Elisabeth-Aue: Senat beschließt Rahmenplan für 5.000 Wohnungen
Inhalt (5 Abschnitte)
Der Berliner Senat hat am 29. September 2026 den Rahmenplan für das Neue Stadtquartier Elisabeth-Aue im Norden Pankows beschlossen. Vorgesehen sind rund 5.000 Wohnungen, davon etwa 70 Prozent von den landeseigenen Unternehmen Howoge und Gesobau. Gebaut wird im südlichen Teil, die nördlichen Offenlandbereiche bleiben dauerhaft frei.
Der Weg für eines der größten Wohnungsbauprojekte Berlins ist frei: Der Senat hat am 29. September 2026 den städtebaulich-freiraumplanerischen Rahmenplan für die Elisabeth-Aue beschlossen, wie die Senatskanzlei mitteilt. Das Areal liegt im Norden des Bezirks Pankow. Rund 5.000 Wohnungen sollen dort entstehen.
- Umfang: rund 5.000 Wohnungen auf einem Areal von etwa 73 Hektar
- Bauherren: rund 70 Prozent durch Howoge und Gesobau, der Rest vor allem für Genossenschaften und gemeinwohlorientierte Träger per Konzeptvergabe
- Leitbild: «Kiezlandschaft» mit vier Nachbarschaften, verbunden durch Grünzüge und Quartiersparks
- Nächste Phase: funktionale Masterplanung und Bauleitplanverfahren
Was sieht der Rahmenplan für die Elisabeth-Aue vor?
Der Rahmenplan legt fest, wo gebaut wird und was frei bleibt. Die Bebauung konzentriert sich auf den südlichen Teil des Plangebiets, die nördlich gelegenen Offenlandbereiche sollen dauerhaft als Freiraum gesichert und ökologisch aufgewertet werden. Vier Nachbarschaften mit je eigenem Mittelpunkt bilden das Quartier. Schulen, Kitas, Nahversorgung und Gewerbe werden von Anfang an mitgeplant. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nennt zudem einen direkten Straßenbahnanschluss als Bestandteil des Standorts. Regenwasser soll naturnah vor Ort bewirtschaftet werden, ein hoher Anteil der Flächen unversiegelt bleiben.
Wer baut die 5.000 Wohnungen?
Rund 70 Prozent der Wohnungen errichten die landeseigenen Unternehmen Howoge und Gesobau. Die übrigen Flächen sind laut Senat vor allem für Genossenschaften und andere gemeinwohlorientierte Träger vorgesehen, die sich in einem Konzeptvergabeverfahren bewerben. Wie viele der Wohnungen preisgebunden sein werden und zu welchen Mieten sie angeboten werden, nennt die Mitteilung nicht. Senator Christian Gaebler spricht von bezahlbarem Wohnraum und will damit Genossenschaften stärker einbinden. Wer bei Genossenschaften oder beim Wohnungskauf steuerliche Fragen hat, findet in diesen Ratgeber Hinweise zur Suche nach einem Steuerberater.
Warum ist die Elisabeth-Aue umstritten?
Seit Jahren gibt es Streit um die Fläche. Nach Berichten von entwicklungsstadt.de vom 25. September 2026 dominiert der Artenschutz die Debatte: Auf dem Gelände wurden Feldlerchen, Wiesenpieper und Zauneidechsen festgestellt. Der Verlust der Feldlerchen-Lebensräume lässt sich demnach nicht vollständig vor Ort ausgleichen, Ausgleichsflächen in Brandenburg sind im Gespräch. In der Öffentlichkeitsbeteiligung gingen 111 Stellungnahmen ein, in denen Klima- und Naturschutz häufig vorkamen. Im März 2026 hatte das Büro Hosoya Schaefer Architects gemeinsam mit Agence Ter den Wettbewerb gewonnen; im Juni 2026 billigte der Senat den Entwurf des Bebauungsplans 3-89 für den ersten Bauabschnitt.
Wie geht es weiter?
Nach dem Beschluss folgen die funktionale Masterplanung und die Bauleitplanverfahren. Einen Baubeginn oder Einzugstermin nennt die Senatskanzlei nicht. Solange die Bebauungspläne nicht festgesetzt sind, kann auch nichts gebaut werden. Ein vergleichbares Vorhaben im selben Bezirk ist das Quartier Süd im Nachbarprojekt, über das wir separat berichten: Blankenburger Süden: Senat beschließt Rahmenplan für 3.500 Wohnungen. Weitere Themen rund um Neubau und Mieten stehen im Ressort Wohnen, Berichte aus dem Bezirk unter Pankow. Zur Schulversorgung im Bezirk siehe Schulplätze in Pankow.
Quellen
- Senatskanzlei Berlin: Senat schafft planerische Grundlage für das Neue Stadtquartier Elisabeth-Aue (29. September 2026)
- Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: Elisabeth-Aue (abgerufen 30. September 2026)
- entwicklungsstadt.de: Elisabeth-Aue, 5.000 Wohnungen sorgen für Streit (25. September 2026)
Maik Möhring
Verantwortlicher & Chefredakteur
Moin, ich bin Maik – Gründer von BerlinEcho und verantwortlicher Redakteur. Ich baue seit Jahren digitale Medien auf, die ich wirklich für notwendig halte: unabhängig, ohne Konzernlogik im Rücken, mit echten Menschen dahinter. Berlin fasziniert mich als Stadt …
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