Der Bam Neubau Adlershof ist ein zentrales Bauprojekt des Bundes, das für rund 200 Millionen Euro ein hochmodernes Forschungs- und Laborgebäude schafft. Am Technologiestandort Adlershof entstehen bis 2029 neue Kapazitäten für die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) mit rund 1.500 Beschäftigten. Das Vorhaben ersetzt veraltete Infrastruktur und stärkt Berlins Rolle in der europäischen Spitzenforschung nachhaltig.
Das Wichtigste in Kürze
- Projekt: Errichtung eines neuen Labor- und Forschungsgebäudes für die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM).
- Standort: Groß-Berliner Damm 149, 12489 Berlin-Adlershof, im Herzen des Wissenschafts- und Technologieparks.
- Kosten: Das geschätzte Bauvolumen beläuft sich auf rund 200 Millionen Euro, getragen vom Bund.
- Zeitplan: Nach der Grundsteinlegung im September 2025 ist die Übergabe des Gebäudes für das Jahr 2029 geplant.
- Kapazität: Der Neubau wird Arbeitsplätze für ca. 1.500 Beschäftigte aus elf Fachbereichen der BAM bieten.
- Nachhaltigkeit: Für das Projekt wird eine Silber-Zertifizierung nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) angestrebt.
Warum wird der BAM Neubau in Adlershof errichtet?
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine zentrale deutsche Einrichtung für sicherheitsrelevante Forschung, etwa bei Wasserstofftanks, Brückenbauteilen oder der Analyse von Gefahrstoffen. Um diese Aufgaben weiterhin auf höchstem Niveau erfüllen zu können, ist eine moderne Infrastruktur unerlässlich. Der Bam Neubau Adlershof löst den bestehenden Modernisierungsstau auf.
Im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) entsteht ein Komplex, der exakt auf die Bedürfnisse einer Ressortforschungseinrichtung zugeschnitten ist. Dazu zählen unter anderem schwingungsfreie Fundamente für hochsensible Mikroskope, fortschrittliche Abluftanlagen für chemische Labore sowie flexible Werkhallen mit schweren Krananlagen.
Prof. Dr. Ulrich Panne, Präsident der BAM, betonte bei der Grundsteinlegung am 26. September 2025 die Bedeutung des Projekts. Laut der offiziellen Mitteilung des Wissenschaftsparks sagte er: „Mit dem Neubau schaffen wir zusätzliche, moderne Voraussetzungen, um dieser Verantwortung auch in Zukunft gerecht zu werden – etwa durch Forschung zu erneuerbaren Energien, sicheren Hochleistungswerkstoffen oder einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.“
Welcher Zeitplan ist für den Neubau der BAM vorgesehen?
Die Realisierung eines Projekts dieser Größenordnung auf dem rund 34.250 Quadratmeter großen Grundstück folgt einem präzise getakteten Plan. Nach dem Baustart im Herbst 2025 lag der Fokus zunächst auf dem Tiefbau und dem umfangreichen Aushub der Baugrube.
Die bauliche Umsetzung des Bam Neubau Adlershof ist durch klare Meilensteine strukturiert. Im Frühjahr werden die Spundwände eingebracht, die die Baugrube gegen das Grundwasser sichern. Darauf folgt die Erstellung der massiven Sohlplatte. Diese Arbeiten bilden das Fundament für die komplexen Labor- und Werkstattstrukturen, die in den nachfolgenden Jahren errichtet werden.
Mit der geplanten Übergabe im Jahr 2029 werden elf Fachbereiche der BAM ihre neuen Räumlichkeiten beziehen. Rund 1.500 Beschäftigte werden dann von den modernen und sicheren Arbeitsbedingungen profitieren.

Welche Bedeutung hat der Neubau für den Standort Adlershof?
Die Wahl des Standorts am Groß-Berliner Damm 149 (12489 Berlin-Adlershof) ist strategisch. Das Grundstück befindet sich im Zentrum eines der größten deutschen Technologieparks. In unmittelbarer Nachbarschaft sind außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, der naturwissenschaftliche Campus der Humboldt-Universität sowie über 1.300 Technologieunternehmen angesiedelt.
Der Bezirk Treptow-Köpenick erlebt derzeit eine starke städtebauliche Entwicklung, die die Infrastruktur im Südosten Berlins nachhaltig verändert. Während wenige Kilometer entfernt die Pläne für den Stadion Alte Försterei Ausbau voranschreiten, wird in Adlershof die wissenschaftliche Infrastruktur ausgebaut. Projekte wie das Güterbahnhof Köpenick Stadtquartier verdeutlichen den hohen Entwicklungsdruck im Bezirk. Der Neubau der BAM fügt sich nahtlos in die Strategie ein, Wissenschaft und Wirtschaft eng zu verzahnen und Innovationen zu beschleunigen.

