Wahlbeteiligung Berlin-Wahl 2026: 74,2 Prozent, alle Bezirke

Inhalt (7 Abschnitte)
Die Wahlbeteiligung bei der Berlin-Wahl am 20. September 2026 lag bei 74,2 Prozent. Von 2.487.318 Wahlberechtigten gaben 1.846.170 ihre Stimme zur Abgeordnetenhauswahl ab, 11,3 Prozentpunkte mehr als 2023. Am höchsten war die Beteiligung in Steglitz-Zehlendorf mit 79,7 Prozent, am niedrigsten in Spandau mit 68,4 Prozent.
Update vom 29. September 2026: Dieser Artikel nannte am Wahltag den Zwischenstand von 58,2 Prozent um 16 Uhr. Jetzt steht hier die endgültige Beteiligung laut vorläufigem Ergebnis: 74,2 Prozent, dazu alle zwölf Bezirke im Vergleich.
Berlin hat so viel gewählt wie lange nicht. Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 gaben 1.846.170 von 2.487.318 Wahlberechtigten ihre Stimme ab – eine Wahlbeteiligung von 74,2 Prozent, so das vorläufige Ergebnis des Landeswahlleiters vom 21. September. Bei der Wiederholungswahl 2023 lag der Wert 11,3 Prozentpunkte niedriger. Wahlsiegerin wurde Die Linke mit 25,7 Prozent der Zweitstimmen.
Wie hoch war die Wahlbeteiligung in den Bezirken?
Die Wahlbeteiligung in den zwölf Berliner Bezirken reichte bei der Abgeordnetenhauswahl 2026 von 68,4 Prozent in Spandau bis 79,7 Prozent in Steglitz-Zehlendorf. Überall ging mehr als jede zweite wahlberechtigte Person zur Wahl, in sechs Bezirken mehr als drei Viertel. Gestiegen ist die Beteiligung in allen zwölf Bezirken.
| Bezirk | Wahlberechtigte | Wählende | Beteiligung | Veränderung zu 2023 (Punkte) |
|---|---|---|---|---|
| Steglitz-Zehlendorf | 217.839 | 173.541 | 79,7 % | +8,5 |
| Pankow | 291.490 | 230.219 | 79,0 % | +11,4 |
| Friedrichshain-Kreuzberg | 171.438 | 132.461 | 77,3 % | +12,8 |
| Charlottenburg-Wilmersdorf | 218.378 | 166.364 | 76,2 % | +9,8 |
| Treptow-Köpenick | 212.027 | 161.406 | 76,1 % | +12,2 |
| Tempelhof-Schöneberg | 233.351 | 176.514 | 75,6 % | +10,3 |
| Lichtenberg | 199.676 | 144.604 | 72,4 % | +12,8 |
| Mitte | 211.894 | 151.572 | 71,5 % | +12,6 |
| Reinickendorf | 175.299 | 124.906 | 71,3 % | +9,5 |
| Marzahn-Hellersdorf | 199.770 | 139.045 | 69,6 % | +13,3 |
| Neukölln | 196.296 | 136.253 | 69,4 % | +11,6 |
| Spandau | 159.860 | 109.285 | 68,4 % | +11,5 |
| Berlin gesamt | 2.487.318 | 1.846.170 | 74,2 % | +11,3 |
Die Bezirkswerte ergeben zusammen genau die Landessumme von 1.846.170 Wählenden. Den stärksten Zuwachs verzeichnete Marzahn-Hellersdorf mit 13,3 Prozentpunkten, gefolgt von Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg mit je 12,8. Am geringsten stieg die Beteiligung in Steglitz-Zehlendorf – dort war sie schon 2023 am höchsten.
Was bedeutete der Zwischenstand von 58,2 Prozent um 16 Uhr?
Der Zwischenstand von 58,2 Prozent war die Wahlbeteiligung am Wahltag um 16 Uhr, die der Landeswahlleiter für Berlin am Sonntagnachmittag veröffentlichte. Bis dahin hatten 952.936 Menschen im Wahllokal gewählt; eingerechnet waren die ausgestellten Wahlscheine für die Briefwahl. Zur selben Uhrzeit hatte der Vergleichswert 2023 bei 48,8 Prozent gelegen.
Um 16 Uhr lag Steglitz-Zehlendorf mit 61,4 Prozent vorn, Spandau und Neukölln bildeten mit je 54,4 Prozent das Schlusslicht. An dieser Reihenfolge hat sich bis zum Abend wenig geändert: Die beiden Bezirke liegen auch im Endergebnis auf den letzten Plätzen.
