Der Femina Palast in Berlin-Schöneberg, ein Baudenkmal aus den 1920er-Jahren, wurde nach der Insolvenz der Signa-Holding verkauft. Damit endet ein jahrelanger Leerstand in der Nürnberger Straße. Die neuen Eigentümer planen den Umbau des historischen Gebäudes in ein Fünf-Sterne-Luxushotel mit einem neuen Veranstaltungssaal, was dem Kiez am Tauentzien neue Impulse geben soll.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Gebäude wurde zwischen 1928 und 1931 nach Plänen von Richard Bielenberg und Josef Moser errichtet.
- Die markante Fassade im Stil der Neuen Sachlichkeit erstreckt sich über eine Länge von rund 150 Metern.
- Bis Mitte 2021 beherbergte der Komplex das bekannte Hotel Ellington Berlin.
- Geplant ist der Umbau des Baudenkmals zu einem Fünf-Sterne-Luxushotel mit einem neuen Veranstaltungssaal.
- Der Eigentümerwechsel ist eine direkte Folge der Insolvenz des Signa-Konzerns von René Benko.
Welche Folgen hatte die Signa-Insolvenz für den Femina Palast?
In der Nürnberger Straße 50 bis 55 bot sich lange ein trostloses Bild: Dutzende Holzplatten verriegelten die Eingänge und verhinderten jeden Blick ins Innere des einst lebendigen Hauses. Der Femina Palast gehörte zuletzt zum Firmenimperium des österreichischen Unternehmers René Benko. Die Signa-Insolvenz hat an vielen Orten in Berlin Spuren hinterlassen, doch hier traf es ein Stück Stadtgeschichte in direkter Nähe zum Kurfürstendamm.
Monatelang blieb die Zukunft der Immobilie ungewiss. Große Leerstände wie dieser wirken sich negativ auf den gesamten Kiez aus, was auch die Lebensqualität im Bezirk beeinflusst, wie der Überblick zu Tempelhof-Schöneberg Berlin 2026: Wohnen & Mieten im Überblick zeigt. Ein totes Gebäude mit einer 150 Meter langen Front schadet der städtischen Atmosphäre und dem lokalen Einzelhandel. Der Fall zeigt zudem, wie historische Berliner Bausubstanz zum Spielball internationaler Investoren werden kann. Dass die Unsicherheit durch einen Verkauf nun ein Ende findet, sorgt bei Anwohnern und im Bezirk für Aufatmen.

Was macht die Architektur des Femina Palasts so besonders?
Der Femina Palast wurde in den 1920er-Jahren von der Architektengemeinschaft Richard Bielenberg und Josef Moser entworfen und gilt bis heute als herausragendes Beispiel der Neuen Sachlichkeit in Berlin. Laut der Berliner Denkmaldatenbank entstand das Büro- und Geschäftshaus, das anfangs auch als „Haus Nürnberg“ bekannt war, zwischen 1928 und 1931. Die klare, horizontale Gliederung und die elegant geschwungenen Formen der Fassade machten den Bau zu einem architektonischen Wahrzeichen seiner Zeit.
In seiner Anfangszeit war das Gebäude ein pulsierender Ort des gesellschaftlichen Lebens, an dem das Berliner Bürgertum in der berühmten Femina Bar den Glanz der Weimarer Republik feierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg durchlief das Haus verschiedene Nutzungsphasen. Zwischen 1978 und 1993 dienten die Räumlichkeiten diversen gewerblichen Einrichtungen, bevor es schließlich eine neue Bestimmung in der Hotellerie und Gastronomie fand.

