Wer die Baustellen Marzahn Gewerbegebiet im Frühling 2026 beobachtet, sieht ein rasantes Tempo: Auf dem Gelände des CleanTech Business Parks wachsen gleich zwei zukunftsweisende Immobilien in die Höhe. Zwischen der bestehenden Industrie und den wachsenden Wohnvierteln entsteht in Berlin-Marzahn ein neues Zentrum für grüne Technologien. Ich habe mir die Pläne für den B.I.G.-Campus und die Ucaneo-Anlage genauer angesehen – diese Bauprojekte verändern das wirtschaftliche Profil des gesamten Bezirks massiv.
- Die offizielle Grundsteinlegung für beide Projekte fand am 11. September 2025 statt.
- Der B.I.G.-Neubau bietet 5.300 Quadratmeter Nutzfläche, verteilt auf vier Etagen.
- Die Ucaneo-Anlage filtert künftig rund 150 Tonnen CO₂ pro Jahr direkt aus der Luft.
- Die Fertigstellung und Inbetriebnahme beider Gebäude ist für das Jahr 2026 vertraglich geplant.
🏗️ Der B.I.G.-Campus wächst in die Höhe
Der bestehende Campus der Berlin.Industrial.Group (B.I.G.) im CleanTech Business Park umfasst bereits rund fünf Hektar. Hier arbeiten Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik, Maschinenbau, Energie und Umweltschutz. Nun wird das Areal massiv verdichtet: Ein neues Büro- und Produktionsgebäude mit vier Geschossen und rund 5.300 Quadratmetern Fläche entsteht.
Ein zentraler Nutzer des Neubaus wird das größte B.I.G.-Unternehmen Scansonic sein, ein international agierender Anbieter von Lasertechnologie. Der Campus soll jedoch mehr bieten als reine Produktionsflächen. Er ist als Raum für den direkten Austausch zwischen etablierten Firmen und jungen Startups konzipiert.
Dr. Jan-Marc Lischka, Geschäftsführender Direktor der B.I.G. Holding, erklärte anlässlich der Grundsteinlegung (September 2025): „Der Neubau markiert einen Meilenstein auf unserem B.I.G.-Campus. Damit schaffen wir ein Ökosystem, in dem Weltmarktführer und junge Unternehmen Seite an Seite an technologischen Durchbrüchen arbeiten.“
🌱 Ucaneo filtert CO₂ direkt aus der Berliner Luft
Parallel zur B.I.G.-Erweiterung errichtet das Startup Ucaneo Biotech in unmittelbarer Nachbarschaft eine hochmoderne Anlage. Ihre einzige Aufgabe: CO₂ direkt aus der Umgebungsluft zu filtern. Der Neubau dient als Demonstrationsanlage für die sogenannte Direct-Air-Capture-Technologie (DAC) und wird mit Hilfe elektrochemischer Systeme betrieben.
Mit einer Kapazität von rund 150 Tonnen gefiltertem CO₂ pro Jahr gehört sie zu den größten Anlagen dieser Art in Europa. Die Inbetriebnahme ist für 2026 fest eingeplant, wobei Ucaneo langfristig bereits eine noch größere Anlage ab 2028 anvisiert.
Florian Tiller, CEO von Ucaneo Biotech, formulierte das Ziel bei Baubeginn (September 2025) klar: „Mit dem Neubau legen wir das Fundament, unsere Direct-Air-Capture-Technologie zur CO₂-Entfernung aus der Luft weiter zu optimieren und in den industriellen Maßstab zu bringen. So skalieren wir eine der weltweit kosten- und energieeffizientesten DAC-Technologien und liefern eine wichtige Lösung zur Dekarbonisierung der Industrie und Gesellschaft.“
🏢 Architektur und Nachhaltigkeit im Fokus
Beide Projekte setzen auf ökologisches Bauen. Das Gebäude der B.I.G. wird in Holzhybridbauweise errichtet, was erhebliche Mengen an CO₂ im Vergleich zu reinem Betonbau einspart und die Energiebilanz des Gebäudes drastisch verbessert. Ergänzt wird das Energiekonzept durch Luftwärmepumpen, Bauteilaktivierung zur Kühlung und Heizung sowie großflächige Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach.
