Der Herrfurthplatz Umbau Neukölln hat am 30. März 2026 offiziell begonnen und verändert das Gesicht des Schillerkiezes nachhaltig. Wo sich bisher Autos und Fahrräder den engen Raum um die Genezarethkirche (PLZ 12049) teilten, schafft der Bezirk nun eine neue Verkehrsrealität. Als jemand, der täglich mit dem Rad durch die Stadt pendelt, beobachte ich dieses Projekt genau: Es zeigt exemplarisch, wie schwer sich Berlin mit der Mobilitätswende tut, aber auch, wie dringend sie für die Aufenthaltsqualität in den Kiezen ist.
- Baustart erfolgte am 30. März 2026 mit ersten Fahrbahnsperrungen.
- Nördlicher Teil des Platzes wird durch Poller dauerhaft für Pkw blockiert.
- Fontanestraße erhält eine Einbahnstraßenregelung mit 2-Richtungs-Radspur.
- Finanzierung läuft über Städtebaufördermittel der Senatsverwaltung.
🚧 Zwei Bauabschnitte bis Ende April
Die Arbeiten für den Herrfurthplatz Umbau Neukölln erfolgen in zwei zeitlich eng aufeinanderfolgenden Abschnitten. In der ersten Phase, die laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ) rund um die Osterfeiertage weitgehend abgeschlossen sein soll, wird das vorhandene Kopfsteinpflaster im nördlichen Bereich abgeschliffen. Das Ziel dieser Maßnahme ist eine deutlich besser befahrbare Oberfläche für den Radverkehr, um eine durchgängige Verbindung entlang der Fahrradstraße zu schaffen.
Während dieser ersten Arbeiten ist der betroffene Bereich vollständig gesperrt. Der Autoverkehr wird großräumig umgeleitet. Im zweiten Bauabschnitt rückt dann die östliche Seite der Schillerpromenade in den Fokus. Hier verändern die Bautrupps den Mittelstreifen, um eine Wendemöglichkeit für Fahrzeuge zu schaffen. Parken und Durchfahrt sind in dieser Zeit auf den betroffenen Teilflächen nicht möglich.
| Bauphase | Maßnahme | Einschränkungen |
|---|---|---|
| Phase 1 (bis Ostern) | Pflaster abschleifen (Nordseite) | Vollsperrung Nordbereich |
| Phase 2 (ab Mitte April) | Mittelstreifen & Wendekreis (Ostseite) | Sperrung Ostseite, Parkverbote |
| Abschlussarbeiten | Poller-Installation & Markierungen | Geänderte Verkehrsführung aktiv |
🛑 Poller und neue Verkehrsführung
Zum Abschluss der aktuellen Bauarbeiten installiert der Bezirk Poller, die den nördlichen Teil des Herrfurthplatzes dauerhaft für den motorisierten Individualverkehr unzugänglich machen. Lediglich Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Polizei sowie die Müllabfuhr der Berliner Stadtreinigung (BSR) können die Fläche weiterhin nutzen. Diese Maßnahme ist der zentrale Baustein des Verkehrskonzepts, um den Kiez vom Durchgangsverkehr zu befreien.
Begleitend dazu passt das Bezirksamt Neukölln die Verkehrsführung in den angrenzenden Straßen an. In der Fontanestraße entsteht eine Einbahnstraßenregelung mit separater Radspur in beide Richtungen. Auch kleinere Eingriffe wie Gehwegvorstreckungen zur besseren Sichtbarkeit von Fußgängern und neue Fahrradabstellanlagen sind Teil des Pakets. Der Stadtteil wandelt sich massiv – ähnlich wie sich auch die Bildungslandschaft im Norden des Bezirks seit dem Brandbrief der Rütli Schule vor 20 Jahren strukturell neu aufstellen musste, erfordert nun der öffentliche Raum eine Anpassung an moderne Bedürfnisse.
