Berliner Bezirke im Vergleich 2026: Mieten, Einwohner, Fläche

Inhalt (8 Abschnitte)
- Wie viele Bezirke hat Berlin – und warum genau zwölf?
- Berliner Bezirke im Vergleich: Wie groß und wie dicht sind sie?
- Welche Berliner Bezirke sind am teuersten?
- BerlinEcho-Auswertung: Was kostet eine 60-m²-Wohnung je Bezirk?
- Was kosten Eigentumswohnungen in den Bezirken?
- Welcher Bezirk passt zu wem?
- Häufige Fragen zu den Berliner Bezirken
- Fazit: Mitte am teuersten, Marzahn-Hellersdorf am günstigsten
Berliner Bezirke im Vergleich: Mitte ist mit einer mittleren Angebotsmiete von 20,01 Euro pro Quadratmeter (2025) der teuerste der zwölf Bezirke, Marzahn-Hellersdorf mit 11,57 Euro der günstigste. Pankow hat mit 428.973 Menschen die meisten Einwohner, Treptow-Köpenick mit 167,7 Quadratkilometern die größte Fläche. Stand der Einwohnerzahlen: 30. Juni 2026.
Zuletzt aktualisiert am
Wer in Berlin eine Wohnung sucht, entscheidet sich zuerst für einen Bezirk – und damit für ein Preisniveau. Zwischen Mitte und Marzahn-Hellersdorf liegen bei den Angebotsmieten 8,44 Euro pro Quadratmeter, bei einer 60-Quadratmeter-Wohnung also rund 506 Euro Kaltmiete im Monat. Dieser Artikel stellt die zwölf Bezirke im Vergleich nebeneinander: Einwohner laut Einwohnerregister des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg (Stand 30. Juni 2026), Fläche, Bevölkerungsdichte, Angebotsmieten und Kaufpreise für Eigentumswohnungen. Dazu kommt, warum Berlin überhaupt genau zwölf Bezirke hat.
Update vom : Einwohnerzahlen (30.06.2026), Flächen (31.12.2024) und Mieten (Angebotsmieten 2025) sind neu erhoben, zwei ältere BerlinEcho-Übersichten zu den Bezirken sind in diesem Artikel aufgegangen. Korrektur: In einer früheren Version hieß es, Friedrichshain-Kreuzberg sei mit 16,49 Euro pro Quadratmeter der teuerste und Spandau mit 11,77 Euro der günstigste Bezirk. Richtig ist nach dem Wohnmarktreport Berlin 2026: Mitte liegt mit 20,01 Euro vorn, am günstigsten ist Marzahn-Hellersdorf mit 11,57 Euro.
Kurz zusammengefasst: Die Innenstadtbezirke Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg-Wilmersdorf verlangen bei neuen Mietangeboten über 19 Euro pro Quadratmeter, Marzahn-Hellersdorf, Spandau, Reinickendorf, Lichtenberg und Neukölln liegen zwischen 11,57 und 13,56 Euro. Gleichzeitig wachsen Spandau und Treptow-Köpenick am schnellsten, während Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf Einwohner verlieren. Die heutige Einteilung gilt seit dem 1. Januar 2001.
Das Wichtigste in Kürze
- Berlin hat 12 Bezirke und 97 Ortsteile; die Zahl gilt seit der Bezirksgebietsreform vom 1. Januar 2001 (vorher 23 Bezirke).
- Im Einwohnerregister standen am 30. Juni 2026 3.917.196 Menschen, 3.552 mehr als Ende 2025.
- Teuerster Bezirk bei Angebotsmieten: Mitte mit 20,01 €/m², dicht gefolgt von Friedrichshain-Kreuzberg (19,47 €) – Berlin-Median 15,80 € (2025).
- Günstigster Bezirk: Marzahn-Hellersdorf mit 11,57 €/m², danach Spandau (12,50 €) und Reinickendorf (12,62 €).
- Eigentumswohnungen: Mitte 6.736 €/m², Spandau 3.790 €/m² – Berlin-Median 5.813 €/m².
