Berlin-Mitte 📅 3. Mai 2026 ⏱ 7 Min. 👁 44 Aufrufe

Elisabeth Selbert Haus Berlin: 89-Millionen-Bau verzögert sich

Das Elisabeth Selbert Haus in Berlin-Mitte wird teurer und später fertig. Warum der 89-Millionen-Bau für den Bundestag stockt. → Alle Fakten hier

Das Elisabeth Selbert Haus schließt eine der letzten großen Baulücken an der historischen Prachtstraße Unter den Linden. Der neue 89,2-Millionen-Euro-Bau in Berlin-Mitte (10117) soll künftig 200 Büros für den Deutschen Bundestag bieten. Ich verfolge die Baustelle an der Ecke Schadowstraße seit dem Abriss des Vorgängerbaus genau und sehe aktuell: Der Zeitplan bis Ende 2026 wackelt massiv.

Kurz zusammengefasst: Das Elisabeth Selbert Haus ist ein im Bau befindliches Bürogebäude für den Bundestag in Berlin-Mitte. Auf 13.000 Quadratmetern entstehen 200 Büros sowie Ausstellungsräume für die Willy-Brandt-Stiftung. Die Baukosten liegen bei 89,2 Millionen Euro, doch die anvisierte Fertigstellung bis Ende 2026 verzögert sich voraussichtlich.
📋 Das Wichtigste in Kürze
  • Baukosten: 89,2 Millionen Euro (laut Bundesanstalt für Immobilienaufgaben).
  • Nutzfläche: Rund 13.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche für parlamentarische Arbeit.
  • Kapazität: Etwa 200 neue Büroräume für den Deutschen Bundestag.
  • Lage: Unter den Linden 62 / Ecke Schadowstraße in 10117 Berlin-Mitte.
  • Fertigstellung: Ursprünglich für Ende 2026 geplant, Bauverzug ist absehbar.

Was ist das Elisabeth Selbert Haus?

Das Elisabeth Selbert Haus ist ein neuer Verwaltungsbau für den Deutschen Bundestag, der aktuell an der Ecke Unter den Linden und Schadowstraße entsteht. Das Gebäude ersetzt das historische Wiratex-Gebäude, kostet 89,2 Millionen Euro und bündelt parlamentarische Büroflächen an einem zentralen Ort. Für die Verwaltungsinfrastruktur der Hauptstadt ist dieser Neubau ein entscheidendes Puzzleteil.

Merkmal Wert Quelle
Name Elisabeth Selbert Haus Bundestag
Bauherr Bundesanstalt für Immobilienaufgaben BImA
Architekten kleyer.koblitz.letzel.freivogel Wettbewerb 2018
Generalunternehmer PORR GmbH & Co. KGaA PORR
Baukosten 89,2 Millionen Euro Berliner Zeitung
Geplante Fertigstellung Ende 2026 BImA
Adresse Unter den Linden 62, 10117 Berlin BBR

🏛️ BerlinEcho-Einordnung

Das Elisabeth Selbert Haus schließt eine der letzten größeren Baulücken an der traditionsreichen Unter den Linden in Berlin-Mitte, einem Umfeld, das laut Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung stark durch Einrichtungen von Parlament und Regierung geprägt ist. Was in der bisherigen Berichterstattung oft untergeht: Seit dem Baustart durch den Hochbauer PORR im Frühjahr 2025 kämpft das Projekt mit den extrem beengten Platzverhältnissen im Zentrum. Für Berliner relevant, aber in den großen Medien bisher kaum thematisiert, sind die logistischen Herausforderungen des Tiefbaus an dieser Magistrale, die maßgeblich erklären, warum der Rohbau aktuell noch nicht die geplante Gebäudehöhe erreicht hat.

