Der Radweg BER Ausbau schließt im Frühjahr 2026 eine der größten Infrastrukturlücken im Süden der Hauptstadtregion. Während die Anbindung an die Terminals für Radfahrer bislang einem gefährlichen Hindernislauf gleicht, entsteht an der Südbahn in Schönefeld nun eine befestigte Trasse. Ich verfolge die zähe Verkehrsplanung rund um den Flughafen seit Jahren und sehe in diesem Baustart einen längst überfälligen Schritt, um Pendlern und Ausflüglern eine sichere Alternative zum Auto zu bieten.
- Die Fertigstellung des neuen Radwegs an der Südbahn ist für Frühjahr 2026 geplant.
- Langfristig soll ein durchgehender, 21 Kilometer langer Rundweg um den gesamten Flughafen entstehen.
- Geführte „BER on bike“-Touren finden in den Sommermonaten sonntags um 14 Uhr statt und kosten 15 €.
- Der Landkreis Dahme-Spreewald erarbeitet 2026 ein umfassendes Radverkehrskonzept für die Region.
🚧 Lückenschluss an der Südbahn: Was 2026 passiert
Den Radweg BER Ausbau treibt die Gemeinde Schönefeld aktuell mit sichtbaren Baumaßnahmen voran. Direkt am Flughafenzaun, parallel zur Südbahn, verschwindet derzeit die unbefestigte Sandpiste, die bei Regen zu einer Schlammlandschaft verkam. Hier wird ein gut befahrbarer, asphaltierter Weg angelegt, der bestehende Teilstücke bei Selchow und Waßmannsdorf miteinander verbindet.
Für Pendler, die im Flughafenumfeld arbeiten, ist das ein entscheidendes Signal. Ähnlich wie bei den massiven Investitionen in die ICE Strecke Berlin Hamburg zeigt sich auch hier: Eine Verkehrswende funktioniert nur, wenn die Infrastruktur verlässlich ausgebaut wird. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2026 abgeschlossen sein.
🚲 Aktuelle Lage: Infrastruktur im 1990er-Jahre-Standard
Was den Radweg BER Ausbau so dringlich macht, ist der desolate Ist-Zustand. Wer die moderne Fahrradstraße Weserstraße im Bezirk Neukölln (Weserstraße) gewohnt ist, erlebt an der Stadtgrenze einen echten Kulturschock. Radfahrer werden über schmale Hochbordradwege aus den 1990er Jahren geleitet, die in unübersichtlichen Zickzackführungen über vielbefahrene Zufahrten führen.
Besonders die Querungen an der Bundesstraße B96a gelten als hochgradig gefährlich. Auch wenn eine ausgeschilderte Route unter dem Namen „BIKE2BER“ vom S-Bahnhof Schönefeld parallel zur Autobahn A113 zu den Terminals 1 und 2 führt, endet der Weg am Terminal unpraktisch im Souterrain. Die Mängel sind so gravierend, dass die Flughafengesellschaft in der Vergangenheit sogar auf sozialen Netzwerken davor warnte, mit dem Rad anzureisen, da durchgängig sichere Wege fehlten.
✈️ BER on bike: Den Flughafen auf zwei Rädern erkunden
Trotz der Ausbaudefizite versucht der Flughafen, sich für den Radtourismus zu öffnen. Mit dem Angebot „BER on bike“ können Interessierte den Flugbetrieb aus einer neuen Perspektive erleben. Die geführten Touren über das Flughafengelände richten sich an Ausflügler, die den Betrieb hautnah und abseits der Terminals beobachten wollen.
| Angebot | Details & Zeiten | Kosten |
|---|---|---|
| BER on bike Tour | Sommermonate, sonntags um 14:00 Uhr | 15,00 € pro Person |
| Dauer der Tour | Ca. 2 Stunden (inkl. Führung) | Im Preis enthalten |
| Verpflegung | Lunchpaket für die Pause | Im Preis enthalten |
| Ticketbuchung | Vorab online über die Flughafenseite | – |
💰 Kosten und Vision: Ein 21-Kilometer-Rundweg
Dass viel Geld in den Radweg BER Ausbau fließt, ist politisch gewollt. Christian Hentschel, Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld, betonte laut Tagesspiegel (April 2026) seine Ambitionen: „Ich träume davon, dass wir einen Radweg einmal komplett um den Flughafen herum haben.“ Diese Vision eines 21 Kilometer langen Rundwegs soll nicht nur Pendlern zugutekommen, sondern auch Sportereignisse wie einen Halbmarathon ermöglichen.
Trotz der angespannten Finanzlage in Brandenburgs reichster Gemeinde hält Hentschel an der Priorisierung fest. „Wir lassen uns das schon ein paar Euro kosten“, erklärte der Bürgermeister. Wer angesichts der steigenden BVG Ticket Preise 2026 nach kostengünstigen Pendel-Alternativen sucht, profitiert vom Radweg BER Ausbau massiv. Um das Stückwerk zu beenden, erarbeitet der Landkreis Dahme-Spreewald derzeit ein übergeordnetes Radverkehrskonzept.
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Wann ist der Radweg BER Ausbau fertig?
Die Fertigstellung des aktuellen Bauabschnitts an der Südbahn ist für das Frühjahr 2026 geplant. Ein konkretes Abschlussdatum für den gesamten 21-Kilometer-Rundweg steht noch nicht fest.
Wie viel kostet die geführte Radtour am Flughafen?
Die „BER on bike“-Touren kosten 15 € pro Person. Im Preis ist ein Lunchpaket enthalten. Die Touren finden in den Sommermonaten jeden Sonntag um 14 Uhr statt und dauern etwa zwei Stunden.
Kann man den BER aktuell mit dem Fahrrad umrunden?
Nein, eine durchgehende Umrundung ist derzeit nicht komfortabel möglich. Es gibt Lücken im Netz, die teilweise über unbefestigte Sandpisten oder entlang vielbefahrener Straßen wie der B96a führen.
Welche Strecke deckt der Radweg BER Ausbau an der Südbahn ab?
Der Radweg BER Ausbau verläuft an diesem Abschnitt direkt am Flughafenzaun parallel zur Südbahn. Er ersetzt die bisherige Sandpiste und verbindet die bestehenden Teilstücke bei Selchow und Waßmannsdorf.
Ist die Anreise zum Terminal 1 mit dem Fahrrad sicher?
Die Flughafengesellschaft selbst stuft die Anreise als „theoretisch möglich“, aber aktuell nicht empfehlenswert ein, da durchgängig sichere Wege fehlen. Die Route „BIKE2BER“ führt teils über veraltete Radwege mit unübersichtlichen Kreuzungen.
🏁 Fazit: Ein überfälliger Schritt für den Süden
Der Radweg BER Ausbau ist weit mehr als ein touristisches Freizeitprojekt. Die Beseitigung der Sandpisten an der Südbahn bis Frühjahr 2026 schafft endlich eine grundlegende Infrastruktur, auf die Pendler im Umland seit der Flughafeneröffnung warten. Wenn der Landkreis Dahme-Spreewald das Radverkehrskonzept zügig umsetzt, hat der 21-Kilometer-Rundweg das Potenzial, die Verkehrswende an der Berliner Stadtgrenze spürbar voranzutreiben.
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📊 Über den Autor: Hannes Nagel – Redakteur Wirtschaft & Verkehr
Ich habe die unbefestigten Abschnitte an der B96a in Schönefeld selbst abgefahren. Was in Bauplänen als einfacher Lückenschluss beschrieben wird, ist für Pendler im Berliner Süden in der Praxis eine absolute Notwendigkeit.
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