Am Donnerstagmittag, 21. Mai 2026, haben zwei Männer auf einem Motorroller in der Urbanstraße in Berlin-Kreuzberg auf einen fahrenden VW Passat Kombi geschossen. Im Auto saßen vier Männer im Alter von 24, 32, 35 und 55 Jahren – sie sollen laut übereinstimmenden Medienberichten zur Berliner Großfamilie Remmo gehören. Auf dem Mittelstreifen der Urbanstraße sicherten Beamte der Polizei Berlin fünf Projektile. Die Polizei sperrte die Urbanstraße nahe dem Hermannplatz, Busse mussten umgeleitet werden. Die vier Insassen wurden wenig später in der Nähe der Fontanepromenade vorläufig festgehalten und überprüft.
📋 Das Wichtigste in Kürze
- Tatort: Urbanstraße in Kreuzberg, Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, nahe Hermannplatz
- Tatzeit: Donnerstag, 21. Mai 2026, gegen 12:30 Uhr (Mitten am Tag)
- Täter: Zwei Männer auf einem Motorroller, unerkannt geflüchtet
- Opfer / Beschossene: Vier Männer (24, 32, 35, 55 Jahre) in einem silbergraublauen VW Passat Kombi
- Spuren: Fünf Projektile auf dem Mittelstreifen der Urbanstraße sichergestellt
- Quelle Polizei: Polizeisprecher Jan Misselwitz bestätigte die Notrufe und den Einsatz gegenüber Medien
- Mutmaßlicher Hintergrund: Insassen sollen laut Medienberichten zur Großfamilie Remmo gehören – Polizei hat das offiziell nicht bestätigt
📖 Inhaltsverzeichnis
- Was am Donnerstag in der Urbanstraße passiert ist
- Vier Männer im VW Passat: Was über sie bekannt ist
- Schauplatz Urbanstraße: Knotenpunkt zwischen Hermannplatz und Südstern
- Die Großfamilie Remmo und die Berliner Strafverfolgung
- Was die Polizei Berlin jetzt prüft
- BerlinEcho-Einordnung: Was die Pressemitteilungen nicht erzählen
- Häufige Fragen zum Drive-by-Shooting in Kreuzberg
🚨 Was am Donnerstag in der Urbanstraße passiert ist
Gegen 12:30 Uhr gingen am Donnerstag, 21. Mai 2026, mehrere Notrufe bei der Polizei Berlin ein. Anwohner und Passanten hatten Schüsse aus der Urbanstraße in Kreuzberg gemeldet. Zwei Männer auf einem Motorroller sollen aus dem fahrenden Verkehr heraus auf einen silbergraublauen VW Passat Kombi gefeuert haben – mehrere Kugeln trafen das Auto. Polizeisprecher Jan Misselwitz bestätigte den Einsatz und die Notrufe gegenüber Medien.
Beamte sicherten anschließend fünf Projektile auf dem Mittelstreifen der Urbanstraße. Der oder die Schützen flüchteten mit dem Motorroller unerkannt vom Tatort. Die Polizei sperrte die Urbanstraße nahe dem Hermannplatz ab, Busse der BVG mussten umgeleitet werden. Die Spurensicherung war auch am Nachmittag noch im Einsatz.
🚓 Vier Männer im VW Passat: Was über sie bekannt ist

Wenig später entdeckten Streifenwagen-Besatzungen einen silbergraublauen VW Passat Kombi nahe der Fontanepromenade – ebenfalls noch in Kreuzberg. Aus dem Wagen sollen mehrere Männer geflüchtet sein. Polizeibeamte stellten sie und nahmen die Personalien auf. Es handelt sich um vier Männer im Alter von 24, 32, 35 und 55 Jahren. Sie wurden vorläufig festgehalten und überprüft.
Nach Berichten von BILD und Tagesspiegel sollen die vier Männer alle der Großfamilie Remmo angehören. Diese Zuordnung stammt aus Polizeikreisen und ist offiziell nicht bestätigt – der Tagesspiegel sprach von unbestätigten Informationen. Warum die Männer aus dem Wagen flüchten wollten, ist bislang unklar. Hinweise auf Verletzte gab es nach den ersten Berichten nicht.