🏗️ Architektur und Nachhaltigkeit im Regierungsviertel Berlin

Der Entwurf für den markanten Neubau stammt vom Architekturbüro kleyer.koblitz.letzel.freivogel architekten, das bereits 2018 den Gestaltungswettbewerb für sich entscheiden konnte. Geplant ist ein klar gegliederter, L-förmiger Baukörper, der sich respektvoll in die historische städtebauliche Struktur der Umgebung einfügt. Das Gebäude teilt sich in sechs Vollgeschosse und ein zusätzliches Untergeschoss auf.

Im Inneren bildet ein großzügiges Foyer den zentralen Verteiler für Mitarbeiter und Besucher. Eine auffällige Wendeltreppe verbindet die verschiedenen Ebenen miteinander. Offene Galerien und Sichtachsen sollen die interne Kommunikation der Parlamentarier und Verwaltungsangestellten fördern. Das Regierungsviertel Berlin erhält mit diesem Projekt zudem einen Vorzeigebau in Sachen Klimaschutz. Die Energieversorgung wird maßgeblich über Geothermie sichergestellt, ergänzt durch eine leistungsstarke Photovoltaikanlage auf dem Dach. Der Bund strebt für das Projekt eine offizielle Zertifizierung nach den strengen Kriterien für nachhaltiges Bauen an.

Elisabeth Selbert Haus Berlin News
Foto: Catalin M

⏱️ Bauverzögerungen: Warum der Zeitplan wackelt

Die Umsetzung des komplexen Bauvorhabens erfolgt durch das Generalunternehmen PORR GmbH & Co. KGaA. Um die enormen logistischen Herausforderungen auf der engen Innenstadtbaustelle zu meistern, setzen die Ingenieure auf digitale Planungsmethoden wie Building Information Modeling (BIM) und LEAN-Management. Dennoch zeichnet sich ab, dass die anvisierte Fertigstellung bis Ende 2026 kaum zu halten ist.

Der Rohbau wächst zwar sichtbar über das Straßenniveau hinaus, hat aber im Frühjahr 2026 noch nicht die volle Gebäudehöhe erreicht. Die Verzögerungen rufen bereits Kritiker auf den Plan. Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler, warnte laut einem Bericht der Berliner Zeitung unmissverständlich: „Wenn der Zeitplan erst gerissen werde, dann werde der Bau fast zwangsläufig teurer.“ Die aktuell veranschlagten Baukosten von 89,2 Millionen Euro könnten demnach noch weiter steigen.

⚠️ Hinweis: Ein exakter neuer Eröffnungstermin wurde von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben noch nicht offiziell bestätigt (Stand: April 2026). Dieser Artikel basiert auf den bisherigen Ankündigungen und dem sichtbaren Baufortschritt.

🏛️ Einzug der Willy-Brandt-Stiftung

Neben den reinen Büroflächen für den Bundestag erfüllt das Gebäude auch einen öffentlichen Auftrag. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss wird die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung ihre neuen Räumlichkeiten beziehen. Geplant sind dort öffentlich zugängliche Ausstellungsbereiche, die sich der deutschen Demokratiegeschichte und dem Leben des ehemaligen Bundeskanzlers widmen.

Die Namensgebung des Hauses unterstreicht diesen historischen Anspruch. Elisabeth Selbert, eine der vier sogenannten „Mütter des Grundgesetzes“, setzte sich vehement und erfolgreich für die Aufnahme der Gleichberechtigung von Mann und Frau (Artikel 3, Absatz 2) in die deutsche Verfassung ein. Ihr Name an dieser prominenten Adresse würdigt ihren zentralen Beitrag zur bundesdeutschen Demokratie.

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❓ Häufige Fragen zum Elisabeth Selbert Haus

Wer war Elisabeth Selbert?

Elisabeth Selbert war eine deutsche Politikerin und Juristin. Sie gilt als eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“ und erkämpfte die Verankerung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der Verfassung. Das Elisabeth Selbert Haus ist ihr zu Ehren benannt.

Was kostet der Bau des Elisabeth Selbert Hauses?