Warum durften bei der BVV-Wahl mehr Menschen wählen?
Bei den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) am selben Tag waren mehr Menschen wahlberechtigt als bei der Abgeordnetenhauswahl, weil dort auch Bürgerinnen und Bürger anderer EU-Staaten mit Wohnsitz in Berlin wählen dürfen. Die Beteiligung an den BVV-Wahlen lag niedriger, in Mitte zum Beispiel bei 63,8 Prozent. Wer bei welcher Wahl wählen durfte, erklären wir im Artikel zur Wahlberechtigung in Berlin.
Was bedeutet die hohe Beteiligung für die Regierungsbildung?
Die Wahlbeteiligung von 74,2 Prozent verleiht dem Ergebnis ein breites Fundament: Die Linke wurde mit 25,7 Prozent stärkste Kraft vor CDU (18,8 Prozent) und AfD (16,3 Prozent). Grüne kamen auf 14,3, die SPD auf 12,1 Prozent. Wie die Mehrheiten im neuen Abgeordnetenhaus aussehen und wie weit die Gespräche über eine Koalition sind, steht im Überblick zur Koalition in Berlin.
Wie es weitergeht
Das amtliche Endergebnis will der Landeswahlausschuss am 12. Oktober 2026 feststellen. Bis dahin sind alle Zahlen vorläufig. Alle Meldungen rund um die Wahl findest du in der Rubrik Berlin-Wahl 2026.
Häufige Fragen zur Wahlbeteiligung in Berlin
Wie hoch war die Wahlbeteiligung bei der Berlin-Wahl 2026?
Laut vorläufigem Ergebnis des Landeswahlleiters vom 21. September 2026 lag die Wahlbeteiligung bei der Abgeordnetenhauswahl bei 74,2 Prozent. 1.846.170 von 2.487.318 Wahlberechtigten haben gewählt, per Brief oder im Wahllokal. Das sind 11,3 Prozentpunkte mehr als bei der Wiederholungswahl 2023.
Warum meldete der Landeswahlleiter um 16 Uhr nur 58,2 Prozent?
Die 58,2 Prozent waren ein Zwischenstand am Wahltag um 16 Uhr. Er umfasste die bis dahin im Wahllokal abgegebenen Stimmen und die ausgestellten Wahlscheine für die Briefwahl. Bis zur Schließung der Wahllokale um 18 Uhr kamen weitere Wählerinnen und Wähler hinzu, das vorläufige Endergebnis liegt deshalb bei 74,2 Prozent.
In welchem Bezirk war die Wahlbeteiligung am höchsten?
Die höchste Wahlbeteiligung bei der Abgeordnetenhauswahl 2026 hatte Steglitz-Zehlendorf mit 79,7 Prozent, knapp vor Pankow mit 79,0 Prozent. Die niedrigste Beteiligung meldete Spandau mit 68,4 Prozent, gefolgt von Neukölln mit 69,4 Prozent. Den stärksten Anstieg gegenüber 2023 gab es in Marzahn-Hellersdorf mit 13,3 Prozentpunkten.
Wann steht das amtliche Endergebnis fest?
Alle Zahlen in diesem Artikel stammen aus dem vorläufigen Ergebnis des Landeswahlleiters vom 21. September 2026. Das amtliche Endergebnis stellt der Landeswahlausschuss fest, nach Angaben der Landeswahlleitung am 12. Oktober 2026. Kleine Abweichungen bei Stimmenzahlen sind dabei üblich, an der Größenordnung der Wahlbeteiligung ändert das in der Regel nichts.
Quellen
- Landeswahlleiter für Berlin: Abgeordnetenhauswahl 2026, vorläufiges Ergebnis (Stand 21.09.2026, abgerufen am 29.09.2026)
- Landeswahlleiter für Berlin: BVV-Wahl Mitte, vorläufiges Ergebnis (Stand 21.09.2026)
- Landeswahlleitung: Ergebnisse und Termine der Berliner Wahlen 2026
- Landeswahlleiter für Berlin: Wahlbeteiligung um 16 Uhr, Mitteilung vom 20.09.2026
Maik Möhring
Verantwortlicher & Chefredakteur
Moin, ich bin Maik – Gründer von BerlinEcho und verantwortlicher Redakteur. Ich baue seit Jahren digitale Medien auf, die ich wirklich für notwendig halte: unabhängig, ohne Konzernlogik im Rücken, mit echten Menschen dahinter. Berlin fasziniert mich als Stadt …
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