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Klosterstraße

Die Spandauer Klosterstraße führt vom Bahnhof Spandau nach Süden. Ihr Name erinnert an ein Nonnenkloster von 1239, mit der Fußgängerzone hat sie nichts zu tun.

Inhalt (9 Abschnitte)
  1. Wo verläuft die Klosterstraße in Spandau?
  2. Woher hat die Klosterstraße ihren Namen?
  3. Ist die Klosterstraße die Fußgängerzone der Spandauer Altstadt?
  4. Welche Baudenkmale stehen an der Klosterstraße?
  5. Was liegt sonst an der Klosterstraße?
  6. Wie kommst du zur Klosterstraße?
  7. Welche Klosterstraße liegt in Mitte?
  8. Häufige Fragen zur Klosterstraße
  9. Quellen

Die Klosterstraße liegt im Berliner Ortsteil Spandau und hat die Postleitzahl 13581. Die Straße führt von der Seegefelder Straße am Altstädter Ring nach Süden bis zur Wilhelmstraße und Seeburger Straße. Den Namen trägt sie seit 1878, er erinnert an ein 1239 gegründetes Benediktinerinnenkloster. Die Fußgängerzone der Altstadt ist die Carl-Schurz-Straße.

Die Klosterstraße in Spandau ist eine Verkehrsstraße westlich der Havel, keine Altstadtgasse. Nach dem Straßenverzeichnis von Kauperts beginnt sie an der Seegefelder Straße, dem Altstädter Ring und dem Stabholzgarten und endet an der Wilhelmstraße und der Seeburger Straße. Am Nordende liegen der Bahnhof Spandau, das Einkaufszentrum Spandau Arcaden mit der Adresse Klosterstraße 3 und in Sichtweite das Rathaus. Nach Süden folgen Mietshäuser aus der Zeit um 1910 und eine Villa von 1911. Die Hausnummern reichen von 3 bis 43.

  • Verlauf: Seegefelder Straße, Altstädter Ring und Stabholzgarten bis Wilhelmstraße und Seeburger Straße
  • Ortsteil und Bezirk Spandau, Postleitzahl 13581, Hausnummern 3 bis 43
  • Name seit 1878, nach dem 1239 gegründeten Benediktinerinnenkloster
  • Bahnhof Spandau und U-Bahnhof Rathaus Spandau am Nordende
  • Nicht zu verwechseln mit der Carl-Schurz-Straße in der Altstadt und der Klosterstraße in Mitte

Wo verläuft die Klosterstraße in Spandau?

Die Klosterstraße beginnt im Norden an der Kreuzung mit Seegefelder Straße, Altstädter Ring und Stabholzgarten, direkt am Bahnhof Spandau. Kauperts führt die Seegefelder Straße spiegelbildlich als Straße, die an der Klosterstraße beginnt und nach Nordwesten führt. Von dort verläuft die Klosterstraße nach Süden, trifft auf den Brunsbütteler Damm und endet an Wilhelmstraße und Seeburger Straße.

Die Hausnummern folgen dem Hufeisenprinzip: Die Nummern 3 bis 20 laufen auf der einen Seite nach Süden, die Nummern 23 bis 43 auf der anderen Seite zurück. Für die Polizei ist die Straße geteilt. Die Nummern 3 bis 4 und 33 bis 42 gehören laut Kauperts zum Abschnitt A 21, die Nummern 5 bis 32 zum Abschnitt A 23. Amtsgericht, Grundbuchamt, Finanzamt, Jobcenter und Arbeitsagentur sind für die ganze Straße die Spandauer Stellen.

Woher hat die Klosterstraße ihren Namen?

Die Klosterstraße ist nach einem Benediktiner-Nonnenkloster benannt, das 1239 in Spandau gegründet wurde. Nach der Spandauer Zeittafel von Kröning stifteten es die askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. Das Kloster lag laut Kauperts zwischen der Havel und der heutigen Klosterstraße. Nach der Reformation wurde es aufgehoben und 1626 abgebrochen. Nach dem Kloster heißen das Gebiet Klosterfelde und die Straße.

Den heutigen Namen trägt die Straße nach Kauperts seit 1878. Um dieselbe Zeit bekam auch die benachbarte Seegefelder Straße ihren amtlichen Namen, an ihr setzte die Bebauung nach 1870 ein. Wie Berliner Straßen generell zu ihren Namen kamen, erklärt unser Beitrag über Berliner Straßennamen und ihre Herkunft.

Ist die Klosterstraße die Fußgängerzone der Spandauer Altstadt?

Die Klosterstraße ist nicht die Fußgängerzone der Spandauer Altstadt. Die zentrale Einkaufsstraße dort ist nach berlin.de die Carl-Schurz-Straße zwischen Altstädter Ring und Juliusturm. Die Verwechslung hat einen historischen Grund: Die heutige Carl-Schurz-Straße hieß früher selbst Klosterstraße. Die Kröning-Zeittafel verzeichnet für 1581 den Bau des Lynarschen Schlosses «in der Klosterstraße (jetzt Carl-Schurz-Str.)». Dieselbe Zeittafel nennt für die Stadtbefestigung auch ein Klostertor.

Auch die St.-Nikolai-Kirche am Reformationsplatz und der Spandauer Weihnachtsmarkt gehören zur Altstadt und nicht zur heutigen Klosterstraße. Termine für den Spandauer Weihnachtsmarkt findest du in unserer Übersicht der Berliner Weihnachtsmärkte.

Welche Baudenkmale stehen an der Klosterstraße?

