Hertha BSC 📅 10. Mai 2026 ⏱ 9 Min. 👁 109 Aufrufe

Hertha BSC Geschichte: Höhen, Tiefen & die Alte Dame aus Berlin

Erfahre alles über die Hertha BSC Geschichte, von der Gründung 1892 bis heute. Tauche ein in die Erfolge, die Fan-Kultur und die Zukunft des Berliner …

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Kurzantwort
Die Hertha BSC Geschichte beginnt mit der Gründung am 25. Juli 1892 in Berlin, was den Verein zu einem der ältesten Deutschlands macht. Zu den größten Erfolgen zählen die Deutschen Meisterschaften 1930 und 1931 sowie die Champions-League-Teilnahme 1999/2000. Nach mehreren Abstiegen spielt die „Alte Dame“ aktuell in der 2. Bundesliga und kämpft um die Rückkehr ins Oberhaus.
Inhaltsverzeichnis+
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wie wurde Hertha BSC gegründet und woher kommt der Name?
  3. Wann war die erfolgreichste Zeit in der Hertha BSC Geschichte?
  4. Welche Höhen und Tiefen erlebte Hertha BSC in der Bundesliga?
  5. Was war die Windhorst-Ära und warum scheiterte sie?
  6. Wer sind die größten Legenden von Hertha BSC?
  7. Was macht die Fankultur von Hertha BSC aus?
  8. Häufige Fragen zur Hertha BSC Geschichte
  9. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Gründung: Hertha BSC wurde am 25. Juli 1892 im Berliner Bezirk Wedding als BFC Hertha 92 gegründet.
  • Größte Erfolge: Der Verein gewann 1930 und 1931 die Deutsche Meisterschaft und nahm 1999/2000 an der Champions League teil.
  • Heimstadion: Seit 1963 ist das Olympiastadion Berlin mit einer Kapazität von 74.475 Plätzen die Heimat des Klubs.
  • Bundesliga-Abstiege: Die Vereinsgeschichte ist von sechs Abstiegen aus der Bundesliga geprägt (1965, 1980, 1983, 2012, 2022, 2023).
  • Aktuelle Situation (Mai 2026): Der Klub spielt in der 2. Bundesliga und hat den Aufstieg in der Saison 2025/26 auf Platz 7 verpasst.

Wie wurde Hertha BSC gegründet und woher kommt der Name?

Hertha BSC wurde am 25. Juli 1892 von den Brüdern Fritz und Max Lindner sowie Otto und Willi Lorenz in Berlin-Wedding gegründet. Der Name „Hertha“ stammt von einem Ausflugsdampfer, dessen blau-weißer Schornstein auch die Vereinsfarben inspirierte.

Die Hertha BSC Geschichte beginnt am 25. Juli 1892 im Berliner Stadtbezirk Wedding. Die Brüder Fritz und Max Lindner sowie Otto und Willi Lorenz gründeten den „Berliner Fußball-Club Hertha 1892″. Den Namen verdankt der Verein einem Ausflugsdampfer: Fritz Lindner hatte kurz zuvor mit seinem Vater eine Bootsfahrt auf dem Schiff „Hertha“ unternommen – der blau-weiße Schornstein inspirierte sowohl Namen als auch Vereinsfarben. Hertha ist zudem eine Abwandlung von Nerthus, einer germanischen Fruchtbarkeitsgöttin.

Im Jahr 1923 fusionierte der Klub mit dem Berliner Sport-Club. Aus dieser Verbindung entstand der heutige Name: Hertha Berliner Sport-Club e.V. Dieser Zusammenschluss legte den Grundstein für den sportlichen Aufschwung, der in den folgenden Jahren eintreten sollte.

Wann war die erfolgreichste Zeit in der Hertha BSC Geschichte?

Die erfolgreichste Phase erlebte Hertha BSC in den späten 1920er und frühen 1930er Jahren. Der Verein stand sechsmal in Folge im Finale um die Deutsche Meisterschaft und gewann den Titel in den Jahren 1930 und 1931. Hanne Sobek war der Star dieser Ära.