- Größter Bezirk: Treptow-Köpenick mit 167,7 km², kleinster: Friedrichshain-Kreuzberg mit 20,4 km² – und dort leben 14.317 Menschen pro km².

Wie viele Bezirke hat Berlin – und warum genau zwölf?
Berlin hat seit dem 1. Januar 2001 zwölf Bezirke. An diesem Tag trat die Bezirksgebietsreform in Kraft, mit der die bis dahin 23 Bezirke zu zwölf zusammengelegt wurden. Neue Grenzen wurden dabei kaum gezogen – fusioniert wurden ganze Altbezirke. Unverändert blieben nur Spandau, Neukölln und Reinickendorf, die schon damals mehr als 200.000 Einwohner hatten. Der damalige Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) sprach laut Tagesspiegel von einer „Jahrhundertreform“, die Einsparungen und mehr Bürgernähe bringen sollte.
Die Wurzeln reichen bis 1920 zurück. Am 27. April 1920 beschloss die Preußische Landesversammlung das Groß-Berlin-Gesetz mit 165 zu 148 Stimmen, wie das Abgeordnetenhaus Berlin dokumentiert. Zum 1. Oktober 1920 wurden 8 Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke eingemeindet. Das Stadtgebiet wuchs laut Wikipedia-Artikel Groß-Berlin von 66 auf 878 Quadratkilometer, die Einwohnerzahl auf rund 3,8 Millionen. Es entstanden 20 Bezirke. In Ost-Berlin kamen Marzahn (1979), Hohenschönhausen (1985) und Hellersdorf (1986) hinzu – so ergaben sich die 23 Bezirke, die 2001 zusammengelegt wurden.
| Bezirk seit 2001 | Hervorgegangen aus |
|---|---|
| Mitte | Mitte, Tiergarten, Wedding |
| Friedrichshain-Kreuzberg | Friedrichshain, Kreuzberg |
| Pankow | Pankow, Prenzlauer Berg, Weißensee |
| Charlottenburg-Wilmersdorf | Charlottenburg, Wilmersdorf |
| Spandau | unverändert |
| Steglitz-Zehlendorf | Steglitz, Zehlendorf |
| Tempelhof-Schöneberg | Tempelhof, Schöneberg |
| Neukölln | unverändert |
| Treptow-Köpenick | Treptow, Köpenick |
| Marzahn-Hellersdorf | Marzahn, Hellersdorf |
| Lichtenberg | Lichtenberg, Hohenschönhausen |
| Reinickendorf | unverändert |
Jeder Bezirk hat eine gewählte Bezirksverordnetenversammlung und ein Bezirksamt mit Bürgermeister und fünf Stadträten; wer die zwölf Rathäuser führt, steht in unserer Liste der Bezirksbürgermeister. Unterhalb der Bezirke gliedert sich die Stadt in 97 Ortsteile – alle stehen im Ortsteile-Atlas, die Postleitzahlen in der PLZ-Übersicht nach Bezirken.
Berliner Bezirke im Vergleich: Wie groß und wie dicht sind sie?
Pankow ist mit 428.973 Einwohnern der bevölkerungsreichste Bezirk, Spandau mit 263.683 der kleinste – Stand Einwohnerregisterstatistik zum 30. Juni 2026. Bei der Fläche liegen die Extreme weit auseinander: Treptow-Köpenick ist mit 16.773 Hektar gut achtmal so groß wie Friedrichshain-Kreuzberg mit 2.040 Hektar (Flächenerhebung, Stand 31.12.2024). Die Dichte haben wir aus beiden Werten berechnet.