Die Baukosten für das Elisabeth Selbert Haus belaufen sich nach offiziellen Angaben der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben auf 89,2 Millionen Euro. Experten warnen jedoch, dass Bauverzögerungen diese Summe noch in die Höhe treiben könnten.

Wann wird das Elisabeth Selbert Haus fertiggestellt?

Ursprünglich war die Fertigstellung für Ende 2026 geplant. Aufgrund des aktuellen Baufortschritts am Rohbau in Berlin-Mitte gilt dieser Zeitplan jedoch als äußerst ambitioniert, sodass sich die Eröffnung bis ins Jahr 2027 verschieben könnte.

Wie viele Büros entstehen im Elisabeth Selbert Haus?

Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 13.000 Quadratmetern entstehen im Elisabeth Selbert Haus etwa 200 neue Büroräume. Diese sind primär für die parlamentarische Arbeit der Abgeordneten und der Verwaltung des Deutschen Bundestages vorgesehen.

Wo genau steht das Elisabeth Selbert Haus in Berlin?

Der Neubau befindet sich an der Adresse Unter den Linden 62 an der Ecke zur Schadowstraße in 10117 Berlin-Mitte. Er schließt eine prominente Baulücke in direkter Nachbarschaft zur Polnischen Botschaft.

Elisabeth Selbert Haus Berlin News
Foto: Melik Dngsk

🏁 Fazit: Ein teures Projekt unter Zeitdruck

Das Elisabeth Selbert Haus ist architektonisch anspruchsvoll, kämpft aber mit den typischen Berliner Bauproblemen an einer der engsten Stellen der Innenstadt. Die sichtbaren Verzögerungen im Regierungsviertel Berlin deuten klar darauf hin, dass die veranschlagten Kosten von 89,2 Millionen Euro kaum das Ende der Fahnenstange sein werden. Für die parlamentarische Infrastruktur und die Sichtbarkeit der Willy-Brandt-Stiftung bleibt der L-förmige Neubau dennoch ein unverzichtbarer Gewinn für die Hauptstadt.

🗞 Über den Autor: Maik Möhring – Verantwortlicher & Chefredakteur
Ich verfolge die Bauprojekte des Bundes rund um die Schadowstraße seit Jahren. Wenn der Rohbau im Frühjahr noch nicht die volle Höhe erreicht hat, weiß ich aus Erfahrung: Das Budget von 89 Millionen Euro wird nicht das letzte Wort sein.
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🤖 Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI). Angaben basieren auf verfügbaren Quellen zum Zeitpunkt der Erstellung. Für Korrekturen oder Hinweise: Kontakt zur Redaktion →

MM
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Moin, ich bin Maik – Gründer von BerlinEcho und verantwortlicher Redakteur. Ich baue seit Jahren digitale Medien auf, die ich wirklich für notwendig halte: unabhängig, ohne Konzernlogik im Rücken, mit echten Menschen dahinter. Berlin fasziniert mich als Stadt der Brüche: Hipster-Kieze neben Plattenbau, Bundespolitik neben Bezirksstreit, globale Startup-Szene neben klassischem Berliner Kleingarten. Diesen Widersprüchen geht BerlinEcho nach – täglich. Als Verleger verantworte ich alles, was auf dieser Seite erscheint. Das ist mir wichtig zu sagen, weil es in einer Zeit, in der viele Medien hinter anonymen Redaktionen verschwinden, nicht selbstverständlich ist. Bei BerlinEcho steht immer jemand mit dem Namen dafür ein. Mein Hintergrund ist digitales Publizieren: SEO, Content-Strategie, Aufbau von Nachrichtenportalen – das mache ich seit Jahren, für meine eigenen Seiten und für Kunden. BerlinEcho ist mein liebstes Projekt, weil es direkt an dem Ort spielt, wo gerade Deutschland-Geschichte geschrieben wird.

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📍 Berlin ⭐ Gründer Maik Möhring Media · Verleger & verantwortlicher Redakteur · Langjährige Erfahrung in digitalem Publizieren · Mehrere Online-Medien in Deutschland. ✍ 242 Artikel