Blankenburger Süden: Senat beschließt Rahmenplan für 3.500 Wohnungen
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Der Berliner Senat hat am 29. September 2026 den Rahmenplan für das Quartier Süd des Blankenburger Südens beschlossen. Auf rund 57 Hektar in Pankow-Heinersdorf sollen bis voraussichtlich 2037 etwa 3.500 Wohnungen, eine vierzügige Grundschule, Kitas und die verlängerte Straßenbahnlinie M2 entstehen.
Das Gewerbegebiet Heinersdorf im Norden Berlins wird zum Wohnviertel: Der Senat hat den Rahmenplan für das Quartier Süd des Blankenburger Südens beschlossen, wie die Senatskanzlei mitteilt. Das Gebiet umfasst rund 57 Hektar im Pankower Ortsteil Heinersdorf. Bis voraussichtlich 2037 sollen dort etwa 3.500 Wohnungen entstehen.
- Beschluss: Senat, Sitzung vom 29. September 2026, auf Vorlage von Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler
- Fläche: rund 57 Hektar, überwiegend das heute teils brachliegende Gewerbegebiet Heinersdorf
- Umfang: rund 3.500 Wohnungen, vierzügige Grundschule, Kitas, Gewerbe und Nahversorger
- Zeithorizont: Fertigstellung voraussichtlich bis 2037
- Nächster Schritt: Masterplanung, danach Bebauungsplanverfahren mit erneuter Öffentlichkeitsbeteiligung
Was ist der Blankenburger Süden?
Das Großprojekt ist ein Projektverbund aus drei Quartieren zwischen Blankenburg und Heinersdorf in Pankow. Neben dem Quartier Süd gehören das Quartier Nord auf den ehemaligen Rieselfeldern in Blankenburg mit rund 4.000 Wohnungen und das Quartier Alte Gärtnerei mit rund 600 Wohnungen im Heinersdorfer Ortskern dazu. Zusammen kommen die drei Teile auf etwa 8.600 Wohnungen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung rechnete zuletzt mit ersten bezugsfertigen Wohnungen um 2030.
Wie soll das Quartier Süd aussehen?
Das Quartier Süd soll Wohnen, Arbeiten und Bildung mischen. Neben den rund 3.500 Wohnungen sind Gewerbeflächen, Einkaufsmöglichkeiten, eine vierzügige Grundschule und Kitas vorgesehen. Wer in Berlin einen Immobilienmakler finden will, kann über www.immobilienmakler-atlas.de passende Ansprechpartner für Kauf, Verkauf oder Vermietung suchen. Ein Großteil der Wohngebäude soll in Holz-Modulbauweise entstehen, um CO₂ einzusparen. Der Schmöckpfuhlgraben und die angrenzenden Waldflächen bleiben erhalten und werden Teil des Freiraumkonzepts. Ein System aus Rückhalte- und Versickerungsflächen soll Regenwasser vor Ort halten.
Autos bekommen Nachrang. Das Quartier ist autoarm geplant, die inneren Wohnbereiche sollen weitgehend autofrei bleiben. Vorrang haben Bahn, Rad, Fußverkehr und Sharing-Angebote.
Was bringt die Straßenbahn M2 für Pendler?
Die Verlängerung der Straßenbahnlinie M2 ist der zentrale Baustein der Erschließung. Laut Senatskanzlei soll der Alexanderplatz in etwa 25 Minuten erreichbar sein, der S-Bahnhof Prenzlauer Allee in rund zwölf Minuten. In der Quartiersmitte ist eine neue Haltestelle geplant, kein Baufeld liegt weiter als 400 Meter von ihr entfernt. Die Trasse läuft allerdings in einem eigenen Planungsverfahren, einen Baubeginn nennt der Senat nicht. Einen Überblick über das Netz gibt unser Text zur Berliner Tram.
Wie geht es weiter?
Auf Basis des Rahmenplans erarbeitet die Stadtentwicklungsverwaltung nun die Masterplanung. Sie ist die Grundlage für die Bebauungsplanverfahren, in denen die Öffentlichkeit erneut beteiligt wird. Der Rahmenplan geht auf den erstplatzierten Entwurf des Wettbewerbs von 2025 zurück; Bürger konnten damals online und bei einer Veranstaltung mitreden. Gaebler nennt den Beschluss einen Meilenstein für die Entwicklung in Pankow.
Für Anwohner in Heinersdorf bleibt vor allem offen, wann gebaut wird und wie viel Verkehr die neuen Straßen aufnehmen. Weitere Berichte zum Thema Wohnungsbau finden sich im Ressort Wohnen und im Bezirk Pankow.
Quellen
- Senatskanzlei Berlin: Rahmenplan für das Quartier Süd beschlossen (29. September 2026)
- Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: Neue Stadtquartiere (abgerufen 30. September 2026)
- entwicklungsstadt.de: Rahmenplan für 3.500 Wohnungen beschlossen (30. September 2026)
Ida Nagel
Redakteurin Gesellschaft & Wohnen
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