| Bezirk | Einwohner | Fläche in km² | Einwohner je km² | Ø Alter in Jahren |
|---|---|---|---|---|
| Pankow | 428.973 | 103,2 | 4.156 | 41,9 |
| Mitte | 398.505 | 39,4 | 10.114 | 39,9 |
| Tempelhof-Schöneberg | 358.125 | 53,0 | 6.751 | 44,2 |
| Charlottenburg-Wilmersdorf | 342.638 | 64,7 | 5.297 | 45,3 |
| Neukölln | 331.744 | 44,9 | 7.384 | 42,1 |
| Lichtenberg | 318.905 | 52,1 | 6.119 | 41,9 |
| Steglitz-Zehlendorf | 309.084 | 102,6 | 3.014 | 46,7 |
| Treptow-Köpenick | 305.168 | 167,7 | 1.819 | 43,4 |
| Marzahn-Hellersdorf | 297.570 | 61,8 | 4.813 | 43,5 |
| Friedrichshain-Kreuzberg | 292.066 | 20,4 | 14.317 | 39,9 |
| Reinickendorf | 270.735 | 89,3 | 3.031 | 44,7 |
| Spandau | 263.683 | 91,9 | 2.870 | 42,9 |
| Berlin | 3.917.196 | 891,1 | 4.396 | 42,9 |
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Einwohnerregisterstatistik 30.06.2026 und Flächenerhebung 31.12.2024; Dichte: BerlinEcho-Berechnung (Einwohner ÷ Fläche), gerundet.
Am dichtesten wohnt Berlin in Friedrichshain-Kreuzberg: 14.317 Menschen pro Quadratkilometer, gut dreimal so viele wie im Stadtdurchschnitt von 4.396. In Treptow-Köpenick sind es 1.819 – dort bestehen 43 Prozent der Fläche aus Wald und Grün, 12,1 Prozent aus Wasser, wie das Amt für Statistik ausweist. Am jüngsten sind Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg mit je 39,9 Jahren Durchschnittsalter, am ältesten Steglitz-Zehlendorf mit 46,7 Jahren.
Das Wachstum hat sich verlagert. Vom 31. Dezember 2025 bis zum 30. Juni 2026 legten laut Pressemitteilung des Statistikamts Spandau um 2.417 Menschen (+0,9 Prozent) und Treptow-Köpenick um 2.482 (+0,8 Prozent) zu. Reinickendorf verlor 1.020 Einwohner, Charlottenburg-Wilmersdorf 987. Mehr zur Bevölkerungsentwicklung steht in unserer Einwohner-Analyse nach Bezirken.
Welche Berliner Bezirke sind am teuersten?
Die teuersten Berliner Bezirke für Mieter sind Mitte (20,01 Euro pro Quadratmeter), Friedrichshain-Kreuzberg (19,47 Euro) und Charlottenburg-Wilmersdorf (19,23 Euro). Das sind die mittleren Angebotsmieten 2025 aus dem Wohnmarktreport Berlin 2026 von Berlin Hyp und CBRE, ausgewertet aus 40.035 Mietangeboten. Stadtweit lag der Median bei 15,80 Euro, nur 0,1 Prozent über 2024. Die Investitionsbank Berlin kommt im Wohnungsmarktbericht 2025 mit 15,78 Euro auf fast denselben Wert.
| Bezirk | Median 2025 | Änderung zu 2024 |
|---|---|---|
| Mitte | 20,01 € | +0,1 % |
| Friedrichshain-Kreuzberg | 19,47 € | +0,4 % |
| Charlottenburg-Wilmersdorf | 19,23 € | −0,2 % |
| Pankow | 16,97 € | −0,2 % |
| Tempelhof-Schöneberg | 15,90 € | +7,6 % |
| Treptow-Köpenick | 15,56 € | +7,6 % |
| Steglitz-Zehlendorf | 15,00 € | +2,2 % |
| Neukölln | 13,56 € | −6,4 % |
| Lichtenberg | 13,33 € | −11,8 % |
| Reinickendorf | 12,62 € | +3,3 % |
| Spandau | 12,50 € | +4,2 % |
| Marzahn-Hellersdorf | 11,57 € | +1,6 % |
| Berlin gesamt | 15,80 € | +0,1 % |
Quelle: Berlin Hyp/CBRE, Wohnmarktreport Berlin 2026 (veröffentlicht am 26. März 2026), Basis VALUE Marktdatenbank, alle Marktsegmente.
