Die Gasag Preise für das Jahr 2026 sind trotz eines erfolgreichen Geschäftsjahres 2025 mit 1,72 Milliarden Euro Umsatz unsicher. Der Berliner Energieversorger wandelt sich zunehmend zum Dienstleister für erneuerbare Energien, ist aber weiterhin stark vom Gasgeschäft und globalen Marktentwicklungen abhängig. Gewinne werden in Zukunftsprojekte wie Wasserstoffnetze und klimaneutrale Quartiere investiert.
Das Wichtigste in Kürze
- Umsatz 2025: Die Gasag erzielte einen Umsatz von 1,72 Milliarden Euro.
- Jahresüberschuss: Der Gewinn nach Steuern stieg auf 102 Millionen Euro, eine Zunahme um 44 Millionen Euro.
- Abhängigkeit vom Gas: 64 Prozent des Umsatzes stammten 2025 weiterhin aus der Lieferung von Gas und Wärme.
- Erneuerbare Energien: 15 Prozent des Umsatzes (255 Millionen Euro) wurden mit regenerativ erzeugtem Strom erzielt.
- Preisunsicherheit: Eine Preisstabilität bis Ende 2026 kann aufgrund globaler Krisen nicht garantiert werden.
- Zukunftsinvestitionen: Gewinne fließen in den Ausbau von Wasserstoffnetzen sowie Wind- und Solarparks in Brandenburg.
Wie sehen die Gasag Geschäftszahlen für 2025 aus?
Auf der Bilanzpressekonferenz im April 2026 präsentierte der Vorstand um Gasag-Chef Georg Friedrichs die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr. Der Umsatz lag bei 1,72 Milliarden Euro. Besonders erfreulich für das Unternehmen war der Anstieg des Jahresüberschusses nach Steuern um 44 Millionen Euro auf 102 Millionen Euro. Ein wesentlicher Treiber für dieses positive Ergebnis war die Witterung: Allein 35 Millionen Euro des verbesserten Ergebnisses im Netz- und Vertriebsgeschäft sind auf den kalten Winter zurückzuführen. Dies unterstreicht die weiterhin hohe Abhängigkeit des Geschäftsmodells von externen Faktoren. Die Zahl der Mitarbeitenden im Konzern, einschließlich Tochtergesellschaften wie der NBB Netzgesellschaft, blieb mit gut 1700 stabil.
| Kennzahl | Wert 2025 | Veränderung zu 2024 |
|---|---|---|
| Umsatz | 1,72 Mrd. € | – |
| Jahresüberschuss (nach Steuern) | 102 Mio. € | +44 Mio. € |
| Vorsteuerergebnis | 266 Mio. € | +72 Mio. € |
| Mitarbeitende | ca. 1700 | stabil |

Wie wandelt sich die Gasag vom Gasversorger zum Energiedienstleister?
Die strategische Neuausrichtung der Gasag ist unübersehbar. Das 1847 gegründete Unternehmen, das über 700.000 Kunden in der Hauptstadtregion versorgt, befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Zwar wurden 2025 noch knapp 64 Prozent des Umsatzes mit der Lieferung von Erdgas und Wärme erzielt, doch der Wandel ist eingeleitet. Stabile 15 Prozent (255 Millionen Euro) des Umsatzes kamen aus der Lieferung von regenerativ in Brandenburg erzeugtem Strom. Weitere 15 Prozent (252 Millionen Euro) erlöste der Konzern mit Netznutzungsentgelten.
Die Gewinne der Gasag fließen nicht an die Eigentümergesellschaften Eon, Vattenfall und Engie ab. Stattdessen werden sie reinvestiert. Der Fokus liegt auf dem Ausbau der Netze und der Infrastruktur für eine klimaneutrale Zukunft. Dazu gehören die Entwicklung von Windkraftprojekten in Wittstock und Mallnow, der Bau eines Solarparks bei Forst in Brandenburg sowie der Aufbau eines Netzes, das künftig die großen Berliner Kraftwerke mit grünem Wasserstoff (H₂) versorgen soll.
Bleiben die Gasag Preise bis Ende 2026 stabil?
Die Unsicherheit auf den globalen Energiemärkten stellt eine erhebliche Herausforderung für die Gasag dar. Insbesondere der Iran-Krieg hat den Gas-Großhandelsmarkt bereits erreicht und zu erheblichen Preisschwankungen geführt. Auf die Frage, ob die erst im Januar gesenkten Endkundenpreise stabil bleiben, antwortete Vertriebsvorstand Matthias Trunk: „Das können wir nicht hundertprozentig sagen.“
Er fügte hinzu, dass die Preise bei einer gleichbleibenden Entwicklung der Lage voraussichtlich bis Ende des Jahres stabil gehalten werden können. Man habe im Einkauf jedoch Preissteigerungen gesehen, „die waren schon dramatisch“, auch wenn sie nicht mit den Ausschlägen zu Beginn des Ukraine-Krieges vergleichbar seien. Diese Zusage zur Preisstabilität steht also unter dem Vorbehalt, dass sich die globale Marktlage nicht weiter zuspitzt, was die Fragilität der aktuellen Preissituation verdeutlicht.

