Humboldt-Universität: Audimax im Ostflügel öffnet am 26. Oktober
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Der sanierte Ostflügel des Hauptgebäudes der Humboldt-Universität in Berlin-Mitte ist übergeben. Ab dem 26. Oktober 2026 finden Vorlesungen wieder im Audimax mit 600 und im Kinosaal mit 450 Plätzen statt. Die Sanierung kostete rund 86 Millionen Euro statt der ursprünglich geplanten 52 Millionen Euro. Das Hörsaalzelt auf dem Campus Nord wird Anfang November abgebaut.
Fünf Jahre später als angekündigt kehrt die Lehre in den Ostflügel zurück: Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat den sanierten Gebäudeteil am Freitag, 23. Oktober 2026, an die Humboldt-Universität übergeben. Schon am Montag, 26. Oktober, laufen im Audimax und im Kinosaal wieder Lehrveranstaltungen. Für Studierende endet damit eine lange Zeit mit Ausweichquartieren.
Was ist im Ostflügel der Humboldt-Universität jetzt wieder offen?
Die beiden größten Hörsäle der Universität sind zurück. Das Audimax fasst 600 Personen, der Kinosaal 450, zusammen sind es 1.050 Sitzplätze mit moderner Medientechnik. Im Dachgeschoss über dem Audimax liegt das sanierte Menzel-Dach. Auf 400 Quadratmetern entstehen dort Gesprächsforum, Zeichensaal, Kabinette mit Druckmaschinen, eine Dunkelkammer und ein Raum für Videoschnitt. Dort lernen Studierende der Kunst- und Bildgeschichte praktisch. In Kürze beziehen außerdem mehrere HU-Einrichtungen neue Räume im Ostflügel.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Audimax | 600 Sitzplätze |
| Kinosaal | 450 Sitzplätze |
| Menzel-Dach | 400 m² Fläche |
| Gesamtkosten | rund 86 Mio. Euro |
| Start der Lehre | 26. Oktober 2026 |
Warum hat die Sanierung so lange gedauert?
Die Verwaltung nennt als Grund die umfangreichen Maßnahmen und die alte Bausubstanz. Saniert wurden die Gebäudehülle, der Brandschutz und die Haustechnik wie Sanitär, Heizung, Lüftung und Elektrik, dazu kam die energetische Sanierung. Ursprünglich hatte das Land die Fertigstellung für April 2021 angekündigt, später wurde der Termin mehrfach verschoben, zuletzt auf Ende des dritten Quartals 2026. So berichtete es das Portal Entwicklungsstadt im Dezember 2025. Als Ursache nannte die Verwaltung damals die ungewöhnlich schlechte Bausubstanz und nötige Planungsänderungen.
Was kostet die Sanierung am Ende?
Die Gesamtkosten liegen bei rund 86 Millionen Euro. Ursprünglich waren 52 Millionen Euro veranschlagt, das sind 34 Millionen Euro oder gut 65 Prozent mehr. Die Bauherrin war die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Pflege und Gesundheit als Bedarfsträgerin. Hinzu kamen Kosten für den Ersatzbetrieb: Die Universität verlegte Veranstaltungen in ein Hörsaalzelt auf dem Campus Nord, wich auf kleinere Säle und digitale Formate aus. Dafür fielen laut Entwicklungsstadt Mehrkosten an.
Wie geht es am Campus weiter?
Das Hörsaalzelt auf dem Campus Nord soll Anfang November 2026 abgebaut werden. Im Wintersemester 2026/2027 nutzt die HU Audimax und Kinosaal wieder regulär. Der Ostflügel gehört zum Erweiterungsbau von 1913 bis 1920, der das ursprüngliche Prinz-Heinrich-Palais zum heutigen H-förmigen Gebäude machte. Im Zweiten Weltkrieg wurde er weitgehend zerstört und 1953 bis 1954 wiederaufgebaut. Walter Womacka gestaltete 1962/63 die Glasfenster „Die Wissenschaft erobern“ in der Treppenhalle des Audimax. Zur Uni passt auch unser Text zum Medizin-Nobelpreis für den HU-Forscher Peter Hegemann. Weitere Meldungen findest du im Bezirk Mitte und im Ressort Berlin.
Quellen
Ida Nagel
Redakteurin Gesellschaft & Wohnen
Hallo, ich bin Ida, und bei BerlinEcho bin ich zuständig für Gesellschaft und Wohnen – also für die Themen, die im Alltag meiner Mitmenschen am meisten präsent sind: Wo finde ich eine Wohnung, die ich mir leisten kann? …
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