Politik 📅 20. Mai 2026 ⏱ 12 Min. 👁 14 Aufrufe

Schultoiletten in Berlin: German Toilet Organization startet Hilfsportal gegen das Dauerproblem

Verstopft, dreckig, defekt – Berliner Schultoiletten sind seit Jahren ein Problem. Mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler meidet die Sanitäranlagen. Die German Toilet Organization hat jetzt im Campus Rütli in Neukölln ein neues Hilfsportal vorgestellt, das Schulen praktische Werkzeuge zur Selbsthilfe an die Hand geben soll.

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Verstopft, dreckig, defekt: Die Schultoiletten in Berlin sind seit Jahren ein Reizthema – und für viele Kinder und Jugendliche eine tägliche Zumutung. Nach Umfragen meidet rund die Hälfte der Berliner Schülerinnen und Schüler die Sanitäranlagen in ihren Schulen. Die German Toilet Organization (GTO) hat am Mittwoch in der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli in Berlin-Neukölln ihr neues Hilfsportal „Toiletten machen Schule“ vorgestellt. Es soll Schulen konkrete Werkzeuge zur Selbsthilfe an die Hand geben – ohne darauf zu warten, dass die Politik das Strukturproblem löst.

📝 Kurz zusammengefasst
Die German Toilet Organization hat im Campus Rütli in Neukölln das neue Online-Portal „Toiletten machen Schule“ gestartet. Es bietet Schulen bewährte Methoden, Material-Downloads und Best-Practice-Beispiele zur Verbesserung der Sanitärsituation. Hintergrund: Mehr als die Hälfte der Berliner Schülerinnen und Schüler vermeidet die eigenen Schultoiletten – mit gesundheitlichen Folgen.

📋 Das Wichtigste in Kürze

  • Wer: German Toilet Organization (GTO), gemeinnütziger Berliner Verein, gegründet 2005
  • Was: Neues Online-Portal „Toiletten machen Schule“ unter toiletten-machen-schule.de
  • Wo: Vorstellung auf dem Campus Rütli in Berlin-Neukölln (Reuterstraße)
  • Wann: Mittwoch, 20. Mai 2026
  • Warum: Rund 50 Prozent der Berliner Schülerinnen und Schüler meiden ihre Schultoiletten – wegen Gestank, Vandalismus, fehlender Hygieneprodukte und baulicher Mängel
  • Datenbasis: GTO-Studie mit dem Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit (IHPH) der Universität Bonn an 17 Berliner Schulen aus 11 Bezirken
  • Befund: Nur 13 Prozent der Schülerinnen und Schüler haben das Gefühl, dass sich jemand um ihre Schultoiletten kümmert
📖 Inhaltsverzeichnis
  1. Das Problem: Halten statt Trinken
  2. Das neue Hilfsportal im Detail
  3. Was die Daten zeigen
  4. Warum es Berlin besonders trifft
  5. Was Schulen jetzt tun können
  6. Häufige Fragen

🚽 Das Problem: Halten statt Trinken

„Gestank, bauliche Mängel, fehlende Hygieneprodukte, Vandalismus.“ So beschreibt Jakob Zierep, Mitglied der Bundesschülerkonferenz, die Lage in deutschen Schultoiletten. Die Folge ist absurd – aber Alltag: Kinder essen und trinken in der Schule weniger, um den Gang zur Toilette zu vermeiden. „Was für Erwachsene die Bahn ist, ist für Schüler die Schultoilette“, fasst Thilo Panzerbieter, Geschäftsführer der German Toilet Organization, das Lebensgefühl vieler Jugendlicher zusammen.

Eine Umfrage des Tagesspiegels hat gezeigt: Etwa die Hälfte der Berliner Schülerinnen und Schüler vermeidet die Nutzung der Toilette in ihrem Schulgebäude. Das Verhalten hat gesundheitliche Konsequenzen – von Konzentrationsproblemen über Harnwegsinfekte bis zu chronischen Verdauungsbeschwerden. Schulmedizinerinnen warnen seit Jahren davor. Politisch passiert ist trotzdem wenig. Die Sanitärsituation an Berliner Schulen ist seit mindestens einem Jahrzehnt ein wiederkehrendes Thema in den Bezirksverordnetenversammlungen und im Abgeordnetenhaus, ohne dass sich strukturell etwas Grundlegendes verändert hätte.