Auch optisch hebt sich das Ucaneo-Gebäude von klassischen Gewerbehallen ab. Der verantwortliche Projektentwickler Vollack entwarf eine monolithische Form mit einem markanten Sheddach, einer hellen Fassade und einem transluzenten Sockel. Das Gebäude soll bewusst wie ein technisches Objekt wirken und Innovation auch nach außen hin sichtbar machen.
| Bauprojekt | Nutzung & Fokus | Kapazität / Fläche |
|---|---|---|
| B.I.G.-Campus Neubau | Büro & Produktion (Holzhybrid) | 5.300 m² auf 4 Etagen |
| Ucaneo-Anlage | CO₂-Filterung (Direct-Air-Capture) | 150 Tonnen CO₂ pro Jahr |
📊 Was die Baustellen Marzahn Gewerbegebiet für den Bezirk bedeuten
Wenn man die Baustellen Marzahn Gewerbegebiet analysiert, zeigt sich ein klarer strategischer Wandel. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf wächst derzeit stark durch neuen Wohnraum. Während an der Jan-Petersen-Straße aktuell ein neues Wohngebiet mit 444 Mietwohnungen entsteht (Fertigstellung bis 2028), müssen auch die Arbeitsplätze vor Ort gesichert und modernisiert werden.

Mit dem Ausbau im CleanTech Marzahn entsteht ein neuer Schwerpunkt für grüne Technologien. Diese stärkere Vernetzung von Wirtschaft und Forschung bringt nicht nur neue Unternehmen in den Osten der Stadt, sondern schafft hochqualifizierte Arbeitsplätze. Der Bezirk emanzipiert sich damit weiter von seinem Image als reine Wohnstadt und positioniert sich als Motor für die nachhaltige Berliner Industrie.
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Welche Projekte entstehen auf den Baustellen Marzahn Gewerbegebiet?
Auf den Baustellen Marzahn Gewerbegebiet im CleanTech Park werden aktuell zwei Großprojekte realisiert: Ein neues Büro- und Produktionsgebäude für die Berlin.Industrial.Group (B.I.G.) sowie eine Demonstrationsanlage zur CO₂-Filterung des Startups Ucaneo.
Wann sind die neuen Gebäude im CleanTech Park fertig?
Die Grundsteinlegung für beide Projekte fand im September 2025 statt. Die Fertigstellung und offizielle Inbetriebnahme sowohl des B.I.G.-Neubaus als auch der Ucaneo-Anlage ist für das Jahr 2026 vertraglich vorgesehen.
Was macht die neue Ucaneo-Anlage in Marzahn?
Die Anlage des Berliner Startups Ucaneo nutzt die sogenannte Direct-Air-Capture-Technologie. Mit Hilfe elektrochemischer Systeme filtert sie künftig rund 150 Tonnen CO₂ pro Jahr direkt aus der Umgebungsluft und macht Innovation im Klimaschutz greifbar.
Wer zieht in den neuen B.I.G.-Campus ein?
Ein zentraler Nutzer der neuen 5.300 Quadratmeter großen Gewerbeflächen wird das Unternehmen Scansonic sein, ein Spezialist für Lasertechnologie. Zudem bietet der Campus gezielt Platz für Startups, um die Vernetzung von etablierter Industrie und jungen Firmen zu fördern.
Warum ist die Holzhybridbauweise auf den Baustellen Marzahn Gewerbegebiet wichtig?
Die Holzhybridbauweise auf den Baustellen Marzahn Gewerbegebiet reduziert den CO₂-Ausstoß beim Bau im Vergleich zu reinen Betongebäuden massiv. In Kombination mit Luftwärmepumpen und Photovoltaik sorgt dies für eine hervorragende und zukunftsweisende Energiebilanz der neuen Immobilien.
🏁 Fazit: Grüne Industrie für den Berliner Osten
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🏠 Über die Autorin: Ida Nagel – Redakteurin Gesellschaft & Wohnen
Ich bin oft im Berliner Osten unterwegs und verfolge die Entwicklung rund um die Wolfener Straße genau. Dass hier im CleanTech Park echte Klimatechnologie statt reiner Logistikhallen entsteht, wertet den gesamten Bezirk Marzahn-Hellersdorf massiv auf.
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