An der Klosterstraße sind laut Denkmaldatenbank zwei Einträge zu finden: ein Ensemble von Mietshäusern und eine Villa. Beide stammen aus den Jahren kurz vor dem Ersten Weltkrieg, als Spandau noch eine eigenständige Stadt war.

Baudenkmale an der Klosterstraße in Spandau (Stand: 29. September 2026, Quelle: Denkmaldatenbank Berlin)
Hausnummer Bau Bauzeit Hinweis
5–11 Mietshäuser (Ensemble mit Altonaer Straße 2, Borkumer Straße 1 und 20, Brunsbütteler Damm 1) um 1910 Entwurf möglicherweise Adolf Steil
17–18 Villa Schulte 1911 Bauherr Gutsbesitzer Otto Schulte

Zum Mietshaus-Ensemble verweist die Denkmaldatenbank auf eine Artikelserie im Spandauer Volksblatt vom September 1966 mit dem Titel «Klosterstraße. Verkehrsweg mit Vergangenheit». Die Villa Schulte ist als Villa und Wohnhaus eingetragen.

Was liegt sonst an der Klosterstraße?

Am Nordende der Klosterstraße steht direkt am Bahnhof das Einkaufszentrum Spandau Arcaden mit der Adresse Klosterstraße 3. Die Straße war zudem ein Behördenstandort: Nach dem Spandauer Online-Reiseführer von Ralf Salecker zog das Postamt 1980 aus der Altstadt in einen Neubau an der Klosterstraße, 2011 folgten Teile des Gesundheitsamts Spandau.

Für den Busverkehr nennt Kauperts bei der Klosterstraße die Linien X33, M32, M37, M45, 130, 134, 135, 136, 137, 236, 237, 337, 638, 639 und 671.

Wie kommst du zur Klosterstraße?

Am schnellsten erreichst du die Klosterstraße mit der Bahn: Am Nordende liegen der Bahnhof Spandau und der U-Bahnhof Rathaus Spandau. Nach der Haltestellenübersicht von berlin.de halten am Bahnhof Spandau die S-Bahn-Linien S3 und S9 sowie die Regionalzüge RE2, RE4, RE6, RE8, RB10, RB14 und RB21, am Rathaus Spandau endet die U7. Was der Bahnhof sonst bietet, steht in unserem Beitrag zum Bahnhof Berlin-Spandau.

Welche Klosterstraße liegt in Mitte?

Die Klosterstraße in Mitte ist eine eigene Straße mit der Postleitzahl 10179 und dem U-Bahnhof Klosterstraße der U2. Nach Kauperts führt sie von der Grunerstraße bis zum Rolandufer und heißt nach dem Franziskanerkloster, dem Grauen Kloster, seit der Zeit nach 1700. Dort hat unter anderem das Landesdenkmalamt Berlin seinen Sitz, Klosterstraße 47. Zu Planungen in der Umgebung lies unseren Beitrag zum Bebauungsplan am Molkenmarkt.

Häufige Fragen zur Klosterstraße

Welche Postleitzahl hat die Klosterstraße in Spandau?

Die Klosterstraße in Spandau hat die Postleitzahl 13581. Die Hausnummern reichen laut Kauperts von 3 bis 43: Die Nummern 3 bis 20 liegen auf der einen Seite, die Nummern 23 bis 43 laufen auf der anderen Seite zurück.

Ist die Klosterstraße Teil der Spandauer Altstadt?

Nein. Die heutige Klosterstraße liegt außerhalb der Altstadt zwischen Bahnhof Spandau und Wilhelmstraße. Die Einkaufsstraße in der Altstadt ist die Carl-Schurz-Straße. Die Carl-Schurz-Straße hieß früher allerdings selbst Klosterstraße, deshalb werden beide Straßen oft verwechselt.

Woher hat die Klosterstraße ihren Namen?

Der Name erinnert an ein Benediktiner-Nonnenkloster, das 1239 in Spandau gegründet wurde und zwischen der Havel und der heutigen Klosterstraße lag. Nach der Reformation wurde es aufgehoben und laut Kauperts 1626 abgebrochen. Nach dem Kloster heißen auch das Gebiet Klosterfelde und die Klosterstraße, die diesen Namen seit 1878 trägt.

Welche Bahnhöfe liegen an der Klosterstraße?

Am Nordende der Klosterstraße liegen der Bahnhof Spandau mit S-Bahn, Regional- und Fernverkehr und der U-Bahnhof Rathaus Spandau der U7. Beide sind nach berlin.de rund 200 Meter von den Spandau Arcaden an der Klosterstraße 3 entfernt.

Wo liegt die Klosterstraße in Mitte?

Die Klosterstraße in Mitte ist eine andere Straße. Die Straße hat die Postleitzahl 10179, führt von der Grunerstraße bis zum Rolandufer und hat einen eigenen U-Bahnhof der U2. Der Name geht auf das Franziskanerkloster zurück, das Graue Kloster.

Quellen

Namensgebung

Namensgeber
Benediktinerinnenkloster St. Marien
Ort / Geografie
Benennung
1878
Hintergrund
Benannt nach dem 1239 gegründeten Benediktiner-Nonnenkloster, das zwischen Havel und heutiger Klosterstraße lag. Es wurde nach der Reformation aufgehoben und 1626 abgebrochen.

Quellen

  1. Klosterstraße im Berliner Straßenlexikon des Kauperts · Web
  2. Gotisches Haus Spandau - Stadtmuseum Berlin · Web
  3. Altstadt Spandau auf berlin.de · Web
  4. Benediktinerinnenkloster St. Marien (Spandau) · Web