💡 Das neue Hilfsportal im Detail

Schultoiletten Berlin – 💡 Das neue Hilfsportal im Detail
💡 Das neue Hilfsportal im Detail

Genau hier setzt das neue Online-Portal an. Unter toiletten-machen-schule.de bietet die GTO ab sofort gebündelt das an, was Schulleitungen, Lehrkräfte, Hausmeister und engagierte Schülerinnen und Schüler bisher mühsam zusammensuchen mussten:

  • Bewährte Methoden zur Bestandsaufnahme der eigenen Sanitärsituation
  • Praktische Materialien zum Download – Checklisten, Vorlagen, Konzeptpapiere
  • Hilfreiche Tipps für Reinigungspläne, Vandalismus-Prävention und Hygieneprodukte
  • Inspirierende Best-Practice-Beispiele von Schulen, die ihre Toilettensituation bereits verbessert haben
  • Anleitung in vier Schritten: Team gründen, Problem analysieren, Konzept entwickeln, umsetzen

„Mit dem Portal sollen Schulen Werkzeuge an die Hand bekommen, um ihren eigenen Verbesserungsprozess erfolgreich zu gestalten“, schreibt die GTO. Das Angebot richtet sich an Schulen in ganz Deutschland, ist aber stark von der Berliner Erfahrung geprägt. Parallel läuft seit Jahren der GTO-Schulwettbewerb „Toiletten machen Schule“ – 2024 hatten sich 135 Schulen aus ganz Deutschland mit eigenen Konzepten beworben. Die nächste Wettbewerbsrunde startet im Herbst 2026.

📊 Was die Daten zeigen

Dass die GTO ausgerechnet den Campus Rütli für die Portal-Vorstellung gewählt hat, ist kein Zufall. Die Gemeinschaftsschule war bereits 2023 Schauplatz der Vorstellung einer wissenschaftlichen Studie, die der Verein gemeinsam mit dem Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit (IHPH) der Universität Bonn durchgeführt hatte. Erhoben wurden Daten an 17 weiterführenden Schulen aus 11 Berliner Bezirken im zweiten Schulhalbjahr 2022 – die bislang umfangreichste Bestandsaufnahme zur Sanitärsituation an Berliner Schulen.

Die zentralen Befunde lesen sich nüchtern, aber drastisch:

Befund Anteil
Schülerinnen und Schüler, die ihre Schultoilette meiden rund 50 %
Schülerinnen und Schüler, die das Gefühl haben, dass sich jemand kümmert nur 13 %
Sanitäranlagen mit sichtbarem Vandalismus oder Schäden über 50 %
Schülerinnen und Schüler, die angeben, dass nie oder selten Toilettenpapier vorhanden ist über 37 %

Studienleiterin Svenja Ksoll bringt es auf den Punkt: „Die Mängel an den Schulen müssen schnell von der Politik behoben und eine Kultur des Kümmerns muss in den Schulen etabliert werden.“ Genau diese „Kultur des Kümmerns“ ist das, was das neue Portal stützen soll.

🏛️ Warum es Berlin besonders trifft

Berlin hat ein spezifisches Sanitär-Problem an Schulen, das aus zwei Faktoren entsteht. Erstens: die Verteilung der Zuständigkeiten. Für den Schulbau und die bauliche Unterhaltung sind die zwölf Bezirke verantwortlich, für Lehrkräfte, Lehrpläne und pädagogische Konzepte das Land Berlin. Eine Schultoilette, die saniert werden muss, ist also Bezirkssache – mit allen Konsequenzen einer überlasteten Bezirksverwaltung, knapper Haushaltsmittel und langer Vergabe-Verfahren.

