Wirtschaft 📅 29. Mai 2026 ⏱ 6 Min. 👁 94 Aufrufe

CinemaxX Tarifrunde: ver.di fordert 15,80 Euro

CinemaxX Tarifrunde 2026: ver.di fordert mindestens 15,80 Euro für rund 1.200 Beschäftigte. Was das für den Standort Potsdamer Platz bedeutet.

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Die Gewerkschaft ver.di fordert in der neuen Tarifrunde beim Kinokonzern CinemaxX einen Mindestlohn von 15,80 Euro – kein Beschäftigter soll darunter liegen. Betroffen sind rund 1.200 Mitarbeitende bundesweit, darunter das Team des großen CinemaxX am Potsdamer Platz. Die erste Verhandlungsrunde brachte keine Einigung, das Arbeitgeber-Angebot nennt ver.di enttäuschend. Wir fassen den Stand zusammen.

Kurz zusammengefasst
ver.di fordert bei CinemaxX einen Einstiegslohn von mindestens 15,80 Euro und Tariflöhne über dem gesetzlichen Mindestlohn. Das Unternehmen plant laut Gewerkschaft für die meisten der rund 1.200 Beschäftigten 2026 keine Erhöhung. Die nächste Runde ist für den 30. Juni 2026 in Hamburg angesetzt.
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Das Wichtigste in Kürze

  • ver.di fordert bei CinemaxX einen Mindestlohn von 15,80 Euro – kein Lohn soll darunter liegen.
  • Es geht um rund 1.200 Beschäftigte bundesweit, auch am Standort Potsdamer Platz.
  • Die erste Verhandlungsrunde endete ohne Einigung; das Angebot der Geschäftsführung nennt ver.di enttäuschend.
  • Laut Gewerkschaft ist für die meisten Mitarbeitenden 2026 keine Lohnerhöhung über den gesetzlichen Mindestlohn hinaus geplant.
  • Die nächste Verhandlung findet am 30. Juni 2026 in Hamburg statt.

CinemaxX Tarifrunde: Die Forderung von ver.di

CinemaxX Tarifrunde – CinemaxX Tarifrunde: Die Forderung von ver.di
CinemaxX Tarifrunde: Die Forderung von ver.di

Mit dem Leitsatz, dass kein Lohn unter 15,80 Euro liegen dürfe, ist die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft in die CinemaxX Tarifrunde gestartet. ver.di will für die rund 1.200 Beschäftigten des Kinokonzerns Einkommen durchsetzen, die existenzsichernd sind und sich an der europäischen Mindestlohnrichtlinie orientieren. Konkret sollen die Tariflöhne spürbar über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen, gerade im Einstieg.

Hintergrund der Forderung ist die nach Gewerkschaftsangaben gute Lage der Branche: 2025 sei ein erfolgreiches Kinojahr gewesen, und auch 2026 laufe mit Filmstarts wie «Michael» und «Der Teufel trägt Prada 2» stark an. CinemaxX investiere in Technik und Ausstattung – an den Personalkosten werde dagegen gespart. Es gebe keinen sachlichen Grund, die Beschäftigten nicht an der positiven Entwicklung zu beteiligen, so der ver.di-Verhandlungsführer Andreas Michelbrink in der Mitteilung der Gewerkschaft.

Der Streit ums Arbeitgeber-Angebot

In der CinemaxX Tarifrunde bezeichnet ver.di das bisherige Angebot der Geschäftsführung als enttäuschend. Für die meisten Beschäftigten sei 2026 keine Lohnerhöhung vorgesehen – es bleibe beim gesetzlichen Mindestlohn. Auch für 2027 plane das Unternehmen nach derzeitigem Stand keine darüber hinausgehenden Entgelterhöhungen. Gleichzeitig strebe CinemaxX eine weitere Verdichtung der Arbeit im Servicebereich an, also mehr Aufgaben bei gleichem Personal.

