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Neukölln · Gesellschaft

Oberschulmesse Neukölln: 12 Schulen stellen sich am 12. November vor

Zwölf Neuköllner Oberschulen stellen sich am 12. November im Zentrum für Sprache und Bewegung vor. Was Familien von Fünft- und Sechstklässlern bis zur Anmeldung im März 2027 wissen müssen.

Ida Nagel Veröffentlicht
Helle Schulaula mit Stellwänden und Messetischen, auf denen leere Broschürenmappen liegen, Menschen unscharf im Hintergrund.
Zwölf Neuköllner Oberschulen präsentieren ihr Profil bei der jährlichen Bildungsmesse im Zentrum für Sprache und Bewegung. (KI-generiertes Symbolbild)
Inhalt (8 Abschnitte)
  1. Welche Schulen stellen sich auf der Messe vor?
  2. Was muss ich bis zur Anmeldung im März wissen?
  3. Wie schwer ist der Probeunterricht für das Gymnasium?
  4. Was das für die Schulwahl bedeutet
  5. Wie vergeben übernachgefragte Schulen ihre Plätze?
  6. Wie es weitergeht
  7. Häufige Fragen zum Wechsel auf die Oberschule
  8. Quellen

Die Neuköllner Oberschulmesse findet am 12. November 2026 von 15 bis 18 Uhr im Zentrum für Sprache und Bewegung am Efeuweg 38 statt. Zwölf Oberschulen des Bezirks stellen sich Familien von Fünft- und Sechstklässlern vor. Die Anmeldung für die 7. Klasse im Schuljahr 2027/28 läuft in Berlin vom 3. bis 11. März 2027.

Welche Oberschule passt zu meinem Kind? Für viele Neuköllner Familien steht diese Frage gerade an – und am gibt es die Gelegenheit, gleich zwölf Schulen an einem Nachmittag zu vergleichen. Das Bezirksamt Neukölln lädt laut seiner Pressemitteilung vom 5. November 2026 zur Neuköllner Oberschulmesse ins Zentrum für Sprache und Bewegung (ZSB), Efeuweg 38, 12357 Berlin. Von 15 bis 18 Uhr stellen sich Integrierte Sekundarschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien an eigenen Ständen vor. Auch das Schulamt und die Schulaufsicht sind dabei.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Ende Januar gibt es die Förderprognose, Anfang März wird angemeldet. Wer jetzt Schulen kennenlernt, hat bis dahin Zeit für Tage der offenen Tür und eine überlegte Liste mit drei Wünschen.

Welche Schulen stellen sich auf der Messe vor?

Auf der Neuköllner Oberschulmesse sind nach Angaben des Bezirksamts zwölf Oberschulen aus dem Bezirk vertreten – vier Gymnasien, sechs Integrierte Sekundarschulen und zwei Gemeinschaftsschulen. Die Einteilung nach Schulform folgt den Namen der Schulen; wer an einem bestimmten Profil interessiert ist, fragt am Stand am besten direkt nach Sprachen, Ganztag und gymnasialer Oberstufe.

Teilnehmende Schulen der Neuköllner Oberschulmesse am 12. November 2026 (Quelle: Bezirksamt Neukölln, Stand 5. November 2026)
Schulform Schulen
Gymnasien Albert-Einstein-Gymnasium, Ernst-Abbe-Gymnasium, Hannah-Arendt-Gymnasium, Leonardo-da-Vinci-Gymnasium
Integrierte Sekundarschulen Clay-Schule, Hermann-von-Helmholtz-Schule, Kepler-Schule, Otto-Hahn-Schule, Röntgen-Schule, Zuckmayer-Schule
Gemeinschaftsschulen Campus Efeuweg, Campus Rütli
Beratung Schulamt Neukölln und Schulaufsicht

Nicht jede Neuköllner Oberschule nimmt teil. Eine Übersicht aller Schulen im Bezirk mit Schulformen und Fristen findest du in unserem Überblick Schulen in Neukölln.

Was muss ich bis zur Anmeldung im März wissen?

Die Anmeldung für die 7. Klasse im Schuljahr 2027/28 läuft berlinweit vom bis direkt an der Erstwunschschule. Mitzubringen sind der Anmeldebogen und die Förderprognose, die die Grundschule mit dem Halbjahreszeugnis am aushändigt. So steht es auf der Übergangsseite der Senatsverwaltung für Bildung.

Seit dem Schuljahr 2025/26 gelten strengere Regeln für das Gymnasium. Das Probejahr in Klasse 7 wurde abgeschafft, stattdessen entscheidet die Notensumme vorher: Deutsch, Mathematik und erste Fremdsprache aus dem zweiten Halbjahr der 5. und dem ersten Halbjahr der 6. Klasse werden addiert. Bei höchstens 14 gilt die Eignung als festgestellt. Wer darüber liegt, kann sein Kind freiwillig zum Probeunterricht anmelden.

  • 12. November 2026: Neuköllner Oberschulmesse, 15–18 Uhr, Efeuweg 38
  • 29. Januar 2027: Halbjahreszeugnis und Förderprognose
  • 8. oder 9. Februar 2027: Anmeldung zum Probeunterricht an der eigenen Grundschule
  • 19. Februar 2027: Probeunterricht an einer von zwölf Standortschulen
  • 3. bis 11. März 2027: Anmeldung an der Erstwunschschule

Wie schwer ist der Probeunterricht für das Gymnasium?

