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Aroser Allee: Verlauf, Lage und Anbindung

Von der Barfusstraße bis zur Lindauer Allee: früher Schillerpromenade, seit 1931 Aroser Allee, Hauptachse der Weißen Stadt mit dem Brückenhaus.

Inhalt (8 Abschnitte)
  1. Wo verläuft die Aroser Allee?
  2. Warum hieß die Aroser Allee früher Schillerpromenade?
  3. Was ist die Weiße Stadt an der Aroser Allee?
  4. Was macht das Brückenhaus über der Aroser Allee besonders?
  5. Was ist der Schillerhof am südlichen Ende?
  6. Wie kommst du zur Aroser Allee?
  7. Häufige Fragen zur Aroser Allee
  8. Quellen

Die Aroser Allee in Berlin führt mit den Hausnummern 27 bis 200 von der Barfusstraße im Wedding bis zur Lindauer Allee in Reinickendorf. Den Namen des Schweizer Kurorts Arosa trägt die Straße seit dem 10. April 1931. Zwischen Emmentaler Straße und Lindauer Allee ist sie die Hauptachse der Weißen Stadt, seit 2008 UNESCO-Welterbe.

Die Aroser Allee ist die breite Straße mit dem begrünten Mittelstreifen, über die sich das Brückenhaus der Weißen Stadt spannt. Nach dem Straßenverzeichnis von Kauperts liegt sie in zwei Ortsteilen, Wedding und Reinickendorf, und hat durchgehend die Postleitzahl 13407. An ihr stehen zwei Siedlungen aus der Weimarer Republik: im Süden der Schillerhof von 1925 bis 1927, im Norden die Weiße Stadt von 1929 bis 1931. Die Allee selbst ist älter als beide. Die Denkmaldatenbank führt sie als Gartendenkmal mit der Datierung 1908, damals noch als Promenade unter anderem Namen.

  • Verlauf: von der Barfusstraße bis zur Lindauer Allee, Hausnummern 27–200, PLZ 13407
  • Name seit 10. April 1931, vorher Schillerpromenade (um 1909–1929) und Greulichpromenade (1929–1931)
  • Weiße Stadt: 1.268 Wohnungen, gebaut 1929–1931, UNESCO-Welterbe seit 7. Juli 2008
  • Brückenhaus von Otto Rudolf Salvisberg überspannt die Allee, 40 Meter breit
  • U8-Bahnhöfe Residenzstraße und Paracelsus-Bad, eröffnet am 27. April 1987

Wo verläuft die Aroser Allee?

Die Aroser Allee beginnt an der Einmündung der Barfusstraße im Wedding und endet an der Lindauer Allee in Reinickendorf. Die Denkmaldatenbank beschreibt sie als breite Hauptstraße mit begrünten Mittelstreifen, die unvermittelt an der einstigen Stadtgrenze Berlins beginnt; das Gelände am südlichen Ende gehörte bis 1938 zu Reinickendorf. Heute teilt die Bezirksgrenze die Straße: Die Nummern 27 bis 59 liegen im Bezirk Mitte, 60 bis 200 im Bezirk Reinickendorf.

Unterwegs treffen Emmentaler Straße, Schillerring und Gotthardstraße auf die Allee. Die Straßennamen der Weißen Stadt verweisen auf die Schweiz: Baseler, Bieler, Emmentaler, Genfer und Sankt-Galler Straße, Romanshorner Weg. Über die Emmentaler Straße erreichst du die Residenzstraße mit dem gleichnamigen U-Bahnhof.

Warum hieß die Aroser Allee früher Schillerpromenade?

Die Aroser Allee wurde als Schillerpromenade angelegt. Kauperts nennt für diesen Namen die Zeit um 1909 bis 1929, die Denkmaldatenbank datiert die Promenade auf 1908, Bauherr war das Bezirksamt Reinickendorf. 1929 folgte die Umbenennung in Greulichpromenade. Seit dem 10. April 1931 heißt die Straße Aroser Allee.

