Beim Ausbau der A100, Bauabschnitt 17, steht eine wichtige Entscheidung an: Die Autobahn GmbH des Bundes wird im Sommer 2026 die technische Vorzugslösung mit dem Bundesverkehrsministerium abstimmen (Bundestag). Das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt zwischen Am Treptower Park und der Storkower Straße, einschließlich des Ausbaus der Storkower Straße, soll voraussichtlich im Jahr 2027 eingeleitet werden (Autobahn GmbH des Bundes). Die Kosten für Bauabschnitt 17 werden auf rund 1,1 Milliarden Euro geschätzt. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist bis Ende 2035 geplant (Bundesverkehrsministerium).
Der a100 ausbau bauabschnitt 17 gehört zu den umstrittensten und teuersten Infrastrukturprojekten der Hauptstadt. Auf einer Länge von 4,1 Kilometern soll die Stadtautobahn vom Treptower Park durch Friedrichshain-Kreuzberg bis nach Lichtenberg (10317) verlängert werden. Ich habe die aktuellen Planungsdokumente der Autobahn GmbH analysiert, um die konkreten baulichen und finanziellen Dimensionen der neuen Trasse am Ostkreuz einzuordnen.
- Gesamtlänge A100-Trasse: 4,106 Kilometer
- Ausbau Storkower Straße: 1,620 Kilometer
- Aktuelle Kostenschätzung: 1,081 Milliarden Euro (264.000 € pro Meter)
- Konstruktion: Dreispuriger Doppelstocktunnel am Ostkreuz
- Zeitplan: Planfeststellungsverfahren startet 2027
📍 Trassenführung und Konstruktion des 17. Bauabschnitts
Die Pläne für den a100 ausbau bauabschnitt 17 sehen einen massiven Eingriff in die bestehende Stadtstruktur vor. Die Trasse beginnt an der Anschlussstelle Am Treptower Park und führt bis zur Storkower Straße. Laut offiziellen Dokumenten der Autobahn GmbH umfasst die eigentliche Autobahnstrecke 4,106 Kilometer, hinzu kommt der Ausbau der Storkower Straße auf weiteren 1,620 Kilometern.
Das bauliche Kernstück bildet die Querung der Spree und die anschließende Untertunnelung. Die Autobahn wird vor dem Bahnhof Ostkreuz in einen Doppelstocktunnel geführt. Das bedeutet, dass drei Fahrspuren pro Richtung platzsparend übereinandergelegt werden. Dieser Tunnel verläuft direkt unter der Neuen Bahnhofstraße und der Gürtelstraße in Berlin-Friedrichshain.

