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Charlottenburg-Wilmersdorf · Berlin

Gleis 17: Gedenken am Sonntag zum 85. Jahrestag

Berlin gedenkt am 18. Oktober 2026 um 12 Uhr am Mahnmal Gleis 17 im Grunewald des Beginns der Deportationen vor 85 Jahren. Wegner nimmt teil, Harbarth hält die Rede.

Maik Möhring Veröffentlicht
Verlassene Bahnsteigkante mit verrosteten Schienen und herbstlichem Laub unter baumbestandener Böschung.
Das Mahnmal Gleis 17 am Bahnhof Grunewald erinnert an die systematischen Deportationen ab Oktober 1941. (KI-generiertes Symbolbild)
Inhalt (5 Abschnitte)
  1. Was geschah am 18. Oktober 1941?
  2. Was sagt der Regierende Bürgermeister zum Gedenktag?
  3. Wie kannst du teilnehmen?
  4. Wie erinnert Berlin sonst an die Deportierten?
  5. Quellen

Der Berliner Senat erinnert am Sonntag, 18. Oktober 2026, um 12 Uhr am Mahnmal „Gleis 17“ im Bahnhof Grunewald an den Beginn der Deportationen von Jüdinnen und Juden aus Berlin vor 85 Jahren. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner nimmt teil, die Gedenkrede hält der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stefan Harbarth.

Zum 85. Jahrestag des Beginns der nationalsozialistischen Deportationen aus Berlin kommt es am Sonntag, 18. Oktober 2026, zu einer Gedenkveranstaltung am Mahnmal „Gleis 17“ im Grunewald (Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf). Laut Mitteilung des Presse- und Informationsamts beginnt sie um 12 Uhr. Der israelische Botschafter Ron Prosor spricht ein Grußwort, die Gedenkrede hält Prof. Dr. Stefan Harbarth, Präsident des Bundesverfassungsgerichts.

  • Wann: , 12 Uhr
  • Wo: Mahnmal „Gleis 17“, S-Bahnhof Grunewald
  • Anlass: 85. Jahrestag des Beginns der Deportationen aus Berlin
  • Redner: Kai Wegner, Ron Prosor, Stefan Harbarth

Was geschah am 18. Oktober 1941?

Am 18. Oktober 1941 verließ vom Güterbahnhof Grunewald der erste sogenannte Osttransport Berlin. An Bord waren mehr als 1.000 Jüdinnen und Juden, das Ziel war das Ghetto Litzmannstadt, das heutige Łódź. Nach Angaben der Jüdischen Allgemeinen (Meldung von 2023) wurden bis zum Frühjahr 1942 von diesem Bahnhof aus rund 10.000 deutsche Jüdinnen und Juden deportiert. Insgesamt waren es nach derselben Quelle mehr als 50.000 Berlinerinnen und Berliner, die meisten davon ab dem Güterbahnhof Moabit (etwa 30.000) und dem Anhalter Bahnhof (knapp 10.000).

Das Mahnmal „Gleis 17“ richtete die Deutsche Bahn 1998 ein. Es erinnert an die Transporte, die hier ihren Ausgang nahmen.

Was sagt der Regierende Bürgermeister zum Gedenktag?

Wegner nennt den 18. Oktober 1941 den Beginn der systematischen Verfolgung von Jüdinnen und Juden, die in der Shoah endete. Der Berliner Senat dulde „keinen Antisemitismus, Hass oder Gewalt gegen Jüdinnen und Juden“, so Wegner in der Mitteilung. Dem Antisemitismus müsse man konsequent entgegentreten, unabhängig davon, aus welcher Richtung er komme.

Wie kannst du teilnehmen?

Die Senatskanzlei nennt in ihrer Mitteilung nur ein Verfahren für die Presse: Medienvertreter sollen sich bis Freitag, 16. Oktober 2026, 12 Uhr, per E-Mail an staendigekonferenz@orte-der-erinnerung.de anmelden. Ob und unter welchen Bedingungen weitere Gäste teilnehmen können, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Wer dabei sein möchte, sollte sich vorab bei den Veranstaltern erkundigen.

Wie erinnert Berlin sonst an die Deportierten?

Erst vor wenigen Tagen hat BerlinEcho über die Aktion „Sie wollten leben!“ mit 25 Litfaßsäulen berichtet, die an Deportierte erinnern. Weitere Meldungen aus der Hauptstadt stehen im Ressort Berlin.

Quellen

Maik Möhring

Verantwortlicher & Chefredakteur

Moin, ich bin Maik – Gründer von BerlinEcho und verantwortlicher Redakteur. Ich baue seit Jahren digitale Medien auf, die ich wirklich für notwendig halte: unabhängig, ohne Konzernlogik im Rücken, mit echten Menschen dahinter. Berlin fasziniert mich als Stadt …

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