🏘️ Schauplatz Urbanstraße: Knotenpunkt zwischen Hermannplatz und Südstern
Die Urbanstraße ist eine der zentralen Querverbindungen im Süden Kreuzbergs. Sie verläuft zwischen dem Hermannplatz an der Bezirksgrenze zu Neukölln und dem Südstern, vorbei am Vivantes Klinikum Am Urban und am Volkspark Hasenheide. Mittags ist sie stark befahren – Busse, Lieferverkehr, Anwohner.
Genau in dieser Hauptverkehrszeit fielen die Schüsse. Die Polizei sperrte den betroffenen Abschnitt für die Spurensicherung, Bus-Linien wurden umgeleitet. Ortsteil: Kreuzberg. Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg, 295.000 Einwohner. Wer in Kreuzberg lebt oder arbeitet, kennt die Urbanstraße als Alltagsachse – nicht als Tatort eines bewaffneten Übergriffs am hellichten Tag.
📊 Die Großfamilie Remmo und die Berliner Strafverfolgung
Die Großfamilie Remmo ist in der Berliner Strafverfolgung kein neuer Name. Angehörige der Familie waren in den vergangenen Jahren mehrfach in aufsehenerregende Verfahren verwickelt – darunter der Goldmünz-Raub aus dem Bode-Museum 2017 (Mitte) und der Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden 2019. Berliner und sächsische Gerichte haben mehrere Mitglieder rechtskräftig verurteilt.
Eine generelle Zuschreibung aller Familienmitglieder zu Straftaten verbietet sich – das Bundeskriminalamt und die Berliner Polizei sprechen in solchen Kontexten von Clan-Kriminalität als Phänomenbereich, nicht als Familien-Etikett. Die Berliner Innenverwaltung hat seit 2018 eine eigene politische Linie zur Bekämpfung organisierter Kriminalität aufgesetzt. Wie konkret die Männer im Passat eingebunden sind und ob das aktuelle Drive-by-Shooting im Zusammenhang mit einem internen oder externen Konflikt steht, ist bisher reine Spekulation – die Ermittlungen stehen am Anfang.
🚓 Was die Polizei Berlin jetzt prüft
Die Polizei Berlin sicherte am Tatort fünf Projektile, ein Forensik-Team war noch am Nachmittag im Einsatz. Folgende Punkte stehen jetzt im Fokus:
- Identifizierung der Schützen: Zwei Männer auf einem Motorroller – Kennzeichen, Modell und Fluchtweg müssen rekonstruiert werden.
- Auswertung von Videomaterial: Die Urbanstraße ist dicht mit Geschäften und Bussen befahren. Überwachungskameras, BVG-Kameras und Smartphone-Videos können entscheidend werden.
- Ballistik: Die fünf Projektile werden auf Kaliber und Waffe untersucht. Treffer am Passat lassen Rückschlüsse auf den Tathergang zu.
- Hintergrund der vier Insassen: Warum saßen die Männer zur Mittagszeit gemeinsam in dem Wagen, warum wollten sie nach dem Stopp flüchten?
- Mögliches Tatmotiv: Persönlicher Konflikt, Streit innerhalb organisierter Strukturen, gezielter Anschlag? Die Polizei äußert sich dazu nicht.
Sollten weitere Erkenntnisse oder eine offizielle Polizei-Pressemitteilung folgen, werden wir diesen Artikel aktualisieren.

📚 Quellen zum Drive-by-Shooting in Kreuzberg
| Aspekt | Detail | Quelle |
|---|---|---|
| Was | Schüsse vom Motorroller auf VW Passat, fünf Projektile gesichert | BILD Berlin |
| Wo | Urbanstraße, Kreuzberg, Friedrichshain-Kreuzberg, nahe Hermannplatz | Tagesspiegel Berlin |
| Wann | Donnerstag, 21. Mai 2026, gegen 12:30 Uhr | BILD Berlin |
| Wer | Vier Männer (24, 32, 35, 55 Jahre) im Passat – Zuordnung zur Großfamilie Remmo unbestätigt | Tagesspiegel |
| Polizei-Statement | Polizeisprecher Jan Misselwitz bestätigte Einsatz und Notrufe | Polizei Berlin |
🏛️ BERLINECHO-EINORDNUNG
Was die Pressemitteilungen nicht erzählen
Wenn am hellichten Tag mitten in der Urbanstraße Schüsse fallen, ist das mehr als eine einzelne Polizeimeldung. Es ist eine Frage, die Berlin sich seit Jahren stellt – und auf die der Senat bislang keine glatte Antwort hat.