Die stärksten Anstiege meldet der Report für Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick: Beide legten um je 7,6 Prozent zu, Spandau um 4,2 Prozent. In Lichtenberg sanken die Angebotsmieten dagegen um 11,8 Prozent auf 13,33 Euro, nachdem sie dort von 2023 auf 2024 noch um 20 Prozent gestiegen waren; in Neukölln ging es um 6,4 Prozent auf 13,56 Euro nach unten. Pankow liegt mit 16,97 Euro zwischen Innenstadt und Außenbezirken.
Wichtig für die Einordnung: Angebotsmieten zeigen, was bei Neuvermietung verlangt wird – nicht, was Berliner im Bestand zahlen. Bei den Mitgliedsunternehmen des Verbands BBU lag die durchschnittliche Bestandsmiete laut IBB bei 7,10 Euro pro Quadratmeter. Ob eine verlangte Miete zulässig ist, prüfst du mit dem Mietpreisbremse-Rechner und dem Berliner Mietspiegel.
BerlinEcho-Auswertung: Was kostet eine 60-m²-Wohnung je Bezirk?
Eine 60-Quadratmeter-Wohnung kostet bei Neuvermietung in Mitte im Mittel 1.200,60 Euro kalt im Monat, in Marzahn-Hellersdorf 694,20 Euro – ein Unterschied von 506,40 Euro. Im Berliner Median sind es 948 Euro. Die Werte hat BerlinEcho aus den Bezirks-Medianen des Wohnmarktreports berechnet.
| Bezirk | Kaltmiete 60 m²/Monat | Abstand zum Berlin-Median (948 €) |
|---|---|---|
| Mitte | 1.200,60 € | +252,60 € |
| Friedrichshain-Kreuzberg | 1.168,20 € | +220,20 € |
| Charlottenburg-Wilmersdorf | 1.153,80 € | +205,80 € |
| Pankow | 1.018,20 € | +70,20 € |
| Tempelhof-Schöneberg | 954,00 € | +6,00 € |
| Treptow-Köpenick | 933,60 € | −14,40 € |
| Steglitz-Zehlendorf | 900,00 € | −48,00 € |
| Neukölln | 813,60 € | −134,40 € |
| Lichtenberg | 799,80 € | −148,20 € |
| Reinickendorf | 757,20 € | −190,80 € |
| Spandau | 750,00 € | −198,00 € |
| Marzahn-Hellersdorf | 694,20 € | −253,80 € |
Methodik: Median der Angebotsmiete je Bezirk 2025 (Berlin Hyp/CBRE, alle Segmente) × 60 m², ohne Nebenkosten. Der Median beschreibt die mittlere Anzeige, nicht jede Wohnung; Ortsteile innerhalb eines Bezirks können deutlich abweichen. Stand der Berechnung: 28. September 2026. Übernahme mit Quellenangabe „BerlinEcho“ und Link erwünscht.
Nach einer Auswertung von BerlinEcho zahlt man für dieselbe 60-Quadratmeter-Wohnung in Mitte bei Neuvermietung rund 73 Prozent mehr Kaltmiete als in Marzahn-Hellersdorf. Über ein Jahr summiert sich der Abstand auf 6.076,80 Euro.
Was kosten Eigentumswohnungen in den Bezirken?
