Regina Ziegler gestorben: Berlins Filmproduzentin wurde 82
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Die Berliner Filmproduzentin Regina Ziegler ist in der Nacht auf den 1. November 2026 im Alter von 82 Jahren gestorben. Sie gründete 1973 ihre eigene Produktionsfirma und verantwortete mehr als 500 Filme und Serien, darunter die ARD-Serie Weissensee. Der Berliner Senat würdigt sie als bedeutendste Filmproduzentin der Stadt.
Regina Ziegler ist tot. Die Produzentin starb im Alter von 82 Jahren, ihre Tochter Tanja Ziegler bestätigte den Tod nach Berichten der Abendzeitung. Die Deutsche Filmakademie, deren Gründungsmitglied sie war, veröffentlichte am 2. November 2026 ihren Nachruf. Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin verbreitete am selben Tag die Anteilnahme von Florian Graf, Chef der Senatskanzlei und Staatssekretär für Medien und die Metropolregion.
Was hinterlässt Regina Ziegler der Berliner Filmbranche?
Ziegler hinterlässt ein Werk von mehr als 500 Produktionen für Kino und Fernsehen. Graf schrieb: „Mit Regina Ziegler verliert Berlin seine bedeutendste Filmproduzentin.“ Sie habe sich seit den 1970er Jahren ihren Platz in der damaligen Männerdomäne der Filmproduzenten erarbeitet und mit dafür gesorgt, dass das eingemauerte West-Berlin auf dem Filmmarkt der Bundesrepublik seinen festen Platz bekam. Damit habe sie den Grundstock gelegt, dass Berlin heute als deutsche Filmhauptstadt gelten könne.
Die Senatskanzlei verweist außerdem auf die enge Verbindung zur Filmförderung des Medienboards Berlin-Brandenburg: Mit dessen Unterstützung seien unter Zieglers Leitung zahlreiche Kinofilme mit nationaler und internationaler Beachtung entstanden. Zum Roten Rathaus hatte sie nach Angaben der Senatskanzlei ebenfalls eine besondere Beziehung.
Welche Stationen prägten ihre Laufbahn?
Ihre erste Produktion war „Chapeau Claque“ aus dem Jahr 1974, der Film erhielt einen Bundesfilmpreis. Gemeinsam mit dem Regisseur und Ehemann Wolf Gremm baute sie Ziegler Film auf und produzierte bis zu dessen Tod 2015 alle seine Filme. Später arbeitete sie unter anderem mit Andrzej Wajda, Volker Schlöndorff, Andreas Dresen und Detlev Buck zusammen. Ihr Fernsehwerk reicht von der Serie Weissensee bis zu „Familie Bundschuh“. Das Museum of Modern Art in New York widmete ihr eine Retrospektive.
| Jahr | Station |
|---|---|
| 1973 | Gründung der eigenen Produktionsfirma |
| 1974 | Erste Produktion „Chapeau Claque“, Bundesfilmpreis |
| 2015 | Tod von Wolf Gremm, dessen Filme sie bis dahin alle produzierte |
| 2016 | Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises |
| Mai 2026 | „Heimsuchung“ von Volker Schlöndorff feiert Premiere in Cannes |
Ihr letztes Projekt war „Heimsuchung“, die Verfilmung des Romans von Jenny Erpenbeck unter der Regie von Volker Schlöndorff. Der Film lief im Mai in Cannes und kam danach in die deutschen Kinos. Seit rund 25 Jahren arbeitete Tochter Tanja im Unternehmen mit. Die Filmakademie schreibt über Ziegler: „Sie übernahm Verantwortung aus Leidenschaft.“
Was wollte sie noch erreichen?
Ziegler wollte nach Angaben der Abendzeitung 100 Jahre alt werden und bis dahin „ganz viel produzieren“. Angaben zu einer Trauerfeier oder Beisetzung liegen bislang nicht vor. Mehr zu Film und Fernsehen aus der Hauptstadt findest du in unserer Rubrik Kultur und im Beitrag über Serien und Filme, die in Berlin gedreht wurden.
Quellen
Ariane Nagel
Redakteurin Kultur & Meinung
Ich bin Ariane, und ich schreibe das, was andere vielleicht nicht schreiben wollen: klare Meinungen. Bei BerlinEcho verantworte ich Kultur und Meinung – und ja, das passt gut zusammen, denn Kultur ohne Haltung ist Dekoration. Berlin ist kulturell …
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