Zweitens: der jahrzehntelange Sanierungsstau im Berliner Schulbau. Die Berliner Schulbauoffensive (BSO), die seit 2017 läuft, kümmert sich vorrangig um größere Neubauten und Komplettsanierungen. Punktuelle Toiletten-Sanierungen passen oft nicht in dieses Raster – und werden in der Folge zwischen Bezirken, Senatsverwaltung und Schulen hin- und hergeschoben.

Die GTO setzt mit ihrem Portal genau bei diesem Strukturproblem an, ohne es lösen zu können. Wenn die Bezirke nicht schnell sanieren, müssen Schulen wenigstens die Punkte selbst angehen, die in ihrem Einflussbereich liegen: Reinigungsabsprachen, Vandalismus-Prävention durch Beteiligung der Schülerschaft, Hygieneprodukt-Logistik und das, was Studienleiterin Ksoll „Kultur des Kümmerns“ nennt.

🛠️ Was Schulen jetzt tun können

Das Portal schlägt ein Vier-Schritt-Konzept vor, das auch ohne externe Mittel auskommt:

  1. Team gründen: Eine Arbeitsgruppe aus Schülerschaft, Lehrkräften, Hausmeister-Personal und Reinigungskräften. Wichtig: Die Schülerschaft muss von Anfang an dabei sein – das ist auch der Befund der GTO-Studie.
  2. Bestandsaufnahme: Mit den Checklisten aus dem Portal die eigene Toilettensituation systematisch dokumentieren – baulicher Zustand, Hygieneprodukte, Reinigungsplan, Wahrnehmung der Schülerschaft.
  3. Konzept entwickeln: Aus der Analyse konkrete, machbare Schritte ableiten. Nicht alles auf einmal, sondern priorisiert.
  4. Umsetzen und dranbleiben: Maßnahmen umsetzen, Wirkung überprüfen, nachsteuern. Erfolgsgeschichten dokumentieren – auch für die Bewerbung beim GTO-Wettbewerb im Herbst 2026.

Erfahrene Schulen berichten, dass schon einfache Maßnahmen Wirkung zeigen: eine Patenklasse pro Toilettenetage, gut sichtbare Reinigungspläne, regelmäßige Hygieneprodukt-Kontrollen, Beteiligung der Schülerschaft an der Gestaltung. Geld ist hilfreich – aber nicht der einzige Hebel.

🏛️ BERLINECHO-EINORDNUNG

Wenn die Selbsthilfe das politische Versagen kompensiert

Schultoiletten in Berlin: German Toilet Organization startet Hilfsportal gegen das Dauerproblem - Berlin News Highlights

Dass ein gemeinnütziger Berliner Verein 2026 ein Hilfsportal startet, damit Schulen mit dem Sanitärchaos selbst klarkommen, ist eine gute Nachricht – und gleichzeitig ein politisches Armutszeugnis.

1. Was die GTO leistet
Der Verein arbeitet seit 2005 in Berlin am Thema Sanitärversorgung – international und national. Das neue Portal bündelt 15 Jahre praktische Erfahrung in einem niedrigschwelligen Werkzeug. Das ist Zivilgesellschaft, wie sie funktionieren sollte.

2. Was die GTO nicht leisten kann
Marode Leitungen, kaputte Trennwände, fehlende Lüftung – das alles bekommt keine Schul-AG repariert. Das ist Sache der Bezirke, der Senatsverwaltung für Bildung und letztlich des Berliner Haushalts. Das Portal ist eine pragmatische Krücke. Eine Lösung wäre, das Problem gar nicht erst entstehen zu lassen.

3. Was der Campus Rütli symbolisiert
Die Gemeinschaftsschule in Neukölln war 2006 bundesweit als „Brennpunktschule“ bekannt geworden – heute ist sie ein Vorzeigeort für Schulentwicklung. Dass die GTO ihr Portal hier vorstellt, ist eine bewusste Botschaft: Auch unter widrigen Bedingungen lässt sich etwas verbessern. Aber niemand sollte erwarten, dass Schulen unter widrigen Bedingungen auch noch das politische Versagen kompensieren.

