Kultur 📅 19. August 2026 ⏱ 6 Min. 👁 129 Aufrufe

Ski Aggu: Polizei beendet Twitch-Stream im U-Bahnhof

Mit Pult und Monitoren sassen Ski Aggu und Almani AOB am Dienstagabend auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Tempelhof und streamten live auf Twitch. Als sich immer mehr Menschen versammelten, rief die BVG die Polizei. Was die Beteiligten sagen und welche Regeln gelten.

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Kurzantwort

Rapper Ski Aggu hat am Dienstagabend gemeinsam mit Almani AOB vom Bahnsteig des U-Bahnhofs Tempelhof live auf Twitch gestreamt – mit Pult, Monitoren und Publikum. Die BVG rief die Polizei, die Gruppe musste den Bahnsteig räumen. Grund war nach Polizeiangaben die Sicherheit: Der Bahnsteig war blockiert, Fahrgäste kamen kaum noch in die Züge. Die BVG prüft rechtliche Schritte.

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Inhaltsverzeichnis+
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was auf dem Bahnsteig passierte
  3. Warum die Polizei einschritt
  4. Was auf BVG-Bahnhöfen erlaubt ist
  5. Welche Folgen drohen
  6. Quellen im Überblick
  7. Häufige Fragen

Das Wichtigste in Kürze

  • Wann: Dienstagabend, 18. August 2026, bis in die Nacht zu Mittwoch.
  • Wo: Bahnsteig des U-Bahnhofs Tempelhof, Linie U6.
  • Wer: Almani AOB übertrug seine Twitch-Sendung, Ski Aggu war als Gast dabei.
  • Aufbau: Pult, zwei Monitore und Technik mitten auf dem Bahnsteig.
  • Wie viele: Die Polizei spricht von rund 15 Personen auf dem Bahnsteig, Medienberichte nennen zeitweise etwa 20 Schaulustige.
  • Warum Schluss: Der Bahnsteig war nach Polizeiangaben blockiert, Ein- und Aussteigen war erschwert.
  • Stand der Angaben: 19. August 2026.

Was auf dem Bahnsteig passierte

Die Szene war ungewöhnlich genug, dass Fahrgäste stehen blieben: Zwei Musiker sitzen an einem Pult mit Monitoren auf dem Bahnsteig, beantworten Fragen und senden dabei live. Almani AOB übertrug seine Sendung auf Twitch, Ski Aggu – bürgerlich August Diederich, an der Skibrille erkennbar – sass daneben. Die Übertragung dauerte nach Angaben der Berliner Morgenpost etwa eine Stunde.

Je länger der Stream lief, desto mehr Menschen sammelten sich. Sicherheitsmitarbeiter der BVG beobachteten die Lage zunächst, später kam die Polizei hinzu. Nach kurzer Diskussion packte die Gruppe zusammen. Ski Aggu stand als Erster auf; die beiden blieben noch für Fotos mit Fans, bevor sie den Bahnhof verliessen.

Warum die Polizei einschritt

Ein Polizeisprecher nannte als Grund die Sicherheit auf dem Bahnsteig: Er sei blockiert gewesen, Fahrgäste hätten nur schlecht ein- und aussteigen können. Alarmiert worden sei die Polizei von der BVG. Die Gruppe habe daraufhin zusammengepackt und den Bahnhof verlassen.

Nach Darstellung der BVG war die Aktion nicht angemeldet. Aufbauten seien auf den Bahnhöfen generell verboten, sagte ein Sprecher. Der Sicherheitsdienst sei vor Ort gewesen und habe die Polizei hinzugezogen, damit der Betrieb weiterlaufen könne und sich niemand in Gefahr bringe.

Zur Frage, wer genau anwesend war, machte die Polizei keine Angaben. Ein Ermittlungsverfahren richtet sich nach Angaben aus der Berichterstattung gegen Unbekannt – benannte Personen sind damit ausdrücklich nicht beschuldigt, es gilt die Unschuldsvermutung.

Was auf BVG-Bahnhöfen tatsächlich erlaubt ist

Der Fall wirkt wie eine Petitesse, berührt aber eine Frage, die viele Streamer und Content-Creator in Berlin betrifft. Die Grundregel ist einfacher, als sie klingt.

  • Privates Filmen: Ein Handyvideo im Vorbeigehen ist unproblematisch, solange niemand behindert wird und keine fremden Personen erkennbar veröffentlicht werden.
  • Gewerbliche Aufnahmen: Wer mit Stativ, Licht, Team oder Technik dreht, braucht eine Genehmigung der BVG. Das gilt auch für Streams, mit denen Geld verdient wird.
  • Aufbauten: Tische, Pulte, Monitore und Ähnliches sind auf Bahnsteigen generell nicht zulässig – unabhängig davon, ob gefilmt wird.
  • Menschenansammlungen: Sobald der Bahnsteig blockiert wird, greift die Betriebssicherheit. Ein Bahnsteig ist ein Verkehrsraum mit Gleisbett, keine Bühne.
  • Hausrecht: Die BVG kann Menschen des Bahnhofs verweisen. Wer der Aufforderung nicht nachkommt, riskiert ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs nach Paragraf 123 Strafgesetzbuch.

Wer regelmässig im Nahverkehr unterwegs ist, findet die Preise und Regeln in unserer Übersicht zu den BVG-Ticketpreisen 2026. Wie groß Streaming-Formate in Berlin inzwischen sind, zeigte zuletzt das HandOfBlood-Event.

