In Berlin-Gesundbrunnen ist erneut auf ein Mehrfamilienhaus geschossen worden. Eine Bewohnerin in der Grüntaler Straße hörte in der Nacht von Montag auf Dienstag gegen 2 Uhr Knallgeräusche – und entdeckte am Dienstagnachmittag ein Einschussloch in der Scheibe ihres Wohnzimmers. Die Frau verständigte gegen 13.30 Uhr die Polizei, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Zum Zeitpunkt der Schüsse soll sich niemand im Zimmer aufgehalten haben. Ein Fachkommissariat hat die Ermittlungen übernommen. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Schusswaffen-Delikten ein, die Berlin seit Monaten beschäftigt.
📋 Das Wichtigste in Kürze
- Tatort: Mehrfamilienhaus in der Grüntaler Straße, Berlin-Gesundbrunnen (Bezirk Mitte)
- Tatzeit: Nacht von Montag auf Dienstag, gegen 2 Uhr
- Hinweis durch: Bewohnerin meldete am Dienstag um 13.30 Uhr ein Einschussloch in der Wohnzimmerscheibe
- Verletzte: keine – das Zimmer war zum Tatzeitpunkt leer
- Ermittlungen: Fachkommissariat der Berliner Polizei
- Aktueller Kontext 2025: 1.119 Schusswaffen-Straftaten in Berlin, davon 515 Schussabgaben – plus 68 Prozent gegenüber Vorjahr
- Sondereinheit: „Ferrum“ des Landeskriminalamts gegen organisierte Schutzgelderpressung
📖 Inhaltsverzeichnis
🚨 Was in der Grüntaler Straße passiert ist
Nach Angaben der Berliner Polizei vom Mittwoch ereignete sich die Schussabgabe in den frühen Morgenstunden des Dienstags. Eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses in der Grüntaler Straße – die Hausnummer hat die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt – hörte gegen 2 Uhr Knallgeräusche, ordnete sie aber zunächst nicht eindeutig zu. Erst am Dienstagnachmittag entdeckte sie ein Einschussloch in der Scheibe ihres Wohnzimmers. Gegen 13.30 Uhr verständigte sie die Polizei.
Im Wohnzimmer hielt sich zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt niemand auf. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Die Beamten sicherten die Spuren und übergaben den Fall an ein Fachkommissariat. Welche konkrete Dienststelle ermittelt – ob das LKA mit seiner Sondereinheit gegen organisierte Kriminalität oder ein anderes Fachkommissariat – ließ die Polizei auf Anfrage zunächst offen. Hintergrund: Bei Schussabgaben auf Wohn- oder Geschäftshäuser prüfen die Ermittler standardmäßig einen möglichen Zusammenhang mit organisierter Schutzgelderpressung.
Die Grüntaler Straße verläuft vom Vinetaplatz in nordwestlicher Richtung durch den Wedding-Gesundbrunnen-Übergang und kreuzt unter anderem die Osloer Straße. Sie liegt im Bezirk Mitte, ist überwiegend Wohnstraße mit Altbau-Bestand und einigen kleinen Gewerbeeinheiten – Cafés, Spätis, kleine Läden.
📍 Eine Berliner Schuss-Serie

Der Fall in der Grüntaler Straße ist der jüngste in einer Reihe von Schusswaffen-Vorfällen, über die die Berliner Polizei in den vergangenen Tagen berichtet hat:
- Wochenende (Nacht auf Samstag), Reinickendorf: Mehrere Schüsse auf ein Wohnhaus, die Täterschaft floh und blieb zunächst unbekannt.
- Kreuzberg, kürzlich: Bei einer Durchsuchung stellten Beamte eine Schusswaffe, Munition, eine nicht geringe Menge Kokain und mehrere Goldbarren sicher.
- Wedding (zwei Tage vor dem Gesundbrunnen-Fall): Schüsse auf eine Firma in der Turiner Straße, festgestellt morgens gegen 4.30 Uhr beim Betreten des Geschäfts. Die LKA-Sondereinheit „Ferrum“ ermittelt.
