Truly Naked, das Langfilmdebüt der Regisseurin Muriel d’Ansembourg, feierte seine Weltpremiere am 16. Februar 2026 in der Sektion Perspectives der Berlinale – seit dem 11. Juni 2026 läuft der Film in den deutschen Kinos. Die Coming-of-Age-Geschichte erzählt von Alec, einem Teenager, dessen Vater in der Amateur-Pornobranche arbeitet, und seiner Beziehung zu Nina. Im Kern fragt der Film, was echte Nähe ausmacht – jenseits inszenierter Oberflächen.
📑 Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Truly Naked ist das Spielfilmdebüt von Muriel d’Ansembourg.
- Weltpremiere: 16. Februar 2026 in der Berlinale-Sektion Perspectives (76. Berlinale).
- Produktion: Niederlande, Belgien, Frankreich 2026; englischsprachig, 102 Minuten.
- Themen: Sexualität, Intimität, Erwachsenwerden und die Pornoindustrie.
- Kinostart in Deutschland: 11. Juni 2026. Der Film richtet sich an ein erwachsenes Publikum.
Truly Naked: Darum geht es im Film

Truly Naked erzählt von Alec (Caolán O’Gorman), einem Teenager, der hinter der Kamera der selbstgemachten Pornoproduktion seines Vaters Dylan (Andrew Howard) aufwächst. Als Alec sich in Nina verliebt, prallen zwei Welten aufeinander: die inszenierte Sexualität des Familienbetriebs und die Suche nach echter, verletzlicher Nähe.
Der Film verhandelt Übersexualisierung, feministische Fragen und das Erwachsenwerden, ohne einfache Antworten zu geben. Eine wichtige Rolle spielt die Annäherung zwischen Nina und der Darstellerin Lizzie (Alessa Savage), die über ein gemeinsames feministisches Bewusstsein verbunden sind. Thematisch wird der Film mit Frank Wedekinds Drama «Frühlings Erwachen» verglichen – wegen der Auseinandersetzung mit sexueller Neugier und Tabu.
| Steckbrief | Truly Naked |
|---|---|
| Regie & Buch | Muriel d’Ansembourg |
| Sektion | Perspectives, Berlinale 2026 (Weltpremiere) |
| Land / Jahr | Niederlande, Belgien, Frankreich 2026 |
| Sprache / Länge | Englisch, 102 Minuten, Farbe |
| Hauptdarsteller | Caolán O’Gorman, Andrew Howard, Alessa Savage |
| Kinostart Deutschland | 11. Juni 2026 |
Muriel d’Ansembourg: Die Regisseurin hinter dem Debüt
Mit Truly Naked legt Muriel d’Ansembourg ihren ersten Langfilm vor. Die Filmemacherin ist Absolventin der London Film School; ihr Mentor war Regisseur Paweł Pawlikowski. Schon ihre Kurzfilme liefen auf zahlreichen Festivals – ihr Abschlussfilm «Good Night» wurde für einen BAFTA nominiert.
Die Idee zum Film entstand laut d’Ansembourg aus dem Bild eines jungen Menschen hinter der Kamera. Daraus entwickelte sie eine Auseinandersetzung mit dem Erleben Jugendlicher im Umfeld von Mainstream-Pornografie. Ihr eigener Anspruch: ein Film, der sich «mit Bedacht» in unbequemes Terrain wagt und einlädt, den Figuren ohne Vorurteile nahezukommen.
Was die Berlinale-Sektion Perspectives bedeutet
Die Sektion Perspectives ist die Bühne der Berlinale für Debüt- und Nachwuchsfilme. Sie ging aus der früheren «Perspektive Deutsches Kino» hervor und stellt neue Talente sowie innovative Projekte aus aller Welt vor. Für ein Erstlingswerk wie dieses ist sie das ideale Schaufenster.
Die Berlinale gehört zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt und ist ein kultureller Höhepunkt im Berliner Veranstaltungskalender. Wer die Stadt im Februar erlebt, kennt den Trubel rund um den Berlinale-Palast am Potsdamer Platz. Mehr zur jüngsten Ausgabe findest du in unserer Berlinale-Übersicht.