Welche Folgen drohen

Die BVG erklärte, sie werte den Fall intern aus und behalte sich rechtliche Schritte vor. Realistisch sind drei Ebenen: ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs, zivilrechtliche Ansprüche wegen der unangemeldeten Nutzung sowie ein Hausverbot. Ob es dazu kommt, ist offen.

Einzuordnen ist auch die Verhältnismässigkeit: Es gab keine Sachbeschädigung, keine Gewalt und keinen Zugausfall. Die Gruppe ging, nachdem sie dazu aufgefordert wurde. Was den Fall für die BVG heikel macht, ist weniger dieser Abend als die Nachahmung – ein Bahnsteig, der als Kulisse funktioniert, wird schnell wieder einer.

Weitere Meldungen aus dem Bezirk stehen in der Rubrik Tempelhof-Schöneberg, Verkehrsthemen in der Rubrik Verkehr, Kulturmeldungen in der Rubrik Kultur.

Quellen im Überblick

Angabe Quelle
Alarmierung durch die BVG, rund 15 Personen, blockierter Bahnsteig Polizeisprecher, wiedergegeben in mehreren Redaktionen
Aktion nicht angemeldet, Aufbauten verboten, Prüfung rechtlicher Schritte BVG-Sprecher, wiedergegeben in mehreren Redaktionen; Berliner Verkehrsbetriebe
Dauer des Streams, Zahl der Schaulustigen Berichte von Berliner Morgenpost, Tagesspiegel und B.Z.

Häufige Fragen zum Vorfall um Ski Aggu

Was ist im U-Bahnhof Tempelhof passiert?

Rapper Almani AOB hat am Dienstagabend seine Twitch-Sendung vom Bahnsteig der U6 aus übertragen, mit Pult und Monitoren. Ski Aggu war dabei. Nachdem sich immer mehr Menschen versammelten, rief die BVG die Polizei, die den Bahnsteig räumen liess.

Warum musste Ski Aggu den Bahnhof verlassen?

Nach Angaben eines Polizeisprechers war der Bahnsteig blockiert, Fahrgäste konnten nur schlecht ein- und aussteigen. Die Räumung erfolgte aus Sicherheitsgründen. Die BVG verweist zusätzlich darauf, dass die Aktion nicht angemeldet war und Aufbauten auf Bahnhöfen generell verboten sind.

Darf man in der U-Bahn filmen?

Private Handyaufnahmen im Vorbeigehen sind in der Regel unproblematisch, solange niemand behindert wird. Für gewerbliche Aufnahmen mit Technik, Team oder Aufbauten braucht es eine Genehmigung der BVG. Aufbauten auf Bahnsteigen sind unabhängig davon nicht zulässig.

Drohen den Beteiligten Konsequenzen?

Die BVG prüft nach eigenen Angaben rechtliche Schritte. Im Raum stehen ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs, zivilrechtliche Ansprüche und ein Hausverbot. Entschieden ist nichts, es gilt die Unschuldsvermutung.

Wie viele Menschen waren beteiligt?

Die Polizei spricht von rund 15 Personen auf dem Bahnsteig. Nach Angaben der Berliner Morgenpost standen zeitweise etwa 20 Schaulustige um das improvisierte Studio.

Fazit: Gute Idee am falschen Ort

Ein Bahnsteig als Sendestudio ist ein hübscher Einfall – und genau deshalb sammeln sich Menschen. Beides zusammen passt nicht auf einen schmalen Streifen neben einem Gleisbett. Der Abend endete ohne Schaden und ohne Eskalation, was für alle Beteiligten spricht. Wer so etwas wiederholen will, braucht eine Genehmigung – dann ist es eine Aktion und kein Einsatz.

🗞 Über die Autorin: Michelle Möhring – Redaktion Kultur
Die Angaben von Polizei und BVG habe ich aus mehreren Redaktionen abgeglichen, weil sich die Darstellungen zu Anlass und Personenzahl im Detail unterscheiden.
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🤖 Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI). Angaben basieren auf verfügbaren Quellen zum Zeitpunkt der Erstellung. Für Korrekturen oder Hinweise: Kontakt zur Redaktion →

MM
✍ Über den Autor
Redakteurin Lifestyle & Kultur

Ich bin Michelle, und ich schreibe bei BerlinEcho über das, was das Leben in dieser Stadt wirklich schön macht: gutes Essen, interessante Menschen, Orte, die man noch nicht kennt, und Dinge, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Berlin hat eine Gastroszene, die ständig in Bewegung ist. Ich kenne die Geheimtipps, bevor sie in den Reiseführern stehen – und ich sage dir auch ehrlich, was sich nicht gelohnt hat. Meine Restaurantempfehlungen funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Ich war selbst dort, und ich zahle meistens selbst. Neben Gastronomie schreibe ich über Mode und die Berliner Kreativszene – Ateliers, Designer, Pop-ups, die Dinge, die Berlin zu dem machen, was es ist: eine Stadt, die immer noch Dinge erfindet. Am besten erreichst du mich über Instagram, wo ich auch zeige, was mich gerade beschäftigt.

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📍 Berlin ⭐ Redakteurin BerlinEcho · Expertin Berliner Lifestyle & Gastroszene · Content Creatorin · Social Media Redaktion ✍ 363 Artikel