- Großrazzia in der Vorwoche: Rund 570 Polizistinnen und Polizisten, darunter SEK-Einheiten und die GSG 9 der Bundespolizei, durchsuchten 28 Wohnungen in mehreren Bezirken. Neun mutmaßliche Tatverdächtige wurden festgenommen.
Bei der Razzia stellte die Polizei Drogen, Bargeld, eine Schusswaffe, Schusswaffenteile, Schreckschusswaffen, zwei Fahrzeuge sowie Datenträger und Mobiltelefone sicher. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hatte erklärt, die Sondereinheit „Ferrum“ habe den Einsatz „über Monate hinweg mit hoher Intensität vorbereitet und vorangetrieben“. Polizeipräsidentin Barbara Slowik betonte: „Wir setzen alles daran, diese Täterstrukturen aufzudecken und der Strafverfolgung zuzuführen.“
📊 Die Zahlen 2025: Allzeithoch seit dem Krieg
Die Berliner Polizei hat im Jahr 2025 nach eigenen Angaben 1.119 Straftaten erfasst, bei denen Schusswaffen im Spiel waren. Davon entfielen 604 Fälle auf Bedrohungen mit Schusswaffen – und 515 Fälle auf tatsächlich abgegebene Schüsse. Das ist eine Steigerung um 68 Prozent gegenüber 2024 und nach Angaben der NZZ der höchste Wert seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
| Kennzahl 2025 | Wert | Veränderung zu 2024 |
|---|---|---|
| Schusswaffen-Straftaten gesamt | 1.119 | +68 % |
| Bedrohungen mit Schusswaffen | 604 | stark gestiegen |
| Tatsächliche Schussabgaben | 515 | Allzeithoch seit 1945 |
Die Berliner Polizei führt einen Teil des statistischen Anstiegs auf eine veränderte Erfassungspraxis zurück: Seit 2025 müssen Beamtinnen und Beamte verpflichtend die Art der bei einer Straftat verwendeten Waffe dokumentieren. Selbst unter Berücksichtigung dieses Effekts liegt Berlin in Relation zur Einwohnerzahl bei Schusswaffendelikten bereits 2024 bundesweit an der Spitze.
Die Polizei ordnet einen großen Teil der Taten der organisierten Kriminalität zu. Oft handelt es sich um Schutzgelderpressungen gegen Geschäftsleute, um Revierkämpfe oder um Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppierungen. Bedroht werden nach Polizeiangaben vor allem türkische und kurdische Ladeninhaber sowie Restaurantbesitzer – also Opfer, nicht Täter. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich nach Ermittlerangaben überwiegend um Banden, die nach Auffassung der Polizei zum Teil aus der Türkei nach Berlin operieren und für einzelne Anschläge sogar Täter eigens nach Deutschland einfliegen lassen sollen.
🔎 Wer ermittelt – und gegen wen
Zuständig für die organisierte Schusswaffenkriminalität in Berlin ist die Sondereinheit „Ferrum“ („Eisen“) im Landeskriminalamt. Sie wurde extra zur Bekämpfung organisierter Kriminalität und illegalen Waffenhandels eingerichtet. Bei der jüngsten Großrazzia wirkten neben den Berliner Spezialeinsatzkommandos (SEK) auch SEK-Einheiten aus anderen Bundesländern, die GSG 9 der Bundespolizei sowie Polizei aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit. Beteiligt waren außerdem Beweissicherungseinheiten, Hundeführer, Finanzermittler und Spezialistinnen und Spezialisten für digitale Beweissicherung.
Nach Recherchen mehrerer Medien, darunter NZZ und Tagesspiegel, steht eine türkisch-kurdische Bandenstruktur unter dem Namen „Daltons“ im Fokus der Ermittlungen. Ihr mutmaßlicher Kopf, ein Mann mit dem Spitznamen „Can Dalton“, soll sich nach RBB-Recherchen mittlerweile nach Russland abgesetzt haben. Die Gruppierung wird im Berliner Ermittlungsumfeld für eine Vielzahl von Erpressungslagen mit Schussabgaben verantwortlich gemacht. Sie steht im Wettbewerb mit etablierten arabischen und kurdisch-libanesischen Strukturen, die in Berlin seit Jahren aktiv sind – und rekrutiert nach Ermittlererkenntnissen ihr Personal teilweise aus dem Umfeld türkisch-kurdischer Asylbewerber.