In den späten 1920er und frühen 1930er Jahren erlebte die Hertha BSC Geschichte ihre bislang erfolgreichste Phase. Zwischen 1926 und 1931 stand Hertha sechsmal in Folge im Finale der Deutschen Meisterschaft – ein Rekord, der bis heute unerreicht ist. In den Jahren 1930 und 1931 holte die Alte Dame schließlich den Titel. Beide Meisterschaften wurden im Stadion am Gesundbrunnen gefeiert, das die Fans liebevoll „die Plumpe“ nannten.

Überragender Spieler dieser Ära war Hanne Sobek – Stürmer, Torjäger und die erste echte Legende des Vereins. Die enge Bindung zwischen dem Klub und den Arbeitervierteln Berlins entstand in dieser Zeit und prägt die Identität von Hertha BSC bis heute.

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Welche Höhen und Tiefen erlebte Hertha BSC in der Bundesliga?

Als Gründungsmitglied der Bundesliga 1963 erlebte Hertha BSC eine wechselhafte Geschichte. Höhepunkte waren die Vizemeisterschaft 1975 und die Champions-League-Teilnahme 1999/2000. Wiederkehrende Abstiege und finanzielle Probleme prägten jedoch ebenso die Vereinsgeschichte im deutschen Profifußball.

Mit der Gründung der Fußball-Bundesliga 1963 war Hertha BSC als eines von 16 Gründungsmitgliedern dabei. Der Umzug vom Stadion am Gesundbrunnen ins Olympiastadion markierte einen wichtigen Schnitt in der Hertha BSC Geschichte. Das für die Olympischen Spiele 1936 erbaute Stadion bot mit seiner Kapazität von über 70.000 Plätzen eine imposante Bühne, aber auch eine neue Bürde. Das Olympiastadion ist seitdem Heimat und Symbol zugleich: grandios bei Europapokalnächten, oft gähnend leer im Zweitliga-Alltag.

Die erste Bundesliga-Ära verlief holprig. Bereits 1965 musste Hertha zwangsabsteigen, weil der Verein Spielergehälter über die erlaubten Sätze hinaus gezahlt hatte – ein erster Fingerzeig auf die wiederkehrenden Finanzprobleme. Der Wiederaufstieg gelang, und in den 1970er Jahren erlebte Hertha die wohl stärkste Bundesliga-Phase: 1974/75 wurde der Klub Vizemeister, drang ins Halbfinale des UEFA-Pokals vor und zog zehntausende Fans ins Olympiastadion.

Zeitraum Liga Highlight / Ereignis
1930, 1931 Gauliga Berlin 🏆 Deutsche Meisterschaften
1963 Bundesliga Gründungsmitglied der Bundesliga
1965 Abstieg Zwangsabstieg wegen überhöhter Spielergehälter
1974/75 Bundesliga 🥈 Vizemeisterschaft, UEFA-Pokal-Halbfinale
1980–1982 2. Bundesliga Abstieg und Wiederaufstieg
1999/2000 Bundesliga ⭐ Champions-League-Zwischenrunde, Platz 4
2010/11 Bundesliga Platz 4, erneute Europapokal-Teilnahme
2012 Abstieg Abstieg nach Relegation
2019–2022 Bundesliga Investor Lars Windhorst, 374 Mio. € investiert
2022/23 Abstieg Abstieg nach Relegation vs. HSV (Platz 18)
2023/24 2. Bundesliga Platz 8 – Aufstieg verpasst
2024/25 2. Bundesliga Trainer Stefan Leitl übernimmt
2025/26 2. Bundesliga Platz 7, 48 Punkte (33. Spieltag) – Aufstieg verpasst

Quellen: herthabsc.com · bundesliga.com · Stand: Mai 2026

Was war die Windhorst-Ära und warum scheiterte sie?

Die Windhorst-Ära (2019–2022) bezeichnet die Zeit, in der Investor Lars Windhorst 374 Millionen Euro in den Verein investierte, um einen „Big City Club“ zu formen. Das Projekt scheiterte an teuren, erfolglosen Transfers, internen Streitigkeiten und endete 2023 im Abstieg.

Im Jahr 2019 betrat Lars Windhorst die Bühne der Hertha BSC Geschichte. Der Unternehmer investierte insgesamt 374 Millionen Euro in den Verein, um aus Hertha einen „Big City Club“ zu formen. Es folgten teure Transfers wie Dedryck Boyata, Krzysztof Piatek und Lucas Tousart – Spieler, für die zusammen über 100 Millionen Euro gezahlt wurden. Der sportliche Gegenwert blieb jedoch aus.

