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Friedrichshain-Kreuzberg · Verkehr

Parkzone Askanischer Platz: 4 Euro pro Stunde bis 22 Uhr

Seit 1. Oktober kostet Parken zwischen Anhalter Bahnhof und Landwehrkanal Geld: 4 Euro pro Stunde, Mo–Sa bis 22 Uhr. Welche Straßen betroffen sind und wie Anwohner den Ausweis bekommen.

Hannes Nagel Veröffentlicht
Geparkte Autos an einem Gehweg mit Parkscheinautomat vor der Ziegelruine eines Bahnhofsportals im Herbstlicht.
Rund um den Askanischen Platz in Kreuzberg ist das Parken seit Oktober kostenpflichtig. (KI-generiertes Symbolbild)
Inhalt (8 Abschnitte)
  1. Welche Straßen gehören zur Parkzone 58?
  2. Was kostet Parken am Askanischen Platz?
  3. Wie bekommst du den Bewohnerparkausweis?
  4. Was gilt für Betriebe, Handwerk und Pflege?
  5. Warum führt der Bezirk immer mehr Parkzonen ein?
  6. Wie geht es weiter?
  7. Häufige Fragen
  8. Quellen

Seit dem 1. Oktober 2026 gilt rund um Askanischer Platz und Anhalter Bahnhof in Kreuzberg die Parkzone 58. Montags bis samstags von 9 bis 22 Uhr kostet Parken dort 1 Euro je 15 Minuten, also 4 Euro pro Stunde. Anwohnende sind mit einem Bewohnerparkausweis für 20,40 Euro für zwei Jahre befreit.

Zwischen Stresemannstraße, Wilhelmstraße und Landwehrkanal ist das kostenlose Parken vorbei. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat die neue Parkzone 58 «Askanischer Platz» bereits am eingerichtet und das erst am 12. Oktober mitgeteilt (Pressemitteilung Nr. 324). Wer dort wohnt und noch keinen Bewohnerparkausweis hat, riskiert also schon jetzt ein Knöllchen. Der Ausweis lässt sich online beantragen.

Die neue Zone ist eine der teureren im Bezirk: 4 Euro pro Stunde verlangt Friedrichshain-Kreuzberg sonst nur in wenigen Kiezen wie Bergmannkiez, Wrangelkiez oder Lausitzer Platz. Direkt östlich schließt die Parkzone 69 «Mehringplatz» an, die seit dem 1. August 2026 mit denselben Zeiten und Preisen gilt.

  • Zone: Parkzone 58 «Askanischer Platz», Kreuzberg (PLZ 10963)
  • Gilt seit:
  • Zeiten: Montag bis Samstag, 9 bis 22 Uhr
  • Preis: 1 Euro je 15 Minuten (4 Euro pro Stunde)
  • Bewohnerparkausweis: 20,40 Euro für zwei Jahre

Welche Straßen gehören zur Parkzone 58?

Die Parkzone 58 umfasst das Viertel südlich der Stresemannstraße bis zum Halleschen Ufer am Landwehrkanal, im Osten reicht sie bis an die Wilhelmstraße. Mitten drin liegen der Askanische Platz mit der Ruine des Anhalter Bahnhofs und das Tempodrom. Nach der Zonenkarte des Bezirksamts gehören unter anderem Bernburger Straße, Dessauer Straße, Anhalter Straße, Hedemannstraße, Hallesche Straße, Schöneberger Straße und der nördliche Teil der Großbeerenstraße dazu.

Verbindlich ist die Karte auf der Parkraum-Seite des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg. Vor Ort zeigen die Verkehrsschilder an den Zoneneinfahrten, wo die Bewirtschaftung beginnt. Wer an der Grenze wohnt, sollte dort nachsehen, bevor der Antrag rausgeht: Der Ausweis gilt nur für die Zone der eigenen Meldeadresse.

Was kostet Parken am Askanischen Platz?

Parken in der Parkzone 58 kostet laut Bezirksamt 1 Euro für 15 Minuten, das sind 4 Euro pro Stunde. Gezahlt wird montags bis samstags zwischen 9 und 22 Uhr, sonntags ist das Parken frei. Bezahlen kannst du am Parkscheinautomaten oder per App über das Berliner System «smartparking», etwa mit EasyPark, Yellowbrick, moBiLET, PayByPhone, Parkster oder PARCO.

Neue Parkzonen in Friedrichshain-Kreuzberg 2026 (Quelle: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Stand 13.10.2026)
Zone Start Bewirtschaftung Gebühr
Friedenstraße (54) 1. April 2026 9 bis 20 Uhr 3 €/h
Alexandrinenviertel (68) 1. Juni 2026 9 bis 22 Uhr 3 €/h
Mehringplatz (69) 1. August 2026 9 bis 22 Uhr 4 €/h
Erweiterung Graefekiez, Blücherstraße (63) 1. August 2026 9 bis 22 Uhr 3 €/h
Askanischer Platz (58) 1. Oktober 2026 9 bis 22 Uhr 4 €/h
Samariterviertel (31) 1. Dezember 2026 9 bis 24 Uhr 3 €/h

Für die Besucher des Tempodroms und des Deutschen Technikmuseums jenseits des Kanals heißt das: Abends bis 22 Uhr läuft die Parkuhr mit. Ein Konzertabend von 19 bis 22 Uhr kostet damit 12 Euro.