Ob der Vorfall in der Grüntaler Straße in diesen Komplex gehört oder ein anders gelagerter Fall ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen. Erst die Spurenauswertung – Munitionsherkunft, Schussrichtung, mögliche Zusammenhänge mit anderen Tatorten – wird das klären.
🏠 Was Anwohner jetzt wissen sollten
Die Berliner Polizei bittet bei Schussabgaben auf Wohngebäude immer um Mithilfe aus der Bevölkerung. Wer in der Nacht von Montag auf Dienstag im Bereich der Grüntaler Straße verdächtige Beobachtungen gemacht hat – auffällige Fahrzeuge, hastig flüchtende Personen, ungewöhnliche Geräusche –, kann sich beim Hinweistelefon der Polizei Berlin oder bei jeder Polizeidienststelle melden. Auch über das Online-Portal der Berliner Polizei sind anonyme Hinweise möglich.
Für Anwohnerinnen und Anwohner gilt grundsätzlich: Wer Knallgeräusche in der Nacht hört und unsicher ist, ob es sich um Schüsse handelt, sollte die 110 wählen. Lieber einmal mehr als einmal zu wenig – die Polizei prüft jeden Hinweis. Wer ein Einschussloch entdeckt, sollte die Stelle nicht anfassen, weil dort möglicherweise Spuren wie Pulverrückstände gesichert werden können.
Geschäftsinhaberinnen und Geschäftsinhaber mit türkischen oder kurdischen Wurzeln, die Drohanrufe, Schutzgeldforderungen oder andere verdächtige Kontaktversuche erhalten, können sich vertraulich an das LKA wenden. Die Sondereinheit „Ferrum“ arbeitet ausdrücklich auch mit Aussagen aus der Community, ohne dass diese öffentlich werden.
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Vier Vorfälle in einer Woche – das ist keine Statistik mehr, das ist Alltag
Reinickendorf am Wochenende. Wedding am Montag. Gesundbrunnen in der Nacht zum Dienstag. Dazu eine Großrazzia mit 570 Beamten, eine Kreuzberger Wohnung voller Kokain und Goldbarren. Berlin erlebt 2026 die Fortsetzung eines Trends, der sich 2025 zugespitzt hat – und der die Stadt verändert.
1. Die Statistik ist ehrlicher als die Beruhigungsformeln

515 Schussabgaben in einem Jahr. Das ist mehr als ein Schuss pro Tag. Bei aller berechtigten Vorsicht gegenüber Statistik-Effekten durch neue Erfassungsregeln: 68 Prozent Anstieg in einem Jahr lassen sich nicht weginterpretieren.
2. Die Opfer sind Berliner Mittelstand
Getroffen werden vor allem türkische und kurdische Ladeninhaber, Restaurantbetreiber, Imbiss-Familien. Menschen, die seit Jahren in Berlin Steuern zahlen, Lehrlinge ausbilden und ihren Kiez prägen. Sie zahlen Schutzgeld zwischen 100.000 und 200.000 Euro im Jahr – oder werden bedroht und beschossen.
3. Die Politik antwortet, aber kommt nicht hinterher
Die Sondereinheit „Ferrum“ leistet Schwerstarbeit, Innensenatorin Spranger spricht von einem „über Monate vorbereiteten Einsatz“. Trotzdem fallen weiter Schüsse. Die Bandenstrukturen passen sich schneller an als die Behörden – und ihr Kopf sitzt nach NZZ-Recherchen in Russland.
4. Was Berlin braucht
Mehr Personal bei „Ferrum“ und im LKA. Schärfere Schusswaffen-Importkontrollen an der türkisch-bulgarischen Grenze. Schutzprogramme für Zeuginnen und Zeugen aus der Community. Und politische Ehrlichkeit: Wer das Problem nicht klar benennt – inklusive der Herkunft der Banden, aber ohne Pauschalisierung gegen die Diaspora – kann es auch nicht lösen.