Stattdessen folgten öffentliche Streitereien zwischen Windhorst und dem damaligen Vereinspräsidenten Werner Gegenbauer, Trainerwechsel im Rhythmus von Monaten und der sportliche Niedergang trotz eines Rekordkaders. Im Jahr 2022 verkaufte Windhorst seine Anteile an 777 Partners – ein US-amerikanisches Investmentunternehmen, das seither selbst mit Liquiditätsproblemen kämpft. Der Traum vom Big City Club endete im Mai 2023 mit dem Abstieg nach verlorener Relegation gegen den Hamburger SV.

📅 Aktuelle Saison 2025/26 – Stand: 10. Mai 2026

Hertha BSC spielt die dritte Saison in Folge in der 2. Bundesliga. Der erhoffte Aufstieg ist in der Saison 2025/26 nicht mehr möglich.

  • Tabellenplatz: 7. (48 Punkte nach 33 Spieltagen)
  • Trainer: Stefan Leitl (seit 2024/25)
  • Schwäche: Heimschwäche – auswärts beste Bilanz der Liga, zu Hause schwankend
  • Finanzen: Hauptsponsor CheckCars24 zahlte seit November 2025 keine Gelder (~1 Mio. € ausstehend)
  • Ziel 2026/27: Erneuter Anlauf auf den Aufstieg in die Bundesliga

Wer sind die größten Legenden von Hertha BSC?

Die Vereinsgeschichte wurde von vielen Persönlichkeiten geprägt. Zu den größten Legenden zählen Meisterspieler Hanne Sobek (1930er), Torjäger Erich „Ete“ Beer (1970er), Publikumsliebling Marcelinho (2000er) und Rekordspieler sowie späterer Trainer Pál Dárdai.

Die Hertha BSC Geschichte wurde von einer Reihe prägender Persönlichkeiten geformt. Von der Vorkriegszeit bis in die Gegenwart stehen Namen für bestimmte Epochen des Vereins:

Name Rolle Ära / Besonderheit
Hanne SobekStürmer1920er–30er, zweifacher Meister
Erich „Ete“ BeerStürmer1970er, Vizemeister, Torschützenkönig
MarcelinhoMittelfeld2000er, Champions League, Publikumsliebling
Arne FriedrichAbwehr / Kapitän2000–2011, Nationalspieler, Identifikationsfigur
Pál DárdaiTrainer / SpielerMehrere Amtszeiten, Hertha-Legende
Salomon KalouStürmer2014–2021, wichtiger Torschütze
Lucien FavreTrainer2007–2009, attraktiver Angriffsfußball

Was macht die Fankultur von Hertha BSC aus?

Das Herz der Fankultur schlägt in der Ostkurve des Olympiastadions, angeführt von Ultras-Gruppen wie den „Harlekins Berlin“. Trotz sportlicher Krisen ist der Zuschauerschnitt hoch. Ein zentrales Thema ist die sportliche Rivalität mit dem 1. FC Union Berlin im Stadtderby.

Kein Thema spaltet Berlin so verlässlich wie das Stadtderby zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union Berlin. Was lange als David-gegen-Goliath-Duell galt – Hertha im Olympiastadion, Union auf der Alten Försterei – hat sich verschoben. Union stieg auf, spielte Champions League, während Hertha in der 2. Bundesliga versank. Das Derby ist heute mehr denn je ein Kampf um die Deutungshoheit über den Berliner Fußball.

Das Herz der Hertha-Fanszene schlägt in der Ostkurve des Olympiastadions. Ultras-Gruppen wie „Harlekins Berlin“ und „Desperados“ prägen seit Jahrzehnten die Atmosphäre – mit Choreografien, Gesang und der charakteristischen blau-weißen Wand. Trotz der sportlichen Krise der letzten Jahre blieb die Fanbasis stabil: Im Schnitt kommen über 40.000 Zuschauer zu Heimspielen in der 2. Bundesliga.

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Foto: Adrian Schmidt

Häufige Fragen zur Hertha BSC Geschichte

Wann wurde Hertha BSC gegründet?

Hertha BSC wurde am 25. Juli 1892 als „Berliner Fußball-Club Hertha 1892″ in Berlin-Wedding gegründet. Im Jahr 1923 fusionierte der Klub mit dem Berliner Sport-Club zum heutigen Hertha Berliner Sport-Club e.V.