Was ist das Besondere am Bauverfahren des Projekts?
Um die geschätzten Baukosten von rund 200 Millionen Euro einzuhalten und Terminüberschreitungen zu vermeiden, setzt der Bund bei diesem Vorhaben auf innovative Methoden. Die Umsetzung erfolgt durch den Bundesbau Baden-Württemberg nach dem IPA-Modell. Dieser Ansatz fördert eine kooperative Zusammenarbeit aller Beteiligten von der ersten Planungsphase an.
BImA-Vorstandssprecher Prof. Dr. Alexander von Erdély erklärte dazu anlässlich der Grundsteinlegung: „Mit diesem Projekt setzen wir neue Maßstäbe für nachhaltiges Bauen im Auftrag des Bundes. Das IPA-Modell zeigt, wie moderne öffentliche Bauvorhaben in partnerschaftlicher Zusammenarbeit erfolgreich umgesetzt werden können.“
Welche Nachhaltigkeitsstandards erfüllt der BAM Neubau?
Der Klimaschutz spielt bei diesem Bundesbauprojekt eine zentrale Rolle. Der Bund hat sich zur Einhaltung hoher energetischer Standards bei seinen Neubauten verpflichtet. Für das Laborgebäude und die zugehörigen Außenanlagen in Adlershof ist daher eine Zertifizierung in Silber gemäß dem BNB-System das erklärte Ziel.
Konkret wird dies durch verschiedene Maßnahmen umgesetzt: Die Dächer werden begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, um eigenen Strom zu erzeugen. Die geplanten bepflanzten Innenhöfe dienen nicht nur der Verbesserung der Aufenthaltsqualität für die Mitarbeitenden, sondern tragen auch aktiv zu einem positiven Mikroklima am stark verdichteten Technologiestandort bei.

| Projektdetail | Fakten & Zahlen | Status / Ziel |
|---|---|---|
| Standort | Groß-Berliner Damm 149, 12489 Berlin | Im Bau |
| Bauvolumen | ca. 200 Millionen Euro | Gesichert |
| Nutzfläche | 16.000 Quadratmeter (1. Bauabschnitt) | Für 11 Fachbereiche |
| Übergabe | Geplant für 2029 | Terminiert |
| Nachhaltigkeit | BNB Silber-Zertifizierung | Angestrebt |
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Häufige Fragen zu Bam Neubau Adlershof
Wo genau entsteht der Bam Neubau Adlershof?
Der Bam Neubau Adlershof wird am Groß-Berliner Damm 149 in 12489 Berlin-Treptow-Köpenick errichtet. Das Grundstück liegt mitten im etablierten Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof, in direkter Nachbarschaft zum naturwissenschaftlichen Campus der Humboldt-Universität.
Wie hoch sind die Kosten für das Forschungsprojekt?
Das geschätzte Bauvolumen für das neue Labor- und Forschungsgebäude beläuft sich auf rund 200 Millionen Euro. Diese Summe wird vom Bund getragen, da die Anlage im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) realisiert wird.
Wann ist die Eröffnung des Gebäudes geplant?
Die offizielle Grundsteinlegung fand im September 2025 statt. Die Übergabe der fertigen Liegenschaft an die Nutzerin ist nach aktuellem Bauzeitenplan für das Jahr 2029 vorgesehen.
Welche Fachbereiche ziehen in den Neubau ein?
In dem neuen Komplex werden Labore, Büroflächen und spezielle Werkhallen mit Krananlagen für insgesamt elf Fachbereiche der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung untergebracht. Sie forschen dort unter anderem an erneuerbaren Energien und sicheren Hochleistungswerkstoffen.
Was bedeutet das IPA-Modell beim Bauvorhaben?
Das IPA-Modell (Integrierte Projektabwicklung) bedeutet, dass hier kein klassischer Bauablauf stattfindet, bei dem Gewerke nacheinander beauftragt werden. Stattdessen arbeiten Bauherr, Planer und Bauunternehmen von Anfang an in einem gemeinsamen Mehrparteienvertrag partnerschaftlich zusammen, um Kosten und Termine präziser zu steuern.
Fazit
Der Bam Neubau Adlershof ist weit mehr als nur ein weiteres Bauprojekt im Südosten der Hauptstadt. Mit einem Budget von 200 Millionen Euro und der geplanten Fertigstellung 2029 sichert der Bund die Arbeitsfähigkeit einer seiner wichtigsten Forschungseinrichtungen für die kommenden Jahrzehnte. Für den Standort Treptow-Köpenick festigt das Gebäude die Position als führendes Technologiezentrum Europas. Davon werden auch die über 1.300 umliegenden Unternehmen durch den geförderten Wissenstransfer direkt profitieren, was ein starkes Signal für die gesamte Berliner Forschungs- und Wirtschaftslandschaft darstellt.




