Die BER Passagierzahlen sind im ersten Quartal 2026 um 1,4 Prozent auf 5,2 Millionen gesunken, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Dieser Rückgang stellt die Erholung des Flughafens infrage, da das Vorkrisenniveau von 2019 weiterhin unerreicht bleibt. Auch der Fracht- und Postverkehr verzeichnete mit einem Minus von 10,3 Prozent einen deutlichen Dämpfer, was die wirtschaftlichen Herausforderungen für den Standort unterstreicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Passagieraufkommen: Im ersten Quartal 2026 wurden 5,2 Millionen Passagiere am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) befördert.
- Rückgang im Jahresvergleich: Die Zahl der Fluggäste sank um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
- Flugbewegungen: Die Anzahl der Starts und Landungen ging um 5,9 Prozent auf 37.390 zurück.
- Internationaler Verkehr: 87,3 Prozent aller Passagiere reisten international, was die hohe Abhängigkeit von globalen Entwicklungen zeigt.
- Frachtverkehr: Das Fracht- und Postaufkommen verringerte sich deutlich um 10,3 Prozent auf 10.238 Tonnen.
Wie haben sich die BER Passagierzahlen im ersten Quartal 2026 entwickelt?
Die aktuellen BER Passagierzahlen für das erste Quartal 2026 signalisieren eine Verlangsamung der Erholung nach der Pandemie. Mit insgesamt 5,2 Millionen beförderten Fluggästen liegt der Flughafen 1,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals. Besonders alarmierend ist der Vergleich mit dem Rekordjahr 2019: Damals nutzten im selben Zeitraum noch 7,9 Millionen Passagiere die Berliner Flughäfen. Der Abstand zeigt, dass der Luftverkehrsstandort Berlin-Brandenburg noch weit von seiner früheren Stärke entfernt ist.
Parallel zum Passagierrückgang sank auch die Zahl der Flugbewegungen. Im ersten Quartal 2026 wurden 37.390 Starts und Landungen registriert, was einem Minus von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im ersten Quartal 2019 waren es noch 65.993 Flugbewegungen. Dieser anhaltende Rückgang wirkt sich direkt auf die Auslastung der Flughafeninfrastruktur sowie auf die Einnahmen aus Start- und Landegebühren aus.

Welche Rolle spielen der internationale Verkehr und das Frachtaufkommen am BER?
Ein Großteil des Flugverkehrs am BER ist international ausgerichtet. Im ersten Quartal 2026 entfielen 87,3 Prozent der Fluggäste auf den internationalen Verkehr, sei es als ankommende oder abfliegende Passagiere. Diese starke Abhängigkeit macht den Flughafen anfällig für globale wirtschaftliche Schwankungen, geopolitische Ereignisse oder geänderte Reisebestimmungen in anderen Ländern.

Auch der Fracht- und Postverkehr am BER verzeichnete einen spürbaren Rückgang. Im ersten Quartal 2026 wurden insgesamt 10.238 Tonnen Fracht und Post umgeschlagen. Dies stellt ein Minus von 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal dar. Der Rückgang im Frachtgeschäft ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass der Flughafen Berlin Brandenburg in mehreren Geschäftsbereichen mit Herausforderungen konfrontiert ist.
| Kennzahl | Q1 2026 | Vergleich Q1 2025 |
|---|---|---|
| Passagiere | 5,2 Millionen | -1,4 % |
| Flugbewegungen | 37.390 | -5,9 % |
| Fracht & Post | 10.238 Tonnen | -10,3 % |
| Internationaler Anteil | 87,3 % | – |
Was bedeuten die sinkenden Zahlen für den Wirtschaftsstandort Berlin?
Die Entwicklung am Flughafen Berlin Brandenburg ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Dynamik der Hauptstadtregion. Die aktuellen Zahlen zum Rückgang im Passagier- und Frachtverkehr deuten auf tiefere Probleme hin, die Berlins Anbindung an den internationalen Luftverkehr betreffen.
Der deutliche Abstand zu den 7,9 Millionen Passagieren aus dem ersten Quartal 2019 zeigt, dass der BER noch weit von einer vollständigen Erholung entfernt ist. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf den Tourismus, sondern auch auf den für Berlin essenziellen Geschäftsreiseverkehr. Gleichzeitig schwächt der Rückgang im Frachtverkehr um 10,3 Prozent die Rolle des Flughafens in globalen Lieferketten und kann auf eine allgemeine Abschwächung der Konjunktur hindeuten.