📌 EHRLICHE EINORDNUNG:
Dass in einer Berliner Wohnzimmerscheibe in Gesundbrunnen am Mittwoch ein Einschussloch klafft, ist die Spitze eines Eisbergs, der seit Jahren wächst. Der Schuss galt vermutlich nicht der Frau, die ihn entdeckt hat – aber das macht es kaum besser. Die Stadt muss aufhören, das als Einzelfall zu behandeln.
Maik Möhring · Chefredakteur BerlinEcho
Ich leite die Redaktion des BerlinEcho und übernehme bei sensiblen kriminalpolitischen Themen selbst.
📚 Quellen-Übersicht
| Aspekt | Details | Quelle |
|---|---|---|
| Tatablauf Grüntaler Straße | Polizeimeldung Mittwoch | Polizei Berlin – Pressestelle |
| 1.119 Schusswaffen-Straftaten 2025 | 604 Drohungen + 515 Schussabgaben, +68 % | NZZ-Recherche |
| Großrazzia 9 Festnahmen | 28 Wohnungen, 570 Beamte, SEK + GSG 9 | Neue Westfälische / dpa |
| Sondereinheit Ferrum | LKA Berlin gegen organisierte Kriminalität | Polizei Berlin – LKA |
| Wedding-Schüsse Turiner Straße | Schüsse auf Firma, Ferrum-Ermittlungen | Tagesspiegel |
| Kreuzberg-Durchsuchung | Schusswaffe, Kokain, Goldbarren | Tagesspiegel |
❓ Häufige Fragen zum Schuss-Vorfall in Berlin-Gesundbrunnen
Wo genau in Berlin sind die Schüsse gefallen?
Die Schüsse fielen in der Grüntaler Straße im Ortsteil Gesundbrunnen, der zum Bezirk Mitte gehört. Die genaue Hausnummer hat die Berliner Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht öffentlich genannt. Die Grüntaler Straße verläuft im Bereich zwischen Vinetaplatz und Osloer Straße und ist überwiegend Wohnstraße mit Altbau-Bestand. Die Schüsse trafen die Wohnzimmerscheibe einer Bewohnerin im Mehrfamilienhaus, das Zimmer war zum Tatzeitpunkt leer. Niemand wurde verletzt.
Wann genau wurde geschossen?
Nach Polizeiangaben hörte die Bewohnerin in der Nacht von Montag auf Dienstag, dem 18. auf den 19. Mai 2026, gegen 2 Uhr Knallgeräusche. Sie konnte diese zunächst nicht eindeutig zuordnen. Erst am Dienstagnachmittag entdeckte sie ein Einschussloch in der Scheibe ihres Wohnzimmers. Gegen 13.30 Uhr verständigte sie die Berliner Polizei. Die Polizei informierte die Öffentlichkeit über den Vorfall am Mittwoch.
Wer ermittelt in dem Fall?
Die Berliner Polizei hat den Fall einem Fachkommissariat übergeben. Welche Dienststelle konkret zuständig ist, hat die Polizei zunächst nicht öffentlich kommuniziert. Bei Schussabgaben auf Wohn- und Geschäftshäuser prüfen die Ermittler standardmäßig einen möglichen Bezug zur organisierten Kriminalität. Spezialisiert auf diese Fälle ist die Sondereinheit „Ferrum“ des Landeskriminalamts, die unter anderem gegen Schutzgelderpressung und illegalen Waffenhandel arbeitet.
Gibt es einen Zusammenhang mit anderen Schuss-Vorfällen in Berlin?
Ein konkreter Zusammenhang ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt – wird aber von den Ermittlern geprüft. Allein in den vergangenen Tagen kam es in Berlin zu mehreren weiteren Schusswaffen-Vorfällen: Schüsse auf ein Wohnhaus in Reinickendorf in der Nacht auf Samstag, Schüsse auf eine Firma in der Turiner Straße in Wedding (ebenfalls untersucht von „Ferrum“) und eine Durchsuchung in Kreuzberg, bei der eine Schusswaffe, Kokain und mehrere Goldbarren sichergestellt wurden. Eine Woche zuvor hatte es eine Großrazzia mit 570 Polizistinnen und Polizisten und neun Festnahmen gegeben.