Eigentumswohnungen wurden 2025 in Berlin im Median für 5.813 Euro pro Quadratmeter angeboten, 2,0 Prozent mehr als 2024 (Berlin Hyp/CBRE). Am teuersten sind Mitte (6.736 Euro), Friedrichshain-Kreuzberg (6.500 Euro) und Pankow (6.399 Euro), am günstigsten Spandau (3.790 Euro) und Marzahn-Hellersdorf (4.129 Euro). Die IBB nennt für 2025 einen Median von 5.807 Euro.
| Bezirk | Median 2025 | Änderung zu 2024 |
|---|---|---|
| Mitte | 6.736 € | +1,0 % |
| Friedrichshain-Kreuzberg | 6.500 € | −0,7 % |
| Pankow | 6.399 € | +2,9 % |
| Charlottenburg-Wilmersdorf | 6.364 € | −0,8 % |
| Tempelhof-Schöneberg | 5.500 € | +1,3 % |
| Steglitz-Zehlendorf | 5.442 € | +3,4 % |
| Lichtenberg | 5.433 € | +2,4 % |
| Neukölln | 5.364 € | +9,1 % |
| Treptow-Köpenick | 4.786 € | −1,2 % |
| Reinickendorf | 4.333 € | +0,6 % |
| Marzahn-Hellersdorf | 4.129 € | −1,7 % |
| Spandau | 3.790 € | −4,9 % |
| Berlin gesamt | 5.813 € | +2,0 % |
Die stärksten Preissprünge meldet der Report für Neukölln (+9,1 Prozent auf 5.364 Euro), am deutlichsten nachgegeben haben die Preise in Spandau (−4,9 Prozent). Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Bezirk liegen 2.946 Euro pro Quadratmeter – bei 60 Quadratmetern knapp 177.000 Euro Kaufpreis-Unterschied, noch ohne Nebenkosten.
Welcher Bezirk passt zu wem?
Welcher Bezirk passt, hängt vor allem an Budget, Wegen zur Arbeit und dem Wunsch nach Grün. Die folgenden Kurzprofile ordnen die zwölf Bezirke mit den Zahlen aus diesem Vergleich ein; jede Überschrift führt zu den aktuellen Nachrichten aus dem Bezirk. Alle Bezirks-Ressorts findest du unter Bezirke, einen Blick auf einzelne Viertel in der Kiez-Übersicht.
Mitte
Regierungsviertel, Museumsinsel, Alexanderplatz – dazu Moabit, Wedding und Gesundbrunnen. Mit 20,01 €/m² der teuerste Bezirk bei Neuvermietungen, mit 39,9 Jahren zugleich einer der jüngsten.
Friedrichshain-Kreuzberg
Der kleinste und dichteste Bezirk: 20,4 km², 14.317 Einwohner pro km². Angebotsmieten von 19,47 €/m² – Kreuzberg ist also teuer, aber knapp günstiger als Mitte.
Pankow
Einwohnerstärkster Bezirk mit 428.973 Menschen, von Prenzlauer Berg bis zu den Siedlungen im Norden. Mieten 16,97 €/m², Eigentum 6.399 €/m².
Charlottenburg-Wilmersdorf
Kurfürstendamm, Schloss Charlottenburg, Grunewald. 19,23 €/m² Angebotsmiete und mit 45,3 Jahren ein deutlich älteres Publikum als in der östlichen Innenstadt.
Spandau
Altstadt und Zitadelle an der Havel. 12,50 €/m² Miete und mit 3.790 €/m² die günstigsten Eigentumswohnungen Berlins; wuchs im ersten Halbjahr 2026 prozentual am stärksten.
Steglitz-Zehlendorf
Wannsee, Schlachtensee, Krumme Lanke und Villenkolonien: 15,00 €/m² Miete, Durchschnittsalter 46,7 Jahre. Mehr im Bezirksporträt Steglitz-Zehlendorf.
Tempelhof-Schöneberg
Von der Schöneberger Innenstadt bis Lichtenrade, mittendrin das Tempelhofer Feld. 15,90 €/m² nach einem Plus von 7,6 Prozent.
Neukölln
Dicht bebauter Norden rund um den Hermannplatz, Siedlungen und Einfamilienhäuser in Britz, Buckow und Rudow. 13,56 €/m², 6,4 Prozent weniger als 2024.
Treptow-Köpenick
Größter Bezirk mit 167,7 km², Müggelsee und Wissenschaftsstandort Adlershof. 15,56 €/m² und der stärkste absolute Einwohnerzuwachs im ersten Halbjahr 2026.
