Berlin Transfer Bridge: Der Senat will Forschungsergebnisse künftig schneller und effizienter in marktfähige Innovationen überführen. In der Sitzung am 16. Juni 2026 brachten Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) und Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra (SPD) den neuen Rahmen ein. Ziel ist ein durchgängiger Weg von der Forschung über Schutzrechte und Spin-offs bis zur Skalierung bestehender Unternehmen.
📑 Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Der Senat hat am 16. Juni 2026 die Berlin Transfer Bridge (BTB) als Besprechungsunterlage eingebracht.
- Sie soll Forschung schneller in marktfähige Innovationen überführen – von Spin-offs bis zur Skalierung.
- Drei Leitprinzipien: schnell, fair und unternehmerisch.
- Sie verbindet die Forschungspolitische Strategie mit der Deep Tech Berlin Agenda.
- Verantwortlich: die Senatorinnen Franziska Giffey (Wirtschaft) und Dr. Ina Czyborra (Wissenschaft).
Berlin Transfer Bridge: Das steckt dahinter

Die Berlin Transfer Bridge ist ein Rahmen, mit dem das Land Berlin im Senat von Kai Wegner (CDU) den Weg von der Wissenschaft in die Wirtschaft verkürzen will. Konkret unterstützt sie durchgängige Transferpfade: von der Forschung über die Verwertung von Schutzrechten und die Gründung von Spin-offs bis zur Skalierung bestehender Unternehmen durch wissenschaftsbasierte Innovationen.
Im Kern geht es um Vernetzung. Hochschulen, Forschungseinrichtungen und die Berliner Wirtschaft sollen systematisch zusammengebracht werden, damit Ideen aus den Laboren nicht in der Schublade landen. Entstanden ist das Konzept in einem partizipativen Prozess mit Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, intermediären Institutionen und Verwaltung.
Schnell, fair, unternehmerisch: Die drei Leitprinzipien
Drei Prinzipien prägen den Berliner Transfer-Ansatz. Sie sollen den Transfer berechenbar und für alle Beteiligten attraktiv machen.
| Prinzip | Was dahintersteht |
|---|---|
| Schnell | Standardisierte, institutionenübergreifende Prozesse mit klaren Zuständigkeiten und kürzeren Entscheidungszeiten. |
| Fair | Partnerschaften auf Augenhöhe zwischen Wissenschaft, Erfinderinnen und Erfindern sowie Unternehmen. |
| Unternehmerisch | Klare Regeln für geistiges Eigentum (IP), Rechtssicherheit und wettbewerbsfähige Beteiligungsmodelle. |
Was die Brücke verbindet
Die BTB führt zwei bestehende Strategien zusammen und legt einen besonderen Fokus auf Deep-Tech-Innovationen – also forschungsintensive Technologien, die als Treiber für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, technologische Souveränität und gesellschaftliche Resilienz gelten.
| Strategie | Ressort |
|---|---|
| Forschungspolitische Strategie | Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege |
| Deep Tech Berlin Agenda | Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe |
Damit ist die Berlin Transfer Bridge ausdrücklich als ressortübergreifendes Projekt angelegt – Wirtschaft und Wissenschaft ziehen an einem Strang.
Stimmen aus dem Senat
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey betonte, mit der Brücke entstehe eine Verbindung zwischen Forschung und marktfähigen Innovationen. Berlin solle Wissen nicht nur erzeugen, sondern es «auch zügig in wirtschaftliche und gesellschaftliche Wertschöpfung» umsetzen – ein Pfeiler auf dem Weg zum «Innovationsstandort Nummer eins in Europa».
Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra erklärte, Forschung liefere «die Ideen, Erkenntnisse und Technologien, die Fortschritt erst möglich machen». Ihr volles Potenzial entfalte sie aber erst auf dem Weg aus den Laboren in die Praxis – genau dort setze die Berlin Transfer Bridge an.