1. Clan-Kriminalität als politisches Wort, nicht als juristisches
Der Begriff Clan-Kriminalität ist in Berlin politisch aufgeladen. Polizei und Innensenat nutzen ihn als Phänomenbeschreibung – Gerichte arbeiten mit individuellen Straftatbeständen. Wer von Clan spricht, ohne konkrete Taten zu benennen, bewegt sich auf dünnem Eis. Das gilt auch für diesen Fall, solange die Hintergründe ungeklärt sind.
2. Der Ort sagt etwas über Berlin
Dass die Schüsse mitten in Kreuzberg fielen – nicht in einer Hinterhof-Szene, sondern auf einer Hauptverkehrsachse mit Bussen, Schulkindern und Klinikbesuchern – wirft Sicherheitsfragen auf, die über den Einzelfall hinausgehen. Wer hier feuert, kalkuliert öffentliche Wirkung ein.
3. Die Lücke zwischen Polizeitext und Schlagzeile
Die Polizei Berlin bestätigt aktuell den Einsatz, fünf Projektile und die vier festgehaltenen Männer. Die Medienberichte über die Remmo-Zuordnung stammen aus Polizeikreisen, nicht aus einer offiziellen Mitteilung. Solche Quellen sind in der Regel valide – sie sind aber juristisch keine Anklage.
4. Was Berlin daraus lernen sollte
Für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, für die Innenpolitik im Senat und für die Berliner Gesellschaft ist die wichtigste Frage nicht „Wer ist Remmo?“, sondern „Wie verhindert man, dass Konflikte mit Schusswaffen auf einer öffentlichen Straße ausgetragen werden?“. Antworten gibt es bisher keine, die diesen Namen verdienen.
📌 EHRLICHE EINORDNUNG:
Die Boulevardberichterstattung lebt von dem Wort „Clan-Krieg“. Das ist verkaufsstark, hilft aber niemandem – weder den Anwohnern, die jetzt durch eine abgesperrte Urbanstraße müssen, noch den Ermittlern, die unaufgeregt arbeiten sollten. BerlinEcho hält sich da raus und bleibt bei dem, was die Polizei tatsächlich gesagt hat.
Maik Möhring · Chefredakteur BerlinEcho
Ich beobachte Berliner Sicherheitsthemen seit Jahren. Was mir bei diesem Fall auffällt: Die Geschwindigkeit, mit der aus einer Schussabgabe ein „Clan-Krieg“ gemacht wird, sagt mehr über die Schlagzeilen-Logik aus als über den tatsächlichen Stand der Ermittlungen.
❓ Häufige Fragen zum Drive-by-Shooting in Kreuzberg
Was ist am 21. Mai 2026 in der Urbanstraße in Kreuzberg passiert?
Am Donnerstag, 21. Mai 2026, gegen 12:30 Uhr haben zwei Männer auf einem Motorroller in der Urbanstraße im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mehrfach auf einen fahrenden VW Passat Kombi geschossen. Die Polizei Berlin sicherte fünf Projektile auf dem Mittelstreifen. Im Auto saßen vier Männer im Alter von 24, 32, 35 und 55 Jahren, die nahe der Fontanepromenade von Beamten festgehalten und überprüft wurden. Verletzte sind bislang nicht offiziell bestätigt – die Ermittlungen laufen.
Wer sind die Insassen des Passats und gehören sie wirklich zum Remmo-Clan?
Die Berliner Polizei hat öffentlich vier Männer im Alter von 24, 32, 35 und 55 Jahren bestätigt, die im beschossenen VW Passat saßen. Medienberichte von BILD und Tagesspiegel zitieren Polizeikreise mit der Aussage, dass die Männer zur Großfamilie Remmo gehören sollen. Eine offizielle Bestätigung der Polizei Berlin oder der Berliner Staatsanwaltschaft, die diese Zuordnung als gesicherte Tatsache bestätigt, liegt bisher nicht vor. Solange das nicht geschieht, bleibt die Zuordnung im Bereich unbestätigter Informationen.
Gab es Verletzte beim Drive-by-Shooting in der Urbanstraße?