Marzahn-Hellersdorf
Großsiedlungen und Gärten der Welt, im Süden Einfamilienhausgebiete wie Mahlsdorf und Kaulsdorf. Mit 11,57 €/m² der günstigste Bezirk für Mieter.
Lichtenberg
Vom Tierpark bis Hohenschönhausen. 13,33 €/m² nach dem stärksten Rückgang aller Bezirke (−11,8 Prozent), Durchschnittsalter 41,9 Jahre.
Reinickendorf
Tegeler See, Tegeler Forst und das Märkische Viertel. 12,62 €/m² Miete, 4.333 €/m² für Eigentum – aber der Bezirk mit dem größten Einwohnerverlust im ersten Halbjahr 2026.
Nach dem Umzug gilt: innerhalb von zwei Wochen ummelden – wie das geht, steht in unserer Anleitung zum Ummelden in Berlin. Wie die Bezirke finanziell dastehen, zeigt der Beitrag zu Bezirksfinanzen und Verwaltungsreform.
🏛️ BERLINECHO-EINORDNUNG
Was Bezirks-Rankings nicht erzählen
Ein Bezirks-Durchschnitt ist eine grobe Kennzahl für Gebiete mit bis zu 429.000 Einwohnern.
1. Der Bezirk ist zu groß für eine Zahl
Pankow reicht vom Prenzlauer Berg bis an den Stadtrand, Neukölln vom Hermannplatz bis Rudow. Innerhalb eines Bezirks können die Mieten stärker auseinanderliegen als zwischen zwei Bezirks-Medianen.
2. Angebotsmiete ist nicht Bestandsmiete
Die 15,80 Euro beschreiben Inserate. Wer seit Jahren im selben Vertrag wohnt, zahlt meist deutlich weniger – bei BBU-Unternehmen im Schnitt 7,10 Euro.
3. Berlin hat zwei Einwohnerzahlen
Das Einwohnerregister zählt 3.917.196 Menschen (30.06.2026). Die amtliche Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2022 kommt für Ende 2025 auf 3.700.577. Für Bezirksvergleiche nutzt das Statistikamt das Register.
4. Die Reform-Idee von 2001 ist überholt
Geplant waren Bezirke mit rund 300.000 Einwohnern. Heute liegen Pankow und Mitte bei knapp 429.000 und 399.000, Spandau bei 264.000.
📌 EHRLICHE EINORDNUNG:
Für die Wohnungssuche ist der Bezirk ein erster Filter, mehr nicht. Entscheidend sind Ortsteil, Wegezeit und ob die verlangte Miete überhaupt zulässig ist.
🔎 Quellen
| Aspekt | Details | Quelle |
|---|---|---|
| Einwohner je Bezirk (30.06.2026) | Einwohnerregisterstatistik, Tabelle 3 | Amt für Statistik Berlin-Brandenburg |
| Einwohner-Veränderung 1. Halbjahr 2026 | Pressemitteilung Nr. 106/2026 | Amt für Statistik Berlin-Brandenburg |
| Flächen je Bezirk (31.12.2024) | Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung | Amt für Statistik Berlin-Brandenburg |
| Bevölkerungsfortschreibung (31.12.2025) | 3.700.577 Einwohner, Basis Zensus 2022 | Amt für Statistik Berlin-Brandenburg |
| Angebotsmieten und Kaufpreise 2025 | Wohnmarktreport Berlin 2026 | Berlin Hyp/CBRE |
| Angebots- und Bestandsmieten 2025 | Wohnungsmarktbericht 2025 | Investitionsbank Berlin |
| Bezirksreform 2001 | Glossar Bezirksgebietsreform | berlin.de (Gutachterausschuss) |
| Groß-Berlin-Gesetz 1920 | 100 Jahre Groß-Berlin-Gesetz | Abgeordnetenhaus Berlin |
Häufige Fragen zu den Berliner Bezirken
Wie viele Bezirke hat Berlin?
