Berliner Wärmekarten: Adresse prüfen, Webinar am 12. Oktober
Inhalt (6 Abschnitte)
Der Berliner Wärmeplan 2026 umfasst mehr als 30 Wärmekarten, die zeigen, wo Wärmenetze bestehen oder ausgebaut werden sollen. Über die Adresssuche lässt sich prüfen, welchem Versorgungsgebiet ein Gebäude zugeordnet ist. Ein kostenloses Webinar erklärt die Karten am Montag, 12. Oktober 2026, von 17:00 bis 18:30 Uhr.
Wer in Berlin ein Haus besitzt und über eine neue Heizung nachdenkt, kann seit dem Berliner Wärmeplan 2026 nachsehen, was an seiner Adresse perspektivisch möglich ist. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat die Ergebnisse als Karten aufbereitet und lädt zu einem Webinar ein. Die Karten sind eine Orientierung, keine Vorgabe: Welche Heizung die richtige ist, entscheiden weiterhin die Eigentümerinnen und Eigentümer.
- Termin: , 17:00 bis 18:30 Uhr, per Zoom.
- Kosten: keine, das Webinar gehört zur Aktionswoche „Berlin spart Energie“.
- Umfang: mehr als 30 Karten zu Versorgungsgebieten, Bestand und Potenzialen.
- Zielgruppe: vor allem Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden.
Was zeigen die Berliner Wärmekarten?
Die Karten gehören zum Wärmeplan, den der Senat als Orientierung für eine klimaneutrale, bezahlbare und zuverlässige Wärmeversorgung bis 2045 vorgelegt hat. Sie ordnen sich in drei Themenbereiche: voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete, Bestandsanalyse und Potenzialanalyse. Grundlage sind die Daten des Wärmekatasters Berlin und die Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes.
| Kartengruppe | Was sie zeigt |
|---|---|
| Voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete | Einteilung des Stadtgebiets für 2025 (Status quo), 2030, 2035, 2040 und 2045 |
| Bestandsanalyse | Wärmeverbrauch und Gebäudestrukturen als Ausgangslage |
| Potenzialanalyse | Möglichkeiten für Geothermie, Solarthermie und Abwärme |
Wie finde ich heraus, was an meiner Adresse gilt?
Die Adresssuche der Wärmekarten gibt eine erste Einschätzung, welchem Wärmeversorgungsgebiet ein Gebäude zugeordnet ist. Daraus lässt sich ablesen, welche Versorgungsoptionen dort perspektivisch infrage kommen: ein Wärmenetz, das in der Nähe ausgebaut werden soll, oder eher eine dezentrale Lösung im Haus. Die Karten zu den Zwischenjahren 2030 bis 2040 zeigen, wie sich die Einteilung bis zum Zieljahr 2045 entwickeln soll.
Eine verbindliche Zusage für ein einzelnes Haus ergibt sich daraus nicht. Die Senatsverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass der Wärmeplan keine individuelle Energieberatung ersetzt. Eine solche Beratung bleibe sinnvoll, um Dämmung, Anlagentechnik und die passende Wärmeerzeugung zusammen zu bewerten. Dort gibt es auch aktuelle Informationen zu Förderprogrammen und deren Konditionen.
Was lernst du im Webinar am 12. Oktober?
Die Senatsverwaltung erklärt die Karten Schritt für Schritt und lässt die Teilnehmenden sie ausprobieren. Es geht unter anderem darum, ob für dein Gebäude eine Erd-Wärmepumpe infrage kommt, wie du an einen Wärmenetzanschluss kommst und welche Wärmequellen es in deinem Wohngebiet grundsätzlich gibt. Das Webinar läuft über Zoom, die Zugangsdaten bekommst du nach der Anmeldung auf der Seite der Veranstaltung.
Wie hängt das mit deinen Heizkosten zusammen?
Ob ein Haus an ein Wärmenetz angeschlossen werden kann, wirkt sich auf die Kosten der kommenden Jahre aus. Welche Posten im Winter 2026/27 auf Mieterinnen, Mieter und Eigentümer zukommen, erklärt BerlinEcho im Überblick zu den Heizkosten in Berlin. Wie die Stadt bei der Wärmewende im Ländervergleich steht, zeigt unser Bericht über das Greenpeace-Ranking zur Wärmewende.
Wie es weitergeht
Das Webinar ist der nächste feste Termin: Montag, 12. Oktober 2026, 17:00 Uhr. Die Karten selbst stehen auf den Seiten der Senatsverwaltung dauerhaft bereit und lassen sich jederzeit ohne Anmeldung öffnen.
Quellen
- Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: Kostenfreies Webinar am 12. Oktober (8. Oktober 2026)
- Berliner Wärmekarten (Senatsverwaltung)
- Berliner Wärmeplan 2026 (Senatsverwaltung)
- Veranstaltungsseite zum Webinar „Einblick Wärmekarten“
Ida Nagel
Redakteurin Gesellschaft & Wohnen
Hallo, ich bin Ida, und bei BerlinEcho bin ich zuständig für Gesellschaft und Wohnen – also für die Themen, die im Alltag meiner Mitmenschen am meisten präsent sind: Wo finde ich eine Wohnung, die ich mir leisten kann? …
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