Die geplante Verkehrsberuhigung wird für eine Neukölln Poller Anwohnerin im Frühling 2026 zur existenziellen Bedrohung – ab dem 13. April riegelt das Bezirksamt den Herrfurthplatz ab. Ich verfolge die städtischen Verkehrsprojekte in der Hauptstadt seit Jahren, doch der aktuelle Umgang mit schwer kranken Menschen im Schillerkiez (12049 Berlin) macht mich fassungslos.
- Ab dem 13. April 2026 sperren neue Barrieren den nördlichen Herrfurthplatz für den Autoverkehr komplett ab.
- Die 35-jährige Anwohnerin ist mit Pflegegrad 3 auf direkte Taxi-Krankentransporte vor die Haustür angewiesen.
- Schätzungsweise 650.000 Menschen in Deutschland leiden an der unheilbaren Erkrankung ME/CFS.
- Das Bezirksamt plant Poller mit Dreikantschlüssel und lehnt elektronisch versenkbare Systeme ab.
🚧 Ein „Hausarrest auf Raten“ am Herrfurthplatz
Das Projekt zur Verkehrsberuhigung trifft die Neukölln Poller Anwohnerin Anh Vu (35) hart. Sie leidet an der schweren neuroimmunologischen Erkrankung ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom). Wie der Tagesspiegel berichtet, wird jeder zusätzliche Meter für sie zu einem „Hausarrest auf Raten“. Mit Pflegegrad 3 gilt sie als schwerbehindert und benötigt für ihre anstrengenden Therapien Taxitransporte, die direkt vor ihrer Haustür halten müssen.
ME/CFS ist durch extreme Erschöpfung, kognitive Störungen und Post-Exertionelle Malaise (PEM) gekennzeichnet – eine massive Zustandsverschlechterung nach bereits geringer Belastung. Aktuell ist das Wohnhaus der 35-Jährigen durch Bauabsperrungen vom Verkehr abgeschnitten. Die Pläne des Bezirksamts Neukölln sehen vor, den kompletten nördlichen Herrfurthplatz ab Mitte April durch feste Barrieren abzuflanken.
🗣️ Der Eklat beim Vor-Ort-Termin
Am 23. März 2026 kam es bei einer Begehung zu Aussagen, die den Konflikt um die Neukölln Poller Anwohnerin eskalieren ließen. Im Beisein von Verkehrsstadtrat Jochen Biedermann (46, Grüne) riet ein Bauingenieur der 35-Jährigen: „Fahren Sie doch mit dem Rollstuhl, wenn Sie die Strecke zur entfernten Ladezone nicht laufen können.“
Biedermann nahm später Stellung und betonte, man nehme die Situation ernst. Er entschuldigte sich für die Wirkung der Worte: „Es lag und liegt mir und meinen Kollegen fern, sie zu diskriminieren oder herabzuwürdigen.“ Dennoch fühlt sich Vu übergangen und hat bereits die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung eingeschaltet.
📱 Fehlende digitale Lösungen und starre Pläne
Der Kern des Problems für die Neukölln Poller Anwohnerin liegt in der technischen Umsetzung. Vu kritisiert: „Das Bezirksamt weigert sich, moderne Lösungen wie versenkbare Poller einzubauen. Während ich um meine Gesundheit kämpfe, baut die Stadt eine Mauer vor meine Tür.“ Stattdessen plant die Behörde herausnehmbare oder klappbare Barrieren, die mit einem klassischen Dreikantschlüssel bedient werden müssen.