Wie die Kritik auf Truly Naked reagiert hat
Die Resonanz war überwiegend wohlwollend, aber nicht unkritisch. Mehrere Rezensionen beschrieben den Film als ebenso einfühlsam wie offen – ein Coming-of-Age-Drama, das die Pornobranche nicht bloss als Kulisse, sondern als Teil der Sozialisation seines Protagonisten begreift. Gelobt wurde besonders die klug geschriebene Beziehung zwischen Nina und Lizzie.
Zugleich verwiesen Kritikerinnen darauf, dass der Film viele Themen anreisst, ohne sie alle aufzulösen, und dass einzelne Szenen als grenzwertig diskutiert wurden. Der Film sucht bewusst das Unbequeme – genau das macht ihn zu einem Gesprächsstoff über aktuelle Filmdebatten hinaus.
Wann und wo du Truly Naked sehen kannst
Seit dem 11. Juni 2026 läuft der Film regulär in den deutschen Kinos, darunter voraussichtlich die Berliner Programmkinos, die Festival- und Arthouse-Titel zeigen. Der Film ist englischsprachig und richtet sich aufgrund seiner Themen an ein erwachsenes Publikum.
Wer den Berlinale-Jahrgang 2026 nachholen möchte, findet in der Sektion Perspectives weitere sehenswerte Debüts. Für aktuelle Spielzeiten lohnt der Blick in die Programme der lokalen Häuser.
Im Februar 2026 feierte Truly Naked bei der 76. Berlinale in der Sektion Perspectives Weltpremiere, seit dem 11. Juni läuft das Debüt von Muriel d’Ansembourg im Kino. Was den Film über den Festivalmoment hinaus bedeutsam macht, ist sein Mut zur Ambivalenz: Statt die Pornoindustrie nur zu verurteilen oder zu verklären, fragt er nach echter Nähe in einer übersexualisierten Welt. Gerade in Berlin, wo die Berlinale Jahr für Jahr genau solche unbequemen Stoffe sucht, ist das ein Film, über den sich zu streiten lohnt.
Quellen
| Quelle | Inhalt |
|---|---|
| Berlinale | Offizieller Programmeintrag, Cast und Sektion |
| Cineuropa | Filmkritik und Einordnung |
| Filmlöwin | Deutschsprachige Besprechung der Berlinale 2026 |
Häufige Fragen zu Truly Naked
Worum geht es in Truly Naked?
Der Film erzählt vom Teenager Alec, dessen Vater in der Amateur-Pornobranche arbeitet, und seiner Beziehung zu Nina. Im Zentrum steht die Frage nach echter Nähe und Authentizität jenseits inszenierter Sexualität.
Wer hat den Film gedreht?
Regie und Drehbuch stammen von Muriel d’Ansembourg. Es ist ihr Spielfilmdebüt; zuvor wurde ihr Kurzfilm «Good Night» für einen BAFTA nominiert.
In welcher Sektion lief der Film bei der Berlinale 2026?
Truly Naked feierte am 16. Februar 2026 in der Sektion Perspectives seine Weltpremiere – der Berlinale-Reihe für Debüt- und Nachwuchsfilme.
Wann ist der Kinostart in Deutschland?
Truly Naked startete am 11. Juni 2026 in den deutschen Kinos. Der Film ist englischsprachig und auf ein erwachsenes Publikum ausgerichtet.
Wer spielt mit?
In den Hauptrollen sind unter anderem Caolán O’Gorman (Alec), Andrew Howard (Vater Dylan) und Alessa Savage (Lizzie) zu sehen.
Ist der Film sehenswert?
Die Kritik war überwiegend positiv und lobte vor allem die feinfühlige Figurenzeichnung. Der Film fordert sein Publikum heraus und verzichtet auf einfache Antworten.
Unsere Einordnung
Ein Debüt, das sich etwas traut: Truly Naked stellt unbequeme Fragen, ohne die Antworten gleich mitzuliefern. Das ist anstrengend – und genau deshalb wertvoll. Wer Kino sucht, das nachdenken statt nur konsumieren lässt, ist hier richtig. Kein leichter Stoff, aber einer, der hängenbleibt.
– Ariane Nagel, Kultur- & Meinungsredakteurin, BerlinEcho
ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschliessend redaktionell überarbeitet und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion. Angaben zu Besetzung, Sektion und Kinostart beruhen auf dem offiziellen Berlinale-Programm und Filmkritiken.