Der Probeunterricht ist eine rund dreistündige Prüfung in Deutsch, Mathematik und überfachlichen Aufgaben, die nur sehr wenige Kinder bestehen. Nach Angaben der Senatsverwaltung nahmen im Februar 2026 berlinweit 1.223 Kinder teil, bestanden haben 1,22 Prozent – rund 15 Kinder. 2025 lag die Quote bei 2,6 Prozent von 1.937 Teilnehmenden. Verlangt sind mindestens 75 Prozent der Bewertungseinheiten, die durchschnittliche Lösungsquote lag zuletzt in Deutsch bei 37 und in Mathematik bei 45 Prozent (Fragen und Antworten zum Probeunterricht).

Was das für die Schulwahl bedeutet

  • Für Kinder mit einer Notensumme über 14 ist der Probeunterricht kaum ein realistischer Weg ans Gymnasium. Wichtiger ist dann eine gute Wahl unter den Sekundar- und Gemeinschaftsschulen – genau die stellen auf der Messe die Mehrheit.
  • Auch Sekundar- und Gemeinschaftsschulen führen zum Abitur, entweder mit eigener Oberstufe oder über eine Kooperation. Die Frage nach der Oberstufe gehört deshalb an jeden Stand.
  • Der Zweit- und Drittwunsch ist kein Nebenschauplatz: Kinder aus dem Bezirk haben dort Vorrang. Wer drei Neuköllner Schulen wirklich kennt, plant sicherer.

Wie vergeben übernachgefragte Schulen ihre Plätze?

Übernachgefragte Oberschulen in Berlin vergeben ihre Plätze nach einer festen Reihenfolge. Zuerst werden Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf berücksichtigt, jede siebte Klasse hält dafür vier Plätze bereit. Bis zu 10 Prozent der Plätze gehen an Härtefälle, danach kommen Geschwisterkinder. Mindestens 60 Prozent vergibt die Schule nach eigenen Leistungskriterien, etwa dem Notendurchschnitt der Förderprognose, und 30 Prozent werden verlost. Gemeinschaftsschulen haben eigene Aufnahmekriterien. Wie die Vergabe in Zahlen ausgegangen ist, zeigt unser Beitrag zur Schulplatzvergabe in Berlin; die Unterschiede der Schulformen erklärt der Text zum Berliner Schulsystem.

Wie es weitergeht

Nach der Messe am 12. November 2026 laden viele Oberschulen bis in den Februar zu eigenen Tagen der offenen Tür ein – die Termine stehen auf den Websites der Schulen. Ab dem 29. Januar 2027 liegt die Förderprognose vor, am 19. Februar ist der Probeunterricht, vom 3. bis 11. März 2027 wird angemeldet. Fragen zum Übergang beantwortet das Schulamt Neukölln in der Boddinstraße 34. Weitere Nachrichten aus dem Bezirk findest du unter Neukölln.

Häufige Fragen zum Wechsel auf die Oberschule

Muss man sich für die Oberschulmesse anmelden?

Eine Anmeldung nennt das Bezirksamt Neukölln in seiner Einladung nicht. Die Messe ist als offener «Markt der Möglichkeiten» angelegt: Familien gehen am 12. November 2026 zwischen 15 und 18 Uhr frei von Stand zu Stand und sprechen direkt mit den Schulen. Eingeladen sind Kinder der 5. und 6. Klassen, ihre Eltern und Erziehungsberechtigten sowie alle Interessierten. Kosten werden in der Einladung ebenfalls nicht erwähnt.

Was bedeutet eine Notensumme von 14 für das Gymnasium?

Die Notensumme ist die Summe aus den Noten in Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache aus dem zweiten Halbjahr der 5. Klasse und dem ersten Halbjahr der 6. Klasse – also sechs Noten. Liegt sie bei höchstens 14, gilt ein Kind laut Senatsbildungsverwaltung als geeignet für das Gymnasium. Ein Beispiel: Zweimal die Noten 2, 3 und 2 ergeben genau 14. Wer darüber liegt, kann nur über den bestandenen Probeunterricht an ein Gymnasium wechseln.

Wie viele Kinder bestehen den Probeunterricht?

Sehr wenige. Im Februar 2026 nahmen nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung 1.223 Kinder am Probeunterricht teil, bestanden haben 1,22 Prozent – rund 15 Kinder in ganz Berlin. Ein Jahr zuvor waren es 1.937 Teilnehmende und eine Bestehensquote von 2,6 Prozent. Für das Bestehen müssen mindestens 75 Prozent der Bewertungseinheiten in Deutsch, Mathematik und den überfachlichen Aufgaben erreicht werden.

Wie viele Wunschschulen darf ich angeben?

Bei der Anmeldung vom 3. bis 11. März 2027 geben Eltern eine Erstwunschschule an, bei der sie das Kind anmelden, und zusätzlich einen Zweit- und einen Drittwunsch. Ist die Erstwunschschule übernachgefragt, entscheidet sie nach Härtefällen und Geschwistern, nach eigenen Leistungskriterien für mindestens 60 Prozent der Plätze und per Los für 30 Prozent. Im Zweit- und Drittwunschverfahren haben Kinder aus dem Bezirk der Schule Vorrang.

Quellen

Ida Nagel

Redakteurin Gesellschaft & Wohnen

Hallo, ich bin Ida, und bei BerlinEcho bin ich zuständig für Gesellschaft und Wohnen – also für die Themen, die im Alltag meiner Mitmenschen am meisten präsent sind: Wo finde ich eine Wohnung, die ich mir leisten kann? …

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