| System-Art | Bedienung vor Ort | Barrierefreiheit |
|---|---|---|
| Klapp-Poller (Dreikant) | Manuell durch Begleitperson / Taxifahrer | Sehr gering (Körperkraft nötig) |
| Versenkbare Poller | Elektronisch / per Smartphone-App | Hoch (eigenständig nutzbar) |
| Feste Poller | Keine Durchfahrt möglich | Keine |
Der Bezirk bot ihr nach dem Termin eine Ausnahmegenehmigung an – unter der Annahme, dass immer eine Begleitperson dabei ist, die den Poller manuell umklappt. Vu nennt dies realitätsfern: „Das ist auf dem Papier ja schön zu lesen, entspricht aber nicht der Lebensrealität von behinderten Menschen.“
🏙️ Der Umbau im Schillerkiez geht weiter
Die Situation der Neukölln Poller Anwohnerin reiht sich in die massiven städtebaulichen Veränderungen im Bezirk ein. Die Bauarbeiten zur Verkehrsberuhigung haben bereits begonnen. Neben der Sperrung des nördlichen Herrfurthplatzes kommen weitere Durchfahrverbote und Einbahnstraßen-Regelungen hinzu. Wer sich für die städtebaulichen Hintergründe interessiert, findet Details im Artikel Schillerkiez Autofrei Berlin: Umbau am Herrfurthplatz startet.
Stadtrat Biedermann räumt ein, dass es Gegenstimmen gibt, hält aber am Konzept fest. Das Ziel, den Durchgangsverkehr zu reduzieren, kollidiert hier direkt mit den Bedürfnissen der schwächsten Verkehrsteilnehmer. Auch bei anderen Projekten wie dem Herrfurthplatz Umbau Neukölln zeigt sich, wie komplex die Umsetzung vor Ort in der Praxis ist.
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❓ Häufige Fragen
Warum protestiert die Neukölln Poller Anwohnerin?
Die 35-jährige Anh Vu leidet an ME/CFS und benötigt Krankentransporte direkt vor die Haustür am Herrfurthplatz. Durch die ab dem 13. April 2026 geplanten Barrieren wird diese lebensnotwendige Zufahrt massiv blockiert.
Welche Poller baut das Bezirksamt Neukölln ein?
Das Bezirksamt plant klappbare oder herausnehmbare Barrieren, die mit einem Dreikantschlüssel manuell bedient werden. Die Neukölln Poller Anwohnerin fordert stattdessen elektronisch versenkbare Systeme, die ihr eine eigenständige Zufahrt ermöglichen würden.
Was sagt Stadtrat Jochen Biedermann zu den Vorwürfen?
Der Grünen-Politiker entschuldigte sich für diskriminierende Aussagen eines Bauingenieurs beim Vor-Ort-Termin. Er betonte, dass man die Situation der Neukölln Poller Anwohnerin ernst nehme und ihr eine Ausnahmegenehmigung für die Durchfahrt erteilen wolle.
Wie funktioniert die geplante Ausnahmegenehmigung?
Die Behörde geht davon aus, dass eine Begleitperson den Poller mit dem Schlüssel umklappt, damit das Taxi vorfahren kann. Dies entspricht laut der Betroffenen jedoch nicht der Lebensrealität von Menschen mit schweren Behinderungen, die oft allein auf Transporte angewiesen sind.
Wann wird der Herrfurthplatz für Autos gesperrt?
Die Bauarbeiten laufen bereits, und ab dem 13. April 2026 soll der nördliche Teil des Platzes durch die neuen Barrieren komplett für den regulären Durchgangsverkehr geschlossen werden. Ausnahmen gelten nur für Rettungsdienste und genehmigte Transporte.
🏁 Fazit: Inklusion und Verkehrswende
Das Schicksal der Neukölln Poller Anwohnerin am Herrfurthplatz zeigt einen eklatanten Konstruktionsfehler in der aktuellen Verkehrspolitik auf. Wenn eine Stadt den Autoverkehr reduziert, muss sie gleichzeitig digitale und barrierefreie Alternativen für vulnerable Gruppen schaffen. Die Entscheidung gegen smarte, versenkbare Systeme schließt Menschen mit Behinderung aktiv vom öffentlichen Leben aus.
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⚽ Über den Autor: Julian Möhring – Redakteur Sport & Digitales
Als Sportredakteur sehe ich am Olympiastadion (Berlin-Charlottenburg) regelmäßig, wie smarte Verkehrskonzepte Zehntausende Menschen lenken – inklusive barrierefreier Zugänge. Dass wir im Jahr 2026 am Herrfurthplatz an einfachen, digitalen Zugangssystemen scheitern und kranke Menschen aussperren, zeigt die Defizite der Berliner Stadtentwicklung.
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