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Hohenzollerndamm: Verlauf, Lage und Anbindung

Von der Bundesallee zur Clayallee: Verlauf, Namensgeschichte, Fehrbelliner Platz, Baudenkmale und Anbindung der Magistrale in Wilmersdorf.

Inhalt (8 Abschnitte)
  1. Wo verläuft der Hohenzollerndamm?
  2. Warum heißt der Hohenzollerndamm so?
  3. Welche Baudenkmale stehen am Hohenzollerndamm?
  4. Was steht am Fehrbelliner Platz?
  5. Was prägt den Hohenzollerndamm in Schmargendorf?
  6. Wie kommst du mit Bus und Bahn zum Hohenzollerndamm?
  7. Häufige Fragen zum Hohenzollerndamm
  8. Quellen

Der Hohenzollerndamm ist eine Hauptstraße im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Er führt von der Bundesallee am U-Bahnhof Spichernstraße nach Südwesten bis zur Clayallee und berührt Wilmersdorf, Halensee, Schmargendorf und Grunewald. Die Hausnummern reichen von 1 bis 212, den heutigen Namen trägt die Straße seit etwa 1900.

Die Straße ist so etwas wie ein Architektur-Lehrpfad durch das 20. Jahrhundert: eine Kirche von Fritz Höger, ein Wohnhaus von Hans Scharoun, die Verwaltungsbauten am Fehrbelliner Platz, dazu ein Pumpwerk von 1906 und ein Bahnhof von 1910. Gleichzeitig ist er eine der großen Verbindungen aus der westlichen Innenstadt Richtung Grunewald. Hier erfährst du, wo die Straße genau verläuft, warum sie nach den Hohenzollern heißt, welche Baudenkmale an ihr stehen und mit welchen Linien du hinkommst.

Wo verläuft der Hohenzollerndamm?

Die Straße beginnt an der Kreuzung von Bundesallee und Nachodstraße und endet an der Einmündung von Clayallee und Bernadottestraße. So beschreibt es Kauperts Straßenführer. Dazwischen quert er den Hohenzollernplatz, den Fehrbelliner Platz, die Ringbahn am S-Bahnhof Hohenzollerndamm und das Roseneck.

Die Hausnummern laufen in Hufeisenform: stadtauswärts von 2 bis 97, auf der Gegenseite von 99 bis 212 zurück. Vier Ortsteile teilen sich die Straße, entsprechend gibt es drei Postleitzahlen. Laut Kauperts gehören die Nummern 2 bis 25 und 189 bis 212 zu 10717 Wilmersdorf, 27 bis 47 und 156 bis 187 zu 10713 Wilmersdorf, die 48 zu 10713 Halensee, 50 bis 94 und 99 bis 152 zu 14199 Schmargendorf und 95 bis 97 zu 14199 Grunewald. Die ganze Straße liegt im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Warum heißt der Hohenzollerndamm so?

Der Hohenzollerndamm ist nach den Hohenzollern benannt, dem Herrscherhaus der brandenburgischen Kurfürsten, der preußischen Könige und von 1871 bis 1918 der deutschen Kaiser. Nach Kauperts ist die Dynastie seit 1061 als Zollern nachgewiesen. 1415 und 1417 wurde die fränkische Linie mit Brandenburg und der Kurwürde belehnt, 1701 kam die Königswürde hinzu, und nach der Novemberrevolution 1918 verzichteten Wilhelm II. und der Kronprinz auf alle Herrscherrechte.

Der Straßenzug ist älter als sein Name. Um 1875 hieß ein Teil Grunewaldstraße, ab 1892 Reissnerstraße. Als er um 1900 seinen heutigen Namen erhielt, reichte er nur von der heutigen Clayallee bis zur Ringbahn. Erst am wurde er nach Nordosten bis zur heutigen Bundesallee verlängert. Dafür wurden ein Teil der Nachodstraße, die Preußische Straße und der Berliner Platz einbezogen.

Welche Baudenkmale stehen am Hohenzollerndamm?

Die Denkmaldatenbank des Landesdenkmalamts listet für die Straße 28 Einträge (Stand 29.09.2026). Am nordöstlichen Ende steht das Wasser- und Pumpwerk an der Nummer 208, 1906 nach Entwurf von Hermann Müller gebaut, samt Maschinenhaus und Beamtenwohnhaus. Schräg gegenüber, an den Nummern 202 und 203, steht die evangelische Kirche am Hohenzollernplatz – ein Bau von Fritz Höger aus den Jahren 1930 bis 1933, zu dem auch Pfarrhaus und Wohnhaus gehören.

Weiter südwestlich lohnt ein Blick auf den Bau an den Nummern 35 bis 36: Hans Scharoun entwarf ihn 1929 und 1930 gemeinsam mit dem Baugeschäft Georg Jacobowitz als Mietshaus mit Ledigenwohnheim. Auch die russisch-orthodoxe Kathedrale liegt an der Straße. Die Denkmaldatenbank datiert den Entwurf von Karl Schellberg auf 1936 und den Bau auf 1937; Bauherr war das Reichs- und Preußische Ministerium für kirchliche Angelegenheiten.

Was steht am Fehrbelliner Platz?