4. Was die Politik liefern müsste
Ein eigenes Sanitär-Budget innerhalb der Schulbauoffensive, klare Zuständigkeiten zwischen Land und Bezirken, ein Berliner Mindeststandard für Schultoiletten mit verbindlichen Prüfintervallen. Bislang gibt es das alles nicht.

📌 EHRLICHE EINORDNUNG:
Das neue GTO-Portal ist ein Werkzeug, kein Wunder. Es wird nichts an verstopften Rohren ändern, aber es kann die „Kultur des Kümmerns“ stärken, von der Studienleiterin Ksoll spricht. Solange die Politik die strukturellen Probleme nicht löst, ist diese Selbsthilfe die zweitbeste Lösung – und für Tausende Berliner Schülerinnen und Schüler im Zweifel die einzige.

Ida · Redakteurin Gesellschaft & Wohnen BerlinEcho
Ich schreibe über Berlin, wie es wirklich wohnt, lernt und lebt – auch wenn es ums Schulklo geht.

📚 Quellen-Übersicht

Aspekt Details Quelle
Hilfsportal Start Frühjahr 2026 Bewährte Methoden, Downloads, Best-Practice German Toilet Organization e.V.
Studie 17 Berliner Schulen 2022, gemeinsam mit IHPH Uni Bonn GTO – Studie Toiletten machen Schule
50 % der Schüler meiden Toilette Umfrage Berliner Schulen Tagesspiegel-Umfrage
Wettbewerb 2024 135 Schulen aus ganz Deutschland GTO Wettbewerbsdokumentation
Studienbefunde 2023 13 % Pflege-Wahrnehmung, 50 % Vandalismus taz Berlin – Berichterstattung

❓ Häufige Fragen zu Berliner Schultoiletten

Was ist das neue „Toiletten machen Schule“-Portal?

Das Portal ist ein neues Online-Angebot der German Toilet Organization unter toiletten-machen-schule.de, das im Frühjahr 2026 an den Start gegangen ist und am 20. Mai 2026 offiziell auf dem Campus Rütli in Neukölln vorgestellt wurde. Es bündelt bewährte Methoden, praktische Materialien zum Download, Tipps und Best-Practice-Beispiele, damit Schulen in ganz Deutschland die Sanitärsituation an ihrem Standort eigenständig verbessern können. Vorgesehen ist ein Vier-Schritte-Prozess: Team gründen, Bestandsaufnahme, Konzeptentwicklung, Umsetzung.

Wer steckt hinter der German Toilet Organization?

Die German Toilet Organization (GTO) wurde 2005 in Berlin gegründet und ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein. Sie arbeitet zur nachhaltigen Sanitärversorgung weltweit und engagiert sich speziell in Deutschland für bessere Schultoiletten. Geschäftsführer ist Thilo Panzerbieter, das Berliner Schultoiletten-Projekt leitet Svenja Ksoll. Die GTO ist Gründungsmitglied des deutschen WASH-Netzwerks und arbeitet in Schulbildung, Politikberatung und internationaler Entwicklungszusammenarbeit. Sitz des Vereins ist Berlin.

Wie viele Berliner Schüler meiden ihre Schultoiletten?

Nach Erhebungen der German Toilet Organization und einer Umfrage des Tagesspiegels vermeidet etwa die Hälfte der Berliner Schülerinnen und Schüler die Nutzung ihrer Schultoilette. Nur 13 Prozent geben in der GTO-Studie an, das Gefühl zu haben, dass sich um die Toiletten gekümmert wird. Über 37 Prozent berichten, dass nie oder selten Toilettenpapier vorhanden sei. Die Folgen: weniger Essen und Trinken während des Schultags, Konzentrationsprobleme und gesundheitliche Risiken bis hin zu Harnwegsinfekten.

Warum sind Berliner Schultoiletten so oft in schlechtem Zustand?