Michelbrink kritisiert das deutlich: Gerade langjährig Beschäftigten werde so jede Wertschätzung verweigert. Wer dauerhaft nur zum Mindestlohn arbeite, sei später von Altersarmut bedroht. Eine Einigung gab es in der ersten Runde nicht – die Fronten sind verhärtet.

Was das für Berlin bedeutet

Für Berlin ist der Konflikt besonders sichtbar: Das CinemaxX am Potsdamer Platz zählt mit 19 Sälen und rund 1.500 Plätzen zu den größten und modernsten Kinos der Hauptstadt. Seit dem Jahr 2000 ist es eine der zentralen Spielstätten der Internationalen Filmfestspiele, der Berlinale. Wenn hier die Beschäftigten von einer möglichen Tarifauseinandersetzung betroffen sind, trifft das ein Aushängeschild des Berliner Kinobetriebs. Mehr Wirtschaftsthemen aus der Stadt sammeln wir in der Wirtschafts-Rubrik, kulturelle Nachrichten in der Kultur-Rubrik.

Auch der Adressat der Forderung sitzt in Berlin: Der ver.di-Bundesvorstand hat seinen Sitz am Paula-Thiede-Ufer in Friedrichshain-Kreuzberg. Sollte es im weiteren Verlauf zu Warnstreiks kommen, wie zuletzt 2024, wären Kinogänger am Potsdamer Platz unter Umständen direkt betroffen – etwa durch eingeschränkten Service oder geschlossene Kassen an Aktionstagen. So weit ist es aktuell aber nicht.

Hintergrund: Schon 2024 gab es Streit

Die aktuelle CinemaxX Tarifrunde ist kein Novum: Bereits 2024 lagen ver.di und CinemaxX über Kreuz. Damals rief die Gewerkschaft die Beschäftigten rund um die Osterfeiertage zu Warnstreiks auf, weil die Verhandlungen ins Stocken geraten waren. Kritisiert wurde, dass der Konzern einen großen Teil der Belegschaft vom Tarifgeschehen abkoppeln und nur den gesetzlichen Mindestlohn zahlen wolle. Am Ende stand laut ver.di ein Schlichtungsergebnis mit einem Entgelttarifvertrag.

CinemaxX gehört zu den größten Kinobetreibern Deutschlands, mit gut 30 Häusern in rund 27 Städten, und ist seit 2012 Teil des internationalen Betreibers Vue. Die Branche hatte zuletzt mehrere starke Jahre – genau darauf stützt ver.di die Forderung nach höheren Löhnen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 30. Juni 2026 in Hamburg angesetzt. Das Berliner CinemaxX liegt unweit der großen Public-Viewing-Fläche, die wir im Beitrag Public Viewing Mitte beschreiben.

🗞 BerlinEcho-Einordnung

Am 28. Mai 2026 startete die CinemaxX Tarifrunde zwischen ver.di und dem Konzern – ohne Annäherung. Konkret heißt das: Während das Kino am Potsdamer Platz volle Säle meldet, sollen viele Beschäftigte weiter nur zum gesetzlichen Mindestlohn arbeiten. Bedeutung für Berlin: Am sichtbarsten Kino-Standort der Stadt entscheidet sich, ob die Servicekräfte am Branchenerfolg beteiligt werden. Bis zur nächsten Runde am 30. Juni bleibt offen, ob es wie 2024 erneut zu Warnstreiks kommt – wir bleiben dran.

Quellen

Quelle Inhalt
ver.di (Pressemitteilung) Forderung 15,80 Euro, Zitate Michelbrink, Verhandlungstermine
ver.di (Archiv 2024) Warnstreiks 2024, Schlichtungsergebnis, Branchenkontext
CinemaxX / visitBerlin Standort Potsdamer Platz, 19 Säle, Berlinale-Spielstätte, Vue International

Häufige Fragen zur Tarifrunde bei CinemaxX

Was fordert ver.di bei CinemaxX?

ver.di fordert, dass kein Lohn unter 15,80 Euro liegt und die Tariflöhne deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn angesetzt werden. Ziel sind existenzsichernde Einkommen für die rund 1.200 Beschäftigten, orientiert an der europäischen Mindestlohnrichtlinie.

