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Neukölln · Kriminalität

Selbstlaborate in Neukölln: Polizei beschlagnahmt sechs Kilo

Bei einer Durchsuchung in Neukölln hat die Polizei Selbstlaborate mit rund sechs Kilogramm Nettoexplosivmasse sichergestellt. Ein 24-Jähriger wurde vorläufig festgenommen.

Maik Möhring Veröffentlicht
Rotes Absperrband vor Berliner Altbaufassaden und regennasser Straße an einem trüben Vormittag.
In Neukölln stellte die Polizei bei einer Wohnungsdurchsuchung rund sechs Kilogramm illegale Pyrotechnik sicher. (KI-generiertes Symbolbild)
Inhalt (4 Abschnitte)
  1. Was sind Selbstlaborate?
  2. Wofür steht die Bereitschaftspolizei «Silvester 2026»?
  3. Wie geht es weiter?
  4. Quellen

Bei einer Durchsuchung in Neukölln hat die Polizei Berlin am Donnerstag, 29. Oktober 2026, sogenannte Selbstlaborate mit rund sechs Kilogramm Nettoexplosivmasse beschlagnahmt. Ein 24-jähriger Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz führen Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft gemeinsam, sie dauern an.

Die Polizei hat in Neukölln selbstgebaute Pyrotechnik in erheblicher Menge sichergestellt. Einsatzkräfte des Landeskriminalamts und der Bereitschaftspolizei «Silvester 2026» durchsuchten laut gemeinsamer Meldung von Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstagvormittag gegen 11 Uhr eine Wohnung, nachdem ein Richter die Durchsuchung angeordnet hatte. Der Verdacht lautet auf einen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz. Für den 24-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.

  • Zeitpunkt: Donnerstag, 29. Oktober 2026, gegen 11 Uhr.
  • Ort: eine Wohnung in Neukölln, auf richterliche Anordnung.
  • Fund: Selbstlaborate, drei Mobiltelefone, ein Schlagring und ein Messer mit Schlagringgriffstück.
  • Sprengstoffmenge: rund sechs Kilogramm Nettoexplosivmasse.
  • Stand: ein Tatverdächtiger vorläufig festgenommen, Ermittlungen laufen.

Was sind Selbstlaborate?

Selbstlaborate sind in Eigenregie hergestellte Sprengsätze oder pyrotechnische Gegenstände, die nicht geprüft und nicht zugelassen sind. Anders als zugelassenes Silvesterfeuerwerk durchlaufen sie keine Qualitätskontrolle, ihre Wirkung ist unberechenbar. Die Nettoexplosivmasse bezeichnet die Menge des tatsächlich explosiven Materials ohne Hülle und Verpackung. Das Kriminaltechnische Institut des Landeskriminalamts nahm die Funde am Fundort entgegen, um sie fachgerecht zu sichern. Das Sprengstoffgesetz regelt den Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen, nachzulesen im Gesetzestext.

Wofür steht die Bereitschaftspolizei «Silvester 2026»?

Die Bereitschaftspolizei «Silvester 2026» ist eine Einheit, die Aufklärungskräfte aus verschiedenen Bereitschaftspolizeiabteilungen bündelt. Sie ist nach Angaben der Polizei im Zeitraum der Halloweenfeierlichkeiten und im Vorfeld des Jahreswechsels im Einsatz. Der Fund vom 29. Oktober fällt damit in die Phase, in der die Behörden gezielt nach illegaler Pyrotechnik suchen.

Wie geht es weiter?

Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln weiter, ob und wem der Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz nachzuweisen ist. Haftfragen oder Anklagen nannte die Meldung nicht. Wer Hinweise auf den illegalen Handel mit Pyrotechnik hat, kann sich an jede Polizeidienststelle oder die Internetwache der Polizei Berlin wenden. Weitere Berichte aus dem Ressort finden sich unter Kriminalität.

Quellen

Maik Möhring

Verantwortlicher & Chefredakteur

Moin, ich bin Maik – Gründer von BerlinEcho und verantwortlicher Redakteur. Ich baue seit Jahren digitale Medien auf, die ich wirklich für notwendig halte: unabhängig, ohne Konzernlogik im Rücken, mit echten Menschen dahinter. Berlin fasziniert mich als Stadt …

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