Nach den ersten Polizei- und Medienberichten am Donnerstagnachmittag, 21. Mai 2026, gab es zunächst keine bestätigten Hinweise auf Verletzte. Der Tagesspiegel schrieb am Donnerstag, ob es Verletzte gab, sei zunächst unklar gewesen. Die Insassen des VW Passat wurden polizeilich überprüft, eine Schussverletzung wurde in den vorliegenden Berichten nicht beschrieben. Sollten sich neue Erkenntnisse zur gesundheitlichen Lage der Insassen ergeben, wird BerlinEcho diesen Artikel aktualisieren.
Wo genau liegt die Urbanstraße und welche Auswirkungen hatte die Sperrung?
Die Urbanstraße liegt im Ortsteil Kreuzberg im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und verbindet den Hermannplatz an der Bezirksgrenze zu Neukölln mit dem Südstern. Sie ist eine stark befahrene Querachse mit Bus-Linien, dem Vivantes Klinikum Am Urban und vielen kleinen Gewerbebetrieben. Nach den Schüssen sperrte die Polizei Berlin den betroffenen Abschnitt nahe dem Hermannplatz. Mehrere BVG-Bus-Linien mussten in der Folge umgeleitet werden. Anwohner und Pendler mussten sich auf veränderte Wege einstellen.
Wie geht die Berliner Polizei jetzt mit den Ermittlungen weiter um?
Die Polizei Berlin sicherte am Donnerstagnachmittag, 21. Mai 2026, fünf Projektile auf dem Mittelstreifen der Urbanstraße und untersuchte den Tatort. Polizeisprecher Jan Misselwitz bestätigte den Einsatz öffentlich. Die nächsten Schritte sind klassisch: Auswertung von Überwachungs- und Bus-Kameras im Bereich Hermannplatz und Urbanstraße, Ballistik der Projektile, Befragung der vier Insassen sowie die Suche nach dem geflüchteten Motorroller mit zwei Männern. Eine offizielle Pressemitteilung mit Stand der Ermittlungen wird voraussichtlich folgen.
Was ist ein Drive-by-Shooting und wie oft kommt das in Berlin vor?
Als Drive-by-Shooting bezeichnen Polizei und Kriminologen Schüsse aus einem fahrenden Fahrzeug – meist Auto oder Motorrad – auf ein anderes Fahrzeug oder eine Person. Die Methode ist in den USA seit Jahrzehnten dokumentiert, in Berlin gab es in der Vergangenheit nur einzelne Fälle, vor allem im Umfeld organisierter Kriminalität. Statistiken der Polizei Berlin und des Bundeskriminalamts sprechen bei dieser Tatform nicht von einer Massenerscheinung, sondern von gezielten Einzelaktionen. Genau das macht den Fall in der Urbanstraße bemerkenswert.
🏁 Fazit: Schüsse mitten in Kreuzberg – Polizei am Anfang der Ermittlungen
Das Drive-by-Shooting in der Urbanstraße am 21. Mai 2026 ist ein bemerkenswerter Vorfall – nicht wegen der Schlagzeile, sondern wegen des Tatorts: eine belebte Kreuzberger Hauptachse, mittags, vier Männer in einem Auto, zwei Schützen auf einem Motorroller. Die Polizei Berlin hat den Einsatz und fünf Projektile bestätigt. Die Zuordnung der Insassen zur Großfamilie Remmo basiert bislang auf Medienberichten aus Polizeikreisen, nicht auf einer offiziellen Mitteilung. Wer in Friedrichshain-Kreuzberg oder Neukölln lebt, sollte abwarten, was die Ermittlungen ergeben – und nicht jeder Schlagzeile sofort folgen.
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🗞 Über den Autor: Maik Möhring – Chefredakteur und Verleger BerlinEcho
Ich verfolge die Berliner Sicherheits- und Innenpolitik seit Jahren und versuche, zwischen Boulevard-Headline und tatsächlicher Ermittlungslage Klartext zu schaffen. Bei diesem Fall heißt das: Erst lesen, was die Polizei wirklich sagt – dann erst kommentieren.
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🤖 Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI). Die Angaben basieren auf den am 22. Mai 2026 verfügbaren Berichten von BILD, Tagesspiegel und Polizei Berlin. Für Korrekturen oder Hinweise: Kontakt zur Redaktion →




