Berlin-Mitte 📅 5. April 2026 ⏱ 6 Min. 👁 145 Aufrufe

Dashi Diner Berlin Mitte: Neuerfindung, Rassismus & Schließung

Dashi Diner Berlin – Das ambitionierte Asian-Diner in Mitte schließt nach vier Jahren. Hintergründe zu Konzept, Rassismus-Debatte und dem neuen Ableger. →

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Kurzantwort

Das Dashi Diner Berlin in der Invalidenstraße in Mitte ist dauerhaft geschlossen. Das für sein Design und seine Fusion aus chinesischer und japanischer Küche bekannte Restaurant sah sich kurz nach der Eröffnung im März 2022 mit Rassismusvorwürfen konfrontiert. Seit August 2024 führen die Gründerinnen mit der Dashi Canteen in Charlottenburg ein Nachfolgekonzept mit Tagesmenü weiter.

Inhaltsverzeichnis+
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was war das besondere Konzept des Dashi Diner Berlin?
  3. Mit welchen rassistischen Vorurteilen war das Dashi Diner konfrontiert?
  4. Gibt es nach der Schließung eine Alternative zum Dashi Diner?
  5. Häufige Fragen zu Dashi Diner Berlin
  6. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Standort Mitte: Das ursprüngliche Restaurant in der Invalidenstraße 112, Berlin-Mitte, eröffnete im März 2022 und ist inzwischen dauerhaft geschlossen.
  • Kulinarisches Konzept: Die Gründerinnen Thu Thuy Pham und Thao Westphal verbanden Einflüsse chinesischer Cha-Chaan-Teng-Cafés und japanischer Kissaten (Teehäuser).
  • Design: Das minimalistische und helle Innendesign wurde vom renommierten dänischen Studio Mentze Ottenstein entworfen.
  • Rassismus-Debatte: Kurz nach der Eröffnung sahen sich die Betreiberinnen mit rassistischen Stereotypen bezüglich asiatischer Gastronomie konfrontiert.
  • Nachfolgekonzept: Ein neuer Ableger, die Dashi Canteen, wurde im August 2024 in der Englischen Straße 21 in Charlottenburg eröffnet.

Was war das besondere Konzept des Dashi Diner Berlin?

Das Dashi Diner Berlin in Mitte kombinierte die Ästhetik chinesischer Cha-Chaan-Teng-Cafés mit japanischen Kissaten. Die Gründerinnen Thu Thuy Pham und Thao Westphal schufen zusammen mit dem dänischen Designstudio Mentze Ottenstein einen minimalistischen Ort, der ihre Kindheit und kulturelle Erziehung reflektierte.

Als das Dashi Diner Berlin im März 2022 eröffnete, brachte es eine völlig neue Ästhetik in die Hauptstadt. Die beiden in Vietnam geborenen und in Deutschland aufgewachsenen Jugendfreundinnen Thu Thuy Pham und Thao Westphal schufen einen Ort, der bewusst mit Konventionen brach. Das Interieur, entworfen vom dänischen Studio Mentze Ottenstein, war hell, modern und minimalistisch. Kulinarisch verschmolzen hier chinesische Cha-Chaan-Teng-Cafés mit japanischen Kissaten (Teehäusern).

„Dashi dreht sich um die Auseinandersetzung mit unserer Kindheit und den Stolz auf unsere Erziehung“, erklärte Gründerin Pham gegenüber dem Magazin Wallpaper*. Ihre Geschäftspartnerin Westphal ergänzte: „Dashi ist eine Grundzutat, die es uns ermöglicht, östliche und westliche Geschmäcker zu kombinieren.“ Während sich das Viertel durch Großprojekte wie den Neubau Bundesumweltministerium Berlin Mitte städtebaulich rasant wandelt, bot das Diner einen urbanen Ankerpunkt, der Design und anspruchsvolle asiatische Küche vereinte.

Merkmal Details zum Dashi Diner Quelle
Standort Invalidenstraße 112, 10115 Berlin-Mitte dashi.de
Gründerinnen Thu Thuy Pham & Thao Westphal Wallpaper*
Eröffnung März 2022 The Berliner
Aktueller Status Dauerhaft geschlossen dashi.de

Mit welchen rassistischen Vorurteilen war das Dashi Diner konfrontiert?

Kurz nach der Eröffnung wurde das Dashi Diner Berlin mit rassistischen Stereotypen konfrontiert. Einige Gäste assoziierten asiatisches Essen pauschal mit günstigen Preisen und einfachen Imbissen, was zu Unverständnis gegenüber dem hochwertigen, designorientierten Konzept und den entsprechenden Preisen führte.

Der Start des Dashi Diner Berlin verlief nicht ohne gesellschaftliche Reibungen. Nur wenige Tage nach der Eröffnung wurden die Betreiberinnen mit rassistischen Stereotypen konfrontiert. Wie Bettina Grabl und Aida Baghernejad im Magazin Tip Berlin (Februar 2022) berichteten, zeigte sich hier ein strukturelles Problem der Berliner Gastronomie-Wahrnehmung: Asiatisches Essen wird von Teilen des Publikums oft automatisch mit billigen Preisen und einfachen Imbissen assoziiert.

Wenn junge asiatisch-deutsche Gastronominnen ein hochwertiges, designorientiertes Konzept mit entsprechenden Preisen präsentieren, stoßen sie an die „Grenzen des guten Geschmacks“ eines Publikums, das seine eigenen Vorurteile nicht reflektiert. Der Wandel vom rauen Kiez zur polierten Kulisse erinnert an die Entwicklung am Hackescher Markt Berlin, doch der Fall Dashi zeigt deutlich: Architektonische Aufwertung geht nicht immer mit gesellschaftlicher Offenheit einher.

