Das Askanischer Platz Quartiersmanagement Berlin startet 2028, um die sozialen Herausforderungen in der südlichen Friedrichstadt in Kreuzberg zu bewältigen. Im Rahmen des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ sollen lokale Teams die Lebensbedingungen in dem Kiez verbessern, in dem 71 % der Anwohnenden einen Migrationshintergrund haben. Der finale Senatsbeschluss für die Einrichtung des neuen Gebiets wird für April 2026 erwartet.
Das Wichtigste in Kürze
- Start der Förderung: Ab 2028 fließt die Förderung des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ gezielt in den Kreuzberger Kiez am Askanischen Platz.
- Soziale Struktur: Laut Senatsverwaltung haben 71 Prozent der Anwohnenden im Planungsraum einen Migrationshintergrund.
- Politischer Zeitplan: Der Berliner Senat wird den offiziellen Beschluss zur Einrichtung des Gebiets voraussichtlich im April 2026 fassen.
- Berlinweites Programm: Künftig werden stadtweit 24 Quartiere durch dieses soziale Instrument gefördert.
- Umstrukturierung: Drei bestehende Gebiete in Kreuzberg, darunter der Mehringplatz, wechseln Ende 2027 in eine Anschlussförderung („QM Light“).
Warum wird am Askanischen Platz ein Quartiersmanagement eingerichtet?
Der Askanische Platz ist ein Ort, der untrennbar mit der Geschichte Berlins verbunden ist. Dominiert wird das Areal vom markanten Portikus der Ruine des Anhalter Bahnhofs. Heute ist der Platz ein stark frequentierter Verkehrsknotenpunkt, der von Gründerzeitbauten und modernen Bürokomplexen gesäumt wird.
Hinter dieser Fassade verbirgt sich jedoch eine soziale Schieflage. Laut einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung haben 71 Prozent der Anwohnenden im Planungsraum einen Migrationshintergrund. Obwohl die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt, bleibt die soziale Lage für viele Menschen vor Ort prekär. Das Askanischer Platz Quartiersmanagement Berlin soll genau hier ansetzen, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken und die Lebensqualität zu verbessern.
Wie funktioniert das neue Quartiersmanagement am Askanischen Platz ab 2028?
Die Aufnahme in das Förderprogramm bedeutet konkrete Veränderungen für den Kiez. Das Askanischer Platz Quartiersmanagement Berlin übernimmt klassische Aufgaben der Gemeinwesenarbeit. Es soll die Nachbarschaft aktivieren, Beteiligungsprozesse organisieren und lokale Netzwerke aufbauen. Der Kontrast in diesem Teil Kreuzbergs ist groß: Während wenige Straßen weiter hochkommerzielle Tourismusprojekte wie das geplante Checkpoint Charlie Hostel entstehen, kämpfen Initiativen rund um den Anhalter Bahnhof um soziale Teilhabe und bezahlbare Bildungsangebote.
Für diese ausgleichenden Maßnahmen stellt der Berliner Senat ab 2028 zusätzliche Mittel für bauliche und soziale Projekte zur Verfügung. Die Vor-Ort-Teams sollen sicherstellen, dass diese Gelder bedarfsgerecht und in enger Abstimmung mit den Menschen im Kiez eingesetzt werden.

Welche Änderungen gibt es für andere Quartiere in Kreuzberg?
Während das Askanischer Platz Quartiersmanagement Berlin neu in das berlinweite Netzwerk von künftig 24 Quartieren aufgenommen wird, laufen andere Förderungen regulär aus. Um einen harten Bruch zu vermeiden und die über Jahre aufgebauten Kümmerstrukturen zu erhalten, werden die drei etablierten Gebiete durch das Landesprogramm „Quartiersmanagement Light“ weiter unterstützt. So wird sichergestellt, dass die erfolgreiche Nachbarschaftsarbeit fortgesetzt werden kann.
| Quartier (Kreuzberg) | Status ab 2028 | Besonderheit |
|---|---|---|
| Askanischer Platz | Neues QM-Gebiet | Fokus auf Integration & lokale Vernetzung |
| Mehringplatz | QM Light | Erhalt der aufgebauten Kümmerstrukturen |
| Wassertorplatz | QM Light | Verstetigung der Nachbarschaftsarbeit |