💰 Kostenexplosion: Über eine Milliarde Euro
Die finanziellen Dimensionen für den a100 ausbau bauabschnitt 17 haben sich im Laufe der Planungen deutlich erhöht. Aktuell schätzt der Bund die Kosten auf 1,081 Milliarden Euro. Heruntergebrochen auf die Streckenlänge entspricht das rund 264.000 Euro pro laufendem Meter Autobahn.
Zum Vergleich: Der vorangegangene 16. Bauabschnitt schlug mit 720 Millionen Euro zu Buche. Für den Gesamtausbau beider Abschnitte geht der Bund derzeit von bis zu 1,8 Milliarden Euro aus, wobei Experten weitere Steigerungen auf bis zu 4 Milliarden Euro nicht ausschließen. Infrastrukturprojekte dieser Größenordnung unterliegen enormen Preisschwankungen, was sich auch bei parallel laufenden Großprojekten wie der ICE Strecke Berlin Hamburg im Bauetat widerspiegelt.
| Merkmal | Dimension | Quelle |
|---|---|---|
| Länge A100-Trasse | 4,106 km | Autobahn GmbH |
| Ausbau Storkower Str. | 1,620 km | Autobahn GmbH |
| Geschätzte Kosten | 1,081 Mrd. € | Bund |
| Tunnelbauweise | Doppelstocktunnel (3 Spuren übereinander) | Planungsunterlagen |
📅 Politischer Fahrplan ab 2026
Die politische Ausrichtung für den a100 ausbau bauabschnitt 17 ist eindeutig: Die Bundesregierung stuft das Projekt als laufendes und fest disponiertes Vorhaben ein. Im Sommer 2026 soll die technische Vorzugslösung final mit dem Bundesverkehrsministerium abgestimmt werden. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) forderte unlängst, dass die Verlängerung zeitnah folgen müsse und der Bund noch 2026 eine stadtverträgliche Lösung präsentieren wolle.
Michael Güntner von der Autobahn GmbH untermauerte diese Position mit der Aussage, eine nachhaltige verkehrliche Entlastung im Osten Berlins sei nur mit der vollständigen Umsetzung des 17. Bauabschnitts möglich. Das offizielle Planfeststellungsverfahren, in dem auch Bürger und Verbände angehört werden, ist für das Jahr 2027 angesetzt. Der Bund treibt damit parallel zum Ausbau der Radinfrastruktur, wie dem Neuen Radweg am BER, auch die Kapazitätserweiterung für den motorisierten Verkehr voran.
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Wann beginnt der a100 ausbau bauabschnitt 17?
Ein exakter Termin für den Baubeginn steht noch nicht fest. Das offizielle Planfeststellungsverfahren für den a100 ausbau bauabschnitt 17 soll im Jahr 2027 eingeleitet werden, nachdem im Sommer 2026 die technische Vorzugslösung abgestimmt wurde.

Welche Bezirke betrifft der a100 ausbau bauabschnitt 17?
Der a100 ausbau bauabschnitt 17 führt durch drei Berliner Bezirke. Die Trasse beginnt in Treptow-Köpenick, durchschneidet Friedrichshain-Kreuzberg am Ostkreuz und endet in Lichtenberg an der Storkower Straße.
Wie verläuft der Tunnel am Ostkreuz?
Um Platz zu sparen, wird die Autobahn am Ostkreuz als Doppelstocktunnel konstruiert. Dabei liegen jeweils drei Fahrspuren pro Richtung übereinander. Der Tunnel verläuft direkt unterhalb der Neuen Bahnhofstraße und der Gürtelstraße.
Was kostet der a100 ausbau bauabschnitt 17?
Nach aktuellen Schätzungen des Bundes belaufen sich die Kosten für den a100 ausbau bauabschnitt 17 auf 1,081 Milliarden Euro. Das entspricht Baukosten von rund 264.000 Euro für jeden Meter der Autobahn.
Wird die Storkower Straße ebenfalls umgebaut?
Ja, im Rahmen des a100 ausbau bauabschnitt 17 wird nicht nur die eigentliche Autobahn gebaut. Die Pläne beinhalten auch den Ausbau der Storkower Straße auf einer Gesamtlänge von 1,620 Kilometern, um den abfließenden Verkehr aufzunehmen.

🏁 Fazit: Ein Milliardenprojekt mit enormer Tragweite
Der a100 ausbau bauabschnitt 17 wird mit 1,081 Milliarden Euro und einem massiven Doppelstocktunnel am Ostkreuz die Infrastruktur in Ost-Berlin grundlegend verändern. Der Bund hält konsequent an den Plänen fest und peilt das Planfeststellungsverfahren für 2027 an. Für Anwohner und Pendler in Friedrichshain und Lichtenberg bedeutet dies ein Jahrzehnt der Großbaustellen, bevor eine verkehrliche Entlastung spürbar wird.
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📊 Über den Autor: Hannes Nagel – Redakteur Wirtschaft & Verkehr
Berlins Verkehrsinfrastruktur wächst langsamer als die Stadt selbst. Wer die Staus rund um den Treptower Park im Berufsverkehr kennt, sieht die Notwendigkeit einer Lösung, auch wenn der geplante Doppelstocktunnel bautechnisch ein massiver Eingriff in den Bezirk ist.
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