Wie viele Deutsche Meisterschaften hat Hertha BSC gewonnen?

Hertha BSC gewann zweimal die Deutsche Meisterschaft in den Jahren 1930 und 1931. Beide Titel wurden im damaligen Heimstadion am Gesundbrunnen, der sogenannten „Plumpe“, gefeiert.

Warum heißt Hertha BSC „Alte Dame“?

Der Spitzname „Alte Dame“ verweist auf das hohe Gründungsalter von 1892 und die lange Tradition des Vereins. Er steht für Beständigkeit und Identität und wird von den Fans zugleich liebevoll und mit einem Augenzwinkern verwendet.

Woher kommt der Name „Hertha“?

Der Name stammt von einem Ausflugsdampfer, den Gründer Fritz Lindner mit seinem Vater befuhr. Der blau-weiße Schornstein des Schiffes „Hertha“ inspirierte sowohl den Namen als auch die Vereinsfarben. Hertha ist zudem eine Ableitung der germanischen Göttin Nerthus.

In welcher Liga spielt Hertha BSC 2026?

Hertha BSC spielt in der Saison 2025/26 in der 2. Bundesliga. Nach 33 Spieltagen belegt der Verein Platz 7 mit 48 Punkten, wodurch der Aufstieg in die Bundesliga in dieser Saison nicht mehr möglich ist.

Wie viele Schulden hat Hertha BSC?

Laut Vereinsangaben liegt die Netto-Finanzverschuldung knapp unter 30 Millionen Euro, während das Eigenkapital mit fast 38,4 Millionen Euro negativ ist. Zusätzlich hat Hauptsponsor CheckCars24 seit November 2025 keine Zahlungen mehr geleistet, wodurch rund 1 Million Euro ausstehen.

Hat Hertha BSC in der Champions League gespielt?

Ja. In der Saison 1999/2000 qualifizierte sich Hertha BSC erstmals für die Champions League und erreichte die Zwischenrunde. Gegner waren unter anderem der Chelsea FC, der AC Mailand und Galatasaray Istanbul.

Wann stieg Hertha BSC zuletzt ab?

Hertha BSC stieg zuletzt im Mai 2023 aus der Bundesliga ab. Der Abstieg erfolgte nach der verlorenen Relegation gegen den Hamburger SV und war der sechste Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte.

Fazit

Die über 130-jährige Geschichte von Hertha BSC ist ein Spiegelbild Berlins: geprägt von großen Ambitionen, glorreichen Erfolgen wie den Meisterschaften 1930/31 und unvergesslichen Champions-League-Nächten, aber auch von tiefen Krisen und schmerzhaften Abstiegen. Vom Stadion am Gesundbrunnen bis ins Olympiastadion, von Hanne Sobek bis Pál Dárdai hat der Verein Generationen von Fans begeistert und enttäuscht. Trotz des aktuellen Kampfes in der 2. Bundesliga bleibt die „Alte Dame“ ein fester Bestandteil der Hauptstadtidentität. Die treue Fanbasis in der Ostkurve beweist, dass die Hoffnung auf eine Rückkehr zu altem Glanz ungebrochen ist und der Verein weiter um seinen Platz im deutschen Fußball kämpft.

JM
✍ Über den Autor
Redakteur Sport & Digitales

Hey, ich bin Julian – und bei BerlinEcho kümmere ich mich um Sport und alles Digitale. Wenn Hertha mal wieder in der Abstiegszone steckt oder Union überraschend Europa spielt, bin ich derjenige, der das für euch einordnet. Sport war für mich nie nur Hobby – es ist der ehrlichste Spiegel einer Stadt. Wer in Berlin Fussball versteht, versteht auch was über die Bezirke, die Milieus, die sozialen Spannungen. Deshalb berichtet man über Sport hier nie nur über Sport. Daneben schreibe ich über das Digitale Berlin: E-Sport, Gaming-Kultur, Social Media, neue Plattformen. Berlin ist eine der wenigen deutschen Städte, in der diese Szene wirklich lebt – nicht nur in Co-Working-Spaces, sondern auf der Strasse. Auf Instagram bin ich am aktivsten – schreib mir gerne, wenn du einen Tipp hast oder einfach über den letzten Spieltag reden willst.

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