In welche Zukunftsprojekte investiert die Gasag in Berlin?
Besonders stolz ist der Vorstand auf Leuchtturmprojekte, die das Potenzial für eine dezentrale und klimaneutrale Energieversorgung in Berlin aufzeigen. Ein herausragendes Beispiel sind die Marienhöfe im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. In diesem Neubauquartier mit 900 Wohnungen, das ab 2027 bezugsfertig sein soll, wird ein innovatives Energiekonzept umgesetzt. Die Gebäude werden vollständig aus der Abwärme eines großen Rechenzentrums versorgt, ergänzt durch den Einsatz von Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen.
Solche Projekte demonstrieren, wie sich die Gasag aktiv als Gestalterin der städtischen Energiezukunft positioniert. Das Unternehmen entwickelt sich vom reinen Gaslieferanten zu einem umfassenden Energiedienstleister, der integrierte und nachhaltige Lösungen für ganze Stadtquartiere anbietet und so die lokale Energieautonomie vorantreibt.

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Häufige Fragen zu Gasag Preise
Wie haben sich die Gasag Preise 2025 entwickelt?
Die Gasag Preise für Endkunden wurden zum Januar 2026 gesenkt. Im Geschäftsjahr 2025 selbst verbuchte die Gasag einen Umsatz von 1,72 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss stieg auf 102 Millionen Euro, was teilweise auf die kältere Witterung im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen ist.
Bleiben die Gasag Preise bis Ende 2026 stabil?
Eine hundertprozentige Garantie für stabile Preise bis Ende 2026 kann die Gasag nicht geben. Vertriebsvorstand Matthias Trunk erklärte, dass die Preise wahrscheinlich stabil bleiben, sofern sich die globale Marktlage nicht weiter verschärft. Der Iran-Krieg birgt jedoch ein Risiko für Preissteigerungen.
Wie hoch ist der Anteil erneuerbarer Energien am Gasag Umsatz?
Im Jahr 2025 stammten 15 Prozent des Gasag-Umsatzes, also 255 Millionen Euro, aus der Lieferung von regenerativ in Brandenburg erzeugtem Strom. Obwohl der Großteil des Umsatzes (64 Prozent) noch aus Gas und Wärme stammt, investiert das Unternehmen stark in den Ausbau erneuerbarer Energien.
Welche Rolle spielen die Eisbären Berlin für die Gasag?
Die Gasag ist seit rund 30 Jahren Hauptsponsor des Eishockeyclubs Eisbären Berlin. Diese langjährige Partnerschaft unterstreicht die regionale Verankerung des Unternehmens in der Hauptstadt. Die sportlichen Erfolge des Clubs, wie der kürzlich errungene zwölfte Meistertitel, haben jedoch keinen direkten Einfluss auf die Gasag Preise.
Wie investiert die Gasag in die Energiewende in Berlin?
Die Gasag reinvestiert ihre Gewinne in den Aufbau einer klimaneutralen Infrastruktur. Dazu gehören der Ausbau von Wasserstoffnetzen, die Entwicklung von Wind- und Solarparks in Brandenburg sowie Leuchtturmprojekte in Berlin wie die Marienhöfe in Mariendorf, die mit Abwärme und Photovoltaik versorgt werden.
Fazit
Die Geschäftszahlen der Gasag für 2025 zeichnen das Bild eines Unternehmens im Wandel. Einerseits sichert das traditionelle Gas- und Wärmegeschäft weiterhin den Großteil des Umsatzes und ermöglicht solide Gewinne. Andererseits zeigen die gezielten Investitionen in erneuerbare Energien, Wasserstoffnetze und innovative Quartierslösungen wie die Marienhöfe in Mariendorf den klaren Kurs in Richtung Energiewende. Für Berliner Verbraucher:innen bleibt die Entwicklung der Gasag Preise jedoch ein Unsicherheitsfaktor. Die Abhängigkeit von den globalen Energiemärkten bedeutet, dass Preisstabilität nicht garantiert werden kann. Die Gasag balanciert somit zwischen der Sicherung der heutigen Energieversorgung Berlins und der Gestaltung einer nachhaltigen Energiezukunft.




