Der Neonazi Angriff Berlin in der Nacht auf Mittwoch, den 25. März 2026, markiert eine neue Eskalationsstufe rechter Gewalt in der Hauptstadt. Zwei 19-jährige Aktivisten wurden in Friedrichshain von mutmaßlichen Faschisten mit einer Machete angegriffen – einer der Angreifer rief „Sieg Heil“. Die Polizei hat den Staatsschutz eingeschaltet, die antifaschistische Szene mobilisiert. Die Berliner Polizei (PM Nr. 0334, 25. März 2026) bestätigte den Vorfall und leitete ihn an den Staatsschutz weiter.
Ariane Nagel, Redakteurin: „Was mich an diesem Angriff am meisten verstört: Es ist nicht die brutale Realität der rechten Gewalt in Friedrichshain – das hätte ich längst anerkennen müssen. Sondern dass die Reaktion des Staates immer noch hinter der Analyse der Betroffenen hinterherhinkt.“
- Zeitpunkt: Nacht auf Mittwoch, 25. März 2026, ca. 1:30 Uhr in der Jessnerstraße, Friedrichshain (10247)
- Opfer: 19-jähriger Mann (Verletzungen im Gesicht) und 19-jährige Frau (Schnittverletzung am Kopf)
- Täter: Zwei Unbekannte, einer mit Machete; riefen beim Flüchten „Sieg Heil“ und „Scheiß Antifaschisten“
- Ermittlungen: Staatsschutz Berlin hat die Ermittlungen übernommen – Verdacht auf politisch motivierte Straftat
- Demonstration: Am 29. März 2026 demonstrierten hunderte Antifaschisten am Frankfurter Tor
🔪 Der Hergang: Machete gegen zwei junge Linke
Es war kurz nach 1:30 Uhr in der Nacht auf Mittwoch, den 25. März 2026, als zwei Besucher der linken Szenekneipe „Supamolly“ die Jessnerstraße in Friedrichshain hinunterliefen. Laut der Berliner Polizeimeldung (Nr. 0334) wurden die beiden 19-Jährigen von zwei Unbekannten beleidigt.
Kurz darauf zog einer der Angreifer eine Machete aus seiner Jacke und schlug damit dem jungen Mann gegen den Kopf. Dieser erlitt dadurch Verletzungen im Gesicht. Anschließend entfernte der Angreifer die Schutzhülle der Machete – ein Detail, das nach Einschätzung von Ermittlern und Zeugen auf Tötungsabsicht hindeutet – und griff die 19-jährige Frau an. Laut taz konnte sie den Schlag mit ihren Armen abwehren, erlitt dabei jedoch eine Schnittverletzung, die bis auf den Knochen reichte. Die Polizei spricht von einer Schnittverletzung am Kopf; beide wurden ins Krankenhaus gebracht. Während dieser Zeit soll der zweite Unbekannte auf beide Opfer eingeschlagen haben.
Als die Täter flohen, riefen sie den Opfern laut taz-Bericht „Sieg Heil“ und „Scheiß Antifaschisten“ hinterher – ein unmissverständliches politisches Bekenntnis. Der Staatsschutz übernahm sofort die Ermittlungen als politisch motivierte Straftat. Die Internationale Jugend Berlin, Jugendverband der MLPD, bestätigte, dass es sich bei einem der Opfer um ein Mitglied der sozialistischen Jugendorganisation handelt.
| Uhrzeit (Nacht 25.03.2026) | Ereignis | Quelle |
|---|---|---|
| ca. 1:30 Uhr | Zwei 19-Jährige werden in der Jessnerstraße beleidigt | Polizei Berlin |
| kurz danach | Angreifer schlägt mit Machete gegen Kopf des Mannes → Verletzungen im Gesicht | Polizei Berlin |
| unmittelbar danach | Schutzhülle entfernt → Angriff auf Frau → Schnittverletzung | Polizei / taz |
| beim Flüchten | Angreifer rufen „Sieg Heil“ und „Scheiß Antifaschisten“ | taz |
| danach | Rettungskräfte bringen beide ins Krankenhaus; Staatsschutz übernimmt | Polizei Berlin |
Quellen: Berliner Polizei PM 0334 / taz, 30. März 2026
📊 Eine neue Qualität der Gewalt
Markus, ein antifaschistischer Aktivist aus Friedrichshain, sagte gegenüber dem neuen deutschland (30. März 2026): „Wir sehen in Friedrichshain jedes Jahr irgendeinen heftigen rechten Angriff. Aber mit einer Machete, mit Tötungsabsicht, das gab es noch nie.“ Das ist die zentrale Einordnung: Der Neonazi Angriff Berlin ist nicht neu – aber die Eskalation, bewaffnet und zielgerichtet, ist eine neue Dimension.
Leonie Mirkos, Sprecherin der Internationalen Jugend, analysiert gegenüber der taz: „Mit einer Machete auf den Kopf zu schlagen, muss als Mordversuch gedeutet werden.“ Der Angriff fügt sich in eine Reihe rechter Gewalt in Friedrichshain ein: Im Juli 2024 griffen bis zu 20 Neonazis am Ostkreuz eine Gruppe Antifaschisten mit Knüppeln und Reizgas an – mehrere wurden schwer verletzt. Im Mai 2025 wurde der Sprecher der Lichtenberger Linksjugend von mutmaßlichen Nazis zusammengeschlagen.
Mirkos sieht einen klaren Zusammenhang: „Das hängt auch mit dem immer stärker werdenden Einfluss rechter Kräfte in der Gesellschaft zusammen.“ Sie verweist darauf, dass sich der Angriff am selben Tag ereignete, an dem Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), den Linksextremismus im Zusammenhang mit den Stromanschlag-Razzien als „demokratiegefährdendes Krebsgeschwür“ bezeichnete – eine Wortwahl, die in der antifaschistischen Szene als Signal gewertet wird.
