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Mitte · Gesellschaft

Beiräte in Mitte: Bewerbung für drei Gremien bis 15. Dezember

Das Bezirksamt Mitte besetzt drei Beiräte neu, darunter den neuen Queerbeirat. Bewerben kann sich bis 15. Dezember 2026, wer im Bezirk wohnt oder arbeitet.

Ida Nagel Veröffentlicht
Leerer Sitzungssaal mit langem Holztisch, Stühlen und herbstlichem Sonnenlicht durch hohe Bogenfenster.
In den Beiräten des Bezirksamts Mitte beraten ehrenamtliche Bürger die Kommunalpolitik. (KI-generiertes Symbolbild)
Inhalt (6 Abschnitte)
  1. Was macht ein Beirat beim Bezirksamt?
  2. Welche drei Beiräte werden neu besetzt?
  3. Wie bewirbst du dich bis zum 15. Dezember?
  4. Wie es weitergeht
  5. Häufige Fragen zu den Beiräten in Mitte
  6. Quellen

Das Bezirksamt Mitte sucht bis zum 15. Dezember 2026 Mitglieder für drei ehrenamtliche Beiräte: den Beirat für Menschen mit Behinderungen, den Frauenbeirat und den neuen Queerbeirat. Bewerben kann sich, wer in Mitte wohnt oder arbeitet. Die Beiräte geben Empfehlungen an Bezirksamt und Bezirksverordnete, für die Sitzungen gibt es ein Sitzungsgeld.

Mit der neuen Wahlperiode nach der Berlin-Wahl vom 20. September 2026 werden auch die Beiräte beim Bezirksamt Mitte neu besetzt. Am hat Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger den Aufruf gestartet: Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber für den Bezirksbeirat für Menschen mit Behinderungen, den Frauenbeirat Mitte und den Queerbeirat Mitte. Die Frist endet am , so steht es in der Pressemitteilung Nr. 272/2026 des Bezirksamts. Wer mitmacht, berät ehrenamtlich die Bezirkspolitik und bekommt dafür ein Sitzungsgeld.

  • Bewerbungsschluss: 15. Dezember 2026, über Online-Formulare auf berlin.de
  • Voraussetzung: Wohnsitz und/oder Arbeitsplatz im Bezirk Mitte
  • Drei Gremien: Menschen mit Behinderungen, Frauen, queere Menschen
  • Ehrenamt mit Sitzungsgeld, Empfehlungen an Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung

Was macht ein Beirat beim Bezirksamt?

Ein Beirat beim Bezirksamt Mitte ist ein ehrenamtliches Gremium aus Menschen, die im Bezirk leben oder arbeiten und zu einem bestimmten Themenfeld fachliche Empfehlungen an die Bezirkspolitik abgeben. Beschließen können die Beiräte nichts. Ihr Hebel ist die Stellungnahme: Sie bringen Erfahrungen aus dem Alltag in Verfahren ein, in denen sonst nur Verwaltung und Bezirksverordnete sitzen – etwa bei Umbauten im öffentlichen Raum, Beratungsangeboten oder Gleichstellungsfragen.

Für den Beirat für Menschen mit Behinderungen gibt es sogar eine gesetzliche Grundlage: Das Bezirksamt verweist auf seiner Beiratsseite auf § 30 des Landesgleichberechtigungsgesetzes. Der Beirat arbeitet eng mit dem Beauftragten für Menschen mit Behinderungen zusammen und gibt ihm, dem Bezirksamt und der Bezirksverordnetenversammlung Empfehlungen. Neben den Sitzungen gehören Ortstermine, Kiezrundgänge und sogenannte Berollungen dazu, bei denen Wege und Gebäude mit dem Rollstuhl auf Barrieren geprüft werden.

Welche drei Beiräte werden neu besetzt?

Das Bezirksamt Mitte besetzt im Herbst 2026 den Beirat für Menschen mit Behinderungen, den Frauenbeirat und den Queerbeirat. Die drei Gremien unterscheiden sich darin, wie lange es sie schon gibt und wie sie arbeiten. Der Queerbeirat steht ganz am Anfang: Auf der Seite der Beauftragten für Queer, Diversity und Antidiskriminierung heißt es, der Beirat «startet» – wer jetzt einsteigt, prägt also auch Arbeitsweise und Themen mit.