Welche Pläne gibt es für die Zukunft des ehemaligen Hotel Ellington?
Vielen Berlinern und Touristen ist das Gebäude als Hotel Ellington Berlin bekannt. Bis Mitte 2021 bot das Haus Übernachtungen im historischen Ambiente an, bevor der Betrieb eingestellt wurde. Nach Jahren der Ungewissheit berichtet der Tagesspiegel, dass die Immobilie nun an neue Eigentümer verkauft wurde. Deren Pläne sind ambitioniert: Ein Fünf-Sterne-Hotel soll einziehen und den Glanz vergangener Tage wieder aufleben lassen.
Neben den luxuriösen Zimmern ist auch ein neuer Veranstaltungssaal vorgesehen, der die Tradition des Hauses als Kultur- und Begegnungsstätte fortführen soll. Ein Femina Palast Berlin Hotel der Spitzenklasse könnte dem gesamten Abschnitt der Nürnberger Straße einen wichtigen wirtschaftlichen Impuls verleihen.
| Zeitraum | Phase | Nutzung / Status |
|---|---|---|
| 1928–1931 | Errichtung | Büro- und Geschäftshaus (Haus Nürnberg) |
| 1978–1993 | Zwischennutzung | Diverse gewerbliche Einrichtungen |
| bis Mitte 2021 | Hotelbetrieb | Hotel Ellington Berlin |
| 2021–2024 | Leerstand | Eigentum der Signa-Holding (Holzplatten) |
| ab 2025 | Neuplanung | Umbau zum Fünf-Sterne-Luxushotel |
Was bedeutet die Wiederbelebung des Femina Palasts für Schöneberg?
Die Sanierung historischer Bausubstanz ist im Bezirk oft komplex, wie das Beispiel der Rathaus Schöneberg Sanierung: Das Millionen-Sorgenkind Berlins zeigt. Bei dem privat finanzierten Projekt in der Nürnberger Straße besteht jedoch die Hoffnung auf einen zügigen Ablauf. Die Reaktivierung des Gebäudes schließt eine städtebauliche und atmosphärische Lücke zwischen der City West und dem Nollendorfplatz.
Wenn der Femina Palast wieder seine Türen öffnet, profitiert nicht nur die Tourismusbranche. Restaurants, Boutiquen und Cafés im direkten Umfeld sind auf die Laufkundschaft angewiesen, die ein Fünf-Sterne-Hotel mit sich bringt. Eine zentrale Herausforderung wird für das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg und die Denkmalbehörde darin bestehen, den Umbau eng zu begleiten. Die moderne Nutzung muss mit dem Erhalt der historischen Fassade und der inneren Struktur in Einklang gebracht werden, um die architektonische Substanz zu schützen.

Häufige Fragen zu Femina Palast
Wer hat den Femina Palast in Berlin gebaut?
Das Gebäude wurde in den Jahren 1928 bis 1931 nach den Entwürfen der Architekten Richard Bielenberg und Josef Moser errichtet. Architektonisch gilt der Femina Palast als ein bedeutendes Beispiel der Neuen Sachlichkeit in Berlin.
Was passierte mit dem Gebäude nach der Signa-Pleite?
Nach der Insolvenz der Signa-Holding stand das Gebäude zunächst leer, und die Eingänge waren mit Holzplatten verriegelt. Im Jahr 2024 wurde der Komplex schließlich an neue Investoren verkauft, die eine umfassende Sanierung und Neunutzung planen.
Wann schloss das Hotel Ellington Berlin?
Das Hotel Ellington Berlin, das viele Jahre in den Räumlichkeiten in der Nürnberger Straße 50 bis 55 untergebracht war, schloss Mitte des Jahres 2021. Seitdem fand im Femina Palast kein regulärer Betrieb mehr statt.
Wie lang ist die Fassade des Baudenkmals in Schöneberg?
Die markante, denkmalgeschützte Fassade des Gebäudes erstreckt sich über eine Länge von rund 150 Metern. Diese enorme Ausdehnung macht den Femina Palast zu einem der prägendsten Bauwerke in diesem Teil von Tempelhof-Schöneberg.
Was ist für die Zukunft der Immobilie geplant?
Die neuen Eigentümer planen, den historischen Femina Palast in ein Fünf-Sterne-Luxushotel umzuwandeln. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist zudem die Errichtung eines neuen Veranstaltungssaals, der an die glanzvolle Tradition des Hauses anknüpfen soll.
Fazit
Der Femina Palast erhält nach Jahren des Stillstands und der Ungewissheit eine klare Zukunftsperspektive. Die geplante Umwandlung in ein Fünf-Sterne-Hotel beendet nicht nur den trostlosen Leerstand, sondern verspricht auch, der Nürnberger Straße ein wichtiges Stück urbanes Leben zurückzugeben. Für Architekturinteressierte, Anwohner in Schöneberg und die Berliner Wirtschaft ist der Erhalt der historischen Bausubstanz in Verbindung mit einer hochwertigen Neunutzung eine positive Nachricht nach dem Ende des Signa-Dramas. Die erfolgreiche Umsetzung des Projekts wird ein wichtiger Impuls für die gesamte City West sein.



