was kostet ein Ticket für den ICE von Berlin nach Paris?
Die Ticketpreise für die direkte Fahrt starten in der 2. Klasse bei 59,99 € (Stand: April 2026). Für die 1. Klasse beginnen die Preise ab 69,99 €. Wer frühzeitig bucht, profitiert von den günstigsten Spartarifen.
Wann fährt der aktuelle Direktzug von Berlin nach Paris?
Die aktuelle Tagesverbindung verlässt den Berliner Hauptbahnhof um 11:54 Uhr. Nach Zwischenhalten in Frankfurt am Main-Süd, Karlsruhe und Straßburg erreicht der ICE den Bahnhof Paris-Est um 19:55 Uhr.
Wird es auch einen direkten ICE von Berlin nach London geben?
Nein, eine Direktverbindung nach London ist laut DB-Vorstand Michael Peterson derzeit nicht in Sicht. Die extrem teuren Zulassungsverfahren für Züge im Eurotunnel und die komplexen Zoll- sowie Sicherheitskontrollen machen das Projekt unwirtschaftlich.
Welche neuen Ziele plant die Deutsche Bahn ab Berlin noch?
Neben der ICE Paris Berlin zweite Verbindung 2028 plant die Bahn eine direkte Tagesverbindung nach Italien. Ab dem Jahr 2029 sollen Berlinerinnen und Berliner ohne Umstieg bis nach Mailand, Rom und Neapel reisen können.

🏁 Fazit: Ein logischer Schritt für den europäischen Bahnverkehr
Die geplante ICE Paris Berlin zweite Verbindung 2028 belegt eindrucksvoll, dass die Nachfrage nach internationalen Fernzügen vorhanden ist, sobald das Angebot stimmt. Mit einer Auslastung von über 80 Prozent hat die Strecke ihre Wirtschaftlichkeit bewiesen. Für Berliner Reisende bedeutet der geplante Ausbau ab 2028 sowie die zusätzliche Italien-Verbindung ab 2029 eine deutliche Aufwertung des Hauptbahnhofs als europäisches Drehkreuz.
📊 Über den Autor: Hannes Nagel – Redakteur Wirtschaft & Verkehr
Ich beobachte die internationalen Fahrpläne der Bahn vom Berliner Hauptbahnhof aus schon länger. Dass eine achtstündige Zugfahrt derart stark nachgefragt wird, zeigt eine klare Verschiebung bei den Reisepräferenzen der Berliner.
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