Wie können sich Anwohnende am Askanischen Platz beteiligen?
Die formale Ausweisung eines Gebiets ist nur der erste Schritt. Die Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann betonte laut Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Mit dem Quartiersmanagement schaffen wir die Grundlage, um gemeinsam mit den Bewohner*innen konkrete Verbesserungen im Kiez zu erreichen und den sozialen Zusammenhalt nachhaltig zu stärken.“
Ähnlich wie bei administrativen Neuerungen, etwa der Beantragung für den Anwohnerparkausweis in Kreuzberg, erfordert auch das Askanischer Platz Quartiersmanagement Berlin die aktive Mitwirkung der Menschen vor Ort. Nur wenn die Anwohnenden ihre Anliegen und Ideen einbringen, kann die Förderung ihre volle Wirkung entfalten und zu nachhaltigen Verbesserungen führen.

Häufige Fragen zu Askanischer Platz Quartiersmanagement Berlin
Warum bekommt der Askanische Platz ein Quartiersmanagement?
Der Senat reagiert damit auf die großen sozialen Herausforderungen in der südlichen Friedrichstadt. Trotz einer wachsenden Zahl an Beschäftigten leben viele Menschen im Kiez in prekären Verhältnissen, leiden unter Altersarmut und hoher Verkehrsbelastung. Das Programm soll diese Benachteiligungen abbauen.
Wann startet das Askanischer Platz Quartiersmanagement Berlin?
Das Askanischer Platz Quartiersmanagement Berlin nimmt seine Arbeit offiziell im Jahr 2028 auf. Der notwendige Beschluss durch den Berliner Senat ist für April 2026 terminiert, um die Planungen rechtzeitig anzustoßen und die notwendigen Strukturen aufzubauen.
Was passiert mit dem Quartiersmanagement am Mehringplatz?
Das bestehende QM-Gebiet am Mehringplatz scheidet Ende 2027 aus der regulären Förderung aus. Um die über Jahre aufgebauten Nachbarschaftsstrukturen zu erhalten, wird es anschließend über das Landesprogramm „Quartiersmanagement Light“ weiter unterstützt und finanziert.
Wer bezahlt das neue Quartiersmanagement in Kreuzberg?
Die finanziellen Mittel stammen aus dem Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“. Der Berliner Senat stellt diese Gelder gezielt für bauliche und soziale Maßnahmen in benachteiligten Kiezen zur Verfügung, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken.
Wie können Sie sich am Askanischen Platz beteiligen?
Sobald das Vor-Ort-Team 2028 seine Arbeit aufnimmt, können Sie sich direkt in Kiez-Räten, bei Nachbarschaftstreffen oder durch eigene Projektideen einbringen. Die Förderung lebt davon, dass Anwohnende ihren Kiez aktiv mitgestalten und ihre Bedürfnisse kommunizieren.
Fazit
Die Einrichtung des Askanischer Platz Quartiersmanagement Berlin ab 2028 ist eine wichtige politische Weichenstellung für die südliche Friedrichstadt. Mit zusätzlichen Mitteln aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ erkennt der Berliner Senat die drängenden sozialen Realitäten am Anhalter Bahnhof an und schafft eine Grundlage für gezielte Verbesserungen. Der Erfolg des Vorhabens wird maßgeblich davon abhängen, inwieweit es gelingt, die Anwohnenden aktiv in die Gestaltung ihres Kiezes einzubeziehen. Wenn die Beteiligung der Nachbarschaft gelingt, kann hier ein starkes Fundament für mehr soziale Gerechtigkeit und gegen Verdrängung entstehen. Für die Anwohnenden ist der nächste Schritt, sich über die Entwicklungen zu informieren und sich ab 2028 aktiv einzubringen.