✊ Antifaschistische Mobilisierung und Reaktion
Die Reaktion aus der linken Szene kam schnell. Am Montagmorgen des 27. März 2026 plakatierten Aktivisten im Kiez einen Zeugenaufruf mit der Aufschrift: „Genau hier Neonazi Attacke“. Passanten wurden aufgefordert, sich mit Informationen bei der Antifa Friedrichshain und beim Register Friedrichshain zu melden – beides zentrale antifaschistische Strukturen im Bezirk.
Am Samstag, 29. März 2026, fand die angekündigte Demonstration statt. Die Internationale Jugend und die Föderation Klassenkämpferischer Organisationen hatten zum Frankfurter Tor (U5, 10 Minuten zu Fuß von der Jessnerstraße) aufgerufen. Hunderte Antifaschisten aus ganz Berlin beteiligten sich. Solidaritätsadressen kamen laut nd aus ganz Europa.
Markus betont jedoch auch: „Uns ist an einer Gewalteskalation mit Macheten nicht gelegen.“ Und: „Friedrichshain ist kein Safe Space.“ Es gibt hier eine starke alternative Szene – aber eben auch echte Gefahr, insbesondere an den Umstiegsbahnhöfen Ostkreuz, Frankfurter Tor und Warschauer Straße, wo es laut Aktivisten regelmäßig zu rechten Übergriffen kommt.
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🏛️ Die Verantwortung des Staates
Eine offizielle Stellungnahme des Berliner Senats zum Angriff war zum Redaktionsschluss (31. März 2026) nicht veröffentlicht. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und die Senatsverwaltung für Inneres haben sich bislang nicht geäußert. BerlinEcho hat eine Anfrage gestellt.
Mirkos zieht aus dem Schweigen des Staates eine klare Konsequenz: „Bürgerliche Politiker ebnen dem Faschismus den Weg.“ Sie verweist darauf, dass der Berliner Senat in den vergangenen Monaten verstärkt gegen antifaschistische Strukturen vorgegangen sei – unter anderem mit Razzien im Zusammenhang mit den Stromanschlägen, die unter dem Schlagwort „Linksextremismus“ geführt wurden. Gleichzeitig, so Mirkos, wächst der organisierte Rechtsextremismus.
❓ Häufige Fragen zum Neonazi Angriff Berlin
Wer waren die Opfer des Angriffs?
Laut Berliner Polizeimeldung (PM 0334) handelte es sich um einen 19-jährigen Mann und eine 19-jährige Frau, die nach dem Besuch eines Lokals in der Jessnerstraße in Friedrichshain unterwegs waren. Die Internationale Jugend bestätigte, dass eines der Opfer Mitglied ihrer Organisation ist.
Wo genau fand der Angriff statt?
In der Jessnerstraße in Berlin-Friedrichshain (Postleitzahl 10247), in der Nähe der Szenekneipe Supamolly. Die Straße liegt im östlichen Teil des Bezirks, zwischen Frankfurter Allee und Warschauer Straße.
Was riefen die Täter beim Flüchten?
Laut taz-Bericht vom 30. März 2026 riefen die Täter „Sieg Heil“ und „Scheiß Antifaschisten“. Diese Aussagen, kombiniert mit der gezielten Attacke auf Mitglieder einer sozialistischen Jugendorganisation, führten zur sofortigen Einstufung als politisch motivierte Straftat und zur Übergabe an den Staatsschutz.
Welche Ermittlungen laufen?
Der Staatsschutz Berlin hat die Ermittlungen übernommen. Die Polizei sucht nach zwei unbekannten Männern. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 030-4664-271100 zu melden oder Hinweise an das Register Friedrichshain weiterzugeben.
Ist das der erste Neonazi-Angriff dieser Art in Friedrichshain?
Nein. Antifaschistische Aktivisten berichten von regelmäßigen rechten Übergriffen im Bezirk. Besonders bekannt: Im Juli 2024 griffen bis zu 20 Neonazis am Ostkreuz eine Gruppe Antifaschisten mit Knüppeln, Schlagstöcken und Reizgas an. Der Machetenangriff vom 25. März 2026 gilt wegen der Bewaffnung und der offensichtlichen Tötungsabsicht als bislang gravierendster Vorfall dieser Art.
🏁 Fazit: Weckruf für Berliner Sicherheitsbehörden
Der Neonazi Angriff Berlin vom 25. März 2026 in der Jessnerstraße, Friedrichshain, ist ein Angriff mit Machete, Staatsschutz-Relevanz und einem politischen Signal der Täter. Die Fakten liegen auf dem Tisch: Der Staatsschutz ermittelt, zwei junge Menschen wurden verletzt, die Täter sind noch unbekannt.
Was bleibt, ist eine offene Frage an den Berliner Senat: Wann kommt eine öffentliche Stellungnahme zu einem Angriff, der vom eigenen Staatsschutz als politisch motiviert eingestuft wurde?
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Ariane Nagel, Redakteurin: „Polizei ermittelt – das ist gut. Aber ohne ein klares Statement des Senats bleibt der Eindruck: Neonazi-Gewalt mit Machete, und die Politik schweigt. Das werden die Betroffenen nicht vergessen.“
🤖 Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von KI. Faktenbasis: Berliner Polizei PM 0334 (25.03.2026), taz (30.03.2026), nd (30.03.2026). Für Korrekturen: Kontakt zur Redaktion →