Dashi Diner Berlin Mitte: Neuerfindung, Rassismus & Schließung
Foto: Jimmy Liao

Gibt es nach der Schließung eine Alternative zum Dashi Diner?

Ja, nach der Schließung des Standorts in Mitte eröffneten die Gründerinnen im August 2024 die Dashi Canteen in der Englischen Straße 21 in Charlottenburg. Dieser Ableger bietet von Montag bis Samstag ein reduziertes Tagesmenü mit Sandos, Fries und Salaten an.

Nach mehr als vier Jahren verkündeten die Betreiberinnen schließlich über ihre offizielle Website dashi.de die Schließung des Standorts in Mitte. „Was als kleiner Laden begann, wurde für uns zu viel mehr als nur einem Speiseraum – es war ein Ort der Begegnungen“, heißt es in der Abschiedsbotschaft. Das Dashi Diner Berlin in seiner ursprünglichen Form ist damit Geschichte.

Dashi Diner Berlin Mitte: Neuerfindung, Rassismus & Schließung - Berlin News Highlights

Das Konzept lebt jedoch in abgewandelter Form weiter. Bereits im August 2024 eröffnete die Dashi Canteen an der Englischen Straße 21 in Charlottenburg. Mit Blick auf die Spree fokussiert sich der neue Ableger auf ein reduziertes Tagesmenü mit Sandos, Fries und Salaten, das von Montag bis Samstag zwischen 12:00 und 16:00 Uhr angeboten wird. Wenn Sie das ursprüngliche Diner mochten, finden Sie hier zumindest kulinarisch einen Teil der Identität wieder.

Dashi Diner Berlin Mitte: Neuerfindung, Rassismus & Schließung
Foto: Mathias Sogorski

Häufige Fragen zu Dashi Diner Berlin

Wo genau befand sich das Dashi Diner Berlin Mitte?

Das ursprüngliche Dashi Diner Berlin lag an der Invalidenstraße 112 in 10115 Berlin-Mitte. Der Standort befand sich in direkter Nähe zu wichtigen politischen und kulturellen Institutionen der Hauptstadt.

Warum hat das Dashi Diner Berlin geschlossen?

Nach über vier Jahren Betrieb gaben die Betreiberinnen die Schließung bekannt. Konkrete wirtschaftliche Gründe wurden auf der offiziellen Website nicht im Detail genannt, jedoch betonten sie, dass das Dashi Diner Berlin für sie ein wichtiger Ort der Begegnung war.

Wer steckt hinter dem Konzept des Dashi?

Gegründet wurde das Lokal von Thu Thuy Pham und Thao Westphal. Die beiden in Vietnam geborenen und in Deutschland aufgewachsenen Freundinnen wollten mit dem Dashi Diner Berlin ihre kulturellen Wurzeln und westliche Einflüsse verbinden.

Welche rassistischen Vorfälle gab es nach der Eröffnung?

Kurz nach dem Start wurden die Betreiberinnen mit Stereotypen konfrontiert, die asiatisches Essen pauschal als billiges Imbiss-Essen abwerten. Das hochwertige Konzept des Dashi Diner Berlin stieß bei einigen Gästen auf Unverständnis, was eine Debatte über strukturellen Rassismus in der Gastronomie auslöste.

Gibt es eine Alternative zum geschlossenen Diner?

Ja, wenn Sie die Küche vermissen, können Sie die Dashi Canteen in der Englischen Straße 21 in Charlottenburg besuchen. Dort werden seit August 2024 tagsüber Sandos, Fries und Salate angeboten.

Fazit

Die Schließung des Dashi Diner Berlin in der Invalidenstraße ist ein spürbarer Verlust für die Gastronomieszene in Mitte. Das Projekt stand für eine mutige Verbindung aus anspruchsvoller asiatischer Küche und minimalistischem Design. Die Rassismus-Debatte kurz nach der Eröffnung verdeutlichte jedoch, wie tief verankerte Stereotype den Erfolg innovativer, von migrantisch gelesenen Personen geführten Konzepten erschweren können. Berlins Ruf als weltoffene Metropole wird durch solche Vorfälle auf die Probe gestellt. Mit der Dashi Canteen in Charlottenburg bleibt der Stadt glücklicherweise ein Teil dieser wichtigen kulinarischen Vision erhalten, wenn auch in veränderter Form.

MM
✍ Über den Autor
Redakteurin Lifestyle & Kultur

Ich bin Michelle, und ich schreibe bei BerlinEcho über das, was das Leben in dieser Stadt wirklich schön macht: gutes Essen, interessante Menschen, Orte, die man noch nicht kennt, und Dinge, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Berlin hat eine Gastroszene, die ständig in Bewegung ist. Ich kenne die Geheimtipps, bevor sie in den Reiseführern stehen – und ich sage dir auch ehrlich, was sich nicht gelohnt hat. Meine Restaurantempfehlungen funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Ich war selbst dort, und ich zahle meistens selbst. Neben Gastronomie schreibe ich über Mode und die Berliner Kreativszene – Ateliers, Designer, Pop-ups, die Dinge, die Berlin zu dem machen, was es ist: eine Stadt, die immer noch Dinge erfindet. Am besten erreichst du mich über Instagram, wo ich auch zeige, was mich gerade beschäftigt.

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📍 Berlin ⭐ Redakteurin BerlinEcho · Expertin Berliner Lifestyle & Gastroszene · Content Creatorin · Social Media Redaktion ✍ 224 Artikel