Wie viele Schuss-Vorfälle gab es 2025 in Berlin?
Die Berliner Polizei zählte 2025 insgesamt 1.119 Straftaten, bei denen Schusswaffen im Spiel waren. In 604 Fällen wurde mit einer Schusswaffe gedroht, in 515 Fällen tatsächlich geschossen. Das ist gegenüber 2024 eine Steigerung um rund 68 Prozent – nach Angaben der NZZ der höchste Wert seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein Teil des Anstiegs könnte auf eine neue Erfassungspflicht zurückgehen, nach der Polizisten seit 2025 verbindlich die Art der verwendeten Waffe dokumentieren müssen. Trotzdem lag Berlin schon 2024 bundesweit an der Spitze bei Schusswaffendelikten pro Einwohner.
Wer steckt nach Polizeieinschätzung hinter den Taten?
Nach Einschätzung der Berliner Ermittler ist ein großer Teil der Taten der organisierten Kriminalität zuzuordnen. Oft geht es um Schutzgelderpressungen gegen türkische und kurdische Geschäftsleute, Revierkämpfe oder Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Banden. Im Fokus stehen nach Medienrecherchen unter anderem türkisch-kurdische Bandenstrukturen wie die sogenannten „Daltons“, deren mutmaßlicher Anführer sich nach RBB-Recherchen inzwischen nach Russland abgesetzt haben soll. Wichtig zur Einordnung: Die türkische und kurdische Diaspora in Berlin ist überwiegend Opfer dieser Taten, nicht Täter. Eine Pauschalisierung wäre faktisch falsch.
Was kann ich tun, wenn ich Knallgeräusche höre?
Wer Knallgeräusche hört und unsicher ist, ob es sich um Schüsse handelt, sollte umgehend die 110 wählen. Lieber einmal zu oft als einmal zu wenig – die Polizei prüft jeden Hinweis. Wer am nächsten Tag ein Einschussloch entdeckt, sollte die Stelle nicht berühren, weil dort möglicherweise wichtige Spuren wie Pulverrückstände gesichert werden können. Auch verdächtige Beobachtungen wie auffällige Fahrzeuge oder flüchtende Personen können der Polizei – auch anonym – über das Online-Hinweisportal gemeldet werden. Geschäftsinhaberinnen und Geschäftsinhaber, die Schutzgeldforderungen erhalten, können sich vertraulich an die Sondereinheit „Ferrum“ wenden.
🏁 Fazit: Ein Einschussloch, eine Statistik, eine politische Aufgabe
Die Wohnzimmerscheibe in der Grüntaler Straße ist ein einzelner Tatort – aber kein einzelner Fall. 2025 hat Berlin eine Schusswaffen-Statistik erreicht, die historische Dimensionen hat. Solange die Strukturen der Banden schneller wachsen als die Ermittlungs-Kapazitäten der Polizei, werden weitere Berliner Wohn- und Geschäftshäuser Tatorte sein. Die Sondereinheit „Ferrum“ und die jüngste Großrazzia zeigen, dass die Behörden den Ernst der Lage erkannt haben. Ob ihr Tempo reicht, wird sich 2026 zeigen. BerlinEcho bleibt am Thema dran.
🗞 Über den Autor: Maik Möhring – Chefredakteur BerlinEcho
Ich leite die Redaktion des BerlinEcho. Bei sensiblen kriminalpolitischen Themen, die Differenzierung verlangen, übernehme ich selbst.
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🤖 Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen – insbesondere der Berliner Polizei, der Senatsverwaltung für Inneres und Sport sowie Berichten von NZZ, Tagesspiegel, Neue Westfälische und dpa. Für den oder die Tatverdächtigen gilt die Unschuldsvermutung. Für Korrekturen oder Hinweise: Kontakt zur Redaktion →