Mehrere Faktoren spielen zusammen. Erstens die geteilte Zuständigkeit: Schulbau und bauliche Unterhaltung liegen bei den zwölf Berliner Bezirken, Pädagogik und Lehrpläne beim Land. Zweitens der jahrzehntelange Sanierungsstau an Berliner Schulen. Drittens überlastete Bezirksverwaltungen und knappe Haushaltsmittel, in denen Toilettensanierungen oft hinter größeren Bauprojekten zurückstehen. Die Berliner Schulbauoffensive konzentriert sich seit 2017 vorwiegend auf umfassende Sanierungen und Neubauten, während punktuelle Sanitärsanierungen zwischen den Ebenen pendeln.

Was können Schulen konkret tun?

Das neue GTO-Portal empfiehlt einen Vier-Schritte-Prozess: ein Team aus Schülerschaft, Lehrkräften, Hausmeisterei und Reinigungskräften gründen, eine systematische Bestandsaufnahme mit den bereitgestellten Checklisten durchführen, ein priorisiertes Konzept entwickeln und dann konsequent umsetzen. Praktisch bewährt haben sich Patenklassen pro Toilettenetage, gut sichtbare Reinigungspläne, Beteiligung der Schülerschaft an der Gestaltung und regelmäßige Hygieneprodukt-Kontrollen. Schulen können sich zusätzlich ab Herbst 2026 für die neue Wettbewerbsrunde von „Toiletten machen Schule“ anmelden.

Welche gesundheitlichen Folgen hat das Vermeiden von Schultoiletten?

Wer regelmäßig den Toilettengang aufschiebt und dafür weniger trinkt, riskiert Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen, Verstopfung, Harnwegsinfekte und auf Dauer eine geschwächte Blasenfunktion. Schulmedizinerinnen und Schulmediziner warnen seit Jahren vor diesem Muster, das gerade bei Mädchen und Jugendlichen verbreitet ist. Studienleiterin Svenja Ksoll spricht von einem grundlegenden Problem für die Lern- und Lebensqualität an Schulen. Das Recht auf eine nutzbare Toilette ist nach UN-Definition Teil des Menschenrechts auf Wasser- und Sanitärversorgung.

Was sagt die Berliner Senatsverwaltung für Bildung?

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie verweist regelmäßig auf die Zuständigkeit der Bezirke für bauliche Unterhaltung und auf die Berliner Schulbauoffensive für größere Sanierungen. Konkrete Stellungnahmen zur Portal-Vorstellung der GTO lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Engagierte Abgeordnete aus mehreren Fraktionen haben in den vergangenen Jahren immer wieder Anfragen zur Sanitärsituation an Berliner Schulen gestellt – ohne dass sich daraus bislang ein eigenständiges Sanitär-Budget oder verbindliche Berliner Mindeststandards für Schultoiletten entwickelt hätten.

🏁 Fazit: Pragmatische Selbsthilfe für ein politisches Problem

Das neue Portal „Toiletten machen Schule“ ist ein Schritt nach vorn – aber er sollte nicht mit einer Lösung verwechselt werden. Solange Berlin keine verbindlichen Standards für Schultoiletten setzt, kein eigenes Sanitär-Budget einrichtet und die Zuständigkeiten zwischen Bezirken und Senat klärt, bleibt es bei der Situation, in der Schulen das Problem selbst schultern müssen. Das Portal macht ihnen das wenigstens einfacher. Ein nutzbares Schulklo ist 2026 keine Premium-Ausstattung – sondern Mindeststandard.

🗞 Über die Autorin: Ida – Redakteurin Gesellschaft & Wohnen BerlinEcho
Ich schreibe über Berlin, wie es wirklich wohnt, lernt und lebt. Über Mieten, Quartiere, Schulen und das, was zwischen diesen Themen passiert. Sachlich, lokal und ohne Schaum vor dem Mund.
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🤖 Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen – insbesondere der German Toilet Organization (Studie, Wettbewerb, Hilfsportal), der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie Berichten von Tagesspiegel und taz Berlin. Für Korrekturen oder Hinweise: Kontakt zur Redaktion →

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