Auch die Flugbewegungen sind ein wichtiger Faktor. Der Rückgang um 5,9 Prozent bei einem geringeren Passagierrückgang von 1,4 Prozent legt zwar eine bessere Auslastung der einzelnen Flüge nahe, zeugt aber auch von einer insgesamt geringeren Frequenz und Konnektivität. Dies hat direkte Folgen für die Einnahmen des Flughafens und die Attraktivität des Standorts für Fluggesellschaften und Unternehmen.
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Häufige Fragen zu BER Passagierzahlen
Wie entwickelten sich die BER Passagierzahlen im ersten Quartal 2026?
Im ersten Quartal 2026 verzeichnete der Flughafen Berlin Brandenburg 5,2 Millionen Passagiere. Dies entspricht einem Rückgang von 1,4 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres. Diese Entwicklung zeigt, dass die Erholung des Luftverkehrs am BER weiterhin schleppend verläuft und das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht ist.
Welche Rolle spielt der internationale Verkehr bei den BER Passagierzahlen?
Der internationale Verkehr spielt eine dominierende Rolle bei den BER Passagierzahlen. Im ersten Quartal 2026 kamen 87,3 Prozent der Passagiere aus dem Ausland oder reisten ins Ausland. Diese hohe Quote bedeutet, dass der Flughafen stark von globalen Reiseentwicklungen und der internationalen Wirtschaftslage abhängig ist.
Wie hat sich der Fracht- und Postverkehr am BER entwickelt?
Der Fracht- und Postverkehr am Flughafen Berlin Brandenburg verzeichnete ebenfalls einen Rückgang. Im ersten Quartal 2026 wurden 10.238 Tonnen Fracht und Post befördert, was einem Minus von 10,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025 entspricht. Dies unterstreicht die Herausforderungen, denen sich der BER im gesamten Fluggeschäft stellen muss.
Warum bleiben die BER Passagierzahlen unter dem Vorkrisenniveau von 2019?
Die BER Passagierzahlen bleiben aus verschiedenen Gründen unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Dazu gehören die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie, veränderte Reisegewohnheiten, die Konkurrenz durch andere Verkehrsmittel sowie die allgemeine wirtschaftliche Lage. Die Zahlen zeigen, dass eine vollständige Erholung des Luftverkehrs noch aussteht.
Welche Auswirkungen hat der Rückgang am BER auf die Region Berlin-Brandenburg?
Der anhaltende Rückgang am BER hat diverse Auswirkungen auf die Region Berlin-Brandenburg. Er beeinflusst nicht nur die direkten Einnahmen des Flughafens und der ansässigen Unternehmen, sondern auch den Tourismus, den Geschäftsreiseverkehr und die allgemeine Attraktivität der Region als Wirtschaftsstandort. Eine schwächere Luftanbindung kann langfristig auch die Ansiedlung neuer Unternehmen beeinträchtigen.
Fazit
Die aktuellen BER Passagierzahlen für das erste Quartal 2026 zeichnen ein durchwachsenes Bild. Der Rückgang um 1,4 Prozent bei den Fluggästen und der noch deutlichere Einbruch im Frachtverkehr um 10,3 Prozent zeigen, dass der Flughafen Berlin Brandenburg weiterhin vor erheblichen Herausforderungen steht. Das Vorkrisenniveau von 2019 bleibt in weiter Ferne, was die Erholung des Luftverkehrsstandorts und damit auch die wirtschaftliche Anbindung der Hauptstadtregion bremst. Für Berliner und Brandenburger ist diese Entwicklung ein wichtiger Indikator, dessen weitere Beobachtung entscheidend sein wird, um die Position der Region im internationalen Wettbewerb zu bewerten. Die Zahlen mahnen zur Analyse der Ursachen, um gezielte Maßnahmen zur Stärkung des Flughafens zu ergreifen.
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