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Friedrichshain-Kreuzberg · Verkehr

Parkzone Samariterviertel: Ab 1. Dezember zahlen bis Mitternacht

Ab 1. Dezember 2026 wird das Samariterviertel in Friedrichshain zur Parkzone 31: 3 Euro pro Stunde von 9 bis 24 Uhr. Was Anwohnende, Besucher und Betriebe jetzt beantragen müssen.

Hannes Nagel Veröffentlicht
Kopfsteinpflasterstraße mit Altbaufassaden, herbstlichen Bäumen, parkenden Autos und einem Parkscheinautomaten am Gehweg.
Im Friedrichshainer Samariterviertel wird das Parken ab Dezember 2026 kostenpflichtig und bis Mitternacht bewirtschaftet. (KI-generiertes Symbolbild)
Inhalt (6 Abschnitte)
  1. Was ändert sich für Anwohnende im Samariterviertel?
  2. Was kostet das Parken für Besucher und Pendler?
  3. Welche Regeln gelten für Betriebe und Handwerk?
  4. Warum führt der Bezirk immer mehr Parkzonen ein?
  5. Wie es weitergeht
  6. Quellen

Im Samariterviertel in Friedrichshain wird das Parken ab dem 1. Dezember 2026 kostenpflichtig. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg führt dort die Parkzone 31 ein: Parkscheinpflicht von 9 bis 24 Uhr, 0,75 Euro je 15 Minuten, also 3 Euro pro Stunde. Anwohnende mit Meldeadresse in der Zone parken mit Bewohnerausweis für 20,40 Euro für zwei Jahre.

Wer im Samariterviertel wohnt und ein Auto hat, sollte den Antrag nicht bis Ende November liegen lassen. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat am angekündigt, die Parkraumbewirtschaftung zum auf die neue Zone 31 «Erweiterung Samariterviertel» auszudehnen (Pressemitteilung Nr. 318). Ab dann darf auf öffentlichen Parkplätzen nur noch stehen, wer einen Parkschein gelöst hat oder einen Bewohner-, Handwerker- oder Betriebsausweis für die Zone besitzt. Das Ordnungsamt kontrolliert.

Die Zone 31 ist die sechste und letzte Parkzone, die der Bezirk 2026 neu einrichtet. Sie bekommt mit Bewirtschaftung bis Mitternacht die längsten Zeiten der diesjährigen Erweiterungen – wie die benachbarten Zonen Ring-Center und Ostkreuz-Kiez, wo ebenfalls bis 24 Uhr gezahlt wird.

  • Start:
  • Bewirtschaftung: 9 bis 24 Uhr
  • Gebühr: 0,75 Euro je 15 Minuten (3 Euro pro Stunde)
  • Bewohnerparkausweis: 20,40 Euro für zwei Jahre, Antrag online
  • Digitale Infoveranstaltung:

Was ändert sich für Anwohnende im Samariterviertel?

Anwohnende mit Meldeadresse in der Parkzone 31 können einen Bewohnerparkausweis beantragen, der vom Parkschein befreit. Der Ausweis kostet nach Angaben des Bezirksamts 20,40 Euro für zwei Jahre; die Gebühr legt das Land fest und kann sich ändern. Einen freien Parkplatz garantiert er nicht. Beantragt wird online über das Service-Portal des Landes Berlin.

Entscheidend ist die Meldeadresse, nicht der Wohnort nach Gefühl. Ob die eigene Straße innerhalb der neuen Zone liegt, zeigt die Karte auf der Parkseite des Bezirksamts (Ebene «Parkzonen 2026»). Der Ausweis gilt nur für die eigene Zone – wer an der Grenze zum Ring-Center oder zum Ostkreuz-Kiez wohnt, kann dort nicht mit dem Ausweis aus Zone 31 parken.

Was kostet das Parken für Besucher und Pendler?

