Verkehr 📅 30. März 2026 ⏱ 6 Min. 👁 28 Aufrufe

S Bahn Berlin barrierefrei: Nöldnerplatz erst 2035 fertig

S Bahn Berlin barrierefrei – Sechs Stationen warten noch auf den Ausbau. Warum sich der Nöldnerplatz in Lichtenberg bis 2035 verzögert und welche Alternativen es gibt. →

Wer auf eine S Bahn Berlin barrierefrei angewiesen ist, braucht im Jahr 2026 weiterhin starke Nerven. Während der Großteil des Netzes mittlerweile stufenlos erreichbar ist, hinken sechs Stationen massiv hinterher. Besonders bitter trifft es den Bezirk Lichtenberg: Wie der Berliner Senat auf eine aktuelle Anfrage bestätigte, verschiebt sich die Fertigstellung am S-Bahnhof Nöldnerplatz bis voraussichtlich Ende 2035. Als täglicher Pendler sehe ich hier ein eklatantes Versagen der Verkehrsplanung, das Tausende Anwohner im Stich lässt.

Kurz zusammengefasst: Das Ziel S Bahn Berlin barrierefrei rückt für den Nöldnerplatz in weite Ferne. Laut Senatsverwaltung verzögern sich die Planungen für den Lichtenberger Bahnhof erneut, sodass Aufzüge erst Ende 2035 nutzbar sein werden. Insgesamt fehlen im Berliner S-Bahn-Netz noch sechs Stationen.
📋 Das Wichtigste in Kürze
  • 6 Berliner S-Bahnhöfe verfügen aktuell über keinen barrierefreien Zugang.
  • 2035 ist das neue, späte Zieljahr für die Fertigstellung am Nöldnerplatz (10317 Berlin).
  • 030 – 25 41 44 44 ist die offizielle Rufnummer für den barrierefreien Ersatzservice BVG Muva.
  • 3. April markiert den Start des Sommerfahrplans auf den Linien S3 und S46.

🚇 Verzögerung in Lichtenberg: Nöldnerplatz als Geduldsprobe

Eigentlich sollten die konkreten Planungen für den S-Bahnhof Nöldnerplatz bereits in diesem Jahr vorliegen. Doch eine parlamentarische Anfrage der Linken-Abgeordneten Hendrikje Klein an den Berliner Senat brachte nun die bittere Wahrheit ans Licht: Die Unterlagen existieren noch nicht. Um die S Bahn Berlin barrierefrei zu gestalten, sind an dieser Station umfangreiche Eingriffe in die Bausubstanz nötig, die sich nun auf das Jahr 2035 verschieben.

Für den Kiez in Lichtenberg bedeutet das ein weiteres Jahrzehnt voller Einschränkungen. Eltern mit Kinderwagen, Menschen im Rollstuhl oder Reisende mit schwerem Gepäck müssen weiterhin weite Umwege über die Bahnhöfe Ostkreuz oder Lichtenberg in Kauf nehmen. Laut Berliner Abgeordnetenhaus hängen die Verzögerungen mit komplexen Abstimmungsprozessen zwischen der Deutschen Bahn und den Berliner Behörden zusammen. Wer parallel die Debatten um den BVG Tarifstreit Berlin 2026 verfolgt, erkennt schnell: Der Nahverkehr in der Hauptstadt kämpft an vielen Fronten gleichzeitig mit strukturellen Defiziten.

📍 Welche Stationen sind noch betroffen?

Ein vollständig ausgebautes Netz der S Bahn Berlin barrierefrei scheitert aktuell an exakt sechs verbleibenden Stationen. Während Prestigeprojekte wie die U7 Verlängerung Spandau im Fokus der Politik stehen, warten bestehende S-Bahnhöfe auf ihre grundlegende Modernisierung.

Status Bahnhöfe Ausblick
Nicht barrierefrei 6 Stationen (darunter Nöldnerplatz) Planungen verzögert (Nöldnerplatz bis 2035)
Barrierefrei erreichbar Über 160 Stationen im Netz Regelmäßige Wartung der Aufzüge nötig
Großbahnhöfe Hauptbahnhof, Südkreuz, Ostkreuz Alle Bahnsteige mit Rolltreppen/Aufzügen

🚌 Alternativen für Fahrgäste: BVG Muva und VBB-BAV

Wenn die S Bahn Berlin barrierefrei nicht zur Verfügung steht, müssen Fahrgäste auf Ersatzdienste ausweichen. Das Angebot „BVG Muva“ springt ein, wenn Aufzüge defekt sind oder wie am Nöldnerplatz gänzlich fehlen. Die Nutzung dieses Rufbusses ist laut aktuellen Informationen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) grundsätzlich mit jedem regulären VBB-Ticket möglich, unterliegt aber spezifischen Bedingungen je nach Fahrtart.

💡 Insider-Tipp: Wenn du vor einem defekten Aufzug stehst, kannst du Fahrten mit dem barrierefreien Ersatzverkehr telefonisch unter 030 – 25 41 44 44 buchen. In Kürze soll dieses Angebot laut VBB auch vollständig per App steuerbar sein.

🚧 Bauarbeiten in den Osterferien erschweren die Lage

Zusätzlich zu den fehlenden Aufzügen belasten aktuelle Streckensperrungen das Netz. Wer eine S Bahn Berlin barrierefrei nutzen möchte, steht in den Osterferien oft vor Ersatzbussen. Wie die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) meldet, ist die Ringbahn wegen einer Stellwerkserneuerung unterbrochen. Die Sperrung der Ringbahn Berlin betrifft vor allem die Linien S41 und S42 im Südosten der Stadt, wo die Züge nur zwischen Tempelhof und Südkreuz pendeln.

