Reizgas in Kreuzberger Schule: 13 Verletzte, 18-Jähriger gefasst
Inhalt (6 Abschnitte)
Ein 18-Jähriger soll am Montag, 5. Oktober 2026, gegen 10:30 Uhr in einer Kreuzberger Schule Reizgas versprüht haben. Nach Angaben der Polizei Berlin wurden neun Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrkräfte verletzt, zwei Personen kamen ambulant ins Krankenhaus. Die Einsatzkräfte nahmen den Tatverdächtigen widerstandslos fest.
Die Polizei Berlin wurde am Montagvormittag zu einer Schule in der Skalitzer Straße in Kreuzberg alarmiert. Der Tatverdächtige ist laut Polizeimeldung Nr. 1321 ein ehemaliger Schüler. Er soll kurz vor 10:30 Uhr mit einem Messer, einem Teleskopschlagstock und einem Reizstoffsprühgerät das Gebäude betreten und Reizgas in der Luft versprüht haben. Ein Haftbefehl wird beantragt. Für den Mann gilt bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung.
- Tatverdächtig ist ein 18 Jahre alter ehemaliger Schüler.
- Er soll ein Messer, einen Teleskopschlagstock und ein Reizstoffsprühgerät mitgeführt haben.
- Verletzt wurden 9 Schülerinnen und Schüler, 4 Lehrkräfte und 5 Einsatzkräfte der Polizei.
- Die Polizei nahm ihn nach der Androhung des Einsatzes eines Distanzelektroimpulsgeräts widerstandslos fest.
Was ist am Montag in der Schule passiert?
Der 18-Jährige betrat die Schule nach den bisherigen Ermittlungen kurz vor 10:30 Uhr. Die Polizei traf ihn im Gebäude an. Sie drohte den Einsatz des Distanzelektroimpulsgeräts (DEIG) an, im Alltag meist Taser genannt, danach ließ er sich widerstandslos festnehmen. Zum Motiv machte die Polizei keine Angaben.
Das Reizstoffsprühgerät, den Schlagstock und das Messer stellten die Beamten sicher. Das Messer fanden sie erst später im Eingangsbereich der Schule.
Wie viele Menschen wurden verletzt?
Insgesamt gab es nach der Meldung der Polizei 18 Betroffene. Neun Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrkräfte erlitten Verletzungen durch das Reizgas, einige davon wurden vor Ort von Rettungskräften behandelt. Fünf Einsatzkräfte der Polizei bekamen leichte Atemwegsreizungen und konnten ihren Dienst ohne Behandlung fortsetzen.
| Gruppe | Anzahl | Folgen |
|---|---|---|
| Schülerinnen und Schüler | 9 | verletzt, zum Teil vor Ort behandelt |
| Lehrkräfte | 4 | verletzt, zum Teil vor Ort behandelt |
| Davon ambulant im Krankenhaus | 2 | ambulante Behandlung |
| Einsatzkräfte der Polizei | 5 | leichte Atemwegsreizungen, keine Behandlung |
Wie geht es juristisch weiter?
Ein Jugendkommissariat der Polizeidirektion 5 (City) übernahm den 18-Jährigen. Er sollte am Dienstag, 6. Oktober 2026, einem Bereitschaftsgericht zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden. Ob das Gericht den Haftbefehl erlassen hat, war bis zur Veröffentlichung dieses Textes nicht bekannt. Die Ermittlungen laufen.
Was gilt bei Notfällen an Berliner Schulen?
Seit 2005 steht allen Berliner Schulen ein Notfallordner zur Verfügung. Er enthält Handlungsanweisungen für drei Gefährdungsgrade und Kontaktlisten, wie die Senatsverwaltung für Bildung beschreibt. Schulen können sich bei Notfällen und Krisen jederzeit an ein Schulpsychologisches und Inklusionspädagogisches Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ) wenden. Dort stehen Schulpsychologinnen und Schulpsychologen als Ansprechpersonen bereit, zudem unterstützt die Verwaltung den Aufbau von Krisenteams an den Schulen.
Eltern und Lehrkräfte der betroffenen Schule finden Unterstützung über das zuständige SIBUZ. Informationen zu Schulen im Bezirk gibt es im Überblick zu Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg.
Wie es weitergeht
Die Entscheidung des Bereitschaftsgerichts über den Haftbefehl steht noch aus. Weitere Meldungen aus dem Bezirk stehen auf der Seite Friedrichshain-Kreuzberg, aktuelle Polizeimeldungen im Ressort Kriminalität.
Quellen
- Polizei Berlin: 18-Jähriger soll Reizgas in Schule versprüht haben (Polizeimeldung Nr. 1321 vom 6. Oktober 2026)
- Senatsverwaltung für Bildung: Notfälle und Krisen an Schulen
Maik Möhring
Verantwortlicher & Chefredakteur
Moin, ich bin Maik – Gründer von BerlinEcho und verantwortlicher Redakteur. Ich baue seit Jahren digitale Medien auf, die ich wirklich für notwendig halte: unabhängig, ohne Konzernlogik im Rücken, mit echten Menschen dahinter. Berlin fasziniert mich als Stadt …
- Berliner Landespolitik
- Stadtentwicklung
- Digitaler Journalismus
- SEO & Content-Strategie
- Medienrecht
214 BeiträgeXLinkedInInstagramAlle Beiträge →