Berlin als Innovationsstandort: Was das bedeutet
Berlin zählt zu den führenden Wissenschafts- und Gründungsmetropolen Europas. Mit der BTB will der Senat dieses Potenzial konsequenter nutzen und die Berliner Gründungsszene enger mit der Forschung verzahnen. Die Vision: Das Innovationsökosystem der Hauptstadt soll zu einem der europaweit führenden Innovationsstandorte für die Weiterverwertung von Forschungsergebnissen werden.
Wie wirksam der Rahmen ist, wird sich an der Umsetzung zeigen – etwa daran, ob Entscheidungszeiten tatsächlich sinken und mehr Spin-offs den Sprung in den Markt schaffen. Weitere Entwicklungen aus dem Berliner Senat begleiten wir laufend.
Am 16. Juni 2026 hat der Senat die Berlin Transfer Bridge auf den Weg gebracht. Was zunächst nach Verwaltungsdeutsch klingt, zielt auf ein reales Problem: Berlin produziert exzellente Forschung, verliert aber häufig die Verwertung an andere Standorte. Die Bedeutung liegt also weniger im Papier als in der Frage, ob aus den drei Prinzipien schnell, fair und unternehmerisch tatsächlich kürzere Wege und mehr Ausgründungen werden. Gelingt das, profitieren Hochschulen, Start-ups und am Ende der Wirtschaftsstandort. Bleibt es Absichtserklärung, war es ein weiteres Strategiepapier.
Quellen
| Quelle | Inhalt |
|---|---|
| Senatskanzlei Berlin (Pressemitteilung) | Beschluss aus der Senatssitzung vom 16. Juni 2026 |
| Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe | Deep Tech Berlin Agenda, Wirtschaftsförderung |
| Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege | Forschungspolitische Strategie |
Häufige Fragen zur Berlin Transfer Bridge
Was ist die Berlin Transfer Bridge?
Die Berlin Transfer Bridge (BTB) ist ein Rahmen des Berliner Senats, der Forschungsergebnisse schneller und effizienter in marktfähige Innovationen überführen soll – von der Idee über Schutzrechte bis zur Ausgründung.
Wer hat die Berlin Transfer Bridge eingebracht?
Die Senatorinnen Franziska Giffey (Wirtschaft, Energie und Betriebe) und Dr. Ina Czyborra (Wissenschaft, Gesundheit und Pflege) brachten die Vorlage am 16. Juni 2026 in den Senat ein.
Welche Prinzipien verfolgt die BTB?
Drei Leitprinzipien: schnell (kurze Entscheidungswege), fair (Partnerschaften auf Augenhöhe) und unternehmerisch (klare IP-Regeln und Beteiligungsmodelle).
Was ist mit Deep Tech gemeint?
Deep Tech bezeichnet forschungsintensive Technologien. Sie stehen im Fokus der BTB, weil sie als Treiber für Wirtschaftskraft, technologische Souveränität und gesellschaftliche Resilienz gelten.
Was soll die Berlin Transfer Bridge konkret bringen?
Schnellere Transferprozesse, mehr Spin-offs und eine engere Vernetzung von Hochschulen, Forschung und Wirtschaft, damit Berlin seine Position als Innovationsstandort festigt.
Wann wurde die BTB beschlossen?
Die Vorlage wurde in der Senatssitzung am 16. Juni 2026 eingebracht. Sie bildet den Rahmen für die weitere Umsetzung des Wissens- und Technologietransfers.
Unsere Einordnung
Die Idee ist richtig: Berlin forscht stark, verwertet aber zu zaghaft. Eine Brücke zwischen Labor und Markt kann genau diese Lücke schliessen – wenn sie mehr ist als ein Papier. Entscheidend werden klare Zuständigkeiten und faire IP-Regeln. Daran wird sich messen lassen, ob aus der schönen Vision echte Ausgründungen werden.
– Hannes Nagel, Wirtschafts- & Verkehrsredakteur, BerlinEcho
ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschliessend redaktionell überarbeitet und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion. Grundlage ist die offizielle Pressemitteilung des Landes Berlin vom 16. Juni 2026.