⚠️ Hinweis: Neben der Ringbahn gibt es auch Gleiserneuerungen in Lichterfelde Süd. Ab dem 3. April startet zudem der Sommerfahrplan auf den Linien S3 und S46. Plane für alle Fahrten im April deutlich mehr Zeit ein.

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❓ Häufige Fragen zu S Bahn Berlin barrierefrei
S Bahn Berlin barrierefrei: Nöldnerplatz erst 2035 fertig - Berlin News Highlights

Wann wird der Bahnhof Nöldnerplatz endlich umgebaut?

Laut der aktuellen Antwort des Berliner Senats auf eine Anfrage der Linken-Fraktion ist mit einer Fertigstellung erst Ende 2035 zu rechnen. Die Planungen für den Ausbau liegen derzeit noch nicht vor, was das Ziel S Bahn Berlin barrierefrei in Lichtenberg massiv verzögert.

Wie viele Stationen der S Bahn Berlin barrierefrei fehlen noch?

Aktuell gibt es im gesamten Netz der Hauptstadt noch exakt sechs S-Bahnhöfe, die nicht über einen stufenlosen Zugang verfügen. Für alle diese Stationen sind zwar Baumaßnahmen vorgesehen, die zeitliche Umsetzung zieht sich jedoch über Jahre hin.

Welche Alternativen gibt es bei fehlenden Aufzügen?

Fahrgäste können auf den Service BVG Muva oder den VBB-BAV (Barrierefreier Ausweichverkehr) zurückgreifen. Diese Rufbusse können telefonisch unter 030 – 25 41 44 44 bestellt werden und transportieren Personen im Rollstuhl zur nächsten zugänglichen Station.

Gilt mein normales VBB-Ticket auch für den BVG Muva Rufbus?

Ja, die Nutzung von BVG Muva ist grundsätzlich mit jedem gültigen VBB-Ticket möglich. Wer die S Bahn Berlin barrierefrei aufgrund baulicher Mängel nicht nutzen kann, muss für den Ersatztransport keinen gesonderten Aufpreis zahlen, sofern die spezifischen Buchungsbedingungen eingehalten werden.

Welche S-Bahn-Linien sind in den Osterferien gesperrt?

Wegen einer Stellwerkserneuerung ist die Ringbahn (S41 und S42) unterbrochen und fährt nur zwischen Tempelhof und Südkreuz. Zudem gibt es Gleiserneuerungen in Lichterfelde Süd. Es wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, der ebenfalls stufenlos nutzbar sein soll.

🏁 Fazit: Ein verkehrspolitisches Trauerspiel

Das Projekt S Bahn Berlin barrierefrei offenbart am Beispiel Nöldnerplatz die Trägheit der Berliner Infrastrukturplanung. Dass ein zentraler Kiez-Bahnhof in Lichtenberg erst 2035 Aufzüge erhalten soll, schließt mobilitätseingeschränkte Menschen und Familien mit Kinderwagen für ein weiteres Jahrzehnt vom regulären Nahverkehr aus. Bis dahin bleibt der Griff zum Telefonhörer für den BVG Muva Ersatzbus die einzige pragmatische, wenn auch umständliche Lösung.

📊 Über den Autor: Hannes Nagel – Redakteur Wirtschaft & Verkehr
Als täglicher Pendler auf der S5 und der Ringbahn kenne ich das Problem: Ein Aufzugausfall ruiniert den ganzen Zeitplan. Dass der Nöldnerplatz im Bezirk Lichtenberg nun bis 2035 auf seinen barrierefreien Umbau warten muss, ist für Familien mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrende ein verkehrspolitisches Armutszeugnis.
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🤖 Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI). Angaben basieren auf verfügbaren Quellen zum Zeitpunkt der Erstellung. Für Korrekturen oder Hinweise: Kontakt zur Redaktion →

HN
✍ Über den Autor
Redakteur Wirtschaft & Verkehr

Ich bin Hannes, und ich schreibe bei BerlinEcho über Wirtschaft und Verkehr – zwei Themen, die in Berlin enger zusammenhängen, als man denkt. Wer in einer Stadt wohnt, in der die BVG täglich ausläuft und gleichzeitig das teuerste Pflaster für Büroflächen in Deutschland vermietet wird, merkt das. Beim Wirtschaftsthema interessieren mich weniger die Quartalszahlen grosser Konzerne als die Frage: Wer profitiert eigentlich von Berlins Wachstum, und wer nicht? Die Startup-Förderung, der Immobilienmarkt, die Haushaltspolitik des Senats – das sind Themen, die das Leben von echten Menschen verändern. Beim Verkehr ist mein Ansatz ähnlich: nicht die Pressemitteilung der BVG, sondern der Alltag der Fahrgäste. Ich fahre selbst täglich mit dem ÖPNV und weiss, was gemeint ist, wenn wieder mal "erhebliche Verspätungen" gemeldet werden. Für Hinweise und Recherche-Tips bin ich über Twitter und LinkedIn erreichbar.

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📍 Berlin ⭐ Redakteur BerlinEcho · Wirtschaftsredaktion · Experte Berliner Immobilien- und Verkehrspolitik · Recherche-Hintergrund ✍ 32 Artikel