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Politik

Wegner reist nach Israel: Tel Aviv, Jerusalem, Re’im

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner besucht vom 6. bis 8. Oktober 2026 Tel Aviv und Jerusalem. Das vorläufige Programm im Überblick, vor dem Hintergrund der Wahl.

Maik Möhring Veröffentlicht
Fassade des Roten Rathauses aus rotem Backstein in der Abenddämmerung mit dem Fernsehturm im Hintergrund.
Berlins Senatskanzlei organisiert die Israelreise des Regierenden Bürgermeisters vor dem Hintergrund offener Regierungsverhandlungen. (KI-generiertes Symbolbild)
Inhalt (5 Abschnitte)
  1. Was steht auf Wegners Reiseplan?
  2. Warum fällt die Reise auf den 7. Oktober?
  3. Wie ist die politische Lage in Berlin?
  4. Wie geht es weiter?
  5. Quellen

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) reist vom 6. bis 8. Oktober 2026 nach Israel. Er trifft die Bürgermeister von Tel Aviv und Jerusalem, besucht den Kibbuz Re’im und gedenkt der Opfer des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023. Eingeladen hat ihn Tel Avivs Bürgermeister Ron Huldai.

Kai Wegner (CDU) fliegt am Dienstag, 6. Oktober 2026, nach Israel und bleibt bis Donnerstag, 8. Oktober. Das teilte das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin am Freitag mit. Auf dem Programm stehen Gespräche mit Ron Huldai in Tel Aviv und Mosche Lion in Jerusalem, ein Gedenken im Kibbuz Re’im und Wirtschaftstermine. Die Reise endet einen Tag nach dem dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs.

Was steht auf Wegners Reiseplan?

Nach dem vorläufigen Programm der Senatskanzlei beginnt Wegner in Tel Aviv und setzt am zweiten Tag nach Jerusalem über. Es ist ein straffer Zeitplan, der Politik, Gedenken und Wirtschaft in drei Tagen bündelt.

Vorläufiges Programm der Israel-Reise, Stand 2. Oktober 2026
Datum Ort Termin
Tel Aviv Gespräch mit Bürgermeister Ron Huldai, Kranzniederlegung am „Hostages Square“ im Gedenken an die Geiseln der Hamas
Tel Aviv Besuch bei Israel Aerospace Industries (IAI)
Jerusalem Gespräch mit Bürgermeister Mosche Lion
Kibbuz Re’im Gedenkzeremonie mit Kranzniederlegung für die Opfer des Terrorangriffs

Mit IAI hat das Land Berlin laut Senatskanzlei im Juni 2026 eine Absichtserklärung zur Gründung eines Innovationszentrums unterzeichnet. Der Besuch beim Unternehmen ist damit mehr als ein Höflichkeitstermin. Was aus dem Zentrum konkret werden soll, nennt die Mitteilung nicht.

Warum fällt die Reise auf den 7. Oktober?

Der 7. Oktober 2023 ist der Tag, an dem die Hamas Israel angriff und im Kibbuz Re’im Menschen ermordete. Wegner nennt den Angriff in der Mitteilung das größte Massaker an Juden seit dem Holocaust und kündigt an: „Wir werden niemals vergessen.“ Mit der Reise wolle er die „noch junge Städtepartnerschaft mit Tel Aviv weiter mit Leben füllen“.

Berlin und Tel Aviv sind nach Angaben der Jüdischen Allgemeinen seit Mai 2025 Partnerstädte. Die Zeitung nennt Wegner einen scheidenden Regierungschef, weil die Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 das politische Gefüge in Berlin verändert hat.

Wie ist die politische Lage in Berlin?

Bei der Wahl am 20. September wurde Die Linke laut Bundeszentrale für politische Bildung mit 25,7 Prozent erstmals stärkste Kraft, die CDU kam auf 18,8 Prozent. Die bisherige Koalition aus CDU und SPD verlor ihre Mehrheit. Diskutiert werden zwei Dreierbündnisse, eines unter Führung der Linken mit SPD und Grünen, eines aus CDU, SPD und Grünen. Eine Regierung steht noch nicht; wer am Ende ins Rote Rathaus einzieht, ist offen. Mehr zur Wahl findest du in unserem Überblick zur Abgeordnetenhauswahl 2026 und im Porträt der Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp.

Die Reise findet also in einer Übergangsphase statt. Die Senatskanzlei führt Wegner in ihrer Mitteilung weiterhin als Regierenden Bürgermeister, er reist in dieser Rolle.

Wie geht es weiter?

Das Presse- und Informationsamt will während der Reise informieren und Pressebilder bereitstellen. Das Programm ist ausdrücklich vorläufig, Termine können sich verschieben. Die Berliner Lage zum Thema haben wir in der Analyse zu antisemitischen Vorfällen in Berlin ausgewertet. Wir berichten nach der Rückkehr, falls aus den Gesprächen konkrete Vereinbarungen folgen.

Quellen

Maik Möhring

Verantwortlicher & Chefredakteur

Moin, ich bin Maik – Gründer von BerlinEcho und verantwortlicher Redakteur. Ich baue seit Jahren digitale Medien auf, die ich wirklich für notwendig halte: unabhängig, ohne Konzernlogik im Rücken, mit echten Menschen dahinter. Berlin fasziniert mich als Stadt …

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