Parkzonen in Friedenau erweitert: Was Anwohner jetzt brauchen
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Seit dem 1. Oktober 2026 sind die Parkzonen 27 (Cosimaplatz) und 28 (Ceciliengärten) in Friedenau größer. In den neuen Straßen kostet Parken montags bis freitags von 9 bis 20 Uhr und samstags von 9 bis 18 Uhr 2 Euro pro Stunde. Anwohner brauchen einen Bewohnerparkausweis für 20,40 Euro, der bis zu zwei Jahre gilt.
In Friedenau sind seit Donnerstag, dem , weitere Straßen gebührenpflichtig. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat die Parkzonen 27 rund um den Cosimaplatz und 28 rund um die Ceciliengärten erweitert, wie es in seiner Pressemitteilung Nr. 428 mitteilt. Wer dort ab sofort parkt, braucht einen Bewohnerparkausweis, eine Betriebsvignette oder eine andere Ausnahmegenehmigung – oder einen Parkschein. Kontrolliert werden darf vom ersten Tag an.
Ob deine Straße zur Erweiterung gehört, siehst du am schnellsten im Parkzonen-Finder von BerlinEcho: Adresse eingeben, Zone, Gebühr und Bewirtschaftungszeiten erscheinen sofort. Grundlage sind die offenen Geodaten des Landes Berlin; eine Straßenliste hat das Bezirksamt zur Erweiterung nicht veröffentlicht.
Was kostet Parken in den Zonen 27 und 28?
Parken in den Friedenauer Zonen 27 und 28 kostet 2 Euro pro Stunde. Das ist die niedrigste der drei Berliner Gebührenstufen von 2, 3 und 4 Euro; in Teilen von Schöneberg zahlst du 3 Euro. Bezahlt wird am Parkscheinautomaten oder per Park-App, die verfügbaren Anbieter stehen auf den Automaten.
| Zone | Gebiet | Gebührenpflicht | Gebühr |
|---|---|---|---|
| 27 | rund um den Cosimaplatz | Mo–Fr 9–20 Uhr, Sa 9–18 Uhr | 2 Euro pro Stunde |
| 28 | rund um die Ceciliengärten | Mo–Fr 9–20 Uhr, Sa 9–18 Uhr | 2 Euro pro Stunde |
Abends ab 20 Uhr, samstags ab 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bleibt das Parken frei. Wer nur sonntags zu Besuch kommt, parkt also weiterhin kostenlos.
Wer braucht welchen Ausweis?
Anwohnerinnen und Anwohner in den erweiterten Zonen brauchen einen Bewohnerparkausweis, der sichtbar hinter der Frontscheibe liegt. Er kostet nach dem Service-Portal Berlin 20,40 Euro, gilt bis zu zwei Jahre und wird vom Bürgeramt ausgestellt; der Antrag geht auch online. Voraussetzung ist eine Meldeadresse in der Zone, eine Nebenwohnung reicht in Berlin aus. Alle Schritte stehen in unserem Ratgeber zum Anwohnerparkausweis in Berlin.
- Betriebe mit Sitz in der Zone können eine gebührenpflichtige Betriebsvignette für Firmenfahrzeuge beantragen, nicht für private Autos der Beschäftigten. Zuständig ist die Straßenverkehrsbehörde des Bezirks (Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg).
- Handwerkerinnen und Handwerker mit Handwerkerparkausweis parken bei Aufträgen in allen Berliner Zonen gebührenfrei, aber nur zusammen mit einem Arbeitsstättennachweis (Senatsverwaltung für Mobilität).
- Weitere Ausnahmen gibt es unter anderem für Hauskrankenpflege, Hebammen, Schichtarbeit und die Pflege von Angehörigen; die Formulare stellt das Bezirksamt online bereit.
Wichtig für alle, die jetzt erst beantragen: Die Verkehrsinformationszentrale Berlin weist darauf hin, dass Bearbeitung und Ausstellung mehrere Tage dauern. Das Bezirksamt bittet grundsätzlich um Anträge mindestens vier Wochen vor dem Start und kann Anfragen zum Bearbeitungsstand nach eigenen Angaben nicht beantworten. Bis der Ausweis im Briefkasten liegt, brauchst du in der Zone einen Parkschein.
Warum hat der Bezirk die Zonen erweitert?
Die Erweiterung der Parkzonen 27 und 28 geht auf eine Verkehrsuntersuchung zurück, die in beiden Gebieten eine hohe Auslastung der Parkplätze festgestellt hat, berichtete t-online im August 2026. Das Bezirksamt begründet die Bewirtschaftung mit weniger Parksuchverkehr, weniger Parken in zweiter Reihe und mehr freien Plätzen für Anwohner, Lieferverkehr und Kundschaft. Nach Angaben des Bezirks hatten Bewohnerinnen und Bewohner eine Ausweitung in der Vergangenheit selbst zahlreich gefordert.
Ein Nebeneffekt, den die Pressemitteilung nicht erwähnt: Wer bisher aus einer bewirtschafteten Zone in die freien Randstraßen ausgewichen ist, findet dort jetzt ebenfalls Automaten. Der Parkdruck kann sich dadurch in die angrenzenden, noch freien Straßen verlagern – auch deshalb plant der Bezirk bereits die nächsten Zonen.
Welche Parkzonen kommen als Nächstes in Friedenau?
Als Nächstes richtet das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg die Parkzone 97 am Schillerplatz ein; sie ist bereits beschlossen und soll laut Bezirk eine wichtige Lücke in Friedenau schließen. Einen Starttermin nennt das Bezirksamt noch nicht. Für zwei weitere Zonen, 95 am Grazer Platz und 93 in der Lindenhofsiedlung, hat eine Verkehrsuntersuchung ebenfalls eine Bewirtschaftung empfohlen. Sie brauchen aber zuerst einen Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung, die sich nach der Wahl vom 20. September 2026 neu konstituiert.
| Zone | Gebiet | Stand |
|---|---|---|
| 97 | Schillerplatz | beschlossen, Vorbereitung beginnt |
| 95 | Grazer Platz | empfohlen, Beschluss der BVV steht aus |
| 93 | Lindenhofsiedlung | empfohlen, Beschluss der BVV steht aus |
Eine Übersicht aller Zonen in den acht Bezirken mit Parkraumbewirtschaftung bietet die Karte der Senatsverwaltung. Weitere Nachrichten aus dem Bezirk findest du unter Tempelhof-Schöneberg.
Quellen
- Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg: Geänderte Parkregelung in Friedenau (Pressemitteilung Nr. 428) (1. Oktober 2026)
- Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg: Parkraumbewirtschaftung und Ausnahmegenehmigungen (Stand August 2026)
- VIZ Berlin: Erweiterung der Parkzonen 27 und 28, Start zum 1. Oktober 2026
- Service-Portal Berlin: Parkausweis für Bewohner beantragen (abgerufen 2. Oktober 2026)
- Senatsverwaltung: Parkraumbewirtschaftung in Berlin
- Geodatenportal Berlin: Parkraumbewirtschaftungszonen (WFS, dl-de/zero-2-0), Stand September 2026
- t-online: Berlin-Friedenau – neue Parkzonen starten bald (28. August 2026)
Hannes Nagel
Redakteur Wirtschaft & Verkehr
Ich bin Hannes, und ich schreibe bei BerlinEcho über Wirtschaft und Verkehr – zwei Themen, die in Berlin enger zusammenhängen, als man denkt. Wer in einer Stadt wohnt, in der die BVG täglich ausläuft und gleichzeitig das teuerste …
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