Der Fehrbelliner Platz ist der markanteste Abschnitt der Straße, geprägt von Verwaltungsbauten der 1930er und 1940er Jahre. Das Eckhaus Fehrbelliner Platz 1 / Hohenzollerndamm 30–31 ließ die Rudolph Karstadt AG 1935 und 1936 nach Plänen von Philipp Schaefer errichten, so die Denkmaldatenbank. Das Verwaltungsgebäude an der Nummer 29 folgte 1936 und 1937, die Bauten an den Nummern 45 und 46–47 entstanden 1938 und 1939 nach Entwürfen von Carl Theodor Brodführer.

Den Abschluss bildet das frühere Rathaus Wilmersdorf am Fehrbelliner Platz 4 aus den Jahren 1941 bis 1943. Was aus dem Bau werden soll, beschreiben wir im Beitrag zum alten Rathaus am Fehrbelliner Platz. Unter dem Platz liegt der U-Bahnhof Fehrbelliner Platz, dessen erster Teil 1911 bis 1913 entstand. Auf dem Platz findet montags, dienstags und donnerstags von 11 bis 15 Uhr ein Markt statt; Details stehen in unserer Übersicht zum Wochenmarkt Fehrbelliner Platz.

Was prägt den Hohenzollerndamm in Schmargendorf?

An der Ringbahn wechselt das Straßenbild von den Verwaltungsbauten zu Wohnanlagen. Das Empfangsgebäude des S-Bahnhofs Hohenzollerndamm an der Nummer 48 baute die Königliche Eisenbahndirektion 1908 bis 1910 nach Entwurf von Heinrich Thiesing – ein Bahnhof mit Wohnhaus, heute im Ortsteil Halensee.

In Schmargendorf stehen die Nummern 67 bis 77 und 127 bis 130 als Ensemble unter Schutz: Wohnanlagen, Kirche und Pfarrhaus aus den Jahren 1926 bis 1936, entworfen unter anderem von Ernst und Günther Paulus sowie Otto Rudolf Salvisberg. Salvisbergs Wohnanlage an den Nummern 127 bis 129 entstand 1926 bis 1928.

Wie kommst du mit Bus und Bahn zum Hohenzollerndamm?

Im nordöstlichen Abschnitt fährt die U3 mit den Bahnhöfen Spichernstraße, Hohenzollernplatz und Fehrbelliner Platz. Am Fehrbelliner Platz hält zusätzlich die U7, an der Spichernstraße die U9. Die Ringbahnlinien S41, S42 und S46 halten am gleichnamigen S-Bahnhof, den Kauperts als barrierefrei führt.

Die wichtigste Buslinie auf der Straße ist der Bus 115. Er hält laut BVG unter anderem am U-Bahnhof Fehrbelliner Platz, am S-Bahnhof und am Roseneck. Am Roseneck kommen die Linien M29, 186 und X10 dazu, am U-Bahnhof Hohenzollernplatz der Bus 249. Der Abschnitt innerhalb des S-Bahn-Rings liegt im Tarifbereich A, der Rest im Tarifbereich B. Wer mit dem Auto kommt, findet die Regeln für Anwohnerparken in unserer Übersicht der Berliner Parkzonen.

Häufige Fragen zum Hohenzollerndamm

Wo beginnt und endet der Hohenzollerndamm?

Der Hohenzollerndamm beginnt an der Kreuzung von Bundesallee und Nachodstraße in Wilmersdorf und endet an der Einmündung von Clayallee und Bernadottestraße im Ortsteil Grunewald. Unterwegs quert er den Hohenzollernplatz, den Fehrbelliner Platz, die Ringbahn und das Roseneck. Die Hausnummern laufen von 2 bis 97 stadtauswärts und von 99 bis 212 zurück.

Welche Postleitzahlen hat der Hohenzollerndamm?

Der Hohenzollerndamm hat drei Postleitzahlen. Nach Kauperts gilt 10717 für die Nummern 2 bis 25 und 189 bis 212, 10713 für 27 bis 48 und 156 bis 187 sowie 14199 für die Nummern 50 bis 97 und 99 bis 152. Die 14199 umfasst die Abschnitte in Schmargendorf und Grunewald, die 10713 und 10717 die Abschnitte in Wilmersdorf und am S-Bahnhof in Halensee.

Welche S-Bahn hält am Hohenzollerndamm?

Am S-Bahnhof Hohenzollerndamm halten die Ringbahnlinien S41 und S42 sowie die S46. Der Bahnhof liegt an der Hausnummer 48 im Ortsteil Halensee und ist barrierefrei. Das Empfangsgebäude entstand 1908 bis 1910 nach Entwurf von Heinrich Thiesing und steht unter Denkmalschutz. Vor dem Bahnhof hält der Bus 115.

Wie hieß der Hohenzollerndamm früher?

Teile des Hohenzollerndamms hießen um 1875 Grunewaldstraße und ab 1892 Reissnerstraße. Den heutigen Namen erhielt der Abschnitt zwischen heutiger Clayallee und Ringbahn um 1900. Am 25. Juli 1908 wurde die Straße bis zur Bundesallee verlängert, dabei gingen ein Teil der Nachodstraße, die Preußische Straße und der Berliner Platz in ihr auf.

Quellen

Namensgebung

Namensgeber
Hohenzollern
Person
Benennung
1900
Hintergrund
Die Hohenzollern sind ein deutsches Herrscherhaus, seit 1061 als Zollern nachgewiesen. Sie stellten ab 1415 die Kurfürsten von Brandenburg, ab 1701 die Könige in Preußen und von 1871 bis 1918 die deutschen Kaiser.

Quellen

  1. kauperts.de · Web
  2. wikipedia.org · Web