Wie viele Beschäftigte sind betroffen?

Bundesweit geht es um rund 1.200 Mitarbeitende des Kinokonzerns CinemaxX, darunter das Team am Berliner Standort Potsdamer Platz.

Warum kritisiert ver.di das Angebot von CinemaxX?

Laut ver.di sieht das Angebot für die meisten Beschäftigten 2026 keine Lohnerhöhung über den gesetzlichen Mindestlohn hinaus vor, auch für 2027 sei nichts geplant. Gleichzeitig solle die Arbeit im Service weiter verdichtet werden.

Drohen Warnstreiks bei CinemaxX in Berlin?

Aktuell sind keine Streiks angekündigt. Schon 2024 hatte ver.di die Beschäftigten aber zu Warnstreiks aufgerufen, als die Verhandlungen stockten. Ob es erneut dazu kommt, hängt vom weiteren Verlauf ab.

Wann geht die Tarifrunde weiter?

Die nächste Verhandlungsrunde zwischen ver.di und CinemaxX findet am 30. Juni 2026 in Hamburg statt.

Wo ist das CinemaxX in Berlin?

Das CinemaxX Berlin liegt am Potsdamer Platz (Potsdamer Straße 5) und zählt mit 19 Sälen zu den größten Kinos der Stadt. Seit 2000 ist es eine Spielstätte der Berlinale.

Unsere Einordnung

Volle Kinosäle, neue Technik – und trotzdem für viele nur Mindestlohn: Dieser Widerspruch steht im Zentrum der CinemaxX Tarifrunde. Für Berlin ist der Fall sinnbildlich, weil das CinemaxX am Potsdamer Platz so prominent ist. Spannend wird die Runde am 30. Juni. Wir verfolgen, ob sich etwas bewegt – und ob die Berliner Kinogänger Streiks zu spüren bekommen.

– Maik Möhring, BerlinEcho

ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung von ver.di und öffentlich zugänglichen Quellen, wurde unter Einsatz von KI-Tools recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion. Stand: 29. Mai 2026.

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MM
✍ Über den Autor
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Moin, ich bin Maik – Gründer von BerlinEcho und verantwortlicher Redakteur. Ich baue seit Jahren digitale Medien auf, die ich wirklich für notwendig halte: unabhängig, ohne Konzernlogik im Rücken, mit echten Menschen dahinter. Berlin fasziniert mich als Stadt der Brüche: Hipster-Kieze neben Plattenbau, Bundespolitik neben Bezirksstreit, globale Startup-Szene neben klassischem Berliner Kleingarten. Diesen Widersprüchen geht BerlinEcho nach – täglich. Als Verleger verantworte ich alles, was auf dieser Seite erscheint. Das ist mir wichtig zu sagen, weil es in einer Zeit, in der viele Medien hinter anonymen Redaktionen verschwinden, nicht selbstverständlich ist. Bei BerlinEcho steht immer jemand mit dem Namen dafür ein. Mein Hintergrund ist digitales Publizieren: SEO, Content-Strategie, Aufbau von Nachrichtenportalen – das mache ich seit Jahren, für meine eigenen Seiten und für Kunden. BerlinEcho ist mein liebstes Projekt, weil es direkt an dem Ort spielt, wo gerade Deutschland-Geschichte geschrieben wird.

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📍 Berlin ⭐ Gründer Maik Möhring Media · Verleger & verantwortlicher Redakteur · Langjährige Erfahrung in digitalem Publizieren · Mehrere Online-Medien in Deutschland. ✍ 376 Artikel