Besucherinnen, Besucher und Pendelnde zahlen in der Zone 31 ab Dezember 0,75 Euro je angefangene Viertelstunde, das sind 3 Euro pro Stunde. Bezahlt wird am Automaten mit Bargeld oder per App über das Berliner System «smartparking»; das Bezirksamt nennt unter anderem EasyPark, PayByPhone, Yellowbrick und moBiLET. Für einen Abendbesuch von 19 bis 23 Uhr werden damit 12 Euro fällig.

Inhaberinnen und Inhaber eines blauen oder orangefarbenen Parkausweises für Menschen mit Schwerbehinderung parken in der Zone gebührenfrei. Für mobilitätseingeschränkte Berufspendelnde sind Ausnahmegenehmigungen möglich.

Neue Parkzonen in Friedrichshain-Kreuzberg 2026 (Quelle: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Stand 9. Oktober 2026)
Zone Start Bewirtschaftung Gebühr
Friedenstraße (54) 1. April 2026 9–20 Uhr 3 €/h
Alexandrinenviertel (68) 1. Juni 2026 9–22 Uhr 3 €/h
Mehringplatz (69) 1. August 2026 9–22 Uhr 4 €/h
Erweiterung Graefekiez, Blücherstraße (63) 1. August 2026 9–22 Uhr 3 €/h
Askanischer Platz (58) 1. Oktober 2026 9–22 Uhr 4 €/h
Erweiterung Samariterviertel (31) 1. Dezember 2026 9–24 Uhr 3 €/h

Welche Regeln gelten für Betriebe und Handwerk?

Betriebe und vergleichbare Einrichtungen mit Sitz in der Zone 31 erhalten auf Antrag genau eine Betriebsvignette für ein betrieblich genutztes Fahrzeug. Dem Antrag liegen Zulassungsbescheinigung Teil 1, Gewerbeanmeldung und Gewerbemietvertrag bei; er geht per E-Mail an die Straßenverkehrsbehörde des Bezirks. Bestimmte Handwerksbetriebe können zusätzlich einen Handwerkerparkausweis bekommen.

Das Bezirksamt rechnet bei Vignetten und Handwerkerausweisen mit 3 bis 6 Wochen Bearbeitungszeit ab vollständigen Unterlagen. Wer zum 1. Dezember startklar sein will, schickt den Antrag also besser noch im Oktober.

Warum führt der Bezirk immer mehr Parkzonen ein?

Das Straßen- und Grünflächenamt Friedrichshain-Kreuzberg begründet die Ausweitung mit knappem Parkraum: Bewirtschaftung soll die Parkplatzsuche verkürzen, Verkehr, Lärm und Abgase verringern und gefährliches Falschparken eindämmen. Welche Gebiete als Nächstes drankommen, ergibt sich laut Bezirk aus Parkraumgutachten, vor allem aus der Auslastung und dem Anteil gebietsfremder Autos.

Ab 2027 plant der Bezirk die verbleibenden Lücken in dieser Reihenfolge: Blücherstraße (62), Rathaus Yorckstraße (59), Richard-Sorge-Viertel (53), Hausburgviertel (32) und Alt-Stralau (52). Einen Überblick über alle bestehenden Zonen im Bezirk gibt unser Artikel zu den Parkzonen in Friedrichshain-Kreuzberg, berlinweit die Übersicht aller Berliner Parkzonen. Auch Tempelhof-Schöneberg hat gerade nachgezogen und die Parkzonen in Friedenau erweitert.

Wie es weitergeht

Am beantwortet das Bezirksamt von 17 bis 18.30 Uhr in einer Videokonferenz Fragen von Anwohnenden und Gewerbetreibenden; Zugangslink und eine ausführliche FAQ stehen auf berlin.de/ba-fk/parken. Ab dem kontrolliert das Ordnungsamt. Weitere Meldungen aus dem Bezirk sammeln wir unter Friedrichshain-Kreuzberg.

Quellen

Hannes Nagel

Redakteur Wirtschaft & Verkehr

Ich bin Hannes, und ich schreibe bei BerlinEcho über Wirtschaft und Verkehr – zwei Themen, die in Berlin enger zusammenhängen, als man denkt. Wer in einer Stadt wohnt, in der die BVG täglich ausläuft und gleichzeitig das teuerste …

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