Berlin hat 12 Bezirke. Die Zahl gilt seit der Bezirksgebietsreform vom 1. Januar 2001, mit der die zuvor 23 Bezirke zusammengelegt wurden. Die Bezirke gehen auf das Groß-Berlin-Gesetz zurück, das am 1. Oktober 1920 in Kraft trat und zunächst 20 Bezirke schuf. Unterhalb der zwölf Bezirke gliedert sich Berlin in 97 Ortsteile. Jeder Bezirk hat eine eigene Bezirksverordnetenversammlung und ein Bezirksamt mit einem Bezirksbürgermeister an der Spitze.
Ist Kreuzberg teuer?
Ja. Friedrichshain-Kreuzberg ist der zweitteuerste Berliner Bezirk für Mieter. Die mittlere Angebotsmiete lag 2025 laut Wohnmarktreport Berlin 2026 bei 19,47 Euro pro Quadratmeter, knapp hinter Mitte mit 20,01 Euro und deutlich über dem Berliner Median von 15,80 Euro. Eine 60-Quadratmeter-Wohnung kostet bei Neuvermietung damit im Mittel rund 1.168 Euro kalt. Eigentumswohnungen wurden für 6.500 Euro pro Quadratmeter angeboten. Die Mieten stiegen 2025 nur um 0,4 Prozent.
Welcher Berliner Bezirk ist am günstigsten?
Marzahn-Hellersdorf ist der günstigste Berliner Bezirk für Mieter. Die mittlere Angebotsmiete lag 2025 bei 11,57 Euro pro Quadratmeter, das sind 4,23 Euro unter dem Berliner Median von 15,80 Euro. Danach folgen Spandau mit 12,50 Euro und Reinickendorf mit 12,62 Euro. Bei Eigentumswohnungen ist Spandau mit 3.790 Euro pro Quadratmeter am günstigsten. Quelle für alle Werte ist der Wohnmarktreport Berlin 2026 von Berlin Hyp und CBRE, veröffentlicht im März 2026.
Welcher Bezirk hat die meisten Einwohner?
Pankow hat die meisten Einwohner: 428.973 Menschen laut Einwohnerregister des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg zum 30. Juni 2026. Auf Platz zwei folgt Mitte mit 398.505, auf Platz drei Tempelhof-Schöneberg mit 358.125 Einwohnern. Die wenigsten Einwohner hat Spandau mit 263.683. Am dichtesten besiedelt ist dagegen Friedrichshain-Kreuzberg mit 14.317 Menschen pro Quadratkilometer, weil der Bezirk mit 20,4 Quadratkilometern der kleinste ist.
Welcher Berliner Bezirk ist der größte?
Treptow-Köpenick ist mit 16.773 Hektar, also 167,7 Quadratkilometern, der flächengrößte Berliner Bezirk und umfasst 18,8 Prozent des Stadtgebiets. Der kleinste ist Friedrichshain-Kreuzberg mit 2.040 Hektar oder 2,3 Prozent der Fläche. Die Werte stammen aus der Flächenerhebung des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg zum 31. Dezember 2024. Insgesamt umfasst Berlin 89.112 Hektar, das entspricht 891,1 Quadratkilometern.
Fazit: Mitte am teuersten, Marzahn-Hellersdorf am günstigsten
Die Berliner Bezirke im Vergleich zeigen ein klares Innen-außen-Gefälle: 20,01 Euro pro Quadratmeter in Mitte, 11,57 Euro in Marzahn-Hellersdorf, dazwischen ein Berliner Median von 15,80 Euro. Gewachsen wird heute vor allem am Rand – Spandau und Treptow-Köpenick legten im ersten Halbjahr 2026 um 0,9 und 0,8 Prozent zu, während Reinickendorf schrumpfte. Wer sucht, sollte den Bezirk als Startpunkt nehmen und dann auf Ortsteil und Kiez schauen.
🗞 Über die Autorin: Ida Nagel – BerlinEcho
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Ida Nagel
Redakteurin Gesellschaft & Wohnen
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