🌳 Langfristige Aufwertung des öffentlichen Raums
Über die aktuellen Sperrungen beim Herrfurthplatz Umbau Neukölln hinaus sind in den kommenden Jahren weitere Umgestaltungen vorgesehen. Die Schillerpromenade soll schrittweise ökologisch aufgewertet und barrierefrei ausgebaut werden. Geplant sind unter anderem neue Baumpflanzungen und Anpassungen an die Folgen zunehmender Hitzeperioden, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen bestätigt.
Der Bereich gehört zu den zentralen Freiräumen im Schillerkiez, ist jedoch in Teilen stark sanierungsbedürftig. Neukölln steht an vielen Stellen vor enormen sozialen und strukturellen Herausforderungen – von Konflikten an der Rixdorfer Grundschule bis hin zu Ermittlungen wie nach der Vergewaltigung in einem Neuköllner Jugendclub. Die Aufwertung öffentlicher Plätze ist ein wichtiger städtebaulicher Hebel, um Nachbarschaften zu stabilisieren und Orte der Begegnung zu schaffen, die nicht vom Autoverkehr dominiert werden.
🚲 Mehr Platz für Radfahrer in Berlin
Wie sich die Verkehrswende in anderen Berliner Bezirken auswirkt und wo weitere Fahrradstraßen entstehen, analysieren wir in unserem Verkehrs-Ressort.
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Wann ist der Herrfurthplatz Umbau Neukölln abgeschlossen?
Die erste Bauphase des Herrfurthplatz Umbau Neukölln soll rund um Ostern 2026 beendet sein. Die Installation der Poller und die Fertigstellung des Wendekreises auf der Ostseite sind bis Ende April 2026 geplant. Langfristige Begrünungsmaßnahmen folgen in den nächsten Jahren.

Kommen Anwohner noch mit dem Auto zu ihren Wohnungen?
Ja, Anwohner erreichen ihre Wohnungen weiterhin, allerdings ändert sich die Routenführung. Durch die neuen Poller am Herrfurthplatz ist eine direkte Durchfahrt in Nord-Süd-Richtung nicht mehr möglich. Autofahrer müssen die neuen Einbahnstraßenregelungen, etwa in der Fontanestraße, nutzen.
Was passiert mit dem Kopfsteinpflaster am Herrfurthplatz?
Das historische Kopfsteinpflaster im nördlichen Bereich des Platzes wird nicht entfernt, sondern maschinell abgeschliffen. Dadurch entsteht eine ebene, gut befahrbare Oberfläche, die den Komfort für Radfahrer auf der Fahrradstraße deutlich erhöht, während die historische Optik erhalten bleibt.
Wie ändert sich die Verkehrsführung in der Fontanestraße?
Die Fontanestraße wird im Zuge des Verkehrskonzepts als Einbahnstraße für den motorisierten Verkehr ausgewiesen. Gleichzeitig richtet der Bezirk eine separate Fahrradspur ein, die von Radfahrern in beide Richtungen sicher befahren werden darf.
Wer bezahlt die Umgestaltung der Schillerpromenade?
Die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und der Herrfurthplatz Umbau Neukölln werden primär über Städtebaufördermittel finanziert. Diese Gelder werden von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen bereitgestellt, um die Lebensqualität im Quartier zu verbessern.
🏁 Fazit: Ein notwendiger Schnitt für den Kiez
Der Herrfurthplatz Umbau Neukölln markiert das Ende der autozentrierten Stadtplanung im Schillerkiez. Mit dem Einsatz von Pollern und abgeschliffenem Pflaster priorisiert der Bezirk ab April 2026 klar den Fuß- und Radverkehr. Für Autofahrer bedeutet dies Umwege und weniger Parkraum, für die Anwohner jedoch eine spürbare Reduzierung von Lärm und Abgasen im direkten Wohnumfeld.
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⚽ Über den Autor: Julian Möhring – Redakteur Sport & Digitales
Wenn ich vom Tempelhofer Feld in den Schillerkiez radle, war der Herrfurthplatz bisher immer ein gefährliches Nadelöhr. Die Sperrung für Pkw zeigt, dass smarte Stadtplanung den Raum endlich wieder den Menschen zurückgibt – ein längst überfälliger Schritt für moderne Mobilität in Neukölln.
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