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Friedrichshain-Kreuzberg · Kriminalität

Reizgas in Kreuzberger Schule: 13 Verletzte, 18-Jähriger gefasst

Ein 18-Jähriger soll in einer Schule in der Skalitzer Straße Reizgas versprüht haben. Neun Schüler und vier Lehrkräfte wurden verletzt. Was die Polizei meldet und wie es weitergeht.

Maik Möhring Veröffentlicht
Ein menschenleerer Flur in einem Berliner Schulgebäude mit hohen Fenstern und geschlossenen Holztüren am Vormittag.
Nach dem Vorfall in Kreuzberg bleibt das Schulgebäude am Vormittag verlassen und still. (KI-generiertes Symbolbild)
Inhalt (6 Abschnitte)
  1. Was ist am Montag in der Schule passiert?
  2. Wie viele Menschen wurden verletzt?
  3. Wie geht es juristisch weiter?
  4. Was gilt bei Notfällen an Berliner Schulen?
  5. Wie es weitergeht
  6. Quellen

Ein 18-Jähriger soll am Montag, 5. Oktober 2026, gegen 10:30 Uhr in einer Kreuzberger Schule Reizgas versprüht haben. Nach Angaben der Polizei Berlin wurden neun Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrkräfte verletzt, zwei Personen kamen ambulant ins Krankenhaus. Die Einsatzkräfte nahmen den Tatverdächtigen widerstandslos fest.

Die Polizei Berlin wurde am Montagvormittag zu einer Schule in der Skalitzer Straße in Kreuzberg alarmiert. Der Tatverdächtige ist laut Polizeimeldung Nr. 1321 ein ehemaliger Schüler. Er soll kurz vor 10:30 Uhr mit einem Messer, einem Teleskopschlagstock und einem Reizstoffsprühgerät das Gebäude betreten und Reizgas in der Luft versprüht haben. Ein Haftbefehl wird beantragt. Für den Mann gilt bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung.

  • Tatverdächtig ist ein 18 Jahre alter ehemaliger Schüler.
  • Er soll ein Messer, einen Teleskopschlagstock und ein Reizstoffsprühgerät mitgeführt haben.
  • Verletzt wurden 9 Schülerinnen und Schüler, 4 Lehrkräfte und 5 Einsatzkräfte der Polizei.
  • Die Polizei nahm ihn nach der Androhung des Einsatzes eines Distanzelektroimpulsgeräts widerstandslos fest.

Was ist am Montag in der Schule passiert?

Der 18-Jährige betrat die Schule nach den bisherigen Ermittlungen kurz vor 10:30 Uhr. Die Polizei traf ihn im Gebäude an. Sie drohte den Einsatz des Distanzelektroimpulsgeräts (DEIG) an, im Alltag meist Taser genannt, danach ließ er sich widerstandslos festnehmen. Zum Motiv machte die Polizei keine Angaben.

Das Reizstoffsprühgerät, den Schlagstock und das Messer stellten die Beamten sicher. Das Messer fanden sie erst später im Eingangsbereich der Schule.

Wie viele Menschen wurden verletzt?

Insgesamt gab es nach der Meldung der Polizei 18 Betroffene. Neun Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrkräfte erlitten Verletzungen durch das Reizgas, einige davon wurden vor Ort von Rettungskräften behandelt. Fünf Einsatzkräfte der Polizei bekamen leichte Atemwegsreizungen und konnten ihren Dienst ohne Behandlung fortsetzen.

Betroffene beim Reizgas-Einsatz in Kreuzberg am 5. Oktober 2026 (Quelle: Polizei Berlin)
Gruppe Anzahl Folgen
Schülerinnen und Schüler 9 verletzt, zum Teil vor Ort behandelt
Lehrkräfte 4 verletzt, zum Teil vor Ort behandelt
Davon ambulant im Krankenhaus 2 ambulante Behandlung
Einsatzkräfte der Polizei 5 leichte Atemwegsreizungen, keine Behandlung

Wie geht es juristisch weiter?

Ein Jugendkommissariat der Polizeidirektion 5 (City) übernahm den 18-Jährigen. Er sollte am Dienstag, 6. Oktober 2026, einem Bereitschaftsgericht zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden. Ob das Gericht den Haftbefehl erlassen hat, war bis zur Veröffentlichung dieses Textes nicht bekannt. Die Ermittlungen laufen.

Was gilt bei Notfällen an Berliner Schulen?

Seit 2005 steht allen Berliner Schulen ein Notfallordner zur Verfügung. Er enthält Handlungsanweisungen für drei Gefährdungsgrade und Kontaktlisten, wie die Senatsverwaltung für Bildung beschreibt. Schulen können sich bei Notfällen und Krisen jederzeit an ein Schulpsychologisches und Inklusionspädagogisches Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ) wenden. Dort stehen Schulpsychologinnen und Schulpsychologen als Ansprechpersonen bereit, zudem unterstützt die Verwaltung den Aufbau von Krisenteams an den Schulen.

Eltern und Lehrkräfte der betroffenen Schule finden Unterstützung über das zuständige SIBUZ. Informationen zu Schulen im Bezirk gibt es im Überblick zu Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg.

Wie es weitergeht

Die Entscheidung des Bereitschaftsgerichts über den Haftbefehl steht noch aus. Weitere Meldungen aus dem Bezirk stehen auf der Seite Friedrichshain-Kreuzberg, aktuelle Polizeimeldungen im Ressort Kriminalität.

Quellen

Maik Möhring

Verantwortlicher & Chefredakteur

Moin, ich bin Maik – Gründer von BerlinEcho und verantwortlicher Redakteur. Ich baue seit Jahren digitale Medien auf, die ich wirklich für notwendig halte: unabhängig, ohne Konzernlogik im Rücken, mit echten Menschen dahinter. Berlin fasziniert mich als Stadt …

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