Wie bekommst du den Bewohnerparkausweis?

Den Bewohnerparkausweis für die Parkzone 58 bekommt, wer in der Zone gemeldet ist; die genauen Vergaberegeln legt die Senatsverkehrsverwaltung fest, das Bezirksamt darf davon nicht abweichen. Der Ausweis kostet nach Angaben des Bezirksamts 20,40 Euro für zwei Jahre. Am schnellsten geht es über den Online-Antrag des Landes Berlin. Einen freien Parkplatz garantiert der Ausweis nicht.

Wichtig für Zugezogene: Erst ummelden, dann beantragen. Der Antrag prüft die Meldeadresse, und die muss in der Zone liegen.

Was gilt für Betriebe, Handwerk und Pflege?

Betriebe mit Sitz in der Zone können genau eine Betriebsvignette für ein betrieblich genutztes Fahrzeug beantragen. Das Formular geht unterschrieben per E-Mail an die Straßenverkehrsbehörde des Bezirks, dazu gehören Zulassungsbescheinigung Teil 1, Gewerbeanmeldung und Gewerbemietvertrag. Die Bearbeitung dauert laut Bezirksamt in der Regel drei bis sechs Wochen ab vollständigen Unterlagen.

Daneben gibt es drei Sonderwege:

  • Handwerkerparkausweis: für bestimmte Gewerke der Handwerkskammer und bestimmte IHK-Branchen, vorrangig online zu beantragen.
  • Ausnahmegenehmigungen: für Schichtarbeit, aus gesundheitlichen Gründen oder für die private Pflege von Angehörigen. Arbeitgeber sollen die Anträge ihrer Beschäftigten nach Bitte des Bezirksamts gesammelt einreichen.
  • Daseinsvorsorge: Beschäftigte systemrelevanter Einrichtungen mit ungünstigen Dienstzeiten können am Arbeitsort von der Parkgebühr befreit werden.

Menschen mit blauem oder orangefarbenem Behindertenparkausweis parken in der Zone ohne Parkschein.

Warum führt der Bezirk immer mehr Parkzonen ein?

Friedrichshain-Kreuzberg weitet die Parkraumbewirtschaftung Zone für Zone aus, um Parkplätze besser zu verteilen und Suchverkehr, Lärm und Abgase zu verringern. So begründet es das Straßen- und Grünflächenamt. Die Reihenfolge richtet sich nach Parkraumgutachten: entscheidend sind die Auslastung und der Anteil gebietsfremder Autos.

Wie geht es weiter?

Als nächste neue Zone startet am die Erweiterung im Samariterviertel in Friedrichshain, dort bis Mitternacht (alles zur Parkzone Samariterviertel). Ab 2027 plant das Bezirksamt die letzten freien Gebiete in dieser Reihenfolge: Blücherstraße (62), Rathaus Yorckstraße (59), Richard-Sorge-Viertel (53), Hausburgviertel (32) und Alt-Stralau (52). Welche Zonen es berlinweit schon gibt, zeigt unsere Übersicht der Parkzonen in Berlin; weitere Nachrichten aus dem Bezirk findest du unter Friedrichshain-Kreuzberg.

Häufige Fragen

Muss ich am Sonntag in der Parkzone 58 zahlen?

Nein. Die Parkzone 58 «Askanischer Platz» ist nur montags bis samstags von 9 bis 22 Uhr bewirtschaftet. Sonntags und an den übrigen Zeiten, also nachts zwischen 22 und 9 Uhr, ist das Parken am Straßenrand kostenlos, sofern keine anderen Schilder wie Halteverbote oder Ladezonen etwas anderes regeln.

Gilt mein Bewohnerparkausweis aus einer Nachbarzone am Askanischen Platz?

Nein. Ein Bewohnerparkausweis gilt nur in der Zone, in der deine Meldeadresse liegt. Wer etwa einen Ausweis für die Parkzone 69 am Mehringplatz hat, zahlt in der Parkzone 58 den normalen Tarif von 4 Euro pro Stunde. Für die neue Zone brauchst du einen eigenen Ausweis, und den gibt es nur mit Wohnsitz dort.

Wie lange dauert ein Antrag auf Betriebsvignette?

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg nennt für Betriebsvignetten, Handwerkerparkausweise und Ausnahmegenehmigungen eine Bearbeitungszeit von in der Regel drei bis sechs Wochen, gerechnet ab dem Tag, an dem alle Unterlagen vollständig vorliegen. Nachfragen zum Stand bittet das Amt zu unterlassen. Die Vignette kommt per Post.

Quellen

Hannes Nagel

Redakteur Wirtschaft & Verkehr

Ich bin Hannes, und ich schreibe bei BerlinEcho über Wirtschaft und Verkehr – zwei Themen, die in Berlin enger zusammenhängen, als man denkt. Wer in einer Stadt wohnt, in der die BVG täglich ausläuft und gleichzeitig das teuerste …

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