Fußgängertunnel Schöneweide: Abriss ab 26. Oktober, B96a verengt
Inhalt (5 Abschnitte)
Ab Montag, 26. Oktober 2026, beginnt der Rückbau des Fußgängertunnels in Berlin-Schöneweide. Die B96a wird stadteinwärts ab Sterndamm auf einen Fahrstreifen verengt, dazu kommt ein Busfahrstreifen. Die Bushaltestellen ziehen provisorisch nördlich der Kreuzung um. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis ins dritte Quartal 2027 und kosten rund vier Millionen Euro.
Wer ab Montag, 26. Oktober 2026, in Schöneweide mit dem Auto unterwegs ist, braucht mehr Zeit. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt reißt den alten Fußgängertunnel am Bahnhof ab. Sie empfiehlt, den Bereich weiträumig zu umfahren. Bus, Fuß- und Radverkehr laufen weiter, auch der Weg zu S-Bahn und Regionalbahn bleibt offen.
Warum wird der Fußgängertunnel in Schöneweide abgerissen?
Der Fußgängertunnel im Bezirk Treptow-Köpenick verband die Schnellerstraße mit dem Bahnhofsvorplatz, dem Cajamarcaplatz, und unterquerte die B96a und die Michael-Brückner-Straße. Ein Brand beschädigte ihn, danach wurde er gesperrt. Seit der Umgestaltung der Kreuzung Michael-Brückner-Straße, Brückenstraße und Schnellerstraße zu Jahresbeginn gibt es oberirdisch ampelgesteuerte Querungen. Damit sieht die Verkehrsverwaltung keinen Grund mehr, den Tunnel weiter zu betreiben.
Was ändert sich für Autofahrer, Busse und Fußgänger?
Die Verkehrsführung wird ab dem 26. Oktober eingerichtet. Stadteinwärts bleibt ab dem Sterndamm nur ein Fahrstreifen für den Autoverkehr, daneben entsteht ein Busfahrstreifen. Stadtauswärts bleiben zwei Fahrstreifen für alle. Die Bushaltestellen werden provisorisch nördlich der Kreuzung aufgestellt. Zum Queren der B96a zwischen Sterndamm und der Baustelle im Süden baut die Verwaltung zusätzlich eine mobile Ampel auf.
| Bereich | Regelung während der Bauzeit |
|---|---|
| B96a stadteinwärts ab Sterndamm | ein Fahrstreifen plus Busfahrstreifen |
| B96a stadtauswärts | zwei Fahrstreifen für den gesamten Verkehr |
| Bushaltestellen | provisorisch nördlich der Kreuzung |
| Fußgängerquerung B96a | zusätzliche mobile Ampel zwischen Sterndamm und Baustelle |
| Bürgeramt Michael-Brückner-Haus, Wohnhäuser Schnellerstraße | durchgehend zugänglich |
Wie läuft der Rückbau ab und was kostet er?
Die Arbeiten gliedern sich in mehrere Baulose mit mehreren Bauabschnitten. Aufzüge und Fahrtreppen sind bereits ausgebaut. Auch die Glasmosaike des Künstlers Klaus Roenspieß hat die Verwaltung ausgebaut und modernisiert; der Bezirk Treptow-Köpenick will sie ab 2027 öffentlich zeigen. Jetzt wird der Tunnel entkernt: Überdachungen, Aufzugsgebäude, Decken und Wandabschnitte verschwinden. Im Bereich der früheren Eingänge brechen die Bautrupps die Wände bis etwa 1,50 Meter unter dem Gelände ab und verfüllen sie mit Boden. Unter der B96a kommt Flüssigboden zum Einsatz, damit die Michael-Brückner-Straße möglichst nicht gesperrt werden muss.
Die Baukosten liegen bei rund vier Millionen Euro. Fertig sein soll alles voraussichtlich im dritten Quartal 2027.
Was passiert danach am Bahnhof Schöneweide?
Nach dem Rückbau werden beide Platzbereiche wiederhergestellt. Dann kann der Bezirk den Cajamarcaplatz neu gestalten, und die Deutsche Bahn kann das Eingangsgebäude der Verkehrsstation denkmalgerecht sanieren. Mehr zum Bezirk findest du in der Rubrik Treptow-Köpenick, aktuelle Verkehrsmeldungen im Ressort Verkehr.
Quellen
Hannes Nagel
Redakteur Wirtschaft & Verkehr
Ich bin Hannes, und ich schreibe bei BerlinEcho über Wirtschaft und Verkehr – zwei Themen, die in Berlin enger zusammenhängen, als man denkt. Wer in einer Stadt wohnt, in der die BVG täglich ausläuft und gleichzeitig das teuerste …
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