Arosa ist ein Sommer- und Winterkurort im Kanton Graubünden auf rund 1.800 Metern Höhe. Frühere Fassungen dieser Seite nannten den 24. April 1906 als Tag der Benennung; dafür gibt es keinen Beleg, Kauperts nennt 1931. Der alte Name ist nicht ganz verschwunden: Die Weiße Stadt heißt in der Denkmalliste bis heute Großsiedlung Schillerpromenade.

Namen der Aroser Allee (Quelle: Kauperts, Stand: 29. September 2026)
Zeitraum Name
um 1909 bis 1929 Schillerpromenade
1929 bis 1931 Greulichpromenade
seit 10. April 1931 Aroser Allee

Was ist die Weiße Stadt an der Aroser Allee?

Die Weiße Stadt ist eine Großsiedlung mit 1.268 Wohnungen auf 14,3 Hektar, gebaut von 1929 bis 1931. Das geht aus dem Datenblatt des Landesdenkmalamts hervor. Den städtebaulichen Entwurf lieferte Otto Rudolf Salvisberg, die Häuser entwarf er zusammen mit Bruno Ahrends und Wilhelm Büning, die Grünflächen plante Ludwig Lesser. Die Gesamtleitung hatte Martin Wagner, Bauherrin war die stadteigene Gemeinnützige Heimstättengesellschaft Primus. Heute gehört die Siedlung überwiegend der Vonovia SE.

Die Aroser Allee ist die Hauptachse der Siedlung. Nach der Denkmaldatenbank gehören die Häuser mit den Nummern 116 bis 193 zur geschützten Gesamtanlage. Die Fassaden sind weiß, Dachüberstände, Regenrohre, Türen und Fensterrahmen setzen farbige Akzente. Mehr als 20 Läden konzentrieren sich laut Denkmaldatenbank an Emmentaler Straße und Aroser Allee. Am 7. Juli 2008 nahm das Welterbe-Komitee die Siedlungen der Berliner Moderne in die UNESCO-Welterbeliste auf, die Weiße Stadt ist eine davon.

Eine ältere Version dieser Seite schrieb die Bebauung einer Wohnanlage Aroser Allee 62 bis 128 der Architekten Mebes und Emmerich zu und verortete die Weiße Stadt einige hundert Meter entfernt. Beides lässt sich nicht belegen: Die Denkmalliste nennt für die Allee die Weiße Stadt und im Süden den Schillerhof.

Was macht das Brückenhaus über der Aroser Allee besonders?

Das Brückenhaus ist ein Wohnhaus, das die Aroser Allee überspannt und den nördlichen Siedlungsteil nach der Denkmaldatenbank mit städtebaulicher Dominanz abriegelt. Salvisberg ließ es als einzigen Bau der Siedlung in Stahlbeton ausführen. Der 40 Meter breite Bau ruht nach der Denkmaldatenbank auf nur vier Stützenreihen und trägt vier Obergeschosse. Laubengänge liegen nach Norden, durchlaufende Balkonbrüstungen nach Süden.

Das Brückenhaus ist nicht der einzige Blickfang. Am südlichen Eingang der Siedlung setzte Ahrends an der Ecke Emmentaler Straße fünfgeschossige Torbauten, die die Allee optisch einschnüren. Nördlich des Brückenhauses begleitet eine 280 Meter lange Hauszeile von Salvisberg die Straße, gegenüber öffnen sich Sport- und Schulanlagen. Damit das Brückenhaus wie ein Platz wirkt, ließ man laut Denkmaldatenbank zum Siedlungsgrün die alten Rosskastanien auf dem Mittelstreifen zwischen Schillerring und Brückenhaus entfernen.

Was ist der Schillerhof am südlichen Ende?

Der Schillerhof ist eine Wohnsiedlung an der Aroser Allee 29 bis 59 im Wedding, gebaut 1925 bis 1927 von der DeGeWo nach Entwürfen von Erich Glas. Laut Denkmaldatenbank umfasst sie 422 Wohnungen mit ein bis zwei Zimmern, Kammer, Küche, Bad und Balkon oder Loggia. Die Häuser stehen am Blockrand, dahinter liegen große, erhöhte Gartenhöfe. An den Hauseingängen zur Aroser Allee zeigen Reliefs Tiere, Blumen und spielende Kinder.

Wie kommst du zur Aroser Allee?

