Landeseigene Wohnungsunternehmen Berlin: Miete bei 7,09 Euro
Inhalt (5 Abschnitte)
Die landeseigenen Wohnungsunternehmen Berlins verlangten 2025 im Schnitt 7,09 Euro pro Quadratmeter und lagen damit unter dem Mietspiegelwert von 7,71 Euro. Bei Neuverträgen waren es 9,31 Euro, die mittlere Angebotsmiete der Stadt betrug 15,78 Euro. Der Bestand wuchs auf 374.472 Wohnungen, davon 3.303 durch Neubau.
Wer eine Wohnung bei den landeseigenen Unternehmen findet, zahlt deutlich weniger als auf dem freien Markt. Das zeigt der Jahresbericht 2025 zur Kooperationsvereinbarung, den die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen am 27. Oktober 2026 veröffentlicht hat. Der Abstand ist bei Neuverträgen am größten: 9,31 Euro je Quadratmeter bei den Landeseigenen stehen 15,78 Euro mittlerer Angebotsmiete gegenüber.
- Bestand: 374.472 Wohnungen im Berichtszeitraum, davon 3.303 neu gebaut und 4.609 angekauft.
- Durchschnittsmiete 2025: 7,09 Euro pro Quadratmeter, Mietspiegelwert: 7,71 Euro.
- Neuvertragsmiete: 9,31 Euro pro Quadratmeter, mittlere Angebotsmiete in Berlin: 15,78 Euro (IBB Wohnungsmarktbericht 2025).
- Von 12.789 wiedervermieteten Wohnungen gingen 63,6 Prozent an WBS-Berechtigte.
Wie viel günstiger sind landeseigene Wohnungen?
Die Durchschnittsmiete der landeseigenen Unternehmen lag 2025 bei 7,09 Euro pro Quadratmeter und damit um 0,62 Euro oder rund 8 Prozent unter dem Mietspiegelwert von 7,71 Euro. Bei neu abgeschlossenen Verträgen verlangten sie 9,31 Euro. Die mittlere Angebotsmiete lag laut IBB Wohnungsmarktbericht bei 15,78 Euro, also um 6,47 Euro höher.
| Miete | Euro je m² |
|---|---|
| Durchschnitt landeseigene Unternehmen | 7,09 |
| Mietspiegelwert | 7,71 |
| Neuvertrag landeseigene Unternehmen | 9,31 |
| Mittlere Angebotsmiete Berlin | 15,78 |
Ein Rechenbeispiel zeigt, was das bedeutet: Bei 60 Quadratmetern ergibt der Unterschied zwischen Neuvertrag und mittlerer Angebotsmiete rund 388 Euro im Monat. Wie groß die Ersparnis im Einzelfall ist, hängt von Lage und Ausstattung ab. Wie du die Miete für deine Wohnung einordnest, erklärt unser Beitrag zum Berliner Mietspiegel 2026.
Wie viele Wohnungen kamen 2025 dazu?
Der kooperationsrelevante Bestand wuchs auf 374.472 Wohnungen. Der Neubau lag bei 3.303 Wohnungen, dazu kamen 4.609 Ankäufe. Mehr als die Hälfte des Zuwachses von zusammen 7.912 Wohnungen entstand also durch Käufe, nicht durch neue Gebäude. Die Verwaltung spricht von anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau, die Unternehmen hätten aber das Fertigstellungsniveau des Vorjahres wieder erreicht.
Wer bekommt die frei werdenden Wohnungen?
12.789 Wohnungen wurden 2025 wiedervermietet, 63,6 Prozent davon an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein. Das sind rund 8.100 Wohnungen. 26 Prozent der Wiedervermietungen gingen an besondere Bedarfsgruppen wie Schüler, Studierende, Auszubildende, Wohnungslose und Geflüchtete. Wie die Vergabe funktioniert, steht in unserem Ratgeber Wohnung mit WBS finden. Wer wissen will, ob er den Schein bekommt, findet die neuen Grenzen im Beitrag zur Wohnraumförderung in Berlin.
Wie steht es um das Leistbarkeitsversprechen und die Finanzen?
Trotz umfangreicher Mieterhöhungen stellten 2025 nur 562 Bestandsmieterinnen und -mieter einen Antrag auf Mietabsenkung im Rahmen des Leistbarkeitsversprechens. Warum es so wenige waren, nennt der Bericht in der Mitteilung nicht. Finanziell stehen die Unternehmen laut Senatsverwaltung stabil da: Die Eigenkapitalquote lag im Schnitt bei 24,7 Prozent, der gemeinsame Jahresüberschuss bei 298,9 Millionen Euro.
Quellen
Ida Nagel
Redakteurin Gesellschaft & Wohnen
Hallo, ich bin Ida, und bei BerlinEcho bin ich zuständig für Gesellschaft und Wohnen – also für die Themen, die im Alltag meiner Mitmenschen am meisten präsent sind: Wo finde ich eine Wohnung, die ich mir leisten kann? …
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