Die drei Beiräte im Bezirk Mitte, Stand: 3. November 2026 (Quelle: Bezirksamt Mitte)
Beirat Wer gesucht wird Sitzungen
Beirat für Menschen mit Behinderungen Menschen mit Behinderung, Vertreter von Vereinen und Selbsthilfegruppen; Organisationen können Personen entsenden in der Regel alle zwei Monate, öffentlich; Neubildung Ende 2026/Anfang 2027
Frauenbeirat Mitte Frauen mit Erfahrungen und Kenntnissen in Gleichstellungsfragen; Mitgliedschaft oder Teilnahme als Gast möglich jeden dritten Mittwoch im Monat um 18 Uhr, wechselnde Orte
Queerbeirat Mitte queere Personen; Mitgliedschaft oder regelmäßiger Besuch möglich Gremium befindet sich im Aufbau

Ausdrücklich ermutigt das Bezirksamt Frauen, queere Personen, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen mit Rassismus- oder Antisemitismuserfahrung zur Bewerbung. Der Frauenbeirat hat sich zuletzt öffentlich etwa mit der Aktion «Rote Schuhe» zum Tag gegen Gewalt an Frauen im November 2025 eingebracht, wie die Seite des Frauenbeirats zeigt.

Wie bewirbst du dich bis zum 15. Dezember?

Die Bewerbung für einen Beirat in Mitte läuft über je ein Online-Formular auf den Seiten des Bezirksamts. Abgefragt werden Angaben zur Person sowie zu Erfahrungen und Kenntnissen im jeweiligen Themenfeld. Beim Frauen- und beim Queerbeirat kreuzt du zusätzlich an, ob du dich um eine Mitgliedschaft bewirbst oder lieber als Gast dabei sein willst.

  1. Passendes Gremium wählen: Beirat für Menschen mit Behinderungen, Frauenbeirat oder Queerbeirat.
  2. Auf der Seite das Bewerbungs- bzw. Interessenformular öffnen und ausfüllen.
  3. Bis spätestens 15. Dezember 2026 absenden. Fragen beantwortet die Geschäftsstelle; beim Behindertenbeirat ist das der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, Telefon (030) 9018-43129, beim Queerbeirat die Adresse queer@ba-mitte.berlin.de.

Tipp: Wer unsicher ist, ob er oder sie sich die Arbeit zutraut, kann vorher eine öffentliche Sitzung besuchen. Termine und Orte nennen die Geschäftsstellen auf Nachfrage.

Wie es weitergeht

Nach Ablauf der Frist am 15. Dezember 2026 stellt das Bezirksamt die neuen Beiräte zusammen. Für den Beirat für Menschen mit Behinderungen nennt das Amt die Neubildung «Ende 2026 / Anfang 2027» als Ziel. Weitere Gremien wie Migrations-, Jugend- oder Bezirksschulbeirat sind nicht Teil dieses Aufrufs. Mehr aus dem Bezirk findest du in unserer Rubrik Mitte, weitere Themen rund um Engagement und Teilhabe unter Gesellschaft.

Häufige Fragen zu den Beiräten in Mitte

Wer darf sich für einen Beirat in Mitte bewerben?

Bewerben kann sich, wer im Bezirk Mitte wohnt, im Bezirk arbeitet oder beides. Das Bezirksamt sucht Menschen mit eigenen Erfahrungen und Kenntnissen im jeweiligen Themenfeld, also etwa Menschen mit Behinderung für den Behindertenbeirat oder queere Personen für den Queerbeirat. Beim Beirat für Menschen mit Behinderungen können auch Vereine und Selbsthilfegruppen Personen entsenden. Eine Parteimitgliedschaft oder Verwaltungserfahrung ist nicht verlangt.

Wird die Arbeit im Beirat bezahlt?

Die Mitarbeit in den Beiräten ist ein Ehrenamt, für die Sitzungen zahlt das Bezirksamt Mitte aber ein Sitzungsgeld. Die Höhe nennt die Pressemitteilung vom 3. November 2026 nicht; wer es vorab wissen will, fragt bei der Geschäftsstelle des jeweiligen Beirats nach. Fahrtkosten und Aufwand für Ortstermine oder Kiezrundgänge sind in der Mitteilung ebenfalls nicht geregelt, auch das klärt die Geschäftsstelle.

Kann ich auch ohne Mitgliedschaft bei einem Beirat mitmachen?

Beim Frauenbeirat und beim Queerbeirat ist das ausdrücklich vorgesehen: Im Bewerbungsformular lässt sich angeben, ob man Mitglied werden oder als Gast regelmäßig an den Sitzungen teilnehmen möchte. Die Sitzungen des Beirats für Menschen mit Behinderungen sind laut Bezirksamt grundsätzlich öffentlich. Ort und Uhrzeit erfährst du jeweils über die Geschäftsstelle, weil die Gremien an wechselnden Orten tagen.

Quellen

Ida Nagel

Redakteurin Gesellschaft & Wohnen

Hallo, ich bin Ida, und bei BerlinEcho bin ich zuständig für Gesellschaft und Wohnen – also für die Themen, die im Alltag meiner Mitmenschen am meisten präsent sind: Wo finde ich eine Wohnung, die ich mir leisten kann? …

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