Am schnellsten erreichst du die Aroser Allee mit der U8. Die Verlängerung von der Osloer Straße bis Paracelsus-Bad ging nach der Chronik Berliner Untergrundbahn am 27. April 1987 in Betrieb. Der Bahnhof Residenzstraße liegt in Höhe der Emmentaler Straße und damit am südlichen Eingang der Weißen Stadt, Paracelsus-Bad unter der Lindauer Allee am nördlichen Ende. Das Landesdenkmalamt nennt Paracelsus-Bad als Bahnhof für die Weiße Stadt. Laut Kauperts fahren im Umfeld außerdem die Buslinien 120, 122, 125, 128, 320 und 322.

Rund um den Bahnhof Paracelsus-Bad wurde zuletzt gebaut; den Stand fasst unser Beitrag zur Baustelle U8 Paracelsus-Bad zusammen. Den Planungsstand zur Verlängerung der U8 ins Märkische Viertel findest du in unserem Überblick zum U-Bahn-Ausbau in Berlin.

Welche Behörde für dich zuständig ist, hängt von der Hausnummer ab. Kauperts ordnet die Nummern 27 bis 59 dem Finanzamt Wedding und dem Jobcenter Mitte zu, die Nummern 60 bis 200 dem Finanzamt und dem Jobcenter Reinickendorf. Amtsgericht ist für die ganze Straße das Amtsgericht Wedding. Aktuelles aus dem Bezirk findest du unter Reinickendorf.

Häufige Fragen zur Aroser Allee

In welchem Bezirk liegt die Aroser Allee?

Die Aroser Allee liegt in zwei Bezirken. Die Hausnummern 27 bis 59 am südlichen Ende gehören laut Kauperts zum Ortsteil Wedding im Bezirk Mitte, die Nummern 60 bis 200 zum Ortsteil Reinickendorf im gleichnamigen Bezirk. Die Postleitzahl ist durchgehend 13407. Für Bürgeramt, Jobcenter und Finanzamt zählt deshalb deine Hausnummer.

Wie hieß die Aroser Allee früher?

Die Aroser Allee hieß zuerst Schillerpromenade, angelegt um 1909. Von 1929 bis 1931 trug sie den Namen Greulichpromenade, seit dem 10. April 1931 heißt sie nach dem Schweizer Kurort Arosa im Kanton Graubünden. Der alte Name lebt in der Bezeichnung Großsiedlung Schillerpromenade weiter, dem amtlichen Namen der Weißen Stadt.

Gehört die Aroser Allee zum UNESCO-Welterbe?

Ein Teil der Aroser Allee gehört zum UNESCO-Welterbe. Die Häuser mit den Hausnummern 116 bis 193 gehören zur denkmalgeschützten Weißen Stadt, einer der Siedlungen der Berliner Moderne, die das Welterbe-Komitee am 7. Juli 2008 in die Welterbeliste aufgenommen hat. Dazu gehört das Brückenhaus von Otto Rudolf Salvisberg, das die Allee mit vier Obergeschossen überspannt.

Welche U-Bahnhöfe liegen an der Aroser Allee?

Die nächsten U-Bahnhöfe der Aroser Allee sind Residenzstraße und Paracelsus-Bad, beide an der Linie U8. Die Strecke von der Osloer Straße bis Paracelsus-Bad ist seit dem 27. April 1987 in Betrieb. Der Bahnhof Residenzstraße liegt in Höhe der Emmentaler Straße, Paracelsus-Bad an der Lindauer Allee. Dazu kommen laut Kauperts sechs Buslinien.

Quellen

Namensgebung

Namensgeber
Arosa
Ort / Geografie
Benennung
1931-04-10
Hintergrund
Benennung am 10. April 1931; vorher Schillerpromenade (um 1909–1929) und Greulichpromenade (1929–1931).

Quellen

  1. kauperts.de · Web
  2. wikipedia.org · Web
  3. Kauperts Straßenführer durch Berlin: Aroser Allee · Web
  4. Denkmaldatenbank Berlin: Wohnanlage Aroser Allee · Web
  5. Schweizer Viertel (Berlin) · Web
  6. Bezirksamt Reinickendorf: UNESCO-